Smart Home – wie unsere 4 Wände schlauer werden.

Smart Home soll Geld sparen, unser Zuhause sichern und mehr Komfort bringen. Derzeit kämpfen diverse Hersteller mit unterschiedlichen technischen Standards um eine gute Marktposition. Yello gibt einen Überblick über den Stand bei Hausautomation, Haussteuerung und interessanten Gadgets.

Smart Home – ein Überblick.

Smart Home soll uns den Alltag leichter machen – und das gleich mit einer ganzen Reihe von Produkten. Ob das alleinige Nachrüsten einer zentralen Heizungssteuerung oder ein komplettes System, das Licht, Sicherheit, Unterhaltungselektronik, Haushaltsgeräte sowie Heizung verbindet und zentral steuert: das Angebot ist riesig und vieles ist möglich. Auch die Schwerpunkte sind individuell. Während der eine vor allem Energie sparen will, geht es dem anderen bevorzugt um Komfort oder Sicherheit. Ganz egal, in welche Richtung du unterwegs bist – hier ein Überblick zum aktuellen Stand bei Anbietern, Systemen und Gadgets.

Hausautomatisierung und -steuerung in tausend Facetten.

Intelligentes Wohnen ist in. Aber wie kannst du genau durch den Smart-Home-Dschungel hindurchfinden? Unterschiedliche Anbieter, Hersteller und Systeme tummeln sich derzeit auf dem Markt fürs intelligente Zuhause. Da ist es alles andere als leicht, den Überblick zu behalten.

Kampf der Systeme macht es Käufern schwer.

Einige Anbieter oder auch Hersteller-Kooperationen bieten beispielsweise ein Komplettsystem an. Dieses soll sämtliche Bereiche wie Heizung, elektrische Geräte, Beleuchtung und Sicherheit abdecken. Andere setzen auf einzelne Gadgets. Die Krux: jeder Hersteller verwendet seinen eigenen Standard und möchte, dass sich dieser auf dem so vielversprechenden Markt durchsetzt. Zudem sind zwei unterschiedliche Techniken zu haben:

  • Einfache Set-ups, die entweder manuell am Einsatzort oder über eine Zentrale bedient werden.
  • Lernfähige Technologien, die sich den Gewohnheiten der Bewohner anpassen. Wenn du zum Beispiel das Haus verlässt, wird automatisch die Raumtemperatur gesenkt.

Eine Vielfalt, die es den Nutzern extrem schwer macht, den Überblick zu behalten und Kaufentscheidungen zu treffen. Welches System ist zukunftssicher? Welcher Hersteller bietet auch morgen neue Komponenten, die mit dem bisherigen Angebot kompatibel sind? Welcher Anbieter öffnet sich verschiedenen Standards, um möglichst flexibel zu bleiben?

Fragen, die nur eine genaue und individuelle Bestandsaufnahme beantworten kann. Was benötige ich? Will ich nur eine einzelne Funktion steuern, etwa die Heizung oder eine Markise? Will ich das System von unterwegs per Smartphone bedienen können? Deshalb solltest du Informationen sammeln und in Ruhe eine Entscheidung treffen – beim Thema Smart Home ist das aktuell unbedingt zu empfehlen.

Multi-Standard: Trend oder feste Größe?

Der beste Weg, damit Verbraucher auch in Zukunft die breite Auswahl und flexible Möglichkeiten haben: das eigene System so weit aufbohren, dass es mit anderen Systemen zusammenarbeiten kann. Ein Weg, den inzwischen einige Hersteller beschreiten. So will zum Beispiel Apples Homekit nicht nur auf die eigenen Standards setzen, sondern auch mit Fremdanbietern wie etwa Zigbee oder Z-Wave zusammenarbeiten. Auch Homee ist ein Smart-Home-Kandidat, der mit anderen Systemen, beispielsweise von EnOcean kooperiert. Wenn für dich eine solche Flexibilität wichtig ist, solltest du dir hier die technischen Details genau ansehen.

Vier der größten Smart-Home-Anbieter im Überblick:
  • Telekom Smart Home
    Die Telekom arbeitet mit namhaften Unternehmen zusammen und kooperiert unter dem Handelsnamen Qivicon mit Firmen wie Miele, Samsung, Belkin und eQ-3. Das angebotene Komplettsystem deckt die Aspekte Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung ab und kann herstellerübergreifend verschiedene Komponenten vernetzen.
  • Belkin WeMo
    Die WeMo-Serie von Belkin WeMo ist nutzerfreundlich sowie preisgünstig und eignet sich damit besonders für Einsteiger. Das System funktioniert über WLAN. Angeboten werden WLAN-fähige Schaltsteckdosen, die per Smartphone-App ein- und ausgeschaltet werden können. Erweiterte Funktionen wie Insight-Switch, Bewegungsmelder-Set oder WLAN-Babymonitor sind verfügbar.
  • Homee
    Homee vom Start-up Unternehmen Codeatelier ist als modulares System konzipiert und damit sehr flexibel. Die Basisstation wird per WLAN vernetzt, weitere sogenannte Module-Cubes fügen ganz nach Bedarf andere Produkte von beispielsweise Z-Wave oder EnOcean hinzu. So ergibt sich für den Nutzer eine breite Auswahl an Komponenten wie WLAN-Steckdosen, Bewegungsmelder, Heizungsventile oder Sensoren für Türen und Fenster.
  • RWE Smarthome
    RWE positioniert sich als Komplettanbieter, der sämtliche Komponenten für das Smart Home in seinem Angebot versammelt. Ein Smart-Home-Hub dient als Zentrale, mit der andere Module verbunden werden. Zu den Komponenten gehören unter anderem Zwischenstecker für das Vernetzen von Elektrogeräten, Thermostate für die Heizungsregelung und diverse Sensoren und Melder zur Sicherheitsüberwachung.

Welche Smart-Home-Welt ist deine?

Wohin genau die Reise im eigenen Smart Home geht, ist jedem selbst überlassen. Wer den Fokus aufs Sparen legt, dem ist derzeit vor allem eine automatische Steuerung der Heizung ans Herz zu legen. Intelligente Thermostate, die die Temperatur zu bestimmbaren Zeiten regeln, sorgen für Sparpotenzial – auch kurzfristig. Beispiele sind Max-Produkte von eQ-3, Eurotronic oder Honeywell. Auch die FHT8-Geräteserie von ELV zur drahtlosen Heizungssteuerung ist zu nennen. Drahtlose Steckdosen für elektrische Verbraucher rentieren sich eher langfristig. Komfort für die eigenen vier Wände bringen sie aber schon jetzt, da sie per Fernbedienung gesteuert werden können.

Smart Home ist wie geschaffen für Menschen, die es komfortabel mögen. Unter anderem die Systeme von Homee, Fibaro, Netatmo oder Tado schreiben sich genau das auf die Fahne: mehr Bequemlichkeit in allen Bereichen, aufeinander abgestimmt und dem jeweiligen Nutzer angepasst. Ein Beispiel: du wachst auf, deine Räume sind entsprechend den Wetterbedingungen temperiert, die Rollläden fahren hoch, die Kaffeemaschine begrüßt dich mit feinstem Aroma, deine Terrassentür wird entriegelt und deine Markise fährt aus, damit du im Schatten frühstücken kannst. Bist du aus dem Haus, fährt alles in einen möglichst energiesparenden und sicheren Stand-by-Modus. Sobald du wieder nach Hause kommst, ist das System wieder zur Stelle und versorgt dich mit weiteren Annehmlichkeiten für einen entspannten Feierabend. Ein Komfort, den zum Beispiel Homee bietet. Da das System mehrere Standards unterstützt, können auch andere Hersteller und damit besonders viele Geräte ins System integriert und miteinander vernetzt werden.

Wer die umfassende Kontrolle über sämtliche Smart-Home-Elemente seiner Wohnung haben will, wird bei ferngesteuerten Komplettsystemen fündig. Diese stammen unter anderem von Homematic, RWE oder Qivicon und können von der Heizung über Elektroverbraucher bis hin zum Brand-, Gas-, Wasser- oder Einbruchsmelder alles steuern. Hauptsache, das betreffende Gerät hängt in deinem Zuhause an der Steckdose.

Einfallsreiche Smart-Home-Gadgets für dein Zuhause.

Intelligentes Zuhause: Küche und Bad.

Kühlschrank voll unter Kontrolle:

Der Hersteller Smarter bietet eine App, eine Kamera und eine Matte, mit deren Hilfe die Produkte im Kühlschrank überwacht werden. Die App informiert dich, wie voll beispielsweise die Milch noch ist und wann es Zeit wird, neue zu kaufen. Zusätzlich kann das zusätzliche Gadget Smarter Detect verschiedene Geräusche erkennen und per App melden, wenn beispielsweise die Spül- oder Kaffeemaschine durchgelaufen ist.

Müllentsorgung auf den Punkt:

Der intelligente Mülleimer Bruno Smartcan sagt dir per App, wann du ihn ausleeren solltest. Auch an den Müllbeutelkauf erinnert der Saubermann zuverlässig. Im Gerät ist eine Staubsaugerdüse integriert, die den Bereich vor dem Mülleimer automatisch sauber hält. Den Deckel des Eimers musst du auch nicht mehr selbst öffnen: ein Sensor sorgt dafür, dass er im richtigen Moment hochklappt.

Smart Home im Wohnzimmer.

Warmes Licht und cooler Sound:

Die Sengled Pulse strahlt zum einen ein warm-weißes Licht aus. Zum anderen lässt sie die passende Musik durch den Raum strömen. Im Inneren der LED, die du dimmen kannst, steckt ein 13-Watt-Lautsprecher von JBL. Du verbindest deine Musikquelle per Bluetooth mit dem Smartphone und steuerst Lampe und Musik via App.

Messprofi gegen dicke Luft:

Das Luftanalyse-Tool Foobot analysiert die Luftqualität. Dafür misst es Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Kohlendioxid- und Kohlenmonoxidgehalt sowie Feinstaubbelastung, die im Raum herrscht. Du lässt dir die Daten per App anzeigen. Das Gadget selbst bietet eine direkte Kontrolle: es leuchtet blau, wenn alle Werte ok sind, oder in unterschiedlichen Rotstufen, wenn etwas nicht stimmt. Ist Letzteres der Fall, gibt dir die App Tipps, wie das Problem anzugehen ist.

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