Verkaufszahlen Elektroautos: So wurde 2020 zum Erfolgsjahr.

Trotz oder gerade wegen der Corona-Krise war 2020 ein echtes Erfolgsjahr für die E-Mobilität. Die Zahl der verkauften E-Autos in Deutschland brach alle Rekorde. Auch international waren alternative Antriebsarten auf dem Vormarsch. Wir zeigen dir, wie sich die Verkaufszahlen von Elektroautos im vergangenen Jahr entwickelt haben und beleuchten die Hintergründe des Stromer-Booms.

Verkaufszahlen von Elektroautos in Deutschland: Mega-Boom ab Mitte 2020.

In den vergangenen Jahren wurden E-Autos hierzulande immer beliebter. Die Verkaufszahlen bewegten sich allerdings auf relativ niedrigem Niveau: 2016 wurden gerade einmal 11.410 Elektroautos neu zugelassen. Bis 2019 hat sich diese Zahl nahezu versechsfacht, sodass immerhin schon 63.281 Fahrzeuge mit rein batterieelektrischem Antrieb zugelassen wurden.

Diese Entwicklung nahm 2020 so richtig an Fahrt auf: 194.163 E-Autos wurden neu zugelassen – das ist eine Verdreifachung der Zulassungsanzahl gegenüber dem Vorjahr. Und das obwohl der deutsche Automarkt wegen der Corona-Krise insgesamt auf das Niveau von 2010 geschrumpft ist!

Während der ersten Pandemie-Welle sah es mit den Elektroauto-Verkaufszahlen noch nicht gut aus: Im April wurden lediglich 4.635 Elektro-Pkws neu zugelassen. Ab Juli stiegen die Verkaufszahlen jedoch sprunghaft an – ein Trend, der in 43.671 verkauften E-Autos im Dezember gipfelte.

Reine Stromer machten 2020 6,7 Prozent aller Neuzulassungen aus. Der Anteil von Plug-in-Hybriden lag sogar bei 18,1 Prozent. Somit war 2020 fast jeder vierte verkaufte Pkw ein rein batteriebetriebenes E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid– eine Erfolgsgeschichte!

Welche E-Autos kauften die Deutschen 2020?

Die Deutschen blieben ihrem langjährigen Spitzenreiter, dem Renault Zoe treu, der nun sogar dreimal öfter gekauft wurde als 2019. Zweitliebstes E-Auto der Deutschen war der VW e-Golf, vermutlich auch aufgrund von Rabatten. Teslas Model 3 landete auf Platz 3, gefolgt vom VW ID.3 und dem Hyundai Kona Elektro.

Verkaufszahlen von Elektroautos weltweit: Vom ausgebremsten Boom zur Erfolgsgeschichte.

Weltweit war der Trend zur E-Mobilität vor der Corona-Krise verlangsamt. Für 2019 ergab sich mit 2,26 Millionen neu zugelassenen Elektro-Pkw nur noch ein Plus von vier Prozent – während die Verkaufszahlen von 2017 auf 2018 noch um 74 Prozent anstiegen. Als Gründe für das ausgebremste Wachstum gilt die reduzierte Förderung von E-Autos in China und den USA.

Im Krisenjahr 2020 ging es zunächst schleppend weiter: Unter dem wirtschaftlichen Abschwung während der ersten Corona-Welle hatte auch die E-Auto-Branche zu leiden. Doch ab der zweiten Jahreshälfte ging es steil aufwärts: Der weltweite Absatz an E-Autos wuchs um fast eine Million auf 3,24 Millionen Fahrzeuge an. Reine E-Autos hatten den größeren Anteil von 69 Prozent.

Der Elektro-Boom war besonders stark in Europa ausgeprägt: Fast 1,4 Millionen reine Stromer und Plug-in-Hybride wurden 2020 zugelassen, 137 Prozent mehr als im Vorjahr. Rückgänge verzeichneten Japan, Kanada und Australien. Die Zuwächse in Südkorea, Taiwan, Indien, Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Hongkong und Europa überwogen diese Verluste: Der weltweite E-Auto-Markt wuchs 2020 um 43 Prozent im Vergleich zu 2019, während der Pkw-Markt um 14 Prozent schrumpfte.

Nachhaltigkeit

Unser Nachhaltigkeitstipp: E-Auto-Förderung für junge Gebrauchtwagen.

Du willst nicht nur emissionsfrei fahren, sondern auch den CO2- und Rohstoffverbrauch bei der Produktion eines Stromers umgehen? Dann haben wir eine gute Nachricht für dich: Durch die Ausweitung des staatlichen Umweltbonus sind für gebrauchte junge E-Autos bis zu 5.000 Euro Förderung möglich. Unter anderem müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • Fahrzeug ist nicht älter als ein Jahr
  • Unter 15.000 gefahrene Kilometer
  • Fahrzeug hat noch keine staatliche Förderung erhalten

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) findest du eine Checkliste zu den Fördervoraussetzungen.

Was waren die Auslöser des E-Auto-Booms in Deutschland?

Die neue Innovationsprämie.

Dass die Verkaufszahlen von Elektroautos ab Juli 2020 derart in die Höhe schnellten, hat sicherlich mit der neuen Innovationsprämie für E-Autos zu tun, die im Zuge des Corona-Konjunkturpakets der Bundesregierung verlängert und erhöht wurde. Das bestätigt der Automobilmarktexperte der Beratungsgesellschaft EY, Peter Fuß, im manager magazin: „Die Erhöhung der Förderung von Elektroautos durch den Bund von 3000 auf 6000 Euro macht diese preislich derzeit sehr attraktiv und führt zu einem enorm gestiegenen Interesse“. Während der Staat bis zu 6.000 Euro bezuschusst, können zusätzlich bis zu 3.000 Euro vom Automobilhersteller dazukommen.

Wenn du dir einen umweltfreundlichen Stromer zulegen möchtest, ist noch bis Ende 2025 die richtige Zeit dafür – bis dahin gelten die aktuellen Höchstsummen. Je nach Antrieb und Kaufpreis kannst du für den Kauf eines Plug-in-Hybrids bis zu 6.750 Euro Umweltbonus erhalten, für ein rein batteriebetriebenes Elektroauto bis zu 9.000 Euro. Alle Infos zur Elektroauto-Prämie haben wir für dich an anderer Stelle detailliert zusammengefasst.

Besonders lohnen sich jetzt günstige Elektroautos: Dank Innovationsprämie zahlst du zum Beispiel für den Renault Zoe aktuell nur rund 11.800 Euro. Und es gibt noch so einige weitere E-Auto-Modelle, mit denen du aktuell so richtig sparen kannst.

Reduzierte Mehrwertsteuer.

Ein weiterer finanzieller Vorteil für E-Auto Käufer ergab sich 2020 aus der Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent, die von Juli bis Jahresende galt – was zum Anstieg der Verkaufszahlen von Elektroautos ab Juli und den Rekordzahlen von Dezember passt. Von den um drei Prozent gesunkenen Bruttopreisen der Fahrzeuge profitierten alle E-Auto-Käufer, insbesondere Käufer teurerer Stromer wie etwa dem Tesla Model 3.

Tesla Model 3 fährt auf einer Straße, im Hintergrund eine Stadt
Von der reduzierten Mehrwertsteuer 2020 reduzierten alle E-Auto-Käufer, aber insbesondere Interessenten teurerer Modelle.

Ausbau der Ladesäulen.

Auch die Verbesserung der Ladeinfrastruktur, für die der Bund 300 Millionen Euro zur Verfügung stellte, schuf Anreize für den Kauf eines Elektroautos. Es kamen über 3.000 neue Ladepunkte hinzu. Damit standen den E-Autofahrern Ende 2020 über 16.800 Ladesäulen zur Verfügung. Großen Anteil an dem mittlerweile dichten Ladenetz in Deutschland und Europa hat unter anderem die EnBW mit ihrem HyperNetz. Darüber hinaus lässt sich das Elektroauto natürlich auch zu Hause laden – eine Option, die von immer mehr E-Auto-Fahrern wahrgenommen wird. Mit unserem Autostrom steht dir dafür ein günstiger und einfacher Tarif für Auto und Haushalt zur Verfügung. Dieser setzt auf 100% Ökostrom aus Europa und ist damit nicht nur gut für deinen Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.

Öffentlicher Parkplatz mit vier EnBW Ladesäulen.
Das HyperNetz der EnBW macht das Laden über lange Strecken einfach. (©EnBW)

Was trieb die Elektroauto-Verkaufszahlen weltweit an?

Viele Länder haben bereits konkrete Zieltermine definiert, an denen der Verkauf von Verbrennern eingestellt oder zumindest begrenzt werden soll, darunter etwa Großbritannien, China und Japan. Schon jetzt entfallen 45 Prozent des globalen Pkw-Absatzes auf diese Länder – und immer mehr Staaten, US-Bundesstaaten und Großstädte kommen hinzu. Intensive Förderung von Elektrofahrzeugen und strengere Emissionsvorschriften schaffen für die Bürger dieser Länder Anreize zum Kauf eines E-Autos.

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