Smart-Home-Systeme im Vergleich: Einsteigersets für mehr Sicherheit.

Die Zahl der Einbruchsdelikte in Deutschland ist seit einigen Jahren rückläufig: 2018 erfassten die Behörden gut 97.000 solcher Fälle – ein Rückgang von 16,3 Prozent im Vergleich zu 2017. Das hat einerseits mit neuen und erfolgreichen Ermittlungsmethoden der Polizei zu tun, die viele Einbrecherbanden abschrecken und ins Ausland ausweichen lassen. Das ist andererseits aber auch auf wirksameren Einbruchschutz durch die Verbraucher selbst zurückzuführen. Und da kommen Smart-Home-Anlagen ins Spiel. Wir stellen dir drei Smart-Home-Systeme im Vergleich vor!

Smart-Home-Systeme – eine Übersicht.

Smart Homes nennen sich Haushalte, in denen verschiedene, zentral ferngesteuerte Geräte miteinander interagieren. Ein Smart Home soll nicht nur für mehr Komfort und niedrigere Energiekosten sorgen, sondern auch die Sicherheit erhöhen – und das über den Einbruchschutz hinaus: Viele Hersteller binden zum Beispiel Rauchmelder in ihr System ein. Die Bandbreite der angebotenen Produkte reicht ansonsten von IP-Kameras und Bewegungsmeldern über Tür- und Fensterkontakte hin zu automatisierter Licht- und Rollladensteuerung, beispielsweise um Anwesenheit vorzutäuschen.

Großer Vorteil solcher Smart-Home-Systeme: die Kosten, die im Vergleich zu herkömmlichen Alarmanlagen recht bescheiden ausfallen. In Form von Startpaketen sind Smart-Home-Systeme oftmals schon zu attraktiven Preisen erhältlich. Eine vom Profi installierte Alarmanlage geht hingegen in die Tausende.

Was ist ein Smart-Home-Starterset?

Viele von uns schrecken vor dem Kauf von Smart-Home-Komponenten zurück – zu undurchschaubar erscheint die Technologie, zu unübersichtlich die Vielzahl der Hersteller und Produkte. Für Abhilfe sollen sogenannte Startersets sorgen, die den Einstieg erleichtern. Je nach gewünschter Verwendung sind Pakete zum Beispiel für Haussteuerung, Beleuchtung oder eben Sicherheit vorkonfiguriert.

Allen Sets gemein ist eine zentrale Einheit (auch Basisstation, Access Point oder Controller genannt), über die du per Smartphone-App die anderen Komponenten steuerst. Die meisten dieser Smart-Home-Systeme lassen sich nachrüsten, allerdings oft nur mit Produkten des gleichen Herstellers.

Nachfolgend stellen wir drei aktuelle Smart-Home-Systeme für Sicherheit im Vergleich vor.

Homematic IP Starterset Alarm – das Günstige.

Zum Starterset Homematic IP gehören neben dem Access Point, also der Zentrale, noch ein Bewegungsmelder, ein Fenster- beziehungsweise Türkontakt und eine Alarmsirene. Zudem bietet Homematic-IP-Hersteller eQ-3 zahlreiche Komponenten zur Erweiterung deines Smart-Home-Systems für Sicherheit an – von Heizung über Rollläden bis zu Licht.

Auch gut: Bei der Einrichtung der Anlage musst du dich nicht registrieren und keine persönlichen Daten eingeben.

Eine zeitaufwendige Konfiguration des WLAN-Netzes entfällt, der AccessPoint muss lediglich per Kabel mit deinem Router verbunden werden – freier Netzwerk-Port vorausgesetzt.

Kaufempfehlung für alle, die günstig in die Smart-Home-Welt einsteigen wollen. Viele Erweiterungsmöglichkeiten sorgen dafür, dass du dein System nach Belieben ausbauen kannst.

Produktbild vom Homematic Smarthome Starterset
Das Homematic-IP-Starterset. © eQ-3 AG

Bosch Smart Home Starterset – das Vielseitige.

Besonderheit beim Bosch-Sicherheit-Starterset: Neben Controller, Bewegungsmelder und Tür- beziehungsweise Fensterkontakt liegt noch ein Rauchmelder dem Paket bei. Das bedeutet: Neben Eindringlingen reagiert der Alarm auch bei Rauchentwicklung.

Der Bewegungsmelder wiederum soll Haustiere von Menschen unterscheiden können und somit Fehlalarme verhindern.

Wie bei der Homematic-IP-Lösung ist bei der Einrichtung keine Eingabe persönlicher Daten erforderlich – nicht einmal deine E-Mail-Adresse musst du preisgeben. Wer möchte, kann das Set sogar ganz ohne Internet-Verbindung betreiben, also komplett offline.

Das Starterset von Bosch ist eher im hochpreisigen Segment angesiedelt – das siehst und fühlst du aber auch am schicken Design und der wertigen Verarbeitung. Wenn du deinen Sicherheits-Starterset erweitern willst (zum Beispiel um eine Außenkamera oder Heizungs- und Raumklimafunktionen), musst du entsprechend tiefer in die Tasche greifen als bei den beiden anderen hier vorgestellten Lösungen.

Kaufempfehlung für alle, die auf Markenqualität (zu einem etwas höheren Preis) schwören. Außerdem bietet Bosch ein umfangreiches Programm an Smart-Home-Geräten, mit denen sich dieses Starterset erweitern lässt.

Produktbild vom Bosch Smarthome Starterset
Das Smart-Home-Starterset von Bosch. © Bosch

Gigaset Starterset elements alarm system S – das Sensible.

Das Smart-Home-System von Gigaset weist im Vergleich zu den beiden anderen Produkten einen grundlegenden Unterschied auf: Während Homematic IP und Bosch bei der Tür- und Fensterüberwachung auf Magnetsensoren setzen, kommen beim elements alarm system S Kompass und Beschleunigungssensor zum Einsatz. Das hat einen großen Vorteil: Magnetsensoren können nur die Zustände „geöffnet“ und „geschlossen“ unterscheiden, während die Gigaset-Lösung zusätzlich ein normales und ein gewaltsames Öffnen erkennt. In diesem Fall lösen die Sensoren sogar dann Alarm aus, wenn die Anlage nicht scharf geschaltet ist.

Die weiteren Bestandteile des Gigaset-Pakets (Version S) – das übrigens per DECT-Funkstandard miteinander kommuniziert – sind eine Basisstation, ein Bewegungsmelder und eine Alarmsirene.

Auch bei der Sirene fährt Gigaset einen anderen Kurs: Sie wird in eine normale Steckdose gesteckt. Das ist einerseits von Vorteil, da du keine leere Batterie befürchten musst. Andererseits kann dies aber auch zum Nachteil geraten – wenn zum Beispiel ein Langfinger bereits in die Wohnung eingedrungen ist, lässt sich unter Umständen eine Sirene in einer Steckdose schneller ausschalten als eine batteriebetriebene, die an der hohen Decke hängt.

Bei der Einrichtung des Systems musst du einen Nutzeraccount beim Hersteller anlegen; das müssen wir ebenfalls als Minuspunkt werten.

Zu guter Letzt ist die Gigaset-Produktpalette deutlich eingeschränkter, was eine Erweiterung betrifft: Rollladensteuerung, Temperatur- und Klimasteuerung suchst du hier vergeblich. Immerhin gibt es inzwischen ein smartes Gigaset-Heizkörperthermostat.

Neben dem Starterpaket S bietet Gigaset noch ein Paket M (Paket S plus zwei Fenstersensoren) sowie ein Paket L (Paket M plus WLAN-Überwachungskamera) an.

Kaufempfehlung für alle, denen eine durchdachte Insellösung rund um das Thema Sicherheit ausreicht. Zwar lässt sich das Gigaset-System nicht in dem Maße erweitern wie die beiden anderen Startersets, dafür sind Bedienung und Einrichtung auch weniger komplex.

Das Gigaset Starterset elements alarm system S. © Gigaset Communications GmbH
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