Mit einer Solaranlage eigenen Strom zu produzieren, ist weder kompliziert noch aufwändig. Es kommt wie so oft auf die Details an. Wenn Sie also eine Photovoltaikanlage planen, müssen Sie einige wichtige Entscheidungen treffen. Voreilige Schritte können schnell das ganze Projekt gefährden. Von der Bestandsaufnahme des Standortes bis zur Installation der Module – wer die wichtigsten Schritte berücksichtigt, kann sich auf ertragreiche Jahre freuen. Und das Beste: Mit all den Entscheidungen sind Sie nicht allein. Yello Solar unterstützt Sie bei der passgenauen Planung und Errichtung Ihrer Anlage.

Berechnen Sie die monatlichen Kosten für eine Solaranlage zur Pacht mit wenigen Klicks.

Schritt 1: Überprüfen Sie Ihr Hausdach.

Bevor Sie Ihre Solaranlage konkret planen, sollten Sie im ersten Schritt überprüfen, ob Ihr Dach überhaupt für eine Anlage geeignet ist. Fünf Faktoren sind dabei besonders entscheidend: Statik, Ausrichtung, Neigung, Alter und Materialbeschaffenheit Ihres Daches.

Was muss bei der Statik beachtet werden?

Eine Solaranlage stellt für das Gebäude zunächst immer eine zusätzliche Belastung dar. Neben Wind- und Schneelasten muss es schließlich auch das Gewicht der Module tragen können. Bei einem Schrägdach sind das meist 15 bis 25 kg/m². Als Schrägdächer werden alle Dächer mit einer Neigung von mindestens 15 Grad bezeichnet. Bei Hausdächern, die älter als 20 Jahre sind, ist also zu prüfen, ob das Dach die Mehrbelastung ohne Weiteres aushält. In dem Fall können erfahrene Statiker Sie schnell und einfach unterstützen. Neuere Dächer erfüllen die Anforderungen in der Regel problemlos.

Mögliche Verschattung prüfen.

Eine Solaranlage ist umso effizienter, je mehr direktes Sonnenlicht auf die Solarmodule fällt. Deshalb sollten Sie im Vorfeld darauf achten, ob Teile Ihres Hausdaches, die mit Solarmodulen belegt werden können, verschattet sind. Dieser Schattenwurf entsteht unter anderem durch Antennen, Kamine, Bäume, die nah am Haus stehen, oder umliegende, höhere Gebäude. Beachten Sie dabei unbedingt die Veränderung der Verschattungssituation im Tagesverlauf! Im Winter steht die Sonne außerdem tiefer, was den die Schatten verlängert. Behalten Sie außerdem im Hinterkopf, dass die Verschattung mit der Zeit noch zunehmen kann; zum Beispiel durch wachsende Bäume. Notfalls sollten diese entfernt werden, um Ihren optimalen Solarertrag nicht zu gefährden.

Welche Ausrichtung ist empfehlenswert?

Damit eine Solaranlage den größtmöglichen Ertrag erwirtschaftet, ist auch die Ausrichtung Ihres Daches entscheidend. Grundsätzlich gilt: Solaranlagen mit einer Ausrichtung nach Süden sind besonders ertragreich. Die Sonneneinstrahlung ist in dem Fall am stärksten. Doch auch Abweichungen von bis zu 30 Prozent nach Westen oder Osten sind noch immer rentabel. Der Ertrag minimiert sich dabei nur um rund fünf Prozent. Einzig Dächer mit einer Ausrichtung nach Norden eignen sich derzeit nicht für einen effizienten Betrieb. Apropos Norden: Grundsätzlich sind Solaranlagen in Norddeutschland weniger ertragreich als im Süden Deutschlands, da die Globalstrahlung im Norden geringer ist - trotzdem kann sich auch hier eine Solaranlage lohnen, wenn sie eine optimale Ausrichtung und entsprechende Größe hat.

Leistung einer Solaranlage im Tagesverlauf nach Dachausrichtung.

Was ist der optimale Neigungswinkel?

Neben der Ausrichtung spielt auch die Neigung der Solaranlage eine wichtige Rolle. Neigung meint dabei den Winkel, der eine konstant hohe Sonneneinstrahlung garantiert. In Deutschland beträgt der optimale Neigungswinkel in der Regel 30 bis 35 Grad. Doch je nach System, kann der empfohlene Richtwert variieren. Möchten Sie Ihre Anlage beispielsweise zur Trinkwassererwärmung nutzen? Dann ist ein geringer Neigungswinkel von 30 bis 50 Grad ideal. Der Grund: Solarenergie zur Trinkwassererwärmung wird überwiegend im Sommer genutzt, wenn der Sonnenstand besonders hoch ist. Solarenergie für die Heizungsunterstützung wird dagegen in den Übergangsmonaten genutzt. Die Sonne steht dann tief am Himmel. Der Neigungswinkel ist entsprechend steiler und sollte 45 bis 70 Grad betragen. Im Gegensatz zur PV-Anlage wird bei diesen Vorhaben aber nicht Strom, sondern Wärme erzeugt. Es handelt sich dabei also um Solarthermieanlagen.

Illustration Ausgezeichnet

Tipp.

Bei Schrägdächern ist die Dachneigung vorgegeben und kann nicht beeinflusst werden. Dächer mit weniger als 15 Grad Neigung sind für Kollektoren eher ungeeignet. Hier punktet das Flachdach: Mit einer Aufständerung können Sie Ausrichtung und Neigung frei wählen und so aus einem vermeintlichen Nachteil noch einen entscheidenden Vorteil machen.

Schritt 2: Bestimmen Sie Ihren Energiebedarf.

Statik und Ausrichtung Ihres Daches entsprechen den Vorgaben? Dann bestimmen Sie im nächsten Schritt Ihren individuellen Energiebedarf. Er entscheidet maßgeblich über die notwendige Leistung Ihrer künftigen Photovoltaikanlage. Berechnen Sie den Durchschnitt des Stromverbrauchs in Kilowattstunden der vergangenen fünf Jahre. Auskunft über relevante Vergleichswerte liefern Ihnen Abrechnungen aus den Vorjahren. Wie hat sich der Preis pro Kilowattstunde entwickelt? Wie der Verbrauch? Und wie wird er sich ggf. entwickeln? Kalkulieren Sie so genau wie möglich, indem Sie bereits Nachwuchs oder den Auszug erwachsener Kinder berücksichtigen. Wenn Sie Ihren durchschnittlichen Jahresverbrauch bereits kennen, können Sie über den Solarrechner von Yello Ihre ungefähren monatlichen Kosten für eine gepachtete Solaranlage berechnen.

Außerdem sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie viel Strom Sie einspeisen möchten. Wenn Sie die Vergütung für Ihren eingespeisten Strom maximieren möchten, dann sollten Sie eine Vollbelegung des Daches mit Solarpaneelen in Betracht ziehen.

Schritt 3: Bestimmen Sie die Größe der Solaranlage.

Welche Solarmodule sind notwendig, um den ermittelten Strombedarf zu decken? Um die Frage zu beantworten, müssen Sie zunächst die Größe Ihres Daches ermitteln. Lassen Sie Ihr Dach von einem Experten ausmessen, werfen Sie einen Blick in vorhandene Baupläne oder nutzen Sie unseren Solarrechner, um die verfügbare Dachfläche und den voraussichtlichen Solarertrag berechnen zu lassen. Ob Dachfenster, Gauben oder Kamin – zahlreiche Faktoren können die tatsächliche Dachgröße minimieren und sollten daher unbedingt berücksichtigt werden. Je genauer die Angaben, desto einfacher ist die Einschätzung der passenden Solarmodule.

Ist die Fläche errechnet, können Sie die Anzahl sowie die Leistungsfähigkeit der Solarmodule bestimmen. Die Anzahl wird neben dem Energiebedarf und der verfügbaren Fläche auch von der Ausrichtung beeinflusst. So wird zwischen Solarmodulen mit Quer- und Längsrichtung unterschieden. Darüber hinaus müssen Sie berücksichtigen, dass zwischen den Modulen ein Mindestabstand besteht. Auf vergleichsweise kleinen Dächern kommen überwiegend monokristalline Module zum Einsatz. Dünnschichtmodule sind zwar häufig günstiger, haben aber aufgrund des geringeren Wirkungsgrades mehr Platzbedarf. Sie sind bei großen Anlagen eine sinnvolle Alternative.

Übrigens: Ist Ihr Stromverbrauch besonders hoch, müssen Sie sich nicht zwangsläufig auch eine große Anlage zulegen. In dem Fall kann Sie ein Stromspeicher effektiv unterstützen. Er stellt Solarstrom dann zur Verfügung, wenn Sie ihn brauchen. Damit erhöhen Sie nicht nur Ihren Eigenverbrauch und somit die Unabhängigkeit vom Energieversorger, sondern können auch Ihre Solaranlage so klein wie möglich halten.

Tipp.

Für einen Haushalt mit vier Personen ist eine Fläche von rund 30 Quadratmetern ideal. Bei einer Leistung von 5 kWp werden so knapp 4.500 Kilowattstunden erzeugt. Das entspricht ungefähr dem Jahresbedarf eines Haushalts dieser Größe. Wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann vereinbaren Sie doch einfach ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch mit einem unserer Solarberater vor Ort.

Schritt 4: Benötigen Sie eine Baugenehmigung?

Der Energiebedarf und die Größe der Anlage ist ermittelt? Bevor Sie sich konkrete Angebote einholen, sollten Sie noch an mögliche Baugenehmigungen denken. In der Regel sind solche Genehmigungen für private Solaranlagen nicht notwendig. Steht Ihr Haus aber beispielsweise in der Nähe von denkmalgeschützten Objekten, ist eine Baugenehmigung häufig erforderlich. Erkundigen Sie sich aber immer bei Ihrer Gemeinde, um auf Nummer sicher zu gehen. Dort erhalten Sie nicht nur Auskunft darüber, ob Sie eine Baugenehmigung benötigen, sondern auch Informationen zur Beantragung.

Schritt 5: Holen Sie sich Angebote ein.

Die Statik stimmt, der Energiebedarf ist ermittelt und die Baugenehmigung erteilt – Ihre Solaranlage nimmt langsam Form an. Nun gilt es, einen Anbieter auszuwählen, der Ihre Anlage plant, installiert und schließlich in Betrieb nimmt. Was viele nicht wissen: Wer Solarstrom selbst nutzen will, muss nicht immer eine komplette Anlage für viel Geld einkaufen. Yello Solar bietet auch Anlagen zur Pacht. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie pachten die Anlage von Yello Solar und werden so zum Betreiber. Dafür zahlen Sie eine gleichbleibende Rate und behalten die erwirtschafteten Erträge. Informieren Sie sich zu den Leistungen und lassen Sie sich beraten.

Checkliste.

Im Laufe der Planung werden Sie möglicherweise mit zahlreichen weiteren Fragestellungen konfrontiert. Um den Durchblick zu behalten, ist es hilfreich, mit einer Checkliste sämtliche Schritte festzuhalten.

  • Wird die Statik des Gebäudes nicht gefährdet?
  • Kann mit der Ausrichtung des Daches ein ausreichender Ertrag erzielt werden?
  • Entspricht der Neigungswinkel den empfohlenen Anforderungen?
  • Gibt es Verschattungen, die den Ertrag möglicherweise minimieren?
  • Welcher Ertrag ist bei den vorhandenen Gegebenheiten zu erwarten?
  • Wie hoch ist der eigentliche Energiebedarf?
  • Welches Modul ist unter den gegebenen Umständen geeignet?
  • Muss eine Baugenehmigung erteilt werden?
  • Wie soll die Solaranlage finanziert werden und welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Solaranlage planen: Drei Goldene Regeln.

Damit bei der Planung Ihrer Solaranlage alles reibungslos abläuft, lohnt es sich, die folgenden drei Goldenen Regeln zu beachten.

1. Schritt für Schritt vorgehen.

Bevor Sie an die konkrete Planung gehen, sollten Sie sich mit den Gegebenheiten vor Ort auseinandersetzen. So sollte Ihr Dach für die Installation über mindestens 30 Quadratmeter freie Dachfläche verfügen und möglichst nicht nach Norden ausgerichtet sein. Welches System für Sie und Ihren Standort am effizientesten ist, sagt Ihnen der Berater von Yello Solar.

2. Kalkulation aufstellen und fördern lassen oder gleich pachten.

Im Prinzip bestehen für Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie kaufen eine Anlage, die Sie dann fördern lassen können oder Sie entscheiden sich für die Pacht und bleiben finanziell flexibel. Beim Kauf müssen Kostenpunkte wie Anschaffungs- und Installationskosten sowie Betriebs- und Wartungskosten ebenso berücksichtigt werden, wie Einspeisevergütungen und aktuelle Strompreisprognosen. Förderung für die Errichtung von neuen Anlagen bietet die KfW-Bank. Informieren Sie sich auch bei Städten oder Kommunen über regionale Förderungsprogramme. Mit solchen Investitionszulagen amortisieren sich die Kosten deutlich schneller.

3. Entwicklung beobachten.

Photovoltaikanlagen sind heute wesentlich günstiger als noch vor einigen Jahren. Und das wird voraussichtlich auch so bleiben. Denn zur Erreichung des Ziels, bis 2050 knapp 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu generieren, sind Solarstromanlagen ein wesentliches Mittel. Hinzu kommt: Die regulären Strompreise steigen immer weiter an. Solarstrom bietet da eine sichere und kostengünstige Alternative.

Illustration Geldscheine und Münzen

Lohnt sich eine Solaranlage?

Finden Sie es heraus! Mit unserem Solarrechner überprüfen Sie schnell und einfach die Eignung Ihres Daches für eine Solaranlage zur Pacht und erhalten viele weitere Informationen:

  • Jährlicher Solarertrag
  • Unabhängigkeit vom Energieversorger
  • Jährliche CO2-Einsparung
  • Monatliche Pachtrate

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Fragen und Antworten.

Lohnt sich eine Solaranlage für mich?

So individuell wie Ihr Dach, so unterschiedlich die Möglichkeiten: Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen und unverbindlichen Termin mit unseren Solar-Experten. Darin erfahren Sie, wie viel Energie Ihr Hausdach produziert und was es kostet, eine Solaranlage zu pachten.

Wem gehört die Solaranlage?

Pachten Sie eine Solaranlage bei uns, gehört diese über die Dauer der Laufzeit der Yello Solar GmbH (Eigentümer). Sie selbst sind der Betreiber der Solaranlage. Der gesamte damit produzierte Strom sowie alle erwirtschafteten Erträge, z.B. durch die Netzeinspeisung, gehören Ihnen.

Was ist der Unterschied zwischen Miete und Pacht?

Der Unterschied zwischen Pacht und Miete ist klein, aber fein. Denn das Pachtmodell geht noch über die Vorteile einer Miete hinaus. Erklären wir es mit einem kleinen Beispiel:

Bei der Miete einer Wiese mit Apfelbäumen dürfen Sie auf dieser Wiese spazieren gehen, im Schatten der Apfelbäume ein Nickerchen halten und von den saftigen, reifen Äpfeln träumen. Sie dürfen diese jedoch nicht pflücken! Haben Sie jedoch die Wiese von ihrem Besitzer gepachtet, so gehören Ihnen auch alle Erträge, die Sie durch den Betrieb der Wiese erwirtschaften - kurz gesagt: Sie dürfen sich die Äpfel schmecken lassen.

Übertragen auf die Solaranlagen-Pacht bedeutet dies: Wenn Sie eine Solaranlage bei Yello pachten - und nicht nur mieten - sind Sie eigenständiger Betreiber Ihrer Anlage und dürfen den Strom-Ertrag selbstständig verwenden: Egal, ob Sie ihn direkt selber verbrauchen, für später in Ihrem Stromspeicher speichern, oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wofür Sie eine Einspeisevergütung nach den Regelungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten.

Das Pachtmodell von Yello Solar ist günstig, unkompliziert und risikolos, denn es fallen für Sie keine Investitionskosten an. Auch die Aufwände für den Aufbau, die Wartung und den Betrieb der Solaranlage entfallen. Sie gehen also weder ein finanzielles noch ein technisches Risiko ein. So können Sie sich entspannt zurücklehnen und Ihre private Energiewende genießen. Und falls Sie sich später doch dazu entscheiden, die Solaranlage zu kaufen, bieten wir Ihnen nach zehn Jahren die Möglichkeit dazu.