Strom selbst erzeugen: Diese Möglichkeiten hast du!

Du willst deinen eigenen Strom erzeugen? Am einfachsten geht das mit einer eigenen Solaranlage. Hier erfährst du, welche alternativen Möglichkeiten es gibt. Das beste daran: Du sparst Stromkosten, schonst die Umwelt und bringst im besten Fall zusätzliches Geld in deine Kasse.

Strom selbst erzeugen – rechnet sich das?

Die Einspeiseverordnung sorgt dafür, dass sich mit selbst erzeugtem Strom Geld verdienen lässt. Zum einen, weil du ihn direkt verbrauchen und damit deine Stromrechnung senken kannst. Zum zweiten, weil du den erzeugten Stromüberschuss gegen Geld ins Netz einspeisen darfst. Die staatliche Einspeisevergütung ist dir auf 20 Jahre garantiert. Sofern du in einer Gegend wohnst, die mit viel Sonnenschein oder kräftigem Wind gesegnet ist, machen sich die Einrichtungen zur Stromerzeugung rasch bezahlt.

Photovoltaik: Die Sonne anzapfen.

Die gängigste Methode, um Strom selbst zu erzeugen, ist die Photovoltaik. Dafür setzt du Solarkollektoren auf das Hausdach oder die Garage. Solche Aufdach-Anlagen wandeln einen Teil des solaren Strahlenspektrums in Strom um, der dann ins hauseigene Netz geleitet wird. Die Kollektoren werden immer effizienter – Strom erzeugen sie inzwischen auch bei schwächerem Sonnenschein. Ihre optimale Wirkung erreichen sie in strikter Süd-Ausrichtung und einem Neigungswinkel von 30 Grad. Je größer die Anlage ist, desto besser die Stromausbeute – wobei meistens die Tragfähigkeit des Daches statische Grenzen setzt.

Solltest du kein ganzes Hausdach, sondern  nur einen kleinen Balkon oder begrenzt Platz auf einem Carport zur Verfügung haben, kannst du trotzdem deinen eigenen Solarstrom erzeugen. Möglich macht das eine sogenannte Plug-and-Play-Solaranlage. Über diese kannst du genug Strom erzeugen, um einen Teil deines heimischen Energiebedarfs zu decken und dadurch bares Geld zu sparen.

Solarthermie: Die clevere Wärmenutzung.

Auch die Wärme der Sonnenstrahlen lässt sich nutzen – mittels Solarthermie. Entsprechende Kollektoren werden ebenfalls auf dem Hausdach montiert. Eine darin zirkulierende Flüssigkeit transportiert die Wärme ins hauseigene Warmwasser- und Heizungssystem. Im engeren Sinn Strom selbst erzeugen kannst du mit dieser einfachen Solarthermie-Technik nicht – aber viel Heizenergie und damit bares Geld sparen. Und die Umwelt schont Solarthermie ebenfalls.

Die Kollektoren der Solarthermie.

Windstrom: Watt und Volt aus der Luft holen.

Die zweite kostenlose Energiequelle nach der Sonne ist der Wind. Folglich kannst du mit einem Windrad Strom selbst erzeugen – was allerdings durch viele Auflagen eingeschränkt ist. Alle Windräder sind genehmigungspflichtig, und du müsstest schon ein ziemlich abseits gelegenes Haus besitzen, um dir ein Windrad in den Garten stellen zu dürfen.

Moderne Windräder sind technisch so ausgereift, dass sie schon bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten Strom produzieren. Ihr Betrieb darf Nachbarn weder durch Geräusche noch durch Schattenwurf stören, große Windkraftanlagen müssen mehrere Hundert Meter Abstand zum nächsten Haus einhalten. Einfacher ist die Zulassung einer Mini-Windkraftanlage. Wenn du prüfst, welche durchschnittlichen Windverhältnisse herrschen, kannst du von den Herstellern leicht ausrechnen lassen, ob sich so eine Anlage für dich lohnt.

Wenn du eine eigene Windkraftanlage betreiben darfst, gelten dieselben Bedingungen wie beim Solarstrom: Der Eigenverbrauch senkt deine Stromrechnung, überschüssig produzierter Strom kann gegen Entgelt ins Netz eingespeist werden.

Die Anschaffung eines Windrads ist durch viele Auflagen eingeschränkt.

Blockheizkraftwerk: Wo Strom gratis abfällt.

Bisher erzeugen klassische Heizungen aus Öl, Gas oder Kohle vorrangig Wärme zur Beheizung des Hauses. Blockheizkraftwerke nutzen die Energieträger cleverer und generieren aus derselben Brennstoffmenge zusätzlich auch Strom. Den kannst du dann wieder entweder selbst verbrauchen oder gegen Bezahlung ins Netz einspeisen. Wenn du deine alte Heizung demnächst austauschen lassen musst, kannst du ein Blockheizkraftwerk in Erwägung ziehen. Allerdings muss so eine Anlage schon gute 4.000 Volllaststunden im Jahr laufen, damit sie sich wirtschaftlich rechnet. Da kommt der Gedanke, sich mit einem Nachbarn zusammenzutun, gerade recht!

Mieter: Gemeinsam zum grünen Strom.

Auch ohne eigenes Haus lässt sich Strom selbst erzeugen. Als Besitzer einer Eigentumswohnung kannst du zum Beispiel mit der Eigentümergemeinschaft besprechen, ob ihr euch eine gemeinsame Solaranlage aufs Dach setzen wollt. Und für Mieter gibt es im Rahmen des Mieterstrommodells neue Chancen: Der Energieversorger montiert die Solaranlage auf dem Dach und verpachtet sie an die Mieter. Die nutzen dann den grünen Strom, und von der Einspeisevergütung zahlen sie die Pacht. Scheint die Sonne häufig und lang, kommt dabei sogar noch Geld heraus. Doch selbst, wenn du einen geringen Obolus für die Pacht bezahlst, ist der häufig immer noch billiger als der normale Strompreis. Und ökologischer allemal.

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