Tesla Model S: Neuigkeiten vom amerikanischen Stromer.

Teslas Model S macht mal wieder von sich reden, und zwar mit einem Rekord in Sachen Reichweite: 652 Kilometer soll das E-Auto mit einer Akku-Ladung fahren. Damit aber nicht genug. Es kündigt sich bereits ein weiteres Modell an, das sogar die 800-Kilometer-Marke knacken soll. Wir haben die wichtigsten Fakten.

Tesla Model S: Immer für Überraschungen gut.

Das Tesla Model S blickt mittlerweile auf eine beachtliche Historie zurück: Seit 2012 ist der Stromer bereits erhältlich. Seitdem hat sich viel getan; unter anderem gab es 2016 ein größeres Facelift. Die spannendste Änderung dürfte dagegen technischer Natur sein. Seit April 2019 werden im Model S und Model X neue Technologien verbaut, die zuvor dem Tesla Model 3 vorbehalten waren. Das Kernstück dieser Neuerungen sind die Motoren, die in der Entwicklung den Codenamen „Raven“ erhalten hatten. Deswegen werden die neuen Modelle häufig auch als Raven-Modelle bezeichnet. Konkret bedeuten die Neuerungen, dass die alten Drehstrom-Asynchronantriebe durch Permanentmagnet-Synchron-Reluktanz-Elektromotoren ausgetauscht wurden. Dieser effizientere Frontmotor brachte dem Model S nicht nur 10% mehr Reichweite, sondern auch eine bessere Beschleunigung von 0 auf 100 km/h. Wie Motor und Batterie zusammenwirken, haben wir dir übrigens in einem anderen Artikel zum Thema „Wie ein Elektroauto funktioniert“ zusammengefasst.

Dabei waren die Updates bei Tesla natürlich nicht im April 2019 abgeschlossen. Denn im Gegensatz zu traditionellen Herstellern, bei denen sich Neuerungen lediglich in neuen Modelljahren wiederfinden, fließen Neuerungen bei Tesla durch kontinuierliche Modellpflege direkt in den Prozess der Produktion mit ein.  Nun beschert ein solches Update dem Tesla Model S eine gesteigerte Reichweite. Laut der Website des amerikanischen Unternehmens liegt diese aktuell bei bis zu 652 Kilometern. Schauen wir uns den Wagen etwas genauer an!

Die Varianten des Stromers.

Drei Varianten des Tesla Model S lassen sich derzeit auf der deutschen Version der Unternehmenswebsite bestellen. Zwei davon haben Allradantrieb mit Dualmotor: Das günstigere Modell dieser beiden, das hierzulande den Namen „Maximale Reichweite Plus“ trägt, wartet mit einer beeindruckenden Reichweite von 652 Kilometern nach WLTP auf. Damit übertrifft es sowohl das reichweitenstarke Tesla Model S P100D als auch das Model Y. Als voraussichtliches Auslieferungsdatum für das Tesla Model S „Maximale Reichweite Plus“ ist online (Stand November 2020) der März 2021 genannt. Dabei zeigen sich die Nutzer im deutschen Forum „Tesla Fahrer und Freunde“ schon mit dem Tesla Model S Maximale Reichweite Plus von 2019 mehr als zufrieden: So wird hervorgehoben, dass es zwischen den Vorgängermodellen und der neuen Variante allein optische Gemeinsamkeiten gibt. Technisch handele es sich dagegen um eine ganz neue Dimensionen, was Elektroautos betreffe. So soll das Model S selbst bei kalten Temperaturen um den Gefrierpunkt keine Probleme mit der Reichweite haben. Darüber hinaus werden auch die kurzen Boxenstopps dank der hohen Ladeleistung positiv hervorgehoben.

Neben dem neuen Modell Maximale Reichweite Plus soll im März 2021 auch eine neue Version des teureren Modells mit Dualmotor erhältlich sein, das Performance-Modell. Seine Reichweite liegt etwas niedriger, nämlich bei 639 Kilometern, was immer noch stattlich ist. Es erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 261 Kilometern pro Stunde und ist damit 11 Stundenkilometer schneller als das günstigere Tesla Model S „Maximale Reichweite Plus“. Die Beschleunigung liegt ebenfalls über der seines Bruders: Statt 3,8 braucht es nur 2,5 Sekunden, um von 0 auf 100 Stundenkilometer zu kommen.

Neben diesen beiden Allradlern mit Dualmotor steht eine weitere Variante in den Startlöchern: das Tesla Model S Plaid mit Dreimotor-Allradantrieb. Es ist bereits bestellbar und bringt uns mit seiner Reichweite zum Staunen. Satte 840+ Kilometer (geschätzt) sollen es gemäß der Website von Tesla sein. Der Motor soll eine beeindruckende Leistung von 1.100+ PS haben, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 320 Stundenkilometern und es beschleunigt von 0 auf 100 in nur 2,1 Sekunden. Wer sich den rasanten Stromer sichern möchte, muss allerdings Geduld mitbringen. Ende 2021 nennt das Unternehmen derzeit als voraussichtlichen Termin der Auslieferung.

Rotes Tesla Model S beschleunigt auf Autobahn.
Das Tesla Model S „Performance“ beschleunigt in nur 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

Technische Details: Wie lange lädt ein Tesla Model S?

Seine hohe Reichweite macht das Tesla Model S für Langstrecken attraktiv. Aber wie lange braucht der Akku, um genug Power für große Distanzen zu laden? Wenn das Model S zu Hause aufgeladen wird, hängt die Ladezeit Tesla zufolge vom Fahrzeug, von der Stromquelle und vom Ladeanschluss ab. Auf dieser Website von Tesla findest du eine genaue Übersicht dazu. Als Orientierung gilt: Wenn der Tesla über Nacht an der Haushaltssteckdose hängt, hat der Akku genug Energie für eine Woche Normalbetrieb. Eine günstige und zugleich ökologisch wertvolle Möglichkeit einfach zu Hause zu laden, bekommst du übrigens auch mit unserem Autostrom-Tarif. Tesla empfiehlt außerdem die Nutzung einer Wallbox. Das Aufladen an einer Schnellladesäule geht natürlich schneller: In nur 15 Minuten soll dort Energie für 214 Kilometer Reichweite getankt werden können.

Was kostet ein neues Tesla Model S?

Kommen wir zu einem weiteren nicht unerheblichen Faktor – dem Preis. So ist die Lage aktuell laut Tesla-Website (Stand November 2020): Für die Variante „Maximale Reichweite Plus“ muss der Käufer 76.990 Euro auf den Tisch legen. „Performance“ kostet noch einmal mehr – das Modell schlägt mit 93.990 Euro zu Buche. Für das voraussichtlich Ende 2021 verfügbare Tesla Model S Plaid müssen PS-Fans wohl 139.990 Euro aufbringen. Den Umweltbonus, also die Förderung für Elektroautos, kannst du für das Model S entsprechend leider nicht in Anspruch nehmen. Während Elektroautos mit einem Netto-Listenpreis bis 40.000 Euro mit 9.000 Euro und Elektroautos mit einem Netto-Listenpreis bis 65.000 Euro mit 7.500 Euro gefördert werden, kommt selbst die günstigste Variante des Model S nicht dafür in Frage.

Unser Fazit: Kostspieliges Elektroauto mit hoher Reichweite.

Zu den günstigsten Stromern zählen die Modelle von Tesla natürlich nicht. Dafür bekommen Fans des US-amerikanischen Unternehmens aber auch einen hohen Gegenwert. Nicht zuletzt eine Reichweite, die uns beeindruckt und das bereits bei den günstigeren Modellen, wie dem Tesla Model 3. Ob das Tesla Model S für dich der passende Stromer ist, hängt also von deinen individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab – und dem Budget.

Dabei solltest du vor der Anschaffung eines Elektroautos sowieso immer hinterfragen, wieviel Reichweite du eigentlich in deinem Alltag benötigst. Eine Studie des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zufolge, sind es nämlich nicht mehr als 30 Kilometer, die ein deutscher Autofahrer durchschnittlich am Tag zurücklegt. Für den Weg zur Arbeit oder den Wocheneinkauf im Supermarkt reicht entsprechend in aller Regel ein Auto, dessen Reichweite deutlich unter den hier genannten 600 Kilometern liegt.

Insofern ist es durchaus sinnvoll, dass du bei einer Kaufentscheidung auch Elektroautos mit geringerer Reichweite in deine Überlegungen miteinbeziehst. Das ist nicht nur gut für deinen Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt. Denn Stromer mit kleineren Batterien haben eine deutlich bessere Ökobilanz als Stromer mit großem Akku. Für die kleineren Energiezellen müssen nämlich weniger Rohstoffe verwendet werden. Insofern solltest du dein eigenes Fahrverhalten im Blick behalten. Und willst du mit deinem Stromer in den Urlaub fahren, kannst du ja vielleicht auch einfach ein paar Ladestopps mehr einplanen. Dadurch kommst du nicht nur entspannter am Ziel an, sondern machst vielleicht schon den Weg zu einem Ereignis voller schöner Erinnerungen.

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