Was ist zu tun, wenn wir im Fahrstuhl stecken bleiben?

Es gibt so einige unangenehme Situationen im Alltag, auf die man gut verzichten kann. In einem Fahrstuhl stecken bleiben, ist eine davon. Viele Menschen sind ziemlich lauffaul. Vor allem bei Treppen. Wenn also ein Fahrstuhl in der Nähe ist, nutzen sie ihn. Aber mit einem komischen Gefühl. Denn wer ist schon Freund von kleinen, engen Räumen, gerade wenn sich dort mehrere oder zu viele Personen aufhalten? Es gibt einige Gründe warum ein Fahrstuhl nicht weiter fährt und stecken bleiben kann, zum Beispiel technische Probleme, Wartungsmängel, Feuer, Überladung oder Stromausfall. Falls man also mal in diese unangenehmen Situation kommen sollte, braucht man aber keine Angst zu haben. Denn eigentlich kann nichts passieren.

Anleitung: Im Fahrstuhl stecken bleiben.

Die Aufzugsverordnung regelt, dass jeder Aufzug ein elektronisches Notrufsystem haben muss, das mit einer ständig besetzten Notrufzentrale verbunden ist. Innerhalb von 30 Minuten sollte der Notdienstmonteur vor Ort sein. Natürlich ist das die Theorie und in der Praxis sieht das meist anders aus. Deshalb ist die erste Regel, wenn wir im Fahrstuhl stecken bleiben:

Ruhe bewahren.

Der Fahrstuhl bleibt einfach stehen. Du weißt nicht warum und schon kommt dieses komische Gefühl in dir auf. Eine Spur von Panik macht sich breit. Jetzt heißt es – ruhig bleiben. Atme langsam und tief ein und aus. Falls jemand anderes im Aufzug sofort Panik bekommt, versuche ihn zu beruhigen. Fragen nach dem Beruf oder der Familie können hilfreich sein. Hauptsache Ablenkung.

Nochmal den Knopf drücken.

Wähle eines der unteren Stockwerke an und warte. Nicht wie wild alle Tasten rauf und runter drücken. In vielen Fällen bewegt sich der Fahrstuhl wieder nach unten und du kannst aussteigen. Trotzdem solltest du dem Notruf diesen Vorfall melden.

Notruf-Taste drücken.

Wenn der Fahrstuhl weiterhin nicht reagiert, drücke die Notruf-Taste. Sie ist in jedem Aufzug durch ein Klingel-Symbol gekennzeichnet. Manchmal stehen Anweisungen daneben, wie lange die Taste betätigt werden muss. Am anderen Ende meldet sich entweder eine Notrufzentrale, in manchen Fällen ist aber auch der Alarm mit dem jeweiligen Gebäudemanagement verbunden. Ist über diese Taste niemand zu erreichen und du hast dein Smartphone dabei, rufe die Feuerwehr -112 oder die Polizei-110 an. Und mache durch Klopfen und Rufen auf dich aufmerksam. Vielleicht wirst du gehört und jemand holt Hilfe.

Nicht rausklettern.

Öffnen auf keinen Fall die Notausstiegsklappe und klettere nicht heraus. Es sei denn, du wirst vom Notdienstmonteur dazu aufgefordert.

Das sind die wichtigsten Dinge, um heil wieder aus solch einer verzwickten Situation zu kommen. Des Weiteren ist ein verbreiteter Gedanke, dass man im Fahrstuhl ersticken könnte. Hier gibt der TÜV Entwarnung: Das könne in keinem Fall geschehen. Alleine durch den Aufzugsschacht sei immer für eine ausreichende Belüftung gesorgt. Vielleicht wird es etwas warm, aber du wirst nicht ersticken. Ebenso kann ein Fahrstuhl nicht abstürzen, nur weil er nicht mehr weiter fährt. Er hängt gleich an mehreren Seilen. Und selbst wenn alle diese Seile reißen würden, lösen Geschwindigkeitsbegrenzer Fangvorrichtungen aus.

Wie auch immer, man sollte sowieso öfter den Schweinehund überwinden und die Treppe benutzen. Ist gesünder und schont die Nerven.

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