Was ist dran am Hype? Neue E-Auto Start-ups aus den USA.

Die Präsentation des Tesla Cybertrucks war eines der spektakulärsten Events des E-Auto-Jahres 2019 – trotz einiger Pannen. Doch Tesla ist am Markt keineswegs allein: Im Windschatten von Elon Musks Unternehmen strömen immer mehr spannende Start-ups aus den USA auf den Markt für E-Mobilität. Was ist dran am Hype um die amerikanischen Stromer? Wir stellen einige der innovativsten E-Autos aus den USA vor.

BOLLINGER MOTORS – starke Elektro-Offroad-Autos aus den USA.

Das 2014 gegründete Start-up BOLLINGER MOTORS aus den USA wird ab 2020 elektronische Offroad-E-Autos in Serie fertigen. Sowohl der Hardcore-Geländewagen B1 als auch der Pick-up-Truck B2 – mit einem Einstiegspreis von 125.000 US-Dollar – haben eine Batteriekapazität von 120 kWh und 320 km Reichweite. An einer DC-Schnellladesäule ist die Batterie in 75 Minuten aufgeladen. Der E-Antrieb ist mit zwei Motoren, die über ein Zweiganggetriebe alle vier Räder antreiben und insgesamt 458 kW Leistung bringen, nicht sonderlich sparsam; dafür punkten die Bollinger-Modelle mit zünftigem Offroad-Auftritt. Die E-Autos aus den USA kommen mit einer Bodenfreiheit von 38 cm und einer Unterbodenverkleidung aus einer Carbon-Kevlar-Mischung. Türen und Windschutzscheibe können für den Offroad-Betrieb demontiert werden; alle Teile des Innenraums halten einer Wattiefe von 91,4 cm stand.

In puncto Komfort und Sicherheit geht Bollinger den sparsamen Weg: Dämmungen oder Verkleidungen fehlen ebenso wie Sicherheits- und Assistenzsysteme. Dafür sind die US-amerikanischen E-Autos serienmäßig mit Klimaanlage und Bluetooth-Konnektivität ausgerüstet.

Die Auslieferung der beiden Modelle soll 2021 beginnen, Reservierungen sind gegen eine Anzahlung möglich.

CANOO – futuristisches Elektro-Auto im Monatsabo.

CANOO setzt gänzlich neue Akzente in der E-Mobilität. Das Start-up aus den USA plant für seine E-Autos ein monatlich kündbares Abo-Modell, das Versicherung, Registrierung, Wartung und Strom umfasst. So soll E-Mobilität erschwinglich werden. Der Marktstart der E-Autos von CANOO wird in den USA für 2021 erwartet. Das wäre bemerkenswert – das Unternehmen wurde schließlich erst 2017 gegründet.

Ihr erstes E-Auto-Modell wirkt mit seiner kugeligen Form und einer Höhe von 1,84 m wie ein Kleinbus – obwohl es mit 4,4 m x 1,9 m die Abmessungen eines Kleinwagens hat. Bis zu sieben Insassen thronen über der Straße; die breit verglaste Frontpartie macht Parksensoren überflüssig. Der Motor liefert 300 PS bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Die Batterie ermöglicht eine Reichweite von rund 400 km und sie wird innerhalb von 30 Minuten zu 80 % aufgeladen. Autonomes Fahren ist bis „Level 2 plus“ möglich.

RIVIAN: Konkurrenz für Teslas Cybertruck.

Bereits im Jahr 2018 stellte das US-Unternehmen RIVIAN zwei E-Auto-Modelle vor. Der Pick-up R1T und der SUV R1S sollen stark aussehende High-End-Geländefahrzeuge ohne den postapokalyptischen Anstrich des Tesla Cybertrucks werden.

Dafür arbeitet RIVIAN mit einem Skateboard-Chassis – Akku, Federung und Bremssystem sitzen in einem Modul unterhalb der Radhöhe und verbessern das Handling des Fahrzeugs. Bonus: Die Skateboard-Technik kann auch an andere Hersteller verkauft werden. So möchte beispielsweise der US-Hersteller Ford seine E-Auto-Plattform mit RIVIAN-Technik ausstatten. Außerdem setzt Amazon 100.000 RIVIAN-Autos als Lieferwagen ein. Die ersten Serienteile des Rivian R1T sind bereits in Produktion.

Besonders spektakulär: Jeweils ein Motor des R1T treibt ein Rad an, damit wendet der Pick-up auf der Stelle. Neben diesem Wendemanöver ist auch das Ladevolumen des E-Autos aus den USA beeindruckend: 330 Liter passen unter die Haube, bis zu 800 kg Gepäck auf die Ladefläche und weitere 350 Liter hinter die zweite Sitzreihe. Das Akku-Pack gibt es in drei Größen, bis zu 600 km Reichweite sind drin. Das amerikanische E-Auto bietet außerdem eine komplette Küche und einen Zeltaufbau für die Pritsche: Elektro-Camping mit 800 PS. Dafür sind stolze 60.000 US-Dollar fällig. Die Serienfertigung startet 2020.

ATLIS: Amerikanischer Elektro-Pick-up mit eigener Ladesäule.

Das 2016 gegründete US-amerikanische Start-up ATLIS MOTOR VEHICLES stellt seine E-Autos als Elektro-Pick-ups vor. Das Erstlingsmodell Atlis XT soll im Jahr 2020 zu Einstiegspreisen ab 40.000 Euro auf den Markt kommen. Es kann bereits reserviert werden.

Abgesehen von der futuristischen Front wirkt das E-Auto in Form eines Kleinlasters wie ein klassischer amerikanischer Pick-up. Die vier Motoren beschleunigen das Fahrzeug in 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h; maximal 193 km/h sind möglich. Mittels eines nachträglichen Software-Updates soll der XT bis zum autonomen Fahren auf Level 5 aufgerüstet werden können.

Es ist geplant, dass gegen eine jährliche Einmalzahlung vollständige Ladevorgänge in 15 Minuten an einer von Atlis eigens entwickelten Schnellladesäule durchführbar sind. Auch für dieses E-Auto ist ein Abo-Modell angedacht: Der monatliche Betrag liegt bei rund 700 US-Dollar; enthalten sind Strom, Wartung und Versicherung sowie regelmäßig ein neues XT-Modell. Langfristig will Atlis ein eigenes Servicenetz aufbauen.

E-Autos: Besser als ihr Ruf!

Du bist dir nicht sicher, ob sich der Kauf eines E-Autos aus den USA für dich lohnt? Mit den Vorurteilen über E-Autos haben wir bereits ordentlich aufgeräumt: Erfahre hier, warum E-Autos tatsächlich sparsamer und sicherer sind, als gemeinhin angenommen wird.

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