Junger Mann sitzt lächelnd am Handy, mit den Füßen auf der Heizung

Wärmepumpe Förderung: Dein Zuschuss wartet.

Heizung tauschen und eine hohe Förderung plus Boni erhalten? Wir zeigen dir, wie du 2026 das Maximum für deine neue Wärmepumpe bekommst.

Bis zu 70 % Förderung vom Staat machen den Umstieg auf eine Wärmepumpe auch 2026 besonders günstig. Das sind bis zu 21.000 € Zuschuss! So heizt du nicht nur klimafreundlich, sondern sparst auch langfristig Geld. Wie lange die Förderung noch verfügbar ist? Aktuell sollen sich die Förderregeln offenbar nicht verändern. Warum du dennoch schnell sein und die Gelegenheit nutzen solltest, erfährst du hier.

Datum: 18. Dezember 2025 | Lesezeit: 7 Minuten

Die Förderung für Wärmepumpen 2026.

Im Zentrum der Wärmewende steht eine Technologie, die so einfach wie genial ist: die Wärmepumpe. Sie nutzt kostenlose Energie aus der Umgebung – wie Luft, Erdreich oder Grundwasser, um dein Zuhause effizient und zuverlässig zu heizen. Das macht sie nicht nur sehr umweltfreundlich, sondern auch unabhängig von den Preisschwankungen auf dem Energiemarkt.

Für die meisten Haushalte ist längst klar: Die Wärmepumpe ist die Heizung der Wahl. Die Zahlen bestätigen das: Die Wärmepumpe ist laut Bundesverband Wärmepumpe e.V. in der ersten Jahreshälfte 2025 zum ersten Mal das meistverkaufte Heizsystem in Deutschland – etwa 139.000 Geräte wurden verkauft. Sie verweist damit die Gasheizung auf Platz 2. Wow! Und: Im ersten Halbjahr 2025 gab es etwa dreimal so viele Förderanträge wie im Vorjahreszeitraum.

Wer jetzt die Weichen für die Zukunft stellt, heizt nicht nur umweltfreundlicher und günstiger, sondern sichert sich auch hohe staatliche Zuschüsse. Um diesen wichtigen Schritt zu erleichtern, hat die Bundesregierung ein starkes Anreizsystem geschaffen: die "Bundesförderung für effiziente Gebäude" (BEG). Dieses Programm bündelt unter anderem staatliche Zuschüsse für den Einbau einer klimafreundlichen Heizung und für weitere energetische Sanierungsmaßnahmen.


Wer die direkten Zuschüsse für den Heizungstausch auszahlt? Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das Ziel ist klar: Verbraucher:innen sollen finanziell dabei unterstützt werden, ihre alte, ineffiziente Heizung z.B. durch eine moderne Wärmepumpen auszutauschen. Das funktioniert nach einem Baukasten-System: Es setzt sich aus einer Grundförderung und verschiedenen, clever kombinierbaren Boni zusammen. So kannst du unter den richtigen Voraussetzungen bis zu 70 % der Investitionskosten als direkten Zuschuss erhalten.

Daneben gibt es noch weitere Förderungen und Kredite: Im Neubau zählt zum Beispiel nicht die BEG-Förderung, sondern das Förderprogramm "Klimafreundlicher Neubau" (KfN). Außerdem: Kannst du mithilfe von zinsgünstigen Ergänzungskrediten der KfW dein Sanierungsprojekt ganz oder teilweise finanzieren.

Illustration einer Katze, die auf einer Wärmepumpe liegt

Checkliste: Welche Voraussetzungen gelten?

Wichtig: Bei der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ wird nicht jede Wärmepumpe gefördert, sondern nur, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Deswegen musst du sicherstellen, dass dein Gerät die technischen Anforderungen der BEG erfüllt. Der Staat knüpft die hohen Zuschüsse an klare Bedingungen, die Effizienz, Lärmschutz und eine fachgerechte Installation sicherstellen sollen.

So hoch ist die Wärmepumpen-Förderung.

Der Zuschuss für die Wärmepumpe durch die KfW beträgt bis zu 70 % und maximal 21.000 , denn nur 30.000 € deiner Investition sind förderfähig. Die Heizungsförderung ist wie ein Baukastensystem aufgebaut: Es gibt eine solide Basis, die fast jeder erhält, und darauf aufbauend mehrere Bonus-Bausteine. Diese kannst du je nach deiner persönlichen Situation zusätzlich nutzen.

Das Ziel: die Förderung möglichst fair zu gestalten. Wer schnell handelt, ein geringeres Einkommen hat oder besonders effizient saniert, wird extra belohnt. Im Folgenden schlüsseln wir die einzelnen Bausteine für dich auf:

Baukasten Elemente

Eigen­tümer:­innen

Vermie­ter:­innen

Grund­förderung

30 %

30 %

Klima­geschwin­dig­keits-­Bonus

20 %

nicht nutzbar für Vermie­ter:innen

Einkommens-­Bonus

30 %

nicht nutzbar für Vermie­ter:innen

Effizienz-­Bonus

5 %

5 %

Maximale Förderung

70 %

35 %

Die Heizungs-Förderung für Vermieter:innen.

Vermieter:innen können die Grundförderung von 30 % und zusätzlich den Effizienz-Bonus mit 5 % beantragen. Die maximale Förderung liegt also bei 35 %. Die förderfähigen Investitionskosten hängen von der Anzahl der Wohnungen ab:

  • 30.000 € für ein Einfamilienhaus oder die erste Wohnung im Mehrfamilienhaus

  • Zusätzlich je 15.000 € pro Wohnung für die zweite bis zur sechsten Wohnung

  • Ab der siebten Wohnung gibt's 8.000 € Förderung pro Wohnung obendrauf.

Was für Wohneigentümer-Gemeinschaften gilt.

Illustration einer Großstadt wie New York mit Central Park

In einer Wohneigentümer-Gemeinschaft – kurz WEG – unterscheidet das Gesetz, ob die Heizung zum Gemeinschafts- oder zum Sondereigentum gehört.

  • Zentralheizung (Gemeinschaftseigentum): Wird die gemeinsame Heizung getauscht, stellt die WEG oder die Hausverwaltung den Antrag. Die Förderung richtet sich nach der Anzahl der Wohnungen im Haus. Die WEG erhält dann die Grundförderung von 30 % und gegebenenfalls den Effizienz-Bonus von 5 %.

  • Gasetagenheizung (Sondereigentum): Hast du eine eigene Heiztherme in deiner Wohnung, bist du selbst antragsberechtigt. Du kannst den Antrag für deine einzelne Maßnahme stellen. Und wenn du selbst dort wohnst, auch den Klimageschwindigkeits- und den Einkommens-Bonus für dich beanspruchen.

Tschakka – so holst du dir die Förderung.

Du kannst den Zuschuss bei der KfW-Bank komplett online beantragen. Wichtig zu wissen: Die Summe wird erst ausgezahlt, wenn das Vorhaben abgeschlossen ist. Du musst also in Vorkasse gehen. Alle Infos rund um die Beantragung der Wärmepumpen-Förderung findest du auf der Webseite der KfW-Bank. Das sind die wichtigsten Schritte:

  1. Angebot holen und Fachunternehmen beauftragen.

  2. Bestätigung zum Förderantrag erstellen lassen.

  3. Vertrag über Lieferung und Einbau abschließen.

  4. Bei der KfW registrieren und Zuschuss beantragen.

  5. Heizung innerhalb von 36 Monaten installieren.

  6. Nachweis einreichen und Zuschuss erhalten.

Lachendes junges Paar sitzt zuhause am Laptop und informiert sich online

Weitere Fördermöglichkeiten gibt's hier.

Neben der Bundesförderung für Wärmepumpen gibt es auch noch andere Möglichkeiten, um bei der Anschaffung einer Wärmepumpe bares Geld zu sparen.

Die Förderprogramme der Bundesländer.

Die Bundesländer in Deutschland bieten verschiedene Förderprogramme für den Umstieg auf Wärmepumpen an, jedes mit seinen eigenen, spannenden Vorteilen. Hier findest du alles, was du wissen musst, um von den speziellen Programmen zu profitieren und deinen Heizungstausch richtig durchzuziehen:

  1. Berlin.
    Das Förderprogramm in
    Berlin gilt für Heizungsanlagen, die mindestens 10 Jahre alt sind. Der Zuschuss beträgt bis zu 25 % und 15.000 € je Wohneinheit. Der Antrag muss vor Vertragsabschluss mit der Fachfirma gestellt werden. Die Antragstellung ist derzeit pausiert, da das Programm aktualisiert wird.

  2. Hamburg.
    Die Förderung in
    Hamburg kann nur erfolgen, wenn keine KfW-Förderung genutzt wird. Es gibt die Wahl zwischen einem Zuschuss oder einem zinsgünstigen Kredit. Der Zuschuss beträgt maximal 20 % der förderfähigen Kosten, jedoch höchstens 9.000 €. Der Antrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

  3. Nordrhein-Westfalen.
    Die
    NRW Förderung unterstützt die Nutzung oberflächennaher Geothermie in Verbindung mit einer Wärmepumpe. Bezuschusst werden Bohrungen für Erdwärmesonden oder die Verlegung von Erdwärmekollektoren. Der maximale Zuschuss liegt bei 12.000 € für bestehende Gebäude.

  4. Rheinland-Pfalz.
    Der Kredit von 100.000 € für einen 4-Personen-Haushalt (jede weitere Person +5.000 €) in
    Rheinland-Pfalz kann für den Einbau einer klimafreundlichen Heizungsanlage oder für den Umbau zu barrierefreiem Wohnen genutzt werden. Bei niedrigem Einkommen sind Tilgungszuschüsse von bis zu 25 % möglich.

  5. Saarland.
    Der Kredit im
    Saarland finanziert bis zu 85 % der förderfähigen Kosten mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren und einem Zinssatz von 1 %. Dein Haus darf maximal 180 m² groß sein und muss selbst bewohnt werden. Außerdem musst du die nächsten 10 Jahre weiterhin dort wohnen, um die Förderung zu nutzen.

  6. Sachsen.
    Das Programm bietet ein Darlehen mit niedrigem Zinssatz für Häuser in
    Sachsen mit bis zu 4 Wohnungen, von denen eine selbst bewohnt wird. Du kannst mindestens 20.000 € leihen, mit einer Laufzeit bis zu 35 Jahren. Eine Kombi mit anderen Fördermitteln ist möglich, solange keine Überkompensation erfolgt.

Die Zukunft der Wärmepumpen-Förderung.

Die Diskussion der aktuellen Regierung um das Heizungsgesetz führt bei vielen Verbraucher:innen erneut zu großer Verunsicherung. Wie verlässlich ist die staatliche Förderung und lohnt es sich, jetzt zu handeln oder besser abzuwarten? Es wurde zwar im Koalitionsvertrag festgehalten, dass die Sanierungs- und Heizungsförderung bestehen bleiben soll. Aber: Es ist unklar, wie genau das Ganze aussehen soll. Denn im Vertrag steht auch das Ziel der Bundesregierung, das Heizungsgesetz abzuschaffen.

Die Verunsicherung darüber stellt sowohl Unternehmen als auch Verbraucher:innen vor große Herausforderungen – es wird schnellstmögliche Klarheit gefordert. Im Interview mit der ARD rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz: „Klar kann man jetzt zocken und warten, was die Politik beschließt. Aber wer wirklich über eine Wärmepumpe nachdenkt, dem raten wir jetzt zur Entscheidung. Mehr Förderung wird es wohl nicht geben.

Wir meinen: Wer ernsthaft über den Einbau einer Wärmepumpe nachdenkt, sollte die Entscheidung unter den aktuell bekannten, sehr guten Förderbedingungen treffen. Good News: Sobald dein Förderantrag bei der KfW genehmigt wurde, hast du 36 Monate Zeit, die Maßnahme umzusetzen. Du sicherst dir also die heutigen Konditionen für einen langen Zeitraum. Preise für die Geräte selbst könnten laut Expert:innen in Zukunft fallen. Allerdings ist fraglich, ob eine mögliche Preissenkung die eventuelle Reduzierung der Förderung ausgleichen kann.

Fröhliche Frau mit grünem Handy streckt den Arm nach oben - eine Küche ist im Hintergrund

Fazit: Der Umstieg auf Wärmepumpen lohnt!

Du überlegst, deine alte Heizung rauszuschmeißen und auf eine Wärmepumpe umzusteigen? Perfekt! Zugegeben, die vielen Bedingungen und Zahlen können auf den ersten Blick abschreckend wirken. Doch hinter dem Förderdschungel verbirgt sich eine große Chance für dich. Denn: Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist eine bewusste Entscheidung für Unabhängigkeit, Wertsteigerung und einen spürbaren Beitrag zum Klimaschutz.

Selten gibt es so viel Förderung und die Botschaft ist klar: Wer jetzt handelt, wird großzügig unterstützt. Die Förderung von bis zu 70 % ist nicht nur ein Zuschuss – sie ist ein klares Signal, dass die Zukunft des Heizens erneuerbar ist. Das sind bis zu 21.000 €, die deine Investition extrem erleichtern! Mit diesem finanziellen Rückenwind wird eine Technologie erschwinglich, die dich vor den unberechenbaren Preissprüngen bei Öl und Gas schützen. Und zusammen mit einer PV-Anlage heizt du noch günstiger.

Gerade mit Blick auf die ungewisse politische Zukunft für die Förderlandschaft ist diese Gelegenheit vielleicht zeitlich begrenzt. Die Investition erfordert Mut und Planung, aber sie zahlt sich doppelt aus: für deinen Geldbeutel und für unsere Umwelt.

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