Richtig kaufen: Mähroboter von Husqvarna, Gardena & Co.

Dass moderne Mähroboter mehr sind als nur Rasenmäher, verdanken sie ausgefeilter Technik. Sie sind robust, kommen auch mit abschüssigem Gelände klar, und die hochwertigen Modelle unter ihnen vernetzen sich mühelos mit anderen nützlichen Gartenhelfern. Mähroboter von Husqvarna, Gardena & Co. sind die neuen Stars im smarten Garten. Hier liest du, was du beim Kauf unbedingt beachten solltest.

Mähroboter: Darum lohnt sich der Kauf.

Zurücklehnen, entspannen und jemand anderem bei der Arbeit zusehen – so einfach kann Gartenarbeit auch sein. Genauer gesagt, Rasenmähen. Mähroboter sind das, wovon unsere Eltern noch geträumt haben. Und was wir heutzutage ganz selbstverständlich als fleißige Gartenhilfe einsetzen können. Sie sparen uns Zeit und Nerven. Und für Allergiker sind Mähroboter ein Segen, wenn die Pollen fliegen. Schließlich leiden immer mehr Menschen unter Gras- und Pollenallergie – da kann das Rasenmähen schnell zur Qual werden. Nicht aber, wenn man einen Roboter hat, der die Arbeit übernimmt.

Doch was gilt es bei der Anschaffung zu beachten? Eine ganze Armee von Modellen wartet im Handel auf ihren Einsatz, und die Vielfalt scheint unüberschaubar. Gehen wir es also praktisch an und checken die wichtigsten Kauf-Kriterien für unser „elektronisches Schaf“, wie der Mähroboter auch liebevoll genannt wird. Grundsätzlich gilt: Wer große Rasenflächen mähen will, greift zum Kraftpaket. Motor und Akkukapazität sind hier von Vorteil. Diese sind in der Regel teurer. Bei kleinteiligen Gärten mit vielen Beeten und Hindernissen, solltest du beim Mähroboter mehr Wert auf eine ausgeklügelte Sensorik zum Umfahren der Hindernisse legen. Hier unsere Empfehlungen.

Mähroboter: Die wichtigsten Infos im Überblick.
  • Mähroboter machen Sinn ab einer Mindestfläche von 100 bis 200 Quadratmeter Rasen, dabei sind große Flächen besser geeignet als kleinere, parzellierte oder unregelmäßige Parcours.
  • Laufzeit und Leistung des Akkus sind ein wichtiges Auswahlkriterium: Je größer die Fläche oder je abschüssiger das Rasenstück, desto mehr Power sollte der Roboter unter der Haube haben.
  • Als Orientierungshilfe müsst ihr für die meisten Modelle einmalig ein Induktionskabel verlegen, das ihnen den Weg zur Ladestation wie auch die Grenzen ihres Territoriums aufzeigt. Manche Modelle kommen schon ohne Leine aus, sind aber Sensibelchen.
  • Sensoren schützen nicht nur die Blumenbeete vor „Fehltritten“ und Kollisionen, sondern auch den Mähroboter vor unerwünschten Fans. Checkt auf jeden Fall, ob eure Hausratsversicherung auch den Mäher mit abdeckt.
  • Sensoren hin oder her: In den Abendstunden, wenn dämmerungsaktive Garten-Mitbewohner auf die Pirsch gehen, gehört der Roboter in den Stall.
  • Träumt ihr vom smarten Garten? Dann sind Modelle interessant, die mindestens per Mobile Device bedienbar, besser noch in eine smarte Systemsteuerung verschiedener Gartenhelfer integrierbar sind.

Robust und stark: Mähroboter für große Flächen.

Das wichtigste Auswahlkriterium ist die Größe der Rasenfläche. Warten 100, 500 oder sogar 1.200 Quadratmeter darauf, schnittig in Form gebracht zu werden? Als Faustregel gilt: Ab 100 bis 200 Quadratmeter lohnt sich die Anschaffung eines Mähroboters. Wichtig ist auch die Beschaffenheit der Fläche: Ist der Rasen eher kleinteilig angelegt, mit vielen Beeten, Verengungen oder Hindernissen, macht der Roboter viele Wendemanöver und braucht mehr Energie, als wenn er glatt durchmähen kann. Das gilt auch für Steigungen im Gelände. Die großen Viking iMow Mähroboter MI 632 P (ca. 2.750 Euro) und 632 PC (c. 3.050 Euro) haben mit rekordverdächtigen 150 Minuten Laufzeit nicht nur mächtig Kondition für große Flächen bis 3.000 Quadratmeter, sie packen auch Steigungen bis 45 Prozent. Wenn es ums Energiesammeln geht, ist der Husqvarna Automower Solar Hybrid (ca. 2.000 Euro) ganz vorn mit dabei. Er arbeitet zum Teil mit Sonnenenergie, die er über ein integriertes Solarpanel aufnimmt. So kommt er auf längere Arbeitszeiten und größere Flächen – laut Hersteller bis 2.200 Quadratmeter.

Bis ans Limit: Mähroboter mit Begrenzungsdraht oder Sensoren?

Zum Auftanken geht der Mähroboter an die Basisstation. Dorthin finden die meisten Modelle über ein Induktionskabel, das auch rings um die zu mähende Fläche verlegt ist. Niemals würde er also auf dem Weg zur Aufladestation versehentlich ein Blumenbeet niedermähen, denn wenn der Roboter über seine Sensoren das Begrenzungskabel erkennt, dreht er einfach um. Inzwischen gibt es auch Modelle, für die kein Induktionskabel verlegt werden muss. Sie können Rasen erkennen, sind jedoch empfindlicher bei Hindernissen und funktionieren am besten bei homogenen, klar abgegrenzten Flächen.

Hochsensibel dank Sensoren: Mähroboter für kleine Flächen mit Hindernissen.

Moderne Mähroboter sind kleine elektronische Wunderwerke und haben jede Menge elektronische „Fühler“. Darauf solltest du besonders achten, wenn du viele Hindernisse auf deiner Rasenfläche hast. Standard sind Stoßsensoren: Fährt der Roboter gegen ein Hindernis, nimmt er einen Umweg. Sicherheitssensoren stoppen seinen Antrieb und die Messer, wenn er in Schieflage gerät oder sogar vom Boden abhebt. Das Top-Modell von Gardena, SILENO life für rund 1.100 Euro, hat dazu noch ein „Gefühl“ fürs Schnittbild: Mit einem System namens SensorCut wird der Rasen streifenfrei – als wäre der Roboter nie dort gewesen. Auch günstigere Modelle für kleine Flächen wie die Einsteigermodelle von Robomow (ab 700 Euro) haben standardmäßig eine Diebstahlsicherung. Sie funktioniert über einen Sensor, der das Gerät beim Hochheben sperrt und Alarm auslösen kann. Bevor es seine Arbeit fortsetzt, verlangt es einen PIN-Code. Das schützt nicht nur vor Dieben, sondern hält auch Kinder auf der Suche nach einem neuen Spielzeug fern.

Übrigens: Wer sich ein wenig in seinen Mähroboter verliebt hat, kann seinen Schatz auch gegen Diebstahl versichern. Hier lohnt sich Nachfragen: In manchen Fällen ist der Mähroboter von der Hausratversicherung mit abgedeckt. Ansonsten gibt es maßgeschneiderte Versicherungen, für Husqvarna Automower zum Beispiel bei der HanseMerkur.

Smart Gardening: vernetzte Mähroboter auf dem Vormarsch.

Wenn wir den Zukunftsforschern glauben, wird demnächst zum Smart Home auch ein Smart Garden gehören. Da ist der Mähroboter mit voller Fahrt dabei. Denn bei höherwertigen Modellen von Viking, Gardena, Husqvarna und Robomow lässt er sich auch per App über Smartphone oder Tablet steuern – und wird, wie beim Gardena smart system, zu einem Teil der clever vernetzten Gartenpflege. Steuerbar sind bei den modernen Mährobotern via WLAN oder Bluetooth natürlich zunächst die Basisfunktionen. Doch auch Komplexeres wie die Vernetzung des Mähroboters mit einem Bewässerungssystem sind schon längst keine Science-Fiction mehr: künstliche Intelligenz für schöneren Rasen!

Mann steuert im Garten sitzend übers Handy den Gardena SILENO life Mähroboter.
Smart und vernetzt: Den Gardena SILENO life kannst du mit dem Smartphone steuern. © GARDENA

Yello Tipp: Vor dem ersten Mähen.

Die meisten Mähroboter mähen mit einer Schnittbreite von 20 bis 30 Zentimetern, bei einstellbaren Schnitthöhen von zwei bis sechs Zentimetern. Ist der Rasen deutlich höher, sollte man einmal manuell vormähen, bevor der Roboter übernimmt. Das empfehlen wir sowieso fürs erste Mal, denn die meisten Roboter mähen die Fläche nach dem Zufallsprinzip. Das heißt, es gibt erst mal ein Zickzackmuster. Je nach Größe des Rasens kann es locker einen bis zwei Tage dauern, bis die Länge überall einheitlich ist. Dass der Rasenschnitt dabei liegenbleibt, ist kein Problem. „Mulchen“ nennt man das, und dadurch wird beim Schneiden gleichzeitig gedüngt. Je feiner der Schnitt, umso schneller setzt der Dünge-Effekt ein. Gut für den Rasen, gut für die Natur. Apropos Naturschutz: Experten raten, den Mähroboter nur tagsüber in Betrieb zu nehmen, da in den Abend- und Nachtstunden viele Tiere aktiv werden. Wenn Igel, Mäuse und Kröten also auf Dämmer-Tour ins Grüne gehen, sollte der Roboter bitte schön im Haus bleiben.

Mähroboter bei Regen – ein Segen?

Wer gärtnert, weiß: So sehr der Rasen den Regen liebt, so schwierig wird es beim Mähen. Mähroboter sind wasserfest, machen aber sensorgesteuert bei Regen trotzdem lieber Feierabend und fahren zur Ladestation. Einige Modelle wie der Gardena SILENO scheuen jedoch keine Nässe und können bei Regen einfach weiterarbeiten. Unbedingt empfehlenswert ist eine kleine Garage als Witterungsschutz, wenn der Roboter mal Pause macht. Solche Roboter-Homes gibt es jeweils bei den Herstellern.

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