Samsung A6 und A6+ im Vergleich: Wie gut ist die Galaxy-A-Klasse?

Die Technik-Riesen Samsung und Apple belegen mit ihren Top-Smartphones Galaxy S9 und iPhone XS derzeit die Spitzenplätze der Handy-Testtabellen. Seit Jahren liefern sich die Hersteller ein hitziges Kopf-an-Kopf-Rennen im Oberklasse-Segment. Inzwischen ist Huawei aus China aber mit ihrer Kampfansage P20 den beiden Schrittmachern dicht auf den Fersen.

Doch welche Alternativen gibt es im Bereich der preiswerten Mittelklasse-Handys? Samsung will diese Nachfrage mit den Modellen Galaxy A6 und A6+ bedienen. Was die aktuelle Galaxy-A-Klasse von Samsung kann, das erfahrt ihr hier in unserem Vergleich: Samsung A6 vs. A6+.

Samsung Galaxy A6: Ordentlicher Alltagsbegleiter.

Samsungs A-Klasse steht seit einigen Jahren für solide Technik zu einem vernünftigen Preis. Das Galaxy A5 fand viele Fans, bot es doch ein günstiges Gesamtpaket. Seit Mai 2018 gibt es den Nachfolger, das Samsung Galaxy A6. Das neue Modell sieht aus wie ein Oberklasse-Smartphone, kostet aber nur ein Viertel bis ein Drittel vom aktuellen iPhone X. Der empfohlene Verkaufspreis von Samsung liegt bei 309 Euro, einige Händler bieten es aber für rund 220 Euro an. Hält das neue Samsung-Modell, was es optisch verspricht?

Vorderseite Samsung Galaxy A6
Schlichtes Design zum günstigen Preis. © Samsung

Das Galaxy A6 wiegt 162 Gramm und misst 149,9 x 70,8 x 7,7 Millimeter (H x B x T). Das passt zum Trend der XXL-Smartphones. Die Silhouette des Samsung Galaxy A6 erscheint filigran, die Ecken sind abgerundet. Das griffige Metallgehäuse wirkt sehr wertig und bringt Abwechslung in die häufig verglasten und daher rutschigen Gehäuse der Konkurrenz. Der Fingerabdrucksensor befindet sich nicht auf der Frontseite, sondern auf der Rückseite mittig unterhalb der Kamera.

Dreiviertel der Gehäusefront nimmt das Display ein. Dies und der relativ schmale Rand gefallen uns gut. Das langgestreckte Seitenverhältnis des AMOLED-Displays beträgt 18:5,9, mittlerweile ein gängiges Maß.

Das 5,6 Zoll große HD-Panel – nein, kein Full-HD – hat eine Auflösung von 1480 x 720 Pixel und eine vergleichsweise geringe Pixeldichte. Superscharf geht anders. Dafür bietet es satte Farben und angenehme Kontraste. In Sachen Display konnte das A5 mehr überzeugen. Zudem war es gegen Staub und Wasser geschützt, der IP68-Schutz fehlt beim A6.

Auch in Sachen Innenleben bietet das Samsung A6 keine überragende Performance, andere Mittelklasse-Handys leisten mehr. Das Mikrofon jedoch hat eine befriedigende Sprachqualität. Lediglich bei lauten Nebengeräuschen kann es zu Verständnisschwierigkeiten kommen.

Das Herz des Samsung A6-Smartphones ist der Octa-Core-Prozessor Exynos 7870. Damit lassen sich detailarme Spiele problemlos spielen. Mit höchstauflösenden Videos und Games wird es schwierig. Der Arbeitsspeicher beträgt 3 Gigabyte (GB), was für den Alltag ausreicht, nicht aber für aufwendige 3D-Spiele. Unserer Meinung nach, sollten es heute schon 4 GB sein. Das Betriebssystem heißt Android 8.0 Oreo, Käufer können sich zudem über die gleiche Nutzeroberfläche wie im Galaxy S9 freuen. Der interne Speicher umfasst 32 GB. Wem das nicht reicht, der erweitert mit einer microSD-Speicherkarte.

Wie gut ist die Kamera des Samsung A6? Nicht sonderlich berauschend! Für die Budget-Serie ist die Frontkamera in Ordnung, die Hauptkamera ein Flop. Fotos bei Dunkelheit sind zu dunkel und unscharf, der LED-Blitz ist häufig die letzte Rettung. Bei Tageslicht-Selfies liefert die Frontkamera zufriedenstellende Ergebnisse.

Produktbild Rückseite Samsung Galaxy A6
Die Kamera des Galaxy A6 überzeugt uns nicht. © Samsung

Der Akku mit 3.000 Milliamperestunden (mAh) ist fest verbaut. Wer den Energiespeicher schont, kommt bis zu zwei Tage mit einer Ladung aus. Im Schnitt hält der Akku bei durchschnittlicher Nutzung 13 Stunden. Drahtloses Laden ist mit dem Galaxy A6 nicht möglich, der Ladevorgang über Micro-USB dauert mehr als zwei Stunden. Zum Vergleich: Das Schnelllade-Netzteil (USB-C) des Motorola Moto G6 schafft einmal Vollladen in rund 1,5 Stunden.

Fazit: Das Smartphone hat alles was man braucht, mehr aber auch nicht. Wenn dir das ausreicht, würden wir beim aktuellen Preis eher zum Vorgängermodell raten. Wenn du ein besseres Smartphone willst: Schau dir doch mal das Galaxy A8 an. Hier bekommst du mehr, musst aber auch tiefer in die Tasche greifen.

Samsung Galaxy A6+: Oberklasse-Optik, Mittelklasse-Technik.

Das Samsung A6+ wiegt 191 Gramm, misst 160,2 x 75,7 x 7,9 Millimeter und kostet online mindestens rund 310 Euro (Stand: August 2018, Herstellerpreis: 369 Euro). Das 6 Zoll-Display löst mit 2220 x 1080 Pixeln auf. Der Prozessor ist ein Qualcomm Snapdragon 625 MSM8953, der Arbeitsspeicher fasst 3 GB. Für Fotos, Videos und Apps stehen dir 32 GB zur Verfügung. Auf der Rückseite ist eine Weitwinkel-Dual-Kamera verbaut, vorne kannst du mit einer 24-MP-Frontkamera Selfies knipsen. Der starke 3.500 mAh-Akku hält zwei Arbeitstage durch und ist nicht austauschbar.

Warum dieser Textabschnitt so kurz ausfällt? Die beiden A6-Smartphones unterscheiden sich nicht groß. Mehr erfährst du im Vergleich: Samsung A6 vs. A6+.

Verschiedene Samsung Galaxy A6
Das Samsung Galaxy A6+ © Samsung

Samsung Galaxy A6 und A6+ im Vergleich.

Wo also sind die Unterschiede zwischen Samsung A6 und A6+?

Das Plus am Ende bedeutet gewöhnlich, dass ein Smartphone mehr kann und größer ist als sein Namensvetter ohne (+). Das Samsung A6+ allerdings leistet im Vergleich zum Samsung A6 kaum mehr. Optisch unterscheiden sich die Geräte nur geringfügig voneinander. Beide Samsung-Modelle sind in den Farben Schwarz, Gold und Blaugrauviolett (Lavender) erhältlich. Ihr äußerlicher Eindruck ist stimmig und wirkt modern, Anschlüsse und Tasten sind identisch. Das Samsung A6+ ist rund einen Zentimeter höher als das Samsung A6, etwa 5 Millimeter breiter und wiegt 30 Gramm mehr.

Weitere Unterschiede? Das Samsung A6+ hat eine höhere Auflösung und eine größere Pixeldichte. Dadurch werden Inhalte schärfer wiedergegeben. Das größere Display ist heller, der Prozessor schneller, die Akkukapazität größer, die Hauptkamera besser.

Produktbild Samsung Galaxy A6 farbige Modelle
Schwarz, Gold und “Lavender”. Die Farben des Galaxy A6 und A6+. © Samsung

Nun zu den Gemeinsamkeiten: Beide Smartphones haben kein USB-C, sondern das mittlerweile veraltete Micro-USB. Schnellladen klappt damit nicht. Bei schwachen Lichtverhältnissen kommt es bei der Gesichtserkennung zu Problemen. Außerdem führt der fehlende Irisscanner zu einer ungenaueren Erkennung.

Das A6 und A6+ bieten nur den veralteten WLAN-n-Standard. Damit bist du im Vergleich zu aktuellen Standards langsamer im Netz unterwegs. Beide Smartphones haben dafür NFC für einen drahtlosen Datenaustausch an Bord und bieten Platz für zwei SIM-Karten. Die 3 GB Arbeitsspeicher sind ausreichend, 4 GB wären beruhigender.

Beide Samsung-Smartphones sind gute Mittelklasse-Modelle für sämtliche Standard-Anwendungen, sind aber kein überzeugendes Schnäppchen. Vor allem das A6+ ist mit einem Herstellerpreis von 369 Euro zu teuer.

Für dich zählt Leistung mehr als coole Optik? Dann solltest du dir genau überlegen, ob dich ein anderes Smartphone für den gleichen Preis nicht glücklicher macht.

Smartphone-Alternativen für Samsung Galaxy A6 und A6+:

Du suchst ein neues Smartphone, kannst dich aber nicht entscheiden? Mittelklasse-Smartphones bis 300 Euro gibt es viele. Die meisten Modelle schießen befriedigende Fotos, sind flott im Netz unterwegs und lassen sich einfach  bedienen. Für Standard-Anwender, die hin und wieder Schnappschüsse machen, telefonieren, Handy-Games spielen und „whatsappen“, sind sie mehr als ausreichend. Hier findest du eine Auswahl an weiteren Mittelklasse-Handys:

  • Honor 9
  • HTC U11
  • Huawei P20
  • LG V30 oder G7
  • Motorola Moto G6
  • Nokia 8
  • Samsung Galaxy S8
  • Sony Xperia XA2
  • Xiaomi Redmi Note 5
  • ZTE Blade V9

Du benötigst mehr Entscheidungshilfe bei deiner Smartphone-Wahl? Finde heraus, welches Smartphone zu dir passt.

Titelbild: Samsung Galaxy A6 © Samsung

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