Elektroautos: Die passende Versicherung für deinen Stromer.

Wer ein Elektroauto zulässt, muss es auch versichern. So weit, so klar. Doch worauf solltest du bei der Auswahl einer Versicherung für dein Elektroauto achten? Welche Stolpersteine verstecken sich im Tarifdschungel? Wir verraten dir, wie du eine geeignete KFZ-Versicherung für E-Autos findest, auf welche Leistungsbausteine zu achten ist und ob du mit speziellen Tarifen sparen kannst.

Versicherung für Elektroautos.

Grundsätzlich gilt: Wenn du Halter eines Fahrzeugs bist, musst du es versichern – egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Das gilt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ebenso wie für Elektroautos. Gesetzlich vorgeschrieben ist mindestens eine Haftpflichtversicherung. Damit sind Schäden abgesichert, die du anderen Fahrzeugen oder Menschen zufügst. Dies betrifft beispielsweise Reparatur- und Arztkosten. Wer auch seinen eigenen Wagen absichern will, benötigt Teil- oder Vollkaskoschutz. Hier lässt sich eine erste Besonderheit für Besitzer von Elektroautos ausmachen: Während zumindest bei nicht mehr ganz neuen Verbrennern in der Regel eine Teilkasko-Versicherung ausreicht, sind Stromer meist so kostspielig in der Anschaffung, dass ein teurerer Vollkaskoschutz angemessen erscheint. Damit sind auch Schäden an deinem Fahrzeug versichert, die durch einen selbst verschuldeten Unfall oder Vandalismus entstehen.

Im Falle eines Unfalls bist du finanziell mit einer Vollkaskoversicherung auf der sicheren Seite.

Darüber hinaus ähneln sich die Versicherungen und Tarife für Verbrenner und E-Autos stark. Ein genereller Preisvorteil für Stromer lässt sich nicht ausmachen. Was durchaus überraschen mag, da E-Auto-Fahrer als zurückhaltend gelten. Dennoch: Bisher gehen nur wenige Versicherungen mit speziellen Angeboten, Rabatten und Nachlässen auf E-Kundenfang. Ein Grund dafür dürfte die mangelnde Erfahrung der Versicherungsbranche mit Elektroautos sein. Aufgrund der geringen Zahl an zugelassenen E-Autos – bis August 2019 waren rund 114.000 auf deutschen Straßen unterwegs – fehlen den Statistikern wichtige Informationen, um die tatsächliche Höhe und Häufigkeit entsprechender Schäden beziffern zu können. Somit scheint die Grundlage für spezialisierte Angebote nicht gegeben zu sein. Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel die Allianz: Hier werden 20 Prozent Rabatt auf die KFZ-Versicherung von Elektroautos und Hybridfahrzeugen gewährt.

Auf den Akku kommt es an.

Das teuerste Bauteil eines E-Autos – und damit sein Herzstück – ist der eingebaute Lithium-Ionen-Akku. Je nach Größe, Kapazität und Leistung liegt sein Neupreis im hohen vier- bis fünfstelligen Bereich. Achte daher bei der Auswahl deiner KFZ-Versicherung besonders auf die Absicherung des Energiespeichers! Denn wenn dieser nach kurzer Zeit kaputt geht und kein Versicherungsschutz besteht, kann dies einem wirtschaftlichen Totalschaden gleichkommen. Zwar ist über die Garantie der Hersteller ein grundsätzlicher Schutz gegeben. Meist wird dabei eine Laufzeit von acht Jahren gewährt, die sich über Garantie-Anschlussversicherungen noch verlängern lässt. Aber was, wenn ein Unterbodenschaden am Stromer auftritt, der von den Garantiebedingungen ausgeschlossen ist?

Der Akku ist das Herzstück deines Elektroautos und sollte dementsprechend ausreichend versichert sein.

Bei der Auswahl einer Versicherung solltest du also darauf achten, dass der Akku deines Stromers mitversichert ist – egal, ob es sich um eine Teil- oder eine Vollkaskoversicherung handelt. Zum Teil werden übrigens auch Rundum-Sorglos-Tarife geboten, die Akku-Schäden durch Bedienfehler an Ladestationen ebenso einschließen wie Folgeschäden an der Batterie, die durch Tierbisse, Kurzschluss oder Überspannung entstehen. Der Versicherer deiner Wahl sollte seine Leistungen außerdem deutlich kennzeichen: Ein Blick in die Versicherungsunterlagen sollte direkt Klarheit schaffen, welche Schäden abgedeckt sind und welche nicht. Anbieter, die ihre Leistungen nicht klar benennen, solltest du dagegen ausschließen – je klarer die Bedingungen, desto sorgloser gelingt der Einstieg in das Abenteuer Elektromobilität. Einen Sonderfall stellen geleaste Autos dar: Ist der Akku nur gemietet, sollte er aus der Versicherung herausgenommen werden, da der Eigentümer für den Austausch aufkommt. Das macht sich positiv beim Preis für die Police bemerkbar.

Sonderfall Abschleppen.

Neben der sogenannten „Allgefahrendeckung“ von Akkus solltest du darauf achten, dass auch ein mögliches Liegenbleiben deines Elektroautos von der Versicherung abgedeckt ist. Abschleppen kann beispielsweise dazu führen, dass über das Mitdrehen der Achsen ungewollt Strom erzeugt und Spannung in das Hochvolt-System eingespeist wird. Fließt diese Energie im E-Motor ohne aktivierte Elektronik, kann es zu hohen Induktionsspannungen kommen und die Steuerungselektronik beschädigt werden.

Exemplarische Kosten.

Maßgeblich für die Höhe der KFZ-Versicherungsbeiträge ist die Einstufung eines Fahrzeugs in Typ- und Regionalklassen. Dies gilt für herkömmliche Fahrzeuge ebenso wie für Stromer. Da Versicherer bislang wenige Daten zur Schadensanfälligkeit von Elektroautos haben, verwenden sie häufig die Typklassen von vergleichbaren Modellen mit Verbrennungsmotor. Die Konsequenz: Verbrenner und Stromer werden gleich bepreist, wobei Zusatzleistungen wie die Allgefahrendeckung von Akkus weitere Kosten verursachen können. Veröffentlichungen der Vergleichsportale Verivox und Check 24 zeigen jedoch, dass elektrisch nicht gleich teuer bedeutet. Die durchschnittliche Versicherung für den elektrischen BMW i3 kostet 414 Euro im Jahr. Für den vergleichbaren BMW 116i sind hingegen 531 Euro fällig. Der Stromer ist somit 22 Prozent günstiger als der Verbrenner. Der Renault Zoe – Deutschlands meistverkauftes Elektroauto – ist mit einer durchschnittlichen Jahresgebühr von 341 Euro immer noch 11 Prozent günstiger als das Vergleichsmodell Renault Twingo. Andererseits ist die Versicherung für einen elektrifizierten VW Golf deutlich teurer als die für ein Modell mit herkömmlichem Antrieb.

Trotzdem sparen.

Auch wenn die Versicherungsbeiträge wenig Einsparpotenzial versprechen: Dir stehen eine Reihe von Fördermitteln offen, die den Ein- oder Umstieg ins elektromobile Zeitalter erleichtern. Dazu gehört die steuerliche Befreiung von Elektroautos ebenso wie der durch die Bundesregierung und KFZ-Hersteller gewährte Umwelt-Bonus. Hinzu kommen „weiche“ Faktoren wie geringere Wartungskosten.

Welches E-Auto passt zu mir?

Jetzt in einer Minute Top-Empfehlungen erhalten.

E-Auto finden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu phone messenger whatsapp mail kwk gas strom waermestrom more playbutton payback loading-indicator