Warum treffen sich Pinguine und Eisbären nie?

Obwohl Pinguine wie auch Eisbären in Eis und Schnee leben, treffen sie in der Natur niemals aufeinander. Warum das so ist, erfährst du hier.

Der Nordpol und der Südpol.

Der Nordpol ist der nördlichste Punkt der Erde und der Südpol der südlichste. Wenn man eine riesige Stange genau in der Mitte durch die Erdkugel stecken würde, wäre das die Erdachse. Um diese Achse dreht sich unsere Erde. Da wo die Erdachse im Norden aus der Erde herausgucken würde, liegt der Nordpol. Das Gebiet um den Nordpol nennt man Arktis, dort wohnen die Eisbären. Und genau gegenüber liegt der Südpol. Das Gebiet um den Südpol herum nennt man Antarktis, hier ist die Heimat der Pinguine. Zwischen dem Nordpol und dem Südpol liegen ungefähr 20.000 Kilometer – das ist viel zu weit, als dass sich Eisbären aus dem Norden und Pinguine aus dem Süden treffen könnten.

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Eiskalt: die Polregionen.

In beiden Polregionen ist es das ganze Jahr lang sehr kalt. Schnee und Eis schmelzen nie ganz. Am Nordpol liegt die Durchschnittstemperatur bei minus 15 bis minus 20 Grad. Am Südpol ist es sogar noch kälter: Hier ist es im Durchschnitt minus 35 bis minus 40 Grad kalt.

Besonders ungemütlich ist es in den Polregionen im Winter. Denn dann ist es nicht nur eiskalt, sondern auch stockdunkel. Wegen der Neigung der Erdachse werden die Pole ein halbes Jahr lang gar nicht von der Sonne angestrahlt. Im Sommer dagegen geht die Sonne nicht unter und es ist sechs Monate lang hell. Warm wird es aber auch im Polarsommer weder im Nordpolargebiet noch im Südpolargebiet.

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Wo die Eisbären wohnen: die Arktis.

Der Nordpol ist der nördlichste Punkt der Erde. Tatsächlich ist die Region um den Nordpol herum eine große Insel, die komplett aus Eis besteht. Der Nordpol sowie die Meere und das Festland, welche den Nordpol umgeben, werden Arktis genannt. Zur Arktis gehört also auch das Nordpolarmeer und Teile der Länder Russland, Alaska, Kanada, Skandinaviens, Island und die Insel Grönland. Auch sie sind fast das ganze Jahr mit einer Eisschicht überzogen. Arktis bedeutet „Land unter dem Sternbild des Großen Bären“. Denn genau dort liegen der Nordpol und die Arktis.

Die Tiere in der Arktis.

Obwohl es in der Arktis immer kalt ist, leben hier dennoch viele Tiere und sogar Menschen. Die Menschen heißen Inuit. Sie haben sich an das Leben in der Kälte angepasst und Jahrtausende lang ohne technische Hilfsmittel in Schnee und Eis überlebt. Sie jagten Robben und Wale und machten sich aus Fellen warme Kleidung. Von ihren Häusern aus Schneeblöcken, den Iglus, hast du sicher schon gehört.

Ein Haus aus Eis und Schnee: Das Iglu.

Viele Säugetiere leben in der Arktis im Meer. Die größten sind die Wale. Robben schwimmen schnell durchs Eismeer und kommen zum Schlafen und zum Sonnen aufs Eis. Auch die dicken Walrosse mit ihren großen Stoßzähnen leben in der Arktis. Genau wie die Robben schwimmen sie geschickt im Meer und ruhen sich auf dem Eis aus.

Die großen Jäger: Eisbären.

Die großen Eisbären leben auf dem Eis. Erwachsene Männchen können über zwei Meter groß werden und wiegen durchschnittlich 400 bis 600 Kilogramm. Eisbärweibchen sind zwar etwas kleiner – aber immer noch viel größer als wir Menschen. Eisbären gehören zu den größten an Land lebenden Fleischfressern weltweit. Sie jagen Robben und manchmal auch Walrosse und Wale. Obwohl Eisbären sehr gute Schwimmer sind, erwischen sie die schnellen Robben im Wasser nicht. Sie jagen sie lieber auf dem Eis, denn da sind sie auf ihren vier Pfoten im Vorteil.

Diese Eisbärmutter hat es sich mit ihren Jungen im Schnee gemütlich gemacht.

Schwarze Haut – dickes Fell.

Damit sie die Kälte in der Arktis aushalten können, haben Eisbären ein dichtes Fell. Zusätzlich schützt sie eine dicke Fettschicht unter der Haut vor der Kälte. Das Fell der Eisbären sieht durch die Reflexion des Sonnenlichts weiß aus. Es hat gar keine Farbpigmente. So kann es die Wärme der Sonnenstrahlen direkt auf die Haut leiten. Die Haut der Eisbären ist tiefschwarz und kann so viel Wärme speichern. Bis auf die Nasenspitze und die Fußballen bedeckt das Eisbärenfell den gesamten Körper. Mit ihrem besonders warmen Fell, der schwarzen Haut und ihrer bis zu zehn Zentimeter dicken Speckschicht sind Eisbären gut gegen die Kälte in der Arktis geschützt.

Wo die Pinguine wohnen: die Antarktis.

Der südlichste Punkt der Erde ist der Südpol. Hier ist es noch viel kälter als am Nordpol. Die Südpolregion ist keine riesige Eisinsel wie um den Nordpol herum, sondern ein eigener Kontinent. Er heißt Antarktika. Das Land von Antarktika ist immer komplett von Eis bedeckt. Bis zu 4.500 Meter hoch ragen die Gletscher in den Himmel. Manche Eisberge sind so hoch wie unsere Alpen. Antarktika ist der kälteste, windigste und trockenste Kontinent der Erde. Kein Wunder, dass hier fast keine Menschen wohnen. Es gibt aber einige Forschungsstationen, in denen Wissenschaftler aus vielen Nationen den eiskalten Kontinent erforschen.

Pinguine in der Antarktis

Tiere in der Antarktis.

Ansonsten gehört die Antarktis den Fischen, Walen, Robben und natürlich den Pinguinen, die sich hier trotz der extremen Kälte wohlfühlen. Sie leben an den Küsten und schwimmen und jagen im Meer. Pinguine sind wirklich komische Vögel. Sie können nicht fliegen, aber sie sind flinke Schwimmer und großartige Taucher. Bis zu 100 Meter tief können sie nach Fischen tauchen, die ihr Lieblingsessen sind. Zum Schlafen und um sich um ihre Jungen zu kümmern kommen die Pinguine aufs Eis.

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