Smart Gardening: Tipps zum digitalisierten Garten.

Erntefrisches Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, ein gepflegter tiefgrüner Rasen: Zum Frühlingsanfang beginnt der eine oder andere Hobbygärtner, von den Freuden des Sommers zu träumen. Wenn das alles nur nicht mit so viel Arbeit verbunden wäre. Aber vielleicht geht’s auch einfacher – zum Beispiel mit Smart Gardening? Wir haben Tipps rund um das clevere Gärtnern für dich zusammengestellt.

Vom Smart Home zum Smart Gardening.

Smart Home macht es vor: Die schlauen Systeme befördern dein Wohnerlebnis in Sachen Komfort auf das nächste Level. Intelligente Elektrolösungen steuern beispielsweise Heizung, Licht oder Unterhaltung. Was drinnen funktioniert, kommt jetzt auch für draußen – Stichwort Smart Gardening. Erntefrische Vitamine ohne lästiges Gießen? Gepflegter Rasen ohne aufwendiges Mähen? Hört sich spannend an!

Das Prinzip von Smart Gardening ist vergleichbar mit dem des Smart Home: So verbindest du beispielsweise unterschiedliche Elektrogeräte in einem Netzwerk. Dann gibst du anhand verschiedener Faktoren (beispielsweise bestimmter Uhrzeiten oder Messwerte) vor, wann und wie lange sie aktiv sein sollen. Damit die praktischen Helfer ihre Arbeit verrichten, musst du in der Regel nicht zu Hause sein. Denn meistens gibst du die Anweisungen per Smartphone-App. Oder die Geräte aktivieren sich aufgrund von Sensordaten selbst. Beispiel gefällig? Wir haben für dich mögliche Anwendungsbereiche unter die Lupe genommen.

Gießen war gestern: Automatische Bewässerungssysteme machen’s möglich.

Vielleicht kennst du das: Die Euphorie über den gelungenen Wochenendtrip kann schnell in Frustration umschlagen. Nämlich dann, wenn zuhause der Zustand des geliebten Gartens gecheckt wird. An heißen Sommertagen kann es reichen, wenn die Erde einmal ordentlich austrocknet – und schon ist die lang gepflegte Blütenpracht hinüber. Abhilfe schaffen sollen smarte Bewässerungssysteme. Sie können Pflanzen bedarfsgerecht und eigenständig versorgen, beispielsweise mithilfe von unterirdisch verlegten Bewässerungsleitungen. Manche intelligenten Systeme messen über Sensoren, ob Bewässern überhaupt notwendig ist. Wenn zum Beispiel die Feuchtigkeit im Boden einen bestimmten Wert unterschreitet, werden sie aktiv.

Denkbar für eine automatische Bewässerung sind Tröpfchenbewässerungen oder Regnersysteme. Sie lassen sich jedoch nicht ohne Weiteres installieren. Unser Smart-Gardening-Tipp: Bei der manchmal recht aufwendigen Verlegung dieser Systeme kann es sinnvoll sein, sich Hilfe bei einem Experten zu holen. Er weiß in der Regel genau, welche Bereiche viel beziehungsweise weniger Wasser benötigen und wie man die Leitungen clever plant. Einmal installiert, lassen sich solche Bewässerungssysteme dann meist programmieren oder über eine App steuern. Auch praktisch, falls du von unterwegs den Status der Bewässerung überprüfen möchtest.

Mähroboter: Gepflegter Rasen im Handumdrehen.

Der perfekte Rasen hat einen Preis: das häufige Rasenmähen. Allerdings gibt es schier unermüdliche Roboter, die einem diese Arbeit abnehmen können. In unserem Artikel über Mähroboter haben wir einige Empfehlungen für dich zusammengestellt. So erfährst du, welcher Roboter sich für deinen Garten gut eignen könnte. Bedenken solltest du bei der Auswahl beispielsweise, ob du einen eher großen oder einen eher kleinen Garten zu pflegen hast. Bei viel Platz ist es für gewöhnlich von Vorteil, wenn der Mäher lange durchhält bis er wieder an den Auflader muss. Gut zu wissen: Mittlerweile gibt es sogar Modelle, die Solarenergie nutzen. Wer hingegen einen kleinen Garten mit vielen Ecken hat, kann sich beispielsweise für ein wendiges Exemplar entscheiden.

Mit einem Mähroboter erfolgt in der Regel das sogenannte Mulchmähen. Dabei wird dein Rasen auch gleich gedüngt. Der Clou: Der feine Rasenschnitt bleibt einfach auf der Fläche liegen. So kommt er den Pflanzen als Nährstofflieferant zugute. Außerdem erspart das Smart Gardening dadurch möglicherweise Zeit, weil du kein Schnittgut mehr entsorgen musst.

Immer fortschrittlicher – aber nicht ohne Eigeneinsatz.

Smart Gardening wird immer professioneller. Mittlerweile gibt es Mähroboter, die unter anderem mit der automatischen Bewässerung in einem System zusammengeführt sind. Mithilfe von solchen smarten Systemen kommt man dem Traum vom sich selbst pflegenden Garten in jedem Fall ein gutes Stück näher.

Aber: Ganz ohne Eigeneinsatz geht es beim Smart Gardening ebenfalls nicht. So müssen auch moderne Geräte in der Regel gereinigt werden. Und üblicherweise muss man die Schneidemesser bei den verschiedenen Mährobotern regelmäßig austauschen oder nachschleifen lassen. Das Bewässerungssystem verlegt sich ebenfalls nicht nebenbei. Zu guter Letzt fallen oftmals neben dem zeitlichen Aufwand noch mehr oder weniger hohe Kosten für die intelligenten Systeme an. Genaues Rechnen und Vergleichen ist daher durchaus sinnvoll. Manche Systeme lohnen sich beispielsweise erst ab einer bestimmten Gartengröße.

Smart Gardening – passt es zu dir?

Der Trend des smarten Gärtnerns begeistert vermutlich vor allem diejenigen, die sich Fortschritt und Digitalisierung nicht nur für die Wohnräume wünschen. Es kann sich anfühlen wie Rosinenpicken bei der Gartenpflege: So bleibt schlichtweg mehr Zeit für Kreatives und Gartengestaltung, wenn Systeme und Roboter den Löwenanteil der täglichen (und teils anstrengenden) Arbeit abnehmen. Der Bequemlichkeitsfaktor klettert nach oben. Ist es aber gerade die tägliche Routine, die dich bei der Gartenarbeit entspannen lässt? Dann bist du vielleicht mit der altbewährten Gießkanne besser beraten. Wie so oft entscheiden auch beim Thema Smart Gardening die individuellen Vorlieben.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu burger phone messenger whatsapp mail kwk gas strom waermestrom more playbutton loading-indicator