Der große Überblick: Alle Fakten zu Teslas Cybertruck.

Viel wurde in den Tagen und Wochen nach seiner Präsentation über ihn geschrieben: Der Cybertruck von Tesla erhitzt die Gemüter. Sehen manche sein Design als futuristisch an, ist es für andere „Kindergekritzel mit Microsoft Paint“. Wir ordnen für dich alle Fakten. Was kann der E-Pick-up von Tesla? Welche Vor- und Nachteile birgt er? Ist er das richtige Auto für deutsche Straßen? Und in welchen Varianten wird er zu haben sein? Hier findest du alles Wissenswerte.

Ein kurzer Überblick: Was ist der Tesla Cybertruck und was macht ihn so besonders?

Der vollständig elektrisch angetriebene Cybertruck ist der erste Vorstoß von Tesla in den Truck- und Pick-up-Markt. Die momentane Modellpalette des amerikanischen Konzerns umfasst mit den Modellen 3, S, X, Y und Roadster ausschließlich Limousinen, SUVs und ein Sportwagenmodell.

Vor allem die außergewöhnliche Optik polarisiert, bei der mit allen aktuellen Auto-Design-Regeln gebrochen wird und Kanten, Linien und gerade Flächen dominieren. Das Fahrzeug hat eine Karosserie, die eine Art Skelettstruktur besitzt. Nach Angaben von Tesla besteht diese aus einem extrem harten 30X kaltgewalzten Edelstahl und ist dadurch nahezu undurchdringlich. Das Material verwendet der Tesla-Gründer Elon Musk auch für seine Space-X-Raketen. Während „Auto Bild“ von einem „übergroßen Taco auf Rädern“ spricht, bezeichnen die Redakteure des Technik-Magazins „t3n“ das Design als „retrofuturistisch“.

Neben seinem Design ist auch das Segment ein besonderes: Vor allem auf dem amerikanischen Markt, einem der weltweit wichtigsten Märkte für Pick-up-Trucks, dominiert seit 30 Jahren der F-150 von Ford, wie die Welt berichtet. Hier will Tesla nun angreifen und betritt deshalb gänzlich neue Pfade. Das brutalistische Design ist ein smarter Schachzug in einem Markt, der jährlich 100 Milliarden Dollar umsetzt, dessen Käufer zu 89 Prozent männlich sind, eine extrem hohe Loyalität zu ihrer bekannten Marke haben und für die Nachhaltigkeit nicht gerade im Vordergrund einer Kaufentscheidung steht. Nicht die einfachsten Bedingungen für einen E-Auto-Hersteller wie Tesla. Mit dem aus dem Model S bekannten Autopiloten für autonomes Fahren, einer Luftfederung und einer fast zweieinhalb Meter langen Pritsche, die zur Ladungssicherung komplett variabel eingeteilt werden kann und Platz für ein großes Bett oder eine Camping-Einrichtung im Laderaum bieten soll, will Musk bei den Kunden punkten.

Wie viel Power darf es sein? Die drei Motorvarianten des Cybertrucks.

Doch zurück zum Cybertruck. Es wird ihn in drei Motor-Ausführungen geben: als ein-, zwei- oder dreimotorige Variante. Während die einmotorige Version (Single Motor) lediglich über einen Heckantrieb verfügt und in 6,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, sind die Dual-Motor- und Tri-Motor-Version allradgetrieben und beschleunigen in 4,5 bzw. 2,9 Sekunden von 0 auf 100 k/mh.
Nun ist es eher unüblich, bei Elektrofahrzeugen zuerst über die Beschleunigung zu sprechen – bei diesen Werten für ein Fahrzeug mit der Dimension eines F-150 ist es aber durchaus erlaubt, wir erinnern uns an die überwiegend männliche Zielgruppe. Doch auch die Reichweite kann sich sehen lassen: Rund 400 km soll der Cybertruck mit Single Motor mit einer Akkuladung fahren können. Beim Dual Motor sind es etwa 480 km und in der Tri Motor-Version soll der Cybertruck unglaubliche 800 km weit fahren können. Nettes Detail: Die elektronisch angetriebene Abdeckung der Pick-up-Ladefläche soll es auch in einer Solar-Ausführung geben, die bei optimaler Sonneneinstrahlung noch mal rund 24 km mehr Reichweite pro Tag generieren kann.

Über 200.000 Vorbestellungen? Das ist der Trick dahinter.

Fast täglich twitterte Tesla-Chef Elon Musk in den Tagen nach der Präsentation des Cybertrucks die aktuellen Vorbestellungszahlen. Über 200.000 Personen sind so innerhalb der ersten Woche zusammengekommen, wobei sich nur etwa zehn Prozent für einen Cybertruck mit Single Motor interessieren, die anderen teilen sich etwa hälftig auf die Varianten mit Dual und Tri Motor auf. Zahlen, von denen andere Hersteller nur träumen können, oder? Betrachtet man genauer, was hinter den „Vorbestellungen“ steckt, wird schnell klar: Eine verbindliche Bestellung ist das nicht. Vielmehr kannst du dich hier mit einer Anzahlung von 100 Dollar auf die Warteliste setzen lassen, um dann in etwa anderthalb bis zwei Jahren die Möglichkeit zu haben, deinen Cybertruck zu ordern. Hast du dich in dieser Zeit doch dagegen entschieden, bekommst du dein Geld zurück.

Ab wann ist der Cybertruck zu haben? Kosten und Verfügbarkeit.

Laut Elon Musk startet die Serienproduktion des Tesla Cybertrucks im vierten Quartal 2021. Mehr ist bislang noch nicht bekannt. Analysten gehen dann aber von einem relativ schnellen Marktstart im ersten oder zweiten Quartal 2022 aus. Ob das nur für den US-amerikanischen oder auch den europäischen Markt gilt, ist bislang noch nicht bekannt. Die Preise hingegen hat Tesla bereits kommuniziert: Die Variante mit Hinterradantrieb startet bei 39.900 US-Dollar (aktuell etwa 36.200 Euro), für das Dual-Motor-Modell musst du 49.900 Dollar hinlegen und für den Tri Motor 69.900 Dollar.

Die ersten Meinungen und ein kurzes Fazit.

Einige Journalisten und Influencer durften bei der offiziellen Präsentation den Tesla Cybertruck bereits in Augenschein nehmen und sogar mitfahren. Auffällig: Hier klaffen die Meinungen deutlich weniger auseinander als in den Kommentarspalten. Die meisten „Erst-Tester“ zeigen sich positiv beeindruckt von den Fahreigenschaften des Pick-ups. Beispielsweise Basem Wasef vom „Automobile Magazine“: In seinem ersten Hands-on-Bericht hebt er das komfortable Fahrgefühl und die Laufruhe hervor, die nach seinem Dafürhalten vor allem aus dem langen Radstand und der verbauten Luftfederung resultiert. Sean O’Kane von „The Verge“ spricht im Video darüber, dass sowohl Exterieur als auch Interieur gewöhnungsbedürftig, die Sitze und das Fahrgefühl jedoch überraschend bequem und beeindruckend seien. Währenddessen berichtet die Zeitung „The Independent“ davon, dass bereits ein Tesla Cybertruck am helllichten Tag bei Testfahrten auf öffentlichen Straßen in Hawthorne, in der Nähe von Teslas Headquarter, entdeckt und gefilmt wurde. Unser Fazit: Über das Design kann man sich sicherlich streiten, fest steht jedoch: Es ist etwas Neues, Außergewöhnliches. Der Cybertruck ist ein spannender, futuristischer und durch den E-Motor vor allem umweltfreundlicher Gegenentwurf zu den Platzhirschen auf dem Pick-up-Markt. Ob er Fords F-150 den Rang ablaufen wird, bleibt abzuwarten. Sicherlich wird er aber seine Käufer finden und ein echter Hingucker auf den Straßen sein. Voraussichtlich aber erst einmal in Nord- und Südamerika – für die europäischen Innenstädte und Straßen ist er, ähnlich wie der F-150, einfach ein Stück zu groß. Doch auch hierfür hat Elon Musk eine Idee – er hat bereits ein kleineres Modell des Fahrzeugs angekündigt.

Teslas Cybertruck – Daten und Zahlen

Fahrzeugtyp: Pick-up-Truck

Antrieb: Elektrisch

Motorvarianten: 3 (Single Motor, Dual Motor, Tri Motor)

Reichweite: 400, 480 und 800 km

Beschleunigung (0 auf 100): 6,5s, 4,5s, 2,9s

Kosten: 39.900 USD, 49.900 USD, 69.900 USD

Verfügbar: Voraussichtlich ab Q1/2022

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Titelbild: © Tesla

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