TV-Boxen im Vergleich: Apple TV, Fire TV & Co.

Lineares Fernsehen? Das ist so 2000er … In Zeiten von Festplattenrecordern und Streaming-Diensten ist keiner mehr darauf angewiesen, sich nach den Ausstrahlungsterminen der TV-Sender zu richten. Unser Fernsehverhalten hat sich geändert. Eine der größten Revolutionen des Fernsehens sind kleine Streaming-Kästen (und Sticks) wie Apple TV und Amazon Fire TV – diese Smart-TV-Boxen bringen Filme und Serien aus dem Internet auf den Fernseher. Was leistet welche TV-Box? Unser Vergleich nimmt die bekanntesten Geräte unter die Lupe.

Was sind eigentlich TV-Boxen?

Moderne TV-Geräte sind smart. Sie lassen sich kabellos per WLAN mit dem Internet verbinden und liefern eine Reihe von Zusatzfunktionen. Zum Beispiel Streaming: Dienste wie Netflix, Amazon Video und iTunes machen dich mit ihrem riesigen Angebot an Filmen und Serien zu deinem eigenen Programmdirektor fürs Binge Watching. Die Inhalte kannst du bequem auf deinem Fernseher schauen – meist sogar in Full-HD-Qualität.

Manche Fernseher gehen allerdings beim Streamen in die Knie – die Verbindung mit dem Internet hakelt und das Abspielen der Inhalte wird zur Geduldsprobe, weil die Wiedergabe ständig abbricht. Auftritt der TV-Boxen und -Sticks: Sie werden einfach per HDMI-Anschluss an das TV-Gerät gestöpselt und mit dem hauseigenen WLAN-Netz verbunden – und schon kannst du nach Belieben Streaming-Inhalte abrufen.

Das muss nicht viel kosten: Schon ab 40 Euro bekommst du zum Beispiel den Amazon Fire TV Stick oder den Google Chromecast. Welche Box kann was? Und welche ist für dich die richtige TV-Box? Unser Vergleich klärt auf!

Streaming ohne Box:

Wenn du einen aktuellen Fernseher besitzt, fragst du dich zu Recht: Wozu brauche ich noch ein Streaming-Gerät, das TV-Gerät selbst ist doch smart? Meist können die Fernseher sich eigenständig per WLAN ins Heimnetz einklinken, eine große Anzahl von Apps für Filme, Musik und Spiele ist bereits vorinstalliert.

Ja, aber: Bei vielen Fernsehern ruckelt die Wiedergabe von Streaming-Inhalten oder hängt sich komplett auf. Das nervt natürlich kolossal. In den allermeisten Fällen verschwinden diese Probleme mit dem Kauf einer Streaming-Box oder eines TV-Sticks. Bei älteren Fernsehern sind zudem unverzichtbare Anbieter wie Netflix nicht vorinstalliert.

Daneben sind die Benutzeroberflächen der Smart-TVs in erster Linie für andere Aufgaben konzipiert und nicht so bedienfreundlich wie die von TV-Boxen. Und: Die Betriebssysteme der Streaming-Geräte sind in der Regel besser gepflegt und werden öfter aktualisiert als die der Fernseher.

TV-Boxen: Der große Vergleich.

Apple TV: Jetzt auch mit 4K.

Lange hat Apple seine Box Apple TV stiefmütterlich behandelt, aber diese Zeiten sind vorbei: Seit Apple TV der vierten Generation besitzt der Kasten einen eigenen App-Store mitsamt Spielen und kann selbstständig auf Apples Film- und Musikangebot sowie auf deine iTunes-Einkäufe und iCloud-Inhalte zugreifen. Außerdem lässt sich die Box jetzt auch als Zentrale für Apples Smart-Home-Plattform HomeKit nutzen.

Das aktuelle Apple TV 4 gibt es auch als Variante mit 4K-Unterstützung. Sie beherrscht, wie der Name bereits sagt, den 4K- oder UHD-Standard. Die Auflösung dieses Ultra-HD-Standards beträgt 3840 x 2160 Bildpunkte, was einer Vervierfachung der Full-HD-Auflösung entspricht. Um die Menge an Daten zu verarbeiten, ist Apple TV 4K mit einem leistungsfähigen Prozessor ausgestattet.

Daneben unterstützt die Box die Darstellung in HDR – und zwar nicht nur im üblichen Standard HDR10, sondern auch im High-End-Format Dolby Vision. High Dynamic Range (HDR) steht für besonders plastische und kontrastreiche Farben. Allerdings muss auch der Fernseher HDR-fähig sein, um entsprechende Inhalte wiederzugeben.

Im App-Store der Apple-TV-Box finden sich natürlich die großen Streaming-Anbieter wie Netflix und Amazon Video. Mittels AirPlay kannst du weitere Dienste kabellos auf den Kasten und damit auf dein TV-Gerät übertragen. Dafür benötigst du ein iPhone oder iPad. Spiele kannst du jetzt ebenfalls direkt über den App-Store laufen lassen, das ging zuvor ausschließlich über AirPlay.

Apple TV 4K

Wie bei allen Apple-Geräten ist die Bedienung des Apple TV einfach und übersichtlich – auch die Steuerung über den Sprachassistenten Siri. Gut: Die Fernbedienung besitzt einen eigenen Lautstärkeregler – den hat die Fernbedienung von Amazon Fire TV zum Beispiel nicht.

Apple TV 4 ist mit 32 Gigabyte Speicher für knapp 160 Euro zu haben. Apple TV 4K mit derselben Speicherkapazität kostet knapp 200 Euro, die Version mit 64 Gigabyte geht für knapp 220 Euro über den Ladentisch.

Fazit: Wer bereits mit iPhone, iPad oder anderen Apple-Geräten unterwegs ist, wird sich mit Apple TV sofort zurechtfinden – und sich auch nicht an den gesalzenen Preisen stören.

Amazon Fire TV: Sprich mit Alexa!

Von Amazon gibt’s zwei Streaming-Lösungen – die Smart-TV-Box Amazon Fire (80 Euro) sowie den kompakten Amazon Fire TV Stick (40 Euro). Beide Varianten sind in erster Linie auf Amazon-Angebote zugeschnitten, Kunden von Amazon Prime (8,99 Euro im Monat oder 69 Euro im Jahr) bekommen kinderleicht Zugriff auf Inhalte von Amazon Video und Amazon Music. Zudem sind Netflix, Maxdome und Spotify als Apps vorinstalliert. Über Firefox kannst du weitere Internetseiten und Portale wie YouTube öffnen und auf dem TV-Gerät anzeigen.

Fire TV Stick mit Alexa-Sprachfernbedienung

Die Amazon-Fire-Box gibt Filme in 4K-Qualität wieder und unterstützt den HDR10-Standard, der Fire Stick kann nur Full-HD. Der Arbeitsspeicher der Box ist mit 2 Gigabyte doppelt so groß wie der des Sticks, der Speicher für Apps und Spiele beträgt bei beiden Geräte 8 Gigabyte. An die Box lassen sich per Bluetooth Maus und Tastatur anschließen.

Beiden Ausführungen liegt eine Fernbedienung bei, die du zusätzlich mit dem Sprachassistenten Alexa steuern kannst – so lassen sich neben Amazon-Diensten auch Netflix oder YouTube per Sprache nach Inhalten durchsuchen.

Hinweis: Das Amazon Fire TV-Gerät aus der 3. Generation benötigt ein Ethernetadapter für den Amazon Fire TV Stick mit Alexa-Sprachfernbedienung und Amazon Fire TV (nur 2017 Modelle), um sich mit einem Ethernet-Kabel zu verbinden. Ein klarer Nachteil zum Apple TV

Fazit: Beide Amazon-Streaming-Geräte bieten durchweg gute Qualität inklusive schneller Installation, übersichtlicher Menüs und einfacher Bedienung. Wer auf 4K-Filme verzichten kann, greift zum günstigen Fire TV Stick.

Achtung: Demnächst soll der Nachfolger Amazon Fire TV Cube erscheinen, in Würfelform und mit Lautsprecher. Technische Details sind noch nicht bekannt.

Kann ich fehlende Apps nachinstallieren?

Was ist, wenn eine bestimmte App auf der TV-Box oder dem Smart-TV nicht vorinstalliert ist, ich diese aber nutzen möchte? Zunächst hilft ein Blick in den jeweiligen App-Store. Fehlt die App auch dort, ist nicht aller Tage Abend. Wenn die gesuchte App zum Beispiel die Google-Cast-Funktion unterstützt, kannst du die Inhalte über Google Chromecast und auf Fernsehern mit Android-Betriebssystem (etwa von Philips und Sony) abspielen. Für Apple-Nutzer gilt: Die iOS-Versionen vieler Apps unterstützen Airplay, damit lassen sich Inhalte auf die Apple-TV-Box streamen. Letzte Lösung: Den Bildschirminhalt des Smartphones auf den Smart-TV spiegeln. Die Bildqualität dabei ist aber eher schlecht.

Google Chromecast: Was kann der Puck?

Mit einem Ladenpreis von unter 40 Euro liegt Googles Chromecast in einer ähnlichen Preisklasse wie der Amazon Fire TV Stick: Das kleine Gerät in Form eines Eishockeypucks wird ohne Fernbedienung und eigene Bedienoberfläche geliefert. Du suchst dir deine gewünschten Inhalte auf dem Smartphone aus und überträgst sie dann über die sogenannte Cast-Funktion des Chromecast auf den Fernseher. Während Netflix und Spotify zu den unterstützten Diensten gehören, ist Amazon Video nicht dabei.

Zur Steuerung ist ein Smartphone oder Tablet erforderlich, sonst geht beim Chromecast nichts. Das App-Angebot ist größer als bei Amazon Fire TV, unter anderem gibt es diverse Gratisprogramme zum Betrachten eigener Fotos und Videos sowie viele Spiele.

Das neueste Modell ist der Chromecast Ultra für circa 80 Euro, der Videos in 4K-Qualität wiedergibt.

Fazit: Der Chromecast war bei seiner Premiere der erste Streaming-Stick, hat inzwischen den Anschluss etwas verloren. Die Bedienung nur über Smartphone oder Tablet schränkt ein, wichtige Inhalte fehlen.

4K-Ultra-HD-Inhalte mit dem Chromecast Ultra streamen.

Wenn du deine Lieblingsserie mit dem Chromecast Ultra in 4K-Ultra-HD streamen willst, brauchst du

  • 4K-Inhalte von diversen Anbietern (z.B. Netflix, Maxdome etc.)
  • Einen 4K-fähigen HD-Fernseher
  • Eine Hochgeschwindigkeits-Internetverbindung mit mindestens 20 Mbit/s (empfohlen von Google)
  • Eine stablie WLAN oder Ethernet Verbindung
  • Ein Hochgeschwindigkeits-HDMI-Kabel
  • Einen HDMI-Port, der HDCP 2.2 und 60 Bilder pro Sekunde unterstützt

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