Solardach für die Autobahn: Zukunftweisendes Pilotprojekt.

Deutschlands Autobahnen als gigantische Solaranlage – was wie der Geniestreich eines verrückten Wissenschaftlers klingt, könnte bald Wirklichkeit werden: Derzeit läuft in Österreich ein Forschungsprojekt an, das die Energiewende entscheidend vorantreiben könnte. Die Idee: Fernverkehrsstraßen, die immerhin etwa fünf Prozent der Gesamtfläche Deutschlands ausmachen, sollen mit energieeffizienten und platzsparenden Solarmodul-Dächern ausgestattet werden.

Die Autobahn mit Solardach – ein außergewöhnliches Projekt.

Zehntausende Kilometer Autobahn durchziehen Deutschland in alle Himmelsrichtungen. Wie man diese Gesamtfläche von rund 337 Quadratkilometern zur Gewinnung von Energie nutzen könnte, untersucht zurzeit ein österreichisches Forscherteam des Austrian Institute of Technology. Ähnlich wie bei einem Carport sollen auf Stützen gebaute Solardächer die gesamte Fläche der Autobahnen überspannen. An der Entwicklung geeigneter Konstruktionen und passender Solarmodule wird bereits gearbeitet; Prototypen sollen in der zweiten Phase des Projektes einem einjährigen Praxistest an einer deutschen Autobahnraststätte unterzogen werden. Dabei wird das Konzept auch auf seine Verkehrssicherheit und Wartungsintensität hin geprüft.

Vision Solarpaneldach über Autobahnen
Forscher planen Deutschlands Autobahnen mit Solarpanels zu überdachen. (Quelle: LABOR3 Architektur GmbH)

Warum es Sinn ergibt, Autobahnen mit Solardächern auszustatten.

Wind- und Solarenergie haben sich längst als umweltfreundliche Energiealternativen etabliert. Doch der Platz für große Solarparks ist knapp. Zwar begrüßen seit langem schon drei Viertel der Deutschen laut einer Umfrage des Bundesverbandes Solarwirtschaft den Ausbau der Solarenergie – großflächige Solaranlagen sind jedoch nicht nur wegen der ästhetischen Nachteile unbeliebt. Durch die Belegung großer Flächen mit Solarmodulen geht anderweitig nutzbarer Raum verloren. Die Idee, bereits vorhandene Nutzflächen wie Autobahnen als Standorte für Photovoltaik-Panels zu nutzen, ist dabei gar nicht so neu. Während in China Solarzellen bereits erfolgreich in Straßenbeläge integriert wurden, erwiesen sich ähnliche Experimente in Frankreich und Deutschland aufgrund massiver Defekte als wenig gewinnbringend.

Solarenergie in Deutschland: Zahlen und Fakten.

Hättest du’s gewusst? Bereits 1,7 Millionen Solaranlagen sind in Deutschland installiert. Bayern und Baden-Württemberg gelten diesbezüglich als absolute Vorreiter der Energiewende. Rund 46,5 Milliarden kWh wurden im Jahr 2019 allein mit Solarenergie produziert. Das entspricht etwa neun Prozent der gesamten Stromerzeugung. Auch wenn der Solarenergie-Ausbau in den Jahren 2013 bis 2018 wieder leicht rückläufig war, wurden im Jahr 2019 so viele Photovoltaik-Anlagen wie zuletzt 2012 auf den Weg gebracht. Im Sommer 2020 schlossen zudem namhafte Unternehmen wie RWE und Bosch langfristige Lieferverträge für Solarstrom ab – ein klares Signal für die zukunftsweisende Bedeutung des grünen Stroms.

Solardächer an der Autobahn – Idee mit Potenzial?

Gehen wir einmal davon aus, dass auf den rund 337 Quadratkilometern Gesamtfläche der deutschen Autobahnen jährlich bis zu 41,5 Terrawatt Energie mithilfe von Solardächern generiert werden könnten, liegen die Vorteile des Forschungsgegenstandes klar auf der Hand. Rund ein Drittel des gesamtdeutschen Energieverbrauches im Jahr 2018 ließe sich mit dem errechneten Wert decken. Eine Solaranlage von der Größe Bremens, die weder freie Nutzflächen blockiert noch in bestehende Ökosysteme eingreift: Was zunächst klingt wie eine echte Win-Win-Situation, stellt die Forscher auch vor große Herausforderungen.

Herausforderungen und Vorteile einer Autobahn mit Solardach.

Wie jedes auf dem Reißbrett entstandene Projekt bringt die praktische Umsetzung der Autobahn mit Solardach ganz eigene Herausforderungen mit sich. So sollen die Solardächer zwar möglichst transparent und lichtdurchlässig sein – wie sie sich die Sichtbarkeit der Straßenverhältnisse jedoch genau auswirken, ist noch nicht abschätzbar. Auch die Frage, wie mögliche Rettungseinsätze auf überdachten Autobahnen durchführbar sind, dürfte einiges an Planung erfordern. Vorteilhaft könnten sich schützende Autobahn-Solardächer auf die Haltbarkeit und Beschaffenheit der Straßenbeläge auswirken, etwa dadurch, dass sie große Sommerhitze und starke Niederschläge abhalten. Vor allem die Entwicklung stabiler Konstruktionen wird als recht kostenintensiv eingeschätzt – eine Investition, die sich jedoch auszahlen könnte.

Autobahn der Zukunft – Solardach-Alternativen.

Etwa 125 Euro kostet ein Quadratmeter Photovoltaik-Fläche in Großkraftwerken. Aufgrund spezieller Konstruktionsanforderungen wie die Errichtung massiver Stützen zur Ableitung von Wind- und Sogkräften dürften Autobahn-Solardächer ca. 300 Euro pro Quadratmeter kosten. Etwa 100 Milliarden Euro müssten somit in die Solarenergie-Erschließung der Autobahnen investiert werden. Experten zufolge könnte sich das Modell dennoch durchaus rechnen. Eine kostengünstigere und bereits erprobte Alternative sind mit Solarmodulen ausgestattete Lärmschutzwände. Diese sind mit einem deutlich geringeren Bauaufwand umsetzbar. Dass das Prinzip Lärmschutz mit Solarenergie bestens funktioniert, beweist eine 2016 errichtete Schallschutzwand im bayerischen Neuötting.

Nachhaltigkeit

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