VW ID.3: Preis und Ausstattung.

Der VW ID.3 ist eines der spannendsten E-Autos 2020. Und das liegt nicht nur an seinem Preis. Auch im Bereich der Connectivity hat der neue Stromer von Volkswagen viel zu bieten. Zum Beispiel ein intelligentes Lichtkonzept, das mit dem Fahrer kommuniziert. Ob sich der Kauf des ID.3 lohnt, welche Varianten es gibt, was sie kosten und mit welchen Herausforderungen VW aktuell kämpft, erfährst du hier.

Bühne frei für den VW ID.3.

Er war einer der elektrischen Stars auf der IAA 2019 in Frankfurt: der ID.3 von Volkswagen. Denn der Stromer zeichnet sich nicht nur durch sein futuristisch-modernes Design aus – auch der vergleichsweise niedrige Einstiegspreis und die Ausstattung sind Argumente, die den ID.3 zu einem echten Konkurrenten bisheriger E-Autos in der Kompaktklasse machen. In Expertenkreisen wird er als wichtigste Neuvorstellung von VW innerhalb der letzten Jahre gehandelt. Ganz schön große Erwartungen an ein Auto der Kompaktklasse.

Preis und Reichweite: So viel musst du für einen ID.3 mindestens bezahlen.

Die harten Fakten zuerst: Der ID.3 ist im September 2020 in einer First Edition erschienen, die es in drei Ausführungen gibt. Alle drei Modelle verfügen über einen 58-kWh-Akku und sollen nach WLTP-Testverfahren auf eine Reichweite von bis zu 420 Kilometern kommen. Die Variante ID.3 First Plus trumpft darüber hinaus mit 19-Zoll- statt 18-Zoll-Rädern und zusätzlichen Extras wie LED-Matrix-Scheinwerfern, Zweifarblackierung innen und außen und einer Rückfahrkamera auf. Der ID.3 First Max hat sogar 20-Zoll-Räder und weitere Extras wie ein Soundpaket, ein Panoramadach oder auch eine Wärmepumpe für eine stabile Reichweite auch in der kalten Jahreszeit an Bord. Das Highlight der Max-Ausstattung dürfte allerdings das Augmented-Reality-Head-up-Display sein. Dieses projiziert neben Informationen zur Geschwindigkeit auf der Windschutzscheibe auch Aktionshinweise wie zum Beispiel Abbiegehinweise in Form blauer Pfeile optisch etwa 15 Meter vor das Auto.

Die zusätzliche Ausstattung macht sich aber natürlich auch im Preis des ID.3 bemerkbar: Während die Standard-Ausführung der First Edition mit knapp 39.000 Euro zu Buche schlägt, kommt die Plus-Ausführung auf knapp 46.000 Euro und die Max-Ausführung auf knapp 50.000 Euro. Damit ist zumindest die einfache Variante der First Edition des ID.3 voll förderungsfähig und Kaufinteressenten können noch einmal knapp 10.000 Euro vom offiziellen Kaufpreis abziehen. Diese Ersparnis setzt sich aus dem zuletzt erhöhten Umweltbonus und der reduzierten Mehrwertsteuer zusammen. Darüber hinaus spendiert Volkswagen den Strom fürs erste Jahr: Bis zu 2.000 kWh bzw. ein Ladeguthaben von bis zu 600 Euro lässt sich der Wolfsburger Konzern einen zusätzlichen Kaufanreiz kosten.

Später soll der ID.3 dann in weiteren Varianten zur Verfügung stehen. Das ursprünglich diskutierte Basis-Modell mit einer 45-kWh-Batterie, das ab 29.900 Euro angeboten werden sollte, findet sich mittlerweile nicht mehr auf der Übersichtsseite zum ID.3. Stattdessen werden mit dem ID.3 Pro Performance, dem Pro S, dem Life, dem Business, dem Family, dem Style, dem Tech, dem Max und dem Tour gleich neun unterschiedliche Varianten angeboten. Die Reichweite liegt dann – abhängig vom jeweiligen Modell – zwischen 416 und 542 Kilometern. Der Basispreis beginnt bei etwa 35.575 Euro für den Pro Performance. Abzüglich der aktuellen Umweltprämie und der reduzierten Mehrwertsteuer liegt der Einstiegspreis für den ID.3 nach der First Edition dann bei etwa 26.000 Euro. Unnötig zu erwähnen, dass es bei diesem Basispreis meist nicht bleiben wird. Denn ob Elektro-Auto oder Verbrenner: Die Liste zusätzlicher Features und Ausstattungs-Möglichkeiten gegen Aufpreis ist lang. Grund für den dennoch vergleichsweise günstigen Preis ist das Unterbieten der sogenannten „100-Dollar-Schwelle“ bei der Batterie-Technologie.

VW knackt als 1. Konzern die 100-Dollar-Schwelle bei Batterien.

Einer der größten Kostentreiber bei Elektrofahrzeugen ist die Batterie. Sie ist das teuerste Bauteil in den Autos und macht schätzungsweise ein Drittel der Gesamtkosten aus. In der Branche ist also ein Wettlauf um die besten Preise bei den Zuliefererbetrieben entbrannt, welche die Hersteller mit Batterien versorgen. Bislang gingen Fachleute davon aus, dass Tesla aufgrund der hohen Stückzahlen an E-Autos die besten Preise hat und etwa 111 Euro pro Kilowattstunde (kWh) zahlt. Nun scheint Volkswagen die magische Marke von 100 Dollar pro kWh geknackt zu haben. Nicht zuletzt durch die geplante Produktion von E-Modellen in großer Stückzahl – allein vom ID.3 soll es bis Ende 2020 etwa 100.000 Stück geben – konnte VW besonders günstige Preise verhandeln. Das dürfte sich auch in den Anschaffungskosten für den Endverbraucher niederschlagen.

So groß wie ein VW Golf – innen und außen.

Auch wenn der VW ID.3 wie bereits erwähnt zur Kompaktklasse zählt und auch der Preis eher im unteren Bereich der Elektro-Liga spielt, muss er sich, was seine Außenmaße angeht, nicht verstecken. Und das im wortwörtlichen Sinne. Denn mit etwa 4,26 Meter Länge ist der ID.3 genauso groß wie ein aktueller Golf der siebten Generation. Zum Vergleich: Ein VW Polo kommt nur knapp über vier Meter. Noch beeindruckender ist ein Blick auf den Radstand, also den Abstand von Vorder- zu Hinterradachse. Denn dieser ist mit 2,77 Meter genauso lang wie der eines VW Passat. Auf dem Papier verspricht das eine hervorragende Straßenlage und Agilität des Autos. Der Innenraum des VW ID.3 glänzt ebenfalls durch hervorragende Werte: 385 Liter schluckt der Kofferraum – und ist damit exakt auf Golf-Niveau.

So groß wie ein Golf: Der Volkswagen ID.3. (© Volkswagen)

Die Ausstattung: Head-up-Display und intelligente Sprachsteuerung.

Nicht nur beim Antrieb präsentiert sich der ID.3 auf dem neuesten Stand der Technik. Auch bei der Ausstattung, beim Thema Connectivity und Komfort gibt es einige interessante Hightech-Extras – die sich dann aber auch im Kaufpreis widerspiegeln. Eine Neuheit im Konzern ist das ID.Light genannte Lichtkonzept, das mit dem Fahrer visuell kommuniziert. Es ist mit der Sprachsteuerung und dem Navigationssystem gekoppelt und zeigt dir beispielsweise die Richtung an, lotst dich auf die richtige Spur oder warnt vor Gefahren und Kollisionen.

Wenn du noch mehr Infos in deinem Sichtfeld haben möchtest, kannst du dich für das bereits oben erwähnte Augmented Reality Head-up-Display entscheiden: Dabei werden alle wichtigen Informationen – von der erlaubten Geschwindigkeit über den aktuellen Liedtitel bis hin zur Navi-Karte – in der Frontscheibe eingeblendet, sodass du alles im Blick hast. Ein intelligenter Sprachassistent, induktives Laden in der Mittelkonsole sowie ein Panoramadach machen das Fahrzeug auf Wunsch zur hellen Kommandozentrale.

Da fast sämtliche Einstellungen über den Touchscreen in der Mittelkonsole oder per Sprachbefehl vorgenommen werden können, kommt der VW ID.3 mit einem Minimum an Bedienelementen aus. Das zeigt sich in einem sehr geräumigen und übersichtlichen Innenraumkonzept – sogar der Gangwahlhebel ist wie beim BMW i3  ans Lenkrad gewandert. Der neue Stromer aus Wolfsburg verfügt nicht nur über einen Spurhalteassistenten mit Emergency Assist sowie einen Spurwechselassistenten, auch eine Einparkautomatik kann dir das Leben erleichtern.

Allerdings sind diese Sicherheitssysteme nicht serienmäßig und müssen gegen Aufpreis nachgerüstet werden.

Während sich Hard- und Software auf dem aktuellen Stand der Technik präsentieren, wundern sich erste Tester vor allem über die Materialauswahl des ID.3 im Innenraum. Oberflächen aus Plastik, lieblos vernähte Stoffbezüge und eine asymmetrisch versetzte Frontscheibe stoßen zum Beispiel den Experten von autobild.de sauer auf. Dafür überzeugt der ID.3 bei ersten Ausfahrten mit einem überaus positiven Fahreindruck, guten Bremswerten und einer spritzigen Beschleunigung.

Das Interieur: Volkswagen ID.3 (© Volkswagen)

E-Auto ohne fertiggestellte Software.

Ob VW sein Ziel erreicht, bis Ende 2020 100.000 ID.3-Modelle fertigzustellen, ist aktuell nicht allein aufgrund der Coronavirus-Krise fraglich. Wie zum Beispiel das Handelsblatt schreibt, hatte der Wolfsburger Konzern bei seinem Vorzeige-Elektroauto mit Software-Problemen zu kämpfen. Auch wenn VW die anfänglichen Schwierigkeiten mit der Software mittlerweile in den Begriff bekommen hat, wird der ID.3 aktuell noch nicht ganz fertig ausgeliefert.

Neben der uneingeschränkten Smartphone-Integration stehen auch der Einpark-Assistent und die Augmented Reality im Head-up-Display noch nicht von Werk aus zur Verfügung. Diese Funktionen sollen Erstkunden dann später beim Händler nachrüsten lassen können, wie unter anderem der ADAC schreibt. Software-Updates sollen zu einem späteren Zeitpunkt dann aber auch über eine Mobilfunkverbindung „over the air“ aufgespielt werden können.

Fazit: Eine spannende neue Möglichkeit auf dem E-Auto-Markt.

Der VW ID.3 wird für ordentlich Bewegung auf dem E-Auto-Markt sorgen. Nicht zuletzt durch seinen Kampfpreis von unter 30.000 Euro (nach Abzug des Umweltbonus) und diverse technische Highlights, mit denen er ausgestattet werden kann. Wenn du also auf der Suche nach einem zukunftsfähigen Elektroauto bist, solltest du hier genauer hinsehen. Welche weiteren E-Autos von Volkswagen du außerdem im Hinterkopf behalten solltest, haben wir an anderer Stelle für dich zusammengefasst.

Titelbild © Volkswagen 2019

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