Spiele aus aller Welt.

In vielen Ländern der Welt haben Kinder wenig Spielzeug und spielen sie genauso gerne wie du. Willst du wissen was? Wir zeigen dir die besten Kinderspiele für zu Hause und fürs Kinderfest. Viel Spaß beim Lernen und Nachspielen!

Spiele aus Afrika.

In Afrika spielen die Kinder viel draußen. Als Spielzeug benutzen sie, was sie in der Natur finden: Stöcke oder Steinchen. Das Beste: Für viele Spiele braucht man nicht mal das. Ein paar Kinder, die Lust haben mitzuspielen, reichen!

Für ein lustiges Spiel braucht man manchmal gar kein Spielzeug.

„Fang den Stock“ aus Ägypten.

Ab 5 Jahre

Bei „Fang den Stock“ können beliebig viele Kinder mitmachen. Jedes Kind bekommt einen 1,5 Meter langen Stock. Das können Stöcke aus dem Wald oder abgesägte Besenstile sein. Alle Kinder stellen sich mit ihrem Stock in der Hand im Kreis auf. Zwischen den einzelnen Kindern bleibt 1 Meter Platz. Jedes Kind stellt seinen Stock gerade vor sich auf und hält ihn mit einer Hand fest. In der Mitte des Kreises steht der Spielleiter. Sobald er „Wechsel!“ ruft, lässt jedes Kind seinen Stock los und rennt zum Stock des Nachbarn rechts. Das muss blitzschnell gehen: Kein Stock darf umfallen. Wer es nicht schafft, den Stock seines Nachbarn zu erwischen, scheidet aus. Sieger ist, wer als letzter übrig bleibt. Stehen die Kinder weiter auseinander, wird das Spiel schwerer.

Das „Zahlen Spiel“ aus Angola.

Ab 5 Jahre

In Angola spielen die Kinder vom Volk der Mbundu gerne folgendes Spiel: Du brauchst ein paar Kinder, die gut zählen können, und einen Spielleiter. Zwischen acht und zwanzig Kinder können mitspielen. Alle Kinder laufen im Kreis hintereinander her. In der Mitte des Kreises steht der Spielleiter. Wenn er eine Zahl zwischen eins und fünf ruft, müssen die Kinder sich schnell zu Gruppen in der Größe dieser Zahl zusammenfinden. Ist eine Gruppe zu groß oder zu klein, scheidet sie aus. Wenn ihr Lust habt, könnt ihr ebenfalls die Zahlen in der Sprache der Mbundu-Kinder benutzen: eins: mosi, zwei: vali, drei: tatu, vier: gualla, fünf: talu.

„Diketo“ aus Botswana.

Ab 6 Jahre

Die Mädchen in Angola spielen gerne „Diketo“. Sie spielen es in der Regel zu zweit, zu dritt oder zu viert. Du brauchst dazu neun kleine Steine und eine Kuhle im Sand. Ein Kreis, den man mit Kreide auf den Boden malt, geht ebenfalls. Acht Steine werden in die Kuhle oder in den Kreis gelegt. Den Neunten hältst du in der Hand und wirfst ihn in die Luft. Während dein Stein fliegt, schiebst du schnell alle acht Steine aus der Kuhle oder dem Kreis. Dann fängst du den Stein auf – alles mit derselben Hand. Schaffst du das? Dann schiebst du beim nächsten mal sieben Steine beiseite, beim nächsten mal sechs, dann fünf, vier, drei, zwei und eins. Hast du das geschafft, bekommst du einen Punkt. Fällt dir dein Stein runter oder du verzählst dich, ist deine Mitspielerin dran. Macht sie einen Fehler, kommst du dran und kannst da weitermachen, wo du aufgehört hast. Probiere es mal aus. „Diketo“ ist ein tolles Geschicklichkeitsspiel.

Spiele aus Nord- und Südamerika.

Die Kinder der Ureinwohner von Nordamerika, die Indianer, haben früher ein Spiel gespielt, dass sie von den Pferden abgeschaut haben. Manche Indianerstämme zogen durch die Prärie und lebten in Zelten. In vielen Fällen gab es keine Bäume, an die man die Pferde anbinden konnte. Die Lösung: Sie haben den Pferden über Nacht die Vorderbeine zusammengebunden, sodass sie noch kleine Schritte machen konnten. Die Pferde konnten grasen und waren man nächsten morgen noch in der Nähe. Die Fußfesseln der Pferde nennt man „Hobble“.

„Hobble“ aus Amerika.

Ab 4 Jahre

Beim „Hobble“ werden den Kindern wie den Pferden die Beine in Höhe der Knie zusammengebunden. Eine Startlinie und eine Ziellinie werden markiert. Die Kinder laufen, hüpfen und humpeln jetzt um die Wette. Wer als erster ins Ziel kommt, hat gewonnen. Lustig ist es ebenfalls, wenn sich jeweils zwei Kinder als Team zusammentun. Den Kindern werden die inneren Beine zusammengebunden und dann laufen die Teams um die Wette. Kleiner Tipp: sich mit seinem Teampartner gut abzusprechen, hilft .

„Pinata“ aus Südamerika.

Ab 4 Jahre

Überall in Südamerika liebet man das „Piñata-Spiel“ (sprich: Pinjata). Kein Wunder: Am Ende regnet es Süßigkeiten und kleine Geschenke auf alle Kinder. Erwachsene spielen es ebenfalss gerne. Eine „Piñata“ ist eine Figur aus Pappe, die wie ein Tier oder eine Blume aussieht. Die „Piñata“ ist innen hohl. Vor dem Spiel wird sie mit Süßigkeiten und Geschenken gefüllt und dann hoch an einen Baum oder einen Ast gehängt. Allen Kindern werden erst die Augen verbunden und dann werden sie noch dreimal um sich selbst gedreht. Mit einem Stock können sie jetzt versuchen gegen die „Pinata“ zu schlagen, bis sie aufplatzt und Süßigkeiten und Geschenke herunterfallen. Dazu muss man sie erst mal treffen. Und das ist mit verbundenen Augen und einem kleinen Drehwurm nicht leicht. Nach drei Schlägen ist der nächste dran. Wenn die „Piñata“ platzt, teilen sich alle Kinder den Inhalt.

Eine Idee für deinen nächsten Kindergeburtstag: Die Pinata.

Ein Spiel aus Papua Neuguinea bei Australien.

Papua Neuguinea ist eine Insel nördlich von Australien. Hier lebt das Volk der Motus, das sich viele Traditionen ihrer Vorfahren erhalten hat. Die Motus leben auf dem Land und ernähren sich davon Fische zu fangen oder zu jagen. Die Kinder der Motus spielen ein Spiel, mit dem sie trainieren, kräftige und geschickte Jäger und Fischer zu werden.

„Evanema“ aus Papua-Neuguinea.

Ab 5 Jahre

Beim „Evanema“ trainieren die Kinder ihre Kraft und ihren Gleichgewichtssinn. Viele ältere, kräftige Jungen stellen sich mit dem Gesicht zueinander in zwei Reihen auf. Sie legen ihre Hände fest auf die Schultern ihres Gegenübers. Ein kleineres Kind klettert am Ende der Reihe auf die Arme und läuft vorsichtig auf den ausgestreckten Armen entlang. Die Jungen, an denen das kleinere Kind vorbei gelaufen ist, stellen sich vorne hin. Die Reihe geht weiter – solange bis die kleineren Kinder fallen oder keine Lust mehr haben. Bei diesem Spiel gibt es keine Gewinner oder Verlierer. Für die Motus ist es viel wichtiger, dass ihre Kinder beim Spielen Kraft, Geschicklichkeit und Gleichgewichtssinn trainieren und später gute Jäger werden.

Beim Felsenspringen ins Wasser trainieren Kinder in Papua-Neuguinea ihre Kraft.

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