Sushi, Soho und Cowboy Bike: Urban E-Bikes im Vergleich.

Du willst stylisch und ohne große Anstrengung durch die Stadt radeln? Du suchst nach einem Alltagsbegleiter, der praktisch ist und auch noch gut aussieht? Dann solltest du dir die drei Urban E-Bikes von Sushi, Soho und Cowboy Bike mal genauer betrachten. Wir haben drei Pedelecs in unterschiedlichen Preisklassen unter die Lupe genommen und sagen dir, welches für dich das richtige ist, wie weit du jeweils mit einer Akku-Ladung kommst, was die E-Bikes kosten und was Joko Winterscheidt und roher Fisch damit zu tun haben.

Radeln wie Joko: Das Sushi Maki überzeugt durch seinen günstigen Preis.

Puristisches Design, auffällig unauffällig und ein Akku, der auf den ersten Blick einer Trinkflasche ähnelt: Das Sushi Maki ist ein Urban E-Bike, das durch seinen günstigen Preis vor allem Einsteiger anspricht. Alle Kabelzüge wurden innerhalb des Rahmens verlegt, so dass kein Kabel die schnörkellose Optik stört: Das Maki schimmert tatsächlich in schlichtem mattem Schwarz wie die in Algenblätter eingerollten japanischen Leckerbissen, nach denen es benannt ist. Gerade einmal 15 Kilogramm bringt das E-Bike der Marke Sushi auf die Waage. Hinter dem appetitlichen Label steht der Münchner Andreas Weinzierl, der das E-Bike entwickelt hat. Bekannt wurde das Sushi Maki aber vor allem durch einen prominenten Radler und Werbeträger: Joko Winterscheidt. Er ist das Testimonial und für das urbane Pedelec und Co-Founder von SUSHI Bikes.

Joko Winterscheidt und sein Kompagnon Andreas Weinzierl. © SUSHI Bikes/Dario Suppan

Als Fixie verzichtet das Maki auf eine Gangschaltung – laut Hersteller sollen dennoch Steigungen von bis zu 15 Prozent relativ mühelos möglich sein. Doch kommen wir zu den harten Fakten: Der Motor unterstützt mit maximal 200 Watt und bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern. Mittels eines kleinen Displays am Lenker kannst du aus drei unterschiedlichen Unterstützungsprogrammen wählen. Außerdem gibt es einen zusätzlichen Knopf, mit dem dich der Motor auch ohne zu treten beim Schieben des Rades unterstützt. Der Akku des Sushi Maki leistet zwar lediglich 124 Wattstunden, in der Stadt reicht dir das aber immerhin für etwa 35 Kilometer bei maximaler Unterstützung des Motors. Mit 999 Euro liegt das Urban E-Bike definitiv im Einsteigerbereich. Zumindest preislich gesehen. Vergleichbare Modelle kosten oft deutlich mehr. Das Maki ist in zwei Varianten erhältlich: Das M1 kommt komplett schwarz und schlicht daher, das M2 weist an den Pneus sowie am Lenker Retro-Elemente in rötlichem Braun auf und ist definitiv ein Tipp für Design-Liebhaber mit Wunsch nach einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer ein Damenmodell mit tiefem Einstieg sucht, kann sich auch – man bleibt der japanischen Esskultur bei der Namensgebung treu – das Modell California Roll von Sushi für ebenfalls 999 Euro anschauen.

E-Bike Arten im Überblick

Du bist dir nicht sicher, ob ein Pedelec das Richtige für dich ist? Hier findest du einen Überblick über die wichtigsten E-Bike-Arten.

Fest im Sattel: Das Cowboy E-Bike bietet Komfort und eine gute Reichweite.

Der Name erinnert an den Wilden Westen, doch das Cowboy E-Bike (Modell 2019) ist vielmehr in der Stadt und im urbanen Raum zu Hause. Das zeigt bereits ein Blick auf seine technischen Daten: 16 Kilogramm Gewicht, eine Reichweite von 70 Kilometern sowie ein 250-Watt-Motor, der mit bis zu 30 Newtonmeter beim Treten unterstützt. Schluss ist mit der Hilfe wie bei den meisten Modellen bei 25 km/h – dann sind nur noch deine Muskeln gefragt. Ähnlich wie das Sushi Maki ist auch das Cowboy E-Bike ein Pedelec, das optisch sehr reduziert auftritt. Für sein Design hat es in diesem Jahr sogar den Red Dot Design Award erhalten. Schutzbleche oder einen Gepäckträger suchst du hier vergebens. Dafür ist das Licht – inklusive blinkendem Bremslicht – bereits fest verbaut und sehr schick in den Rahmen integriert.

Wer am liebsten mit dem Handy navigiert, wird sich über die integrierte und unauffällige Smartphone-Halterung am Lenker freuen. Als echter Digital Native bietet das Cowboy E-Bike auch eine App, mit der du diverse Funktionen einstellen kannst. Beispielsweise die Intensität des Lichts oder die Unterstützung des Motors. Der Diebstahlschutz ist ebenfalls smart: Ist dein Handy nicht in der Nähe oder hast du den Motor nicht aktiv über die App freigegeben, verweigert dieser den Betrieb. Durch ein im Rad verbautes GPS-Modul kannst du zudem immer sehen, wo du dein E-Bike abgestellt hast. Nette Spielerei für Geschwindigkeits-Fans: In der App kannst du außerdem einstellen, dass der Motor bis zu 30 km/h unterstützt. Nur so nebenbei erwähnt: Im Straßenverkehr ist das verboten. So viel Reichweite, Design und smarte Funktionen haben auch ihren Preis: Das Pedelec des belgischen Herstellers Cowboy kostet in der Standardausführung 1.990 Euro und ist derzeit nur als Herrenmodell verfügbar.

Luxus auf zwei Rädern: das Coboc ONE Soho genügt höchsten Ansprüchen.

Noch nicht ganz fertig? Futuristisch? Elegant? Es gibt viele Eindrücke, die dem Betrachter beim ersten Anblick des ONE Soho aus der Heidelberger Manufaktur von Coboc durch den Kopf schießen. Ein puristischer Rahmen in gebürstetem Aluminium kombiniert mit einem Ledersattel und Lenkerband in Braun vom britischen Traditionshersteller Brooks machen dieses urbane E-Bike zu einem echten Blickfang in jeder Straße. Fünf kleine LEDs im Rahmen zeigen dir jederzeit den Ladezustand des fest verbauten Akkus an. Selbstredend kannst du diesen ebenso wie die Temperatur der Batterie auch über die dazugehörige App einsehen. Neben einer Fahrradnavigation bietet dir diese auch persönliche Profile, Regulierungsmöglichkeiten für die Motorunterstützung oder einen Blick auf deine Reichweite. Der Motor unterstützt dich auch beim One Soho bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h mit 250 Watt – bei Leistungsspitzen mit maximal 500 Watt. Und durch eine Akkukapazität von 352 Wattstunden spricht auch nichts dagegen, dass du den ganzen Tag kreuz und quer durch die Stadt radelst – denn die Reichweite liegt bei voller Unterstützung bei 70 bis 100 Kilometern. Kostenpunkt für das Coboc One Soho: 2.999 Euro.

Darf es noch etwas exklusiver sein? Dann empfehlen wir dir das ONE eCycle F1 von Coboc mit Ansmann-Motor und Drehmomentsensor, das gerade einmal 10,8 Kilogramm auf die Waage bringt und mit 5.999 Euro zu Buche schlägt.

Wenn du lieber etwas sparen und dir ein gebrauchtes E-Bike zulegen möchtest, solltest du diese Tipps beim Kauf beachten.

Die drei Modelle im Überblick

Sushi Maki

  • Reichweite: 35 Kilometer
  • Gewicht: 15 Kilogramm
  • Motorleistung: 200 Watt
  • Preis: 999 Euro

Cowboy E-Bike

  • Reichweite: 70 Kilometer
  • Gewicht: 16 Kilogramm
  • Motorleistung: 250 Watt
  • Preis: 1.990 Euro

Cobo ONE Soho

  • Reichweite: 70 bis 100 Kilometer
  • Gewicht: 13,7 Kilogramm
  • Motorleistung: 250 Watt
  • Preis: 2.999 Euro

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