VW-Elektroauto: E-Mobilität aus Wolfsburg im Überblick.

Im Sommer 2020 rollt der ID.3 von Volkwagen erstmals auf deutschen Straßen. Zusammen mit dem kleinen Stadt-Flitzer e-up! und den futuristisch wirkenden Moia-Fahrzeugen macht er den Anfang der neuen Flotte von Elektroautos made by VW. Die Wolfsburger haben sich viel vorgenommen: In fünf Jahren wollen sie Weltmarktführer für E-Mobilität sein. Größer als Tesla. Egal ob Geschwindigkeits- oder Bulli-Fan: Erfahre hier, welche Modelle uns in den kommenden Jahren erwarten.

Ehrgeizige Pläne und das erste Modell der ID.-Familie.

Eine halbe Million Elektroautos sollen bei VW vom Band laufen – und zwar schon bis Ende 2023, also in den nächsten drei Jahren. Bislang hatten sich die Wolfsburger dieses Ziel bis 2025 gesteckt. Nun stellt die Konzernführung jedoch alle Zeichen auf E-Marktführerschaft – Volkswagen will in den kommenden Jahren an Tesla und BYD aus China vorbeiziehen und die Nummer eins in Sachen Elektromobilität werden. Dementsprechend ehrgeizig hat man nun die Ziele hochgeschraubt: Ende 2025 sollen weltweit schon 1,5 Millionen E-Autos von VW die Werke verlassen haben und auf den Straßen unterwegs sein. Um das zu schaffen, will Volkswagen in den kommenden zehn Jahren 33 Milliarden Euro in die Elektromobilität investieren. Einen Vorgeschmack gab es bereits 2006, als der VW e-up! vorgestellt und auf den Markt gebracht wurde. Seine Stärken: klein, wendig, perfekt für die Stadt und ein Einstiegspreis von rund 21.000 Euro. Ebenfalls bereits erhältlich ist sein großer Bruder, der e-Golf, der mehr Platz und Reichweite bietet, dafür aber auch erst bei knapp 36.000 Euro startet. Einen Vergleich der beiden Fahrzeuge und weiterer E-Autos findest du hier.

Wirklich spannend wird es aber erst ab diesem Jahr: Ist vor allem der e-Golf von der Verbrenner-Variante des Modells optisch kaum zu unterscheiden, setzt VW zukünftig auf eine komplett eigenständige Elektro-Familie. „ID. Modelle“ nennt Volkswagen seine Stromer der neuen Generation. Den Anfang macht der ID.3. Er hat die Größe eines Golfs, sieht jedoch ein gutes Stück futuristischer und progressiver aus. Ein Elektroauto mit optischen Alleinstellungsmerkmalen wie der komplett geschlossenen Front und der Heckscheibe, die in schwarzes Glas übergeht. Im September 2019 feierte der ID.3 Weltpremiere – mittlerweile wird er im VW-Werk in Zwickau gebaut und ab Sommer dieses Jahres auf den Straßen zu sehen sein. Je nach Batterie-Variante (45 bis 77 Kilowattstunden) kostet der ID.3 zwischen 29.900 und 45.000 Euro und kommt mit einer Reichweite von 330 bis 550 Kilometern daher.

ID.4: der erste Elektro-SUV von VW.

Opulente Außenmaße, eine erhöhte Sitzposition, ein echter SUV – nur eben mit Elektro-Antrieb. Das ist der ID.4, der ebenfalls in Zwickau gefertigt werden soll. Genau wie sein kleiner Bruder, der ID.3, basiert auch er auf dem Modularen Elektro-Baukasten (MEB) von Volkswagen. Was das bedeutet? Die Autos haben einige der grundlegenden Bauteile gemeinsam und unterscheiden sich vor allem in der Karosserie und dem Interieur. Das macht sowohl die Entwicklung als auch die Produktion der Fahrzeuge wesentlich effizienter und sorgt dafür, dass sie günstiger angeboten werden können, als es der Fall wäre, wenn jedes Fahrzeug komplett separat und von null an entwickelt würde.

Was die Größe und den Platz im Innenraum angeht, dürfte der ID.4 dem VW Tiguan ziemlich ähnlich sein. Konkret bedeutet das, dass er wohl 4,60 Meter lang werden dürfte. Frontscheinwerfer mit dem bis in die Mitte zum VW-Logo gezogenen und für die neuen E-Modelle typischen LED-Leuchtband prägen seine Front. Wie beim ID.3 soll die Reichweite des ID.4 bis zu 500 Kilometern betragen. Beim Startpreis rechnen Branchenbeobachter mit etwa 36.000 Euro. Wann der ID.4 auf den Markt kommt, ist offiziell noch nicht bestätigt. Aber Ende dieses Jahres könnte es bereits soweit sein.

ID.Buzz: mit dem E-Bulli an den Strand und in die Berge.

Bulli-, Outdoor- und Lifestyle-Freunde aufgepasst! Die Ikone des Konzerns erhält eine Frischzellenkur. Im Jahr 2022 soll der ID.Buzz aus dem Werk und auf die Straße rollen. Optisch orientiert sich der elektrisch angetriebene Kleinbus ganz eng am ersten Bulli der Volkswagen-Geschichte, dem VW T1. Kurze Überhänge und eine gerade, steile Front ohne Motorhaube kombinieren bei den bereits veröffentlichten Konzept-Bildern und Studien den Retro-Charme mit aktuellster Technologie und einem umweltfreundlichen Antriebskonzept. Insgesamt soll der ID.Buzz etwas kompakter werden als die heutige Version des Bullis, der T6. Zumindest was die Außenmaße angeht soll er sich mit 4,60 Metern zwischen Touran und Sharan einordnen. Der Innenraum soll dafür genauso groß und geräumig wie beim T6 sein – dank des im Vergleich zu Verbrennermotoren platzsparenden Elektroantriebs. Ganz im Sinne eines Campers, der vor allem auch bei Urlaubsreisen zum Einsatz kommt, soll der E-Bulli eine Reichweite von bis zu 600 km haben. Kostenpunkt: Knapp unter 40.000 Euro soll es mit dem ID.Buzz von VW losgehen.

ID.Vizzion, ID.R oder ID.Buggy – so könnte die Zukunft von VW aussehen.

Noch sind es Studien ohne Preisschilder oder einen konkreten Marktstart. Vielleicht kommen einige von ihnen nie auf die Straße, doch die Konzept-Fahrzeuge aus der ID.-Familie zeigen deutlich, in welche Richtung VW mit seinem E-Mobilitätskonzept gehen will: Die Wolfsburger wollen bei der Menge an verkauften E-Autos ebenso Vorreiter werden wie bei Design und Lifestyle. Schon 2018 stellte VW auf dem Genfer Automobilsalon seine Studie ID.Vizzion vor – Luxus auf 5,11 Metern Länge. Mittlerweile wird gemunkelt, dass das Modell unter dem Namen ID.Aero auf den Markt kommen könnte, die gehobene Form eines elektrischen Passats werden und dem Tesla Model S den Rang ablaufen soll. Kam die Studie noch komplett ohne Lenkrad und „Fahrerarbeitsplatz“ aus, dürfte das Serienmodell ziemlich sicher über die entsprechenden Steuerungselemente verfügen.

Der VW ID. Space Vizzion steht vor einer bunt beleuchteten Wand.
Der VW ID. Space Vizzion. ©: Volkswagen

Noch näher am Passat orientiert sich der ID. Space Vizzion. Hier ist der Name Programm: Dank des vollelektrischen Antriebs soll im Innenraum des Stromers jede Menge Platz zur Verfügung stehen. Dank seines 82 kWh großen Akkus wirst du mit dem Space Vizzion voraussichtlich 590 Kilometern (nach WLTP) zurücklegen können. Mit einer Leistung von 250 kW beschleunigt der Space Vizzion in 5,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Während sich das Design der Außenhülle vor allem in Richtung einer perfektionierten Aerodynamik orientiert, ist der Innenraum edel gestaltet. Der Fokus liegt auf dem Einsatz nachhaltiger Rohstoffe: Statt Leder kommt Kunstleder zum Einsatz, das zum Teil aus Reststoffen aus der Apfelsaftproduktion hergestellt wurde. Statt Chrom wird ein spezieller Lack in Chromoptik verwendet. Das Cockpit zeigt sich digitalisiert. In einem AR-Head-up-Display werden alle relevanten Informationen auf die Windschutzscheibe des Wagens projiziert. Lediglich die fahrrelevanten Basisinformationen finden auf einem Mini-Display statt. Für Entertainment sorgt ein 15,6-Zoll-Touchscreen.

Cockpit des VW ID. Space Vizzion.
Auch das Cocpit des VW ID. Space Vizzion präsentiert sich futuristisch. ©: Volkswagen

Eher weniger straßenkompatibel, aber dennoch sehenswert sind die anderen beiden Konzept-Fahrzeuge der ID.-Familie: der elektrisch angetriebene Strand- und Offroad-Buggy ID.Buggy sowie der Supersportwagen ID.R. Er hält mit 6:05,336 Minuten übrigens derzeit die elektrische Bestzeit auf der knapp 21 Kilometer langen Nordschleife des Nürburgrings. Und falls du dir nach dieser vielversprechenden Vorschau noch einmal neu mit der Frage beschäftigen willst, ob ein Elektroauto für dich das Richtige ist – hier erfährst du, wie du aktuelle Modelle wie den e-Golf im Alltag testen kannst

Titelbild: © Volkswagen

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