Elektroauto: Diese Apps sagen dir, ob es sich für dich lohnt.

Elektroauto oder nicht Elektroauto, das ist hier die Frage – zumindest stellt sie sich vielen, die über den Erwerb eines Stromers nachdenken. Zahlreiche Aspekte wie Reichweite, Kosten und Nutzen wollen in diesem Zuge berücksichtigt und abgewogen werden, da fällt die Entscheidung nicht leicht. Zum Glück gibt es Elektroauto-Apps und Kostenrechner, die dir helfen können, sie zu treffen.

Ist ein Elektroauto grundsätzlich für dich geeignet?

Bevor du dich daran machst, diese auszuprobieren, kannst du dir allgemeine Fragen stellen, um herauszufinden, ob ein Elektroauto für dich geeignet ist:

  • Wie weit fährst du täglich? Trotz rasantem technischem Fortschritt ist die Reichweite von Elektroautos nach wie vor eingeschränkt. Im Durchschnitt liegt sie bei 150 bis 200 Kilometern. Pendelst du im Alltag zur Arbeit in den Nachbarort und fährst auf dem Rückweg noch schnell einkaufen, dürfte das locker ausreichen. Wichtig: Längere Strecken wollen gut geplant sein, damit dir nicht unterwegs die Power ausgeht.
  • Wie ist das Klima bei dir? Das Wetter in Deutschland ist für Elektroautos überwiegend gut geeignet. Falls du auf einer Höhe lebst, auf der sich die Temperatur häufiger im unteren Bereich befindet, musst du mit Mehrkosten rechnen: Kalte Ladebatterien haben einen schlechteren Ladewirkungsgrad als warme, darum geht hier mehr Energie beim Laden verloren. Zusätzlich wird die Heizung im Elektroauto über die Batterie betrieben. Im Winter kann es dementsprechend zu einem erhöhten Stromverbrauch im Vergleich zum Sommer kommen. Eine Garage kann hier Abhilfe schaffen. Gut zu wissen: Elektroautos können während der Ladezeit noch an der Steckdose vorgeheizt werden. Damit kannst du auf kurzen Strecken auf die Heizung verzichten und sparst wichtige Energie.
  • Spielen Fördergelder für dich eine Rolle? Bundesregierung und Autoindustrie investieren insgesamt 1,2 Milliarden Euro – in Form einer Prämie. Damit soll die E-Mobility im Alltag verankert und Elektroautos gefördert werden. Somit kannst du seit Juli 2016 beim Kauf eines neuen Elektrowagens 4.000 Euro sparen. Beim Kauf eines Plug-in-Hybrids sparst du noch 3.000 Euro. Aufpassen: Die Förderung gilt bis die genannte Summe aufgebraucht ist – oder bis Ende Juni 2019, dann wird das Projekt beendet. Ob und wie du die Prämie beantragen kannst, erfährst du hier.
  • Ist dir die Herkunft des verwendeten Stroms wichtig? Hast du vor, dein Auto zu Hause aufzuladen, solltest du dir im Vorfeld überlegen, was bei dir aus der Steckdose kommt. Mit Strom aus regenerativen Energien fällt der ökologische Fußabdruck deines E-Autos besser als der eines Benziners oder Diesels aus. Lädst du es mit konventionellem Strom, muss das nicht der Fall sein.
Elektroauto: Ladestation und E-Auto

EQ Ready App: Via Fahrverhalten zur Entscheidung.

Auf die Straße und los: Die EQ Ready App ist keine reine Elektroauto-App. Mercedes hat die App für Autos aller Marken entwickelt. Du kannst damit dein Fahrverhalten aufzeichnen. Die App registriert verschiedenste Daten: deine Standorte, die gefahrenen Strecken und die Höchst- und die Durchschnittsgeschwindigkeit, mit der du fährst. Deine Pausen und Stopps werden genauso festgehalten.

All diese Daten rechnet die App für den Gebrauch eines Elektroautos um. Es werden die ungefähren Kosten vorausgesagt und du bekommst Tipps, welches Elektrofahrzeug von Mercedes oder Smart sich für dich eignen würde. Das Tracking kannst du jederzeit deaktivieren, wenn du beispielsweise nicht möchtest, dass eine Fahrt aufgezeichnet wird. Die App gibt es kostenlos für Android und iOS.

EValuation: Die Alternative von der Ruhr-Universität Bochum.

Die Ingenieure Philipp Dost und Christoph Degner von der Ruhr-Universität Bochum haben eine ähnliche Elektroauto-App entwickelt. Diese ist bislang nur für Android erhältlich, dafür aber auf Deutsch, Englisch, Griechisch, Türkisch und Slowakisch. Eine schmale Version ist kostenfrei, die Vollversion für unter 2 Euro zu haben (Stand Oktober 2017).

Hier entscheidest du ebenfalls, welche Fahrten aufgezeichnet werden sollen. Ebenso kannst du eigenhändig hinzufügen, auf welchen Strecken es Ladesäulen gibt. Den Kostenunterschied berechnest du, indem du den Verbrauch deines Autos sowie die aktuellen Strom- und Benzinpreise angibst. Damit siehst du auf einen Blick, ob deine Fahrt mit einem Elektroauto teurer oder günstiger gewesen wäre.

Anders als die zuvor genannte Anwendung gibt EValuation als Ergebnis eine Liste von Modellen verschiedener Marken aus, die für dich passen könnten. Zu jedem davon wird dir eine Statistik mit den entsprechenden Informationen angezeigt. Die Liste kannst du nach verschiedenen Kriterien ordnen. Beispielsweise nach Kaufpreis oder laufenden Kosten.

Junger Mann am Steuer grinst durchs Autofenster

EnBW mobility+: Passt dein Fahrverhalten zum Wunschmodell?

Der Strom- und Gasanbieter EnBW hat ebenfalls eine App für iOS und Android auf den Markt gebracht, mit der du im alltäglichen Straßenverkehr herausfinden kannst, ob sich ein Elektroauto für dich lohnt. EnBW mobility+ zeichnet wie die anderen Apps die Strecken, Geschwindigkeiten und Stopps auf. Der Unterschied: Hier suchst du vor dem Losfahren eines von über 30 Elektroauto-Modellen aus. Hast du ein Auto ins Auge genommen, über das du gern mehr wüsstest, kannst du es auswählen und los geht’s. Die App gleicht die Daten ab und zeigt dir im Anschluss an die Fahrt, wie sich das entsprechende Elektroauto verhalten hätte. Und keine Angst, du musst nicht über dreißig Fahrten lang warten, bis du alle Modelle durchhast: Du kannst das gewünschte Fahrzeug wechseln und die Statistiken neu berechnen lassen.

Junges Paar sitzt im Auto und fährt

emob Kostenrechner: Gesamtausgaben schätzen.

Willst du herausfinden, wie viel dich ein Elektroauto insgesamt kosten würde, kannst du den emob Kostenrechner vom Ökoinstitut e.V. ausprobieren: Erst wählst du aus, ob du das E-Auto gewerblich oder privat nutzen möchtest. Anschließend musst du Fragen zu Antrieb, gewünschter Größenklasse, Anschaffungszeitraum und voraussichtlicher Fahrleistung pro Jahr beantworten. Dann ermittelt der Rechner die voraussichtlichen Gesamtkosten, Kostenbestandteile und -verläufe sowie die zu erwartenden CO2-Emissionen. Er arbeitet mit typischen Werten verschiedener Benzinermodelle und vergleicht sie mit denen von Hybriden und Elektroautos.

Heute noch kein E-Auto? Dann ja vielleicht in Zukunft.

Du hast alle möglichen Apps und Rechner benutzt? Du hast Vergleiche angestellt und bist zum Schluss gekommen, dass ein Elektroauto für dich deutlich teurer als ein herkömmlicher Wagen wäre? Dann solltest du die E-Auto-Idee nicht gleich verwerfen: Gerade in diesem Bereich werden schnell große Fortschritte gemacht. Die Batterien werden kleiner und leistungsstärker und die Reichweite erhöht sich weiter und weiter. Es lohnt sich, die Entwicklungen im Auge zu behalten! Mehr Infos zum Stand der Technik erhältst du hier.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

facebook instagram twitter youtube linkedin xing envelop hilfe login menu burger phone messenger whatsapp mail kwk gas strom waermestrom more playbutton payback loading-indicator