VW ID.3: Preis und Ausstattung.

Der VW ID.3 kommt zwar erst im Frühjahr auf die Straßen, doch schon auf der diesjährigen IAA mischte er die Elektromobilitäts-Szene auf. Und das liegt nicht nur an seinem Preis. Auch im Bereich der Connectivity hat der neue Stromer von Volkswagen viel zu bieten. Zum Beispiel ein intelligentes Lichtkonzept, das mit dem Fahrer kommuniziert. Ob sich der Kauf des ID.3 lohnt, welche Varianten es gibt und was sie kosten, das erfährst du hier.

Bühne frei für den VW ID.3: Vorstellung auf der IAA 2019.

Er war einer der elektrischen Stars auf der diesjährigen IAA in Hannover: der ID.3 von Volkswagen. Denn der Stromer zeichnet sich nicht nur durch sein futuristisch-modernes Design aus – auch der vergleichsweise niedrige Einstiegspreis und die Ausstattung sind Argumente, die den ID.3 zu einem echten Konkurrenten bisheriger E-Autos in der Kompaktklasse machen. In Expertenkreisen wird er als wichtigste Neuvorstellung von VW innerhalb der letzten Jahre gehandelt. Ganz schön große Erwartungen an ein Auto der Kompaktklasse.

Preis und Reichweite: So viel musst du für einen ID.3 mindestens bezahlen.

Die harten Fakten zuerst: Der Preis für den ID.3 mit der kleinsten Batterie-Variante liegt bei 29.900 Euro. Dafür bekommst du das Basis-Modell mit einer 45-Kilowattstunden-Batterie (kWh). Nach dem strengeren WLTP-Messverfahren (Worldwide harmonized Light Vehicles Test Cycle) bedeutet das für dich, dass du in der Praxis 330 Kilometer weit kommst. Volkswagen hat noch zwei weitere Varianten im Angebot, deren Batterien eine Leistung von 58 beziehungsweise 77 kWh haben. Deren Reichweite liegt dann bei 420 und 550 Kilometer. Der Preis steigt je nach Modell auf etwa 37.000 Euro für die mittlere und rund 45.000 Euro für die größte Variante. Unnötig zu erwähnen, dass es bei diesem Basispreis meist nicht bleiben wird. Denn ob Elektro-Auto oder Verbrenner: Die Liste zusätzlicher Features und Ausstattungs-Möglichkeiten gegen Aufpreis ist lang. Doch hier kommt die gute Nachricht: Beim Kauf eines Elektrofahrzeugs wie des ID.3 erhältst du eine Förderung vom Bund sowie vom Hersteller in Höhe von insgesamt 4.000 Euro, welche dir auf den Preis angerechnet wird. Der effektive Einstiegspreis für das Fahrzeug liegt damit bei 25.900 Euro. Grund für den vergleichsweise günstigen Preis ist das Unterbieten der sogenannten „100-Dollar-Schwelle“ bei der Batterie-Technologie.

VW knackt als 1. Konzern die 100-Dollar-Schwelle bei Batterien.

Einer der größten Kostentreiber bei Elektrofahrzeugen ist die Batterie. Sie ist das teuerste Bauteil in den Autos und macht schätzungsweise ein Drittel der Gesamtkosten aus. In der Branche ist also ein Wettlauf um die besten Preise bei den Zuliefererbetrieben entbrannt, welche die Hersteller mit Batterien versorgen. Bislang gingen Fachleute davon aus, dass Tesla aufgrund der hohen Stückzahlen an E-Autos die besten Preise hat und etwa 111 Euro pro Kilowattstunde (kWh) zahlt. Nun scheint Volkswagen die magische Marke von 100 Dollar pro kWh geknackt zu haben. Nicht zuletzt durch die geplante Produktion von E-Modellen in großer Stückzahl – allein vom ID.3 soll es bis Ende 2020 etwa 100.000 Stück geben – konnte VW besonders günstige Preise verhandeln. Das dürfte sich auch in den Anschaffungskosten für den Endverbraucher niederschlagen.

So groß wie ein VW Golf – innen und außen.

Auch wenn der VW ID.3 wie bereits erwähnt zur Kompaktklasse zählt und auch der Preis eher im unteren Bereich der Elektro-Liga spielt, muss er sich, was seine Außenmaße angeht, nicht verstecken. Und das im wortwörtlichen Sinne. Denn mit etwa 4,26 Meter Länge ist der ID.3 genauso groß wie ein aktueller Golf der siebten Generation. Zum Vergleich: Ein VW Polo kommt nur knapp über vier Meter. Noch beeindruckender ist ein Blick auf den Radstand, also den Abstand von Vorder- zu Hinterradachse. Denn dieser ist mit 2,77 Meter genauso lang wie der eines VW Passat. Auf dem Papier verspricht das eine hervorragende Straßenlage und Agilität des Autos. Der Innenraum des VW ID.3 glänzt ebenfalls durch hervorragende Werte: 385 Liter schluckt der Kofferraum – und ist damit exakt auf Golf-Niveau.

So groß, wie ein Golf: Der Volkswagen ID.3. © Volkswagen

Die Ausstattung: Head-up-Display und intelligente Sprachsteuerung.

Nicht nur beim Antrieb präsentiert sich der ID.3 auf dem neuesten Stand der Technik. Auch bei der Ausstattung, beim Thema Connectivity und Komfort gibt es einige interessante Hightech-Extras – die sich dann aber auch im Kaufpreis widerspiegeln. Eine Neuheit im Konzern ist das ID.Light genannte Lichtkonzept, das mit dem Fahrer visuell kommuniziert. Es ist mit der Sprachsteuerung und dem Navigationssystem gekoppelt und zeigt dir beispielsweise die Richtung an, lotst dich auf die richtige Spur oder warnt vor Gefahren und Kollisionen.

Wenn du noch mehr Infos in deinem Sichtfeld haben möchtest, kannst du dich für das Augmented Reality Head-up-Display entscheiden: Dabei werden alle wichtigen Informationen – von der erlaubten Geschwindigkeit über den aktuellen Liedtitel bis hin zur Navi-Karte – in der Frontscheibe eingeblendet, sodass du alles im Blick hast. Ein intelligenter Sprachassistent, induktives Laden in der Mittelkonsole sowie ein Panoramadach machen das Fahrzeug auf Wunsch zur hellen Kommandozentrale.

Da fast sämtliche Einstellungen über den Touchscreen in der Mittelkonsole oder per Sprachbefehl vorgenommen werden können, kommt der VW ID.3 mit einem Minimum an Bedienelementen aus. Das zeigt sich in einem sehr geräumigen und übersichtlichen Innenraumkonzept – sogar der Gangwahlhebel ist wie beim BMW i3  ans Lenkrad gewandert. Der neue Stromer aus Wolfsburg verfügt nicht nur über einen Spurhalteassistenten mit Emergency Assist sowie einen Spurwechselassistenten, auch eine Einparkautomatik kann dir das Leben erleichtern.

Das Interieur: Volkswagen ID.3 © Volkswagen

Fazit: Eine spannende neue Möglichkeit auf dem E-Auto-Markt.

Der VW ID.3 hat nicht nur die diesjährige IAA aufgemischt, er wird auch für ordentlich Bewegung auf dem E-Auto-Markt sorgen. Nicht zuletzt durch seinen Kampfpreis von unter 30.000 Euro und diverse technische Highlights, mit denen er ausgestattet werden kann. Wenn du also auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Elektroauto bist, solltest du hier genauer hinsehen. In die Serienproduktion geht das Fahrzeug ab November 2019, im Frühjahr 2020 wird es dann an die ersten Kunden ausgeliefert.

Titelbild © Volkswagen 2019

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