Smart Home: Sicherheit und Einbruchschutz auf intelligente Art.

Die gute Nachricht vorab: In Deutschland wird weniger eingebrochen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für 2017 einen Rückgang von 23 Prozent auf 116.450 Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr. Das ist schön, nützt aber den Tausenden Betroffenen wenig. Immer mehr Haus- und Wohnungsbesitzer, aber auch Mieter ergreifen eigene Maßnahmen, um die eigenen vier Wände gegen Einbrecher zu schützen. Besonders im Kommen sind Lösungen, die im Smart Home für Sicherheit sorgen. Wir sagen, was solche Systeme zur Smart-Home-Überwachung leisten.

Smart-Home-Sicherheit: Vernetzter Einbruchschutz.

Mechanische Sicherungen wie Riegel vor Fenstern oder Türen gehören zu den klassischen Maßnahmen des Einbruchschutzes und erfüllen heute noch ihren Zweck. In zunehmendem Maße drängen allerdings vernetzte Lösungen auf den Markt. Sie lassen sich grob in fünf Arten einteilen:

  • Kameras
  • Bewegungsmelder
  • Fenstersensoren
  • Lichtsteuerung
  • Rollladensteuerung

Vielfach sorgen Smart-Home-Systeme für mehr Sicherheit, indem sie eine Anwesenheitssimulation durchführen: Verschiedene elektrische Geräte lassen sich in einem Netzwerk verbinden und automatisch in Abhängigkeit von selbst definierten Parametern wie Tageszeit an- und ausschalten. In der Regel verknüpft eine zentrale Basisstation (Access Point) die Apparate und verbindet sie mit dem Internet. Per Smartphone-App lassen sich dann alle Geräte im Netzwerk steuern und Verhaltensregeln definieren.

Smart-Home-Überwachung mit Kameras.

Wenn du öfter auf Reisen oder anderweitig unterwegs bist, solltest du dir überlegen, eine smarte Kamera zuzulegen. Diese IP-Kameras senden ihre aufgenommenen Bilder an den Eigentümer, der dann im Fall der Fälle die entsprechenden Schritte einleitet.

Moderne Geräte können auch Push-Nachrichten an den Besitzer schicken und verfügen über eine Nachtsichtfunktion.

Welche Überwachungskameras sind empfehlenswert?

Die Fachzeitschrift „Chip“ kürte bei ihrem Test von Indoor-Überwachungskameras das Modell Netgear Arlo Q zum Sieger. Die Full-HD-Kamera (unverbindliche Preisempfehlung: 220 Euro) lieferte scharfe Bilder, die sich manuell herunterladen und speichern lassen. Ein Gigabyte Speicherplatz im Cloudspeicher gibt‘s gratis dazu. Die Aufnahmen werden nach einer Woche gelöscht. Eine automatische Bewegungs- und Geräuscherkennung sorgt dafür, dass du im Ernstfall per Push-Nachricht über Eindringlinge in Kenntnis gesetzt wirst.

Einige Modelle speichern ihre Aufnahmen in der Cloud – so nützt es den Dieben nichts, die Speicherkarte der Kamera einzusacken. Bedenke: Je höher die Auflösung der Kamera, desto eher lassen sich die Bilder für eine eventuelle Identifizierung der Gauner nutzen.

Kann meine IP-Kamera gekapert werden?

Immer wieder ist die Rede von IP-Kameras, die wegen mangelnder Sicherheitsfunktionen von Fremden eingesehen und so gegen den Besitzer genutzt werden können. Besonders betroffen sind Billigmodelle von Discountern und Kameras, die über Crowdsourcing-Plattformen wie Indiegogo auf den Markt kommen. Um das Kapern deiner IP-Kamera zu verhindern, beachte folgende Punkte:

  • Verwende ein starkes Passwort.
  • Die Kamera sollte die WPA2-Verschlüsselung im eigenen Funknetzwerk unterstützen.
  • Wenn du per Fernzugriff über eine Internetseite oder eine App des Herstellers die Kamera einsiehst, achte auf eine verschlüsselte Übertragung der Daten. So sollte die Internetadresse unbedingt mit „https://“ beginnen – und nicht mit „http“.

Abhängig davon, wie groß der zu überwachende Bereich ist, kannst du ein schwenkbares Modell oder gleich mehrere Geräte einsetzen. Du musst aber einige rechtliche Vorschriften beachten: Du darfst zum Beispiel nicht das Nachbargrundstück überwachen – auch nicht Teile davon. Ebenso wenig darfst du auf Straßen und Fußwege linsen.

Mieter in einem Mehrfamilienhaus dürfen grundsätzlich keine Kameras vor der eigenen Wohnung oder am Hauseingang beziehungsweise im Hausflur anbringen. Laut eines Urteils des Hamburger Amtsgerichts ist schon das Anbringen einer Kameraattrappe illegal.

Mehr Sicherheit im Smart Home mit Bewegungsmeldern.

Bewegungsmelder tragen ebenfalls im Smart Home zur Sicherheit bei: Registriert ein solcher Sensor eine Bewegung in der Nähe des Hauses, wird er aktiv – indem er Außenleuchten oder Lampen in der Wohnung anknipst. Du kannst bei entsprechender Vernetzung auch den Fernseher einschalten oder sogar Hundegebell vom Band ertönen lassen.

Optimal ist die Kombination von Bewegungsmelder und Überwachungskamera. Der Melder schaltet, wenn sich jemand am Haus zu schaffen macht, die Kamera ein und alarmiert gleichzeitig den Besitzer per Smartphone.

Smarter Einbruchschutz mit Fenstersensoren.

Du nutzt diese Sensoren vielleicht schon zur Steuerung deiner Heizung: Je nach Fensteröffnung schaltet sich die Heizung an oder ab. Sie können dich auch vor Einbrechern schützen: Besonders beliebt bei Einbrechern sind ungesicherte Fenster. Ein Fenstersensor registriert, wenn ein vorher geschlossenes Fenster geöffnet oder eine Terrassentür aufgebrochen wird. Er sendet dann via App eine Nachricht an die Bewohner, die dann die Polizei benachrichtigen können. Ist das Smart-Home-System mit einer Alarmanlage gekoppelt, kann auch die Polizei oder ein Sicherheitsdienst automatisch alarmiert werden.

Einsteigerpaket für Smart-Home-Sicherheit.

Wenn du dich zum ersten Mal mit dem Thema Smart-Home-Sicherheit auseinandersetzt, ist vielleicht ein komplettes Starter-Set für dich interessant. Die Stiftung Warentest hat im August 2018 vier solcher Pakete getestet. Testsieger wurde mit der Note „befriedigend“ das System Homematic IP Starter Set Alarm von Hersteller e-Q3, mit einem Herstellerpreis von 380 Euro zudem das günstigste Set. Es beinhaltet Fenster- und Türkontakt, Bewegungsmelder, Alarmsirene und Access Point, der die einzelnen Komponenten verbindet. Das ganze System lässt sich aus der Ferne per Smartphone steuern. Es fehlt die Überwachungskamera. Auch in Sachen Schnittstelle zu anderen Systemen konnte das Set die Tester nicht vollständig überzeugen.

Licht- und Jalousiesteuerung im Smart Home.

Grundsätzlich soll die Lichtsteuerung im Smart Home für mehr Komfort und niedrigere Energiekosten sorgen. Sie dient aber auch dem Einbruchschutz.

Du kannst bei Abwesenheit zum Beispiel das Licht zu vorher festgelegten Zeiten an- und wieder ausschalten lassen – so wie mit einer Zeitschaltuhr. Noch effektiver ist es, Lampen und Lichter nach dem Zufallsprinzip an- und ausgehen zu lassen.

Ganz ähnlich nutzt du auch smarte Rollladen und Jalousien: Morgens fahren sie hoch, abends wieder herunter und sorgen so bei Einbrechern für den Eindruck, das Haus sei belebt. Solche Jalousien können auch Teil eines Einbruchschutzsystems sein – wenn zum Beispiel ein Bewegungsmelder ausgelöst und ein Alarmsignal an die Polizei übermittelt wird, während gleichzeitig alle Lichter im Haus angehen und die Jalousien hochfahren. Stell vorher aber sicher, dass deine Katze eine solche Alarmkette nicht auslösen kann!

Apropos Katze: In jüngster Zeit drängen immer mehr Hersteller mit Haustierkameras auf den Markt. Damit kannst du Hund oder Katze in deiner Wohnung im Auge behalten. Der „Petcube“ beispielsweise zeigt Aufnahmen deines Haustieres (so es sich im Kamerablickfeld befindet), während ein eingebautes Mikrofon dafür sorgt, dass du mit ihm sprechen kannst. Ob dir das 250 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) wert ist, musst du natürlich selbst entscheiden.

Hund sitzt vor Petcube
Seinen Vierbeiner immer im Blick durch den Petcube. © 2018 Petcube

Titelbild © NETATMO

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