Shareconomy – die Bedeutung des Teilens!

Das neue Lebenskonzept des sogenannten „Minimalismus“ drängt sich immer mehr in das Bewusstsein vieler Menschen. Die Auswirkungen der Konsumgesellschaft und des damit einhergehenden Überflusses belastet nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch den gesamten Planeten. Dabei spielen auch die Begriffe „Fast Fashion“ und „Massentierhaltung“ eine tragende Rolle. Ob Produkte, Kleidung oder Lebensmittel – der Handel charakterisiert sich durch sein Überangebot, welcher die Wegwerfgesellschaft unterstützt.

Doch wie kann jeder Einzelne von uns diesem Konzept die Stirn bieten und das eigene Leben wortwörtlich erleichtern? Das verrät dir das E-Book „Tauschen und Teilen“. Es gibt wertvolle Tipps für ein bewussteres Konsumieren – von Foodsharing, Umsonstläden bis hin zu Kleidertauschpartys.

Rettung von Lebensmittel durch Foodsharing

Regelmäßig landen noch haltbare und damit genießbare Lebensmittel in der Abfalltonne. Allein in Deutschland ist jedes 8. Lebensmittel davon betroffen. Und dabei sind nicht nur große Restaurants oder Supermärkte beteiligt, sondern der Lebensmittelmüll von Privathaushalten trägt mit bis zu 61 % den größten Anteil an weggeworfenen Nahrungsgütern.

Doch woran liegt das? Ein wesentliches Problem ist die immer weiter zurückgehende Bedeutung von Lebensmitteln. Denn auch in den Supermärkten herrschen Überfluss und Preiskämpfe. Hinzu kommen die folgenden Problematiken:

  • immer günstigere Preise
  • eine falsche Essensplanung
  • ein zu großer Einkauf
  • falsche Einschätzung des Mindesthaltbarkeitsdatums

Um hier sinnvoll und mit Verstand mit Lebensmitteln umzugehen, sollte zum einen auf die Initiative „foodsharing“ zurückgegriffen werden. Hier wird gegen die Lebensmittelverschwendung vorgegangen und Nahrungsgüter vor der unnötigen Entsorgung gerettet. Dabei gibt es bestimmte Anlaufstellen, die solche Produkte sammeln und in der Regel an bedürftige Menschen weitergeben. Daneben gibt es auch sogenannte „Fairteiler“ – das sind offene Kühlschränke, die jeder Freiwillige mit Essenspenden bestücken kann.

Ein wichtiger Tipp für Zuhause sind Essenspläne, welche bereits vor dem Einkauf geplant werden, um die richtigen Zutaten und vor allem Mengen einzukaufen und zu verwerten. Falls doch mal einzelne Lebensmitteln überbleiben, solltest du dich über Reste-Kochen informieren! Auch hier gibt es zahlreiche Plattformen, wo du deine übriggebliebenen Lebensmittel eintragen kannst und leckere Rezeptideen vorgeschlagen bekommst.

Weniger Müll produzieren – zum Beispiel durch Kleidertausch!

Beinahe 212 Kilogramm Müll werden im Jahr in Deutschland pro Person produziert. Allein die Verwendung der Coffee-to-go-Becher ist eine enorme Umweltbelastung. In Deutschland werden stündlich 320.000 dieser Einwegbecher weggeworfen. Der Ressourcenverbrauch allein für Kaffeebecher ist damit untragbar.

Ähnlich sehen die Zahlen bei unserer Bekleidung aus. Auf der einen Seite erhält auch Mode durch die immer günstiger werdende Kleidung und das steigende Angebot, einen „Wegwerf-Charakter“. Auf der anderen Seite kostet die Herstellung von Kleidung enorme Ressourcen. Um beispielsweise ein Kilogramm Baumwolle zu generieren, müssen allein 11.000 Liter Wasser aufgewendet werden.

Um einer Wegwerf-Lebensweise entgegenzuwirken, gibt es viele Möglichkeiten, umweltbewusst und nachhaltig zu leben. Versuch es doch einmal mit Kleidertausch! Schenk deiner Kleidung ein neues Zuhause und mache jemand anderen damit glücklich. Gerade das Internet bietet zahlreiche Plattformen, welche sich auf Tauschen und auch den Verkauf von gebrauchter Kleidung spezialisiert haben.

Veranstalte doch auch selbst Kleidertauschpartys mit Freunden und Bekannten. Sortiere die Kleidung aus, die du seit längerer Zeit nicht getragen hast und versuch sie gegen Teile zu tauschen, die dir gefallen. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten und auch die Natur wird es dir danken. Second-Hand-oder Vintage-Kleidung ist zudem voll im Trend!

Auch wenn du nichts zum Tauschen hast, kannst du, bevor du ein Teil neu kaufst, in deiner Umgebung nachfragen, ob jemand passende Kleidungsstücke hat. Denn gerade für besondere Anlässe sind wir eher gewillt, neue Kleidung zu kaufen. Die Devise lautet hier: Leih´ dir was!

Biete deine Skills und Zeit an!

Das E-Book „Tauschen und Teilen“ beinhaltet zudem ein spannendes Interview mit Lucy Thomas, Executive Director von „Give Something Back To Berlin“(GSBTB). Diese Berliner Plattform engagiert sich humanitär und unterstützt besonders Flüchtlinge im Bereich Migration.

Im Interview berichtet sie von spannenden Projekten und gibt einen Einblick in ihre Arbeit. GSBTB verbreitet gesellschaftsrelevante Themen regelmäßig über die sozialen Medien und ruft auch zu Community-Treffen auf. Dabei sensibilisiert die Plattform mit ihrer Arbeit für sozialpolitische Themen und fordert zur Eigeninitiative auf.

Im Zentrum der Initiative steht der Begriff „Sharing“. Hier geht es darum, dass jeder beinahe alles miteinander teilen kann: Zeit, Erfahrung, Rezepte usw. Ob man zusammen kocht, ein Instrument spielen lernt oder den kulturellen Austausch durch Sport fördert.

Ein weiteres Konzept ist das sogenannte Tandem-Prinzip. Hier geht es um das teamorientierte Erlernen von Fremdsprachen. Gerade für Migranten sind die Maßnahmen eine wahre Bereicherung und erlauben ihnen, sich komplett zu integrieren. Die Verbindung der Share economy mit der Integration macht GSBTB zu etwas Einzigartigem.

Zur Autorin:

Sabrina Aust bloggt auf Fördegrün.de über Umweltbewusstsein und ist Mitgründerin des Minimalismus Stammtisch Kiel.

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich, darauf zu achten, dass die Ressourcen der Erde geschont und Vorhandenes sinnvoll genutzt werden. Das Teilen und Weitergeben von ungenutzten Gegenständen gehört für mich dazu. Seit ein paar Jahren interessiere ich mich für eine minimalistische Lebensweise und habe mich von viel materiellem Besitz gelöst. Besonders leicht fiel mir dies, da es in meinem Wohnort Kiel einen Umsonstladen und haufenweise Sharing-Angebote gibt.“

Zur Autorin:

Sabrina Aust bloggt auf Fördegrün.de über Umweltbewusstsein und ist Mitgründerin des Minimalismus Stammtisch Kiel.

„Nachhaltigkeit bedeutet für mich, darauf zu achten, dass die Ressourcen der Erde geschont und Vorhandenes sinnvoll genutzt werden. Das Teilen und Weitergeben von ungenutzten Gegenständen gehört für mich dazu. Seit ein paar Jahren interessiere ich mich für eine minimalistische Lebensweise und habe mich von viel materiellem Besitz gelöst. Besonders leicht fiel mir dies, da es in meinem Wohnort Kiel einen Umsonstladen und haufenweise Sharing-Angebote gibt.“