PC-Gaming vs. PS4-Gaming: Was ist besser für welche Bedürfnisse?

Verfechter des PC-Gamings und Fans von Konsolen-Gaming, in diesem Fall das Spielen auf der PlayStation 4, diskutieren gern hitzig darüber, welches die bessere Plattform zum Zocken ist.. Die Wahrheit ist: Sowohl PC- als auch PS4-Gaming haben ihre Vor- und Nachteile und eignen sich für bestimmte Typen von Spielern mehr oder weniger gut. Es kommt ganz darauf an, welche Faktoren für den Gamer beim Spielen wichtig sind.Yello hat einzelne Kriterien genauer unter die Lupe genommen und sagt dir, wann du mit dem PC und wann mit der PS4 das ultimative Spielerlebnis bekommst.

Performance und Grafik: Gaming-PC hat mehr Rechenpower.

Was die Performance betrifft, ist ein Gaming-PC der PlayStation 4 in der Regel überlegen. Denn in einem modernen Computer steckt viel mehr Rechenpower, was ihn leistungsfähiger macht als eine Konsole. Grundsätzlich geht damit der Punkt für die bessere Grafik an den PC.

Gaming: Junger Mann sitzt am Gaming-PC und spielt Computerspiel
Der Gaming PC gewinnt in Sachen Grafik.

Die NVIDIA-Grafikkarte GeForce RTX 2080 Ti, Nvidias neueste Vorzeigegrafikkarte, schafft alle aktuellen Spiele auf maximalen Grafikeinstellungen, bei nativer 4K-Auflösung und flüssigen FPS. Zwar ermöglicht die PlayStation 4 Pro bei einigen ausgewählten Spielen natives 4K-Gaming bei einer Auflösung von 2.160p, bei vielen Games wird das native Full-HD-Bild jedoch bloß rechnerisch in 4K umgewandelt.

Zum Vergleich: die RTX 2080 Ti hat eine Leistung von 14,2 Teraflops. Der Grafikprozessor der PS4 Pro schafft dagegen nur 4,20 Teraflops, der der normalen PS4 1,84 Teraflops.

Zusätzlich erreicht die Bildfrequenz bei 60 FPS (frames per second, Englisch für „Bilder pro Sekunde“) ihr Maximum auf Konsolen, während die Hardware eines hochmodernen Gaming-PCs diese 60 FPS weitaus überschreiten kann.

Bist du also eher der Gaming-Typ, der auf eine hochwertige Grafik, auch bei höherer Auflösung und Bildfrequenzen, sowie starke Rechenleistung Wert legt, solltest du einen PC zum Spielen in Betracht ziehen.

Was sind eigentlich Teraflops?

Die normale PlayStation 4 hat 1,84, die PS4 Pro hat 4,20 und die Xbox One X sogar ganze 6 Teraflops. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Flops ist die Abkürzung für „floating point operations per second“, auf Deutsch: Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Vereinfacht gesagt bedeutet dies: Je höher die Anzahl der Teraflops, umso schneller und stärker ist auch der Prozessor.

Spiele: Welches Genre bevorzugst du?

Je nachdem, was für Spiele du bevorzugst, kann auch das deine Entscheidung zwischen PC- und PS4-Gaming beeinflussen. Zum einen spielt das Genre eine Rolle. Denn (Echtzeit-)Strategiespiele wie „Age of Empires“, Ego-Shooter wie „Call of Duty“ oder auch Multiplayer-Online-Games wie „World of Warcraft“ und Simulationen lassen sich am PC mit Tastatur und Maus in der Regel besser spielen. Dagegen machen Sportspiele wie „Fifa“ oder Rennspiele wie “Gran Turismo” auf der PS4 deutlich mehr Spaß. Auch japanische Computer-Rollenspiele (JRPG) erscheinen meist für Konsolen, für den Gaming-PC gibt es kaum nennenswerte Titel.

Damit wären wir beim zweiten Punkt, der das Kriterium „Spiele“ beeinflusst: die Exklusivtitel. Beliebte Games wie die „Uncharted“-Reihe, ein Action-Adventure, oder das Action-Rollenspiel „Horizon Zero Dawn“ sind exklusiv für die PlayStation erschienen. Außerdem kommt es häufig vor, dass Konsolenspiele, die für den Gaming-PC adaptiert werden, oft unter technischen Problemen leiden.

Ob du dich für einen PC oder eine PS4 (Pro) entscheidest, kommt darauf an, welche Genres, Spieleentwickler und -titel du magst. Es lohnt sich, dich vor dem Kauf umfassend über das Angebot an Spielen für die jeweilige Plattform zu informieren. Spielerweiterungen, sogenannter Downloadable Content (DLC), gibt es jedenfalls für beide Systeme. Hier findest du einige Spiele-Highlights für die PS4 Pro.

Mann spielt Fussball-Spiel vor dem Fernseher
Konsole oder PC: Welche Spiele-Genres bevorzugst du?

Steuerung: Maus und Tastatur oder Controller?

Letztendlich ist es Typ- und Gewöhnungssache, ob du besser mit einem PS4-Controller oder mit Tastatur und Maus am PC zurecht kommst. Allerdings kannst du an einen Gaming-Computer auch einen Controller oder ein Gamepad anschließen, um die Steuerung in zum Beispiel Rennspielen zu erleichtern. Genauso lassen sich Maus und Tastatur via USB-Port oder Bluetooth aber mit der PlayStation 4 verbinden.

Flexibilität: Gaming-PCs lassen sich besser individuell anpassen.

Ein großer Pluspunkt von Gaming-PCs ist, dass sie sich besser an die individuellen Bedürfnisse des Spielers anpassen lassen. Du kannst sie zum Beispiel aufrüsten oder auch ältere Games auf dem Gerät spielen.

  • Aufrüsten: Arbeitsspeicher, Prozessor und Grafikkarte – bei einem Gaming-PC lassen sich die einzelnen Komponenten nach Wunsch des Spielers austauschen und upgraden. Das ist bei einer Konsole nicht so einfach möglich. Wenn der Gamer technisch dabei auf dem allerneuesten Stand bleiben möchte, muss er sich im Abstand von einigen Jahren das aktuellste Gerät kaufen. Kleiner Wermutstropfen für PC-Gamer: Um immer die aktuellsten Spiele zu spielen, musst du im Vergleich zur Konsole häufiger aufrüsten. Mit der Konsole kannst du über Jahre die selbe Hardware nutzen und dennoch aktuelle Spiele zocken.
  • Abwärtskompatibilität: In der Theorie kannst du auf einem PC alle Computer-Games spielen, die je erschienen sind. Möglich machen das Emulatoren wie etwa die DOSBox: Diese simuliert das alte Windows-Betriebssystem MS-DOS. So kannst du auch ältere, auf dem ersten Betriebssystem MS-DOS basierende Software über einen neuen Rechner spielen. Ohne die Nachbildung mit einem Emulator wären die alten Spiele nicht mit einem aktuellen System kompatibel. Außerdem findest du bei Diensten wie GOG.com alte Spiele-Klassiker, die für aktuelle Betriebssysteme aufbereitet wurden. Auf einer PS4 dagegen kannst du die Games für ältere Sony-Konsolen nicht so einfach abspielen. Einige beliebte Titel, etwa ältere Teile der „GTA“-Reihe, gibt es jedoch im PlayStation Store zu kaufen.
  • Mods: Mods sind Modifikationen von Computerspielen, die häufig von anderen Gamern oder Hobbyentwicklern erstellt wurden und kostenlos zum Download im Internet zur Verfügung stehen. Diese können beispielsweise die Grafik verändern, aber auch das Spiel inhaltlich erweitern. Während es nur für wenige PS4-Games Mods gibt, sind die Modding-Communities beim PC-Gaming äußerst aktiv.

Nicht zu verachten ist außerdem die Freiheit, die PC-Gaming dem Spieler verschafft: So kann etwa die Grafik zugunsten einer smootheren Bildfrequenz niedriger eingestellt werden, was das Spiel flüssiger laufen lässt. Diese Parameter können beim Gaming auf der PS4 nicht verändert werden.

Kosten: Rechnen lohnt sich.

Auf den ersten Blick ist ein aktueller Gaming-PC mit Kosten über 1.000 Euro in der Anschaffung deutlich teurer als die PlayStation 4, die in der Pro-Version rund 400 Euro und in der normalen um die 300 Euro kostet. Allerdings sind die Games für die Konsole im Schnitt rund 10 bis 20 Euro teurer als für den PC. Für Online-Gamer kommt bei der PS4 außerdem die Mitgliedschaft bei „PlayStation Plus“ hinzu, die im günstigsten Abo jährlich rund 60 Euro kostet. Die meisten Online-Spiele für den PC sind mit einigen Ausnahmen dagegen kostenlos.

Für den durchschnittlichen Hobby-Gamer wird die Anschaffung einer Konsole dennoch günstiger bleiben als die Investition in einen Mittelklasse-Gaming-PC.

Bequemlichkeit: Entspannter spielen auf der PS4.

Konsole an, auf dem Sofa niederlassen und schon kann der Gaming-Spaß beginnen. Auch wenn die Installation von Updates und das Laden der Games auf der PS4 gelegentlich etwas Zeit kostet, lässt sich das Spiel in der Regel schneller starten als am PC. Dazu kommt, dass eine Konsole kleiner und kompakter ist und sich gut im Wohnzimmer neben dem Fernseher positionieren lässt, während man für das PC-Gaming meist unbequemer am Schreibtisch Platz nimmt. Damit ist die Konsole definitiv besser geeignet für Gaming-Sessions mit Freunden oder Familie.

Gaming: Familie sitzt vor dem Sofa und spielt mit einer Spielekonsole
Mit der Konsole ist Familienspaß garantiert.

Ein weiterer Pluspunkt für die Konsole: Wenn du ein Spiel für die PlayStation 4 (Pro) kaufst, weißt du mit Sicherheit, dass es auf dem Gerät läuft. Bei einem Gaming-PC kann es sein, dass dein Grafik-Treiber nicht für das Spiel ausgelegt ist oder andere technische Standards nicht ausreichend sind, sodass das Game gar nicht oder zumindest nicht optimal auf dem Rechner läuft. Solche Probleme lassen sich zwar durch zusätzliche Downloads, Installationen oder das nachträgliche Aufrüsten des PCs beheben, kosten aber Zeit und Mühe. Willst du also deinen Computer oder einzelne Komponenten updaten, ist das etwas umständlicher. Updates für die Playstation lassen sich dagegen mühelos durchführen. Du bekommst eine Benachrichtigung und kannst das Update sofort laden, fertig.

Fazit: Letztendlich kommt es auf deine eigenen Vorlieben und Erwartungen beim Gaming an, ob du dich für einen PC oder eine PS4 entscheidest. Generell lässt sich jedoch sagen, dass sich das Konsolen-Gaming an ein breiteres Publikum richtet, weil es nicht so aufwendig und mit weniger „Bastelarbeit“ verbunden ist. Hardcore-Gamer, die Freude daran finden, sich ihren eigenen Rechner zusammenzustellen und regelmäßig noch zu verbessern, können dagegen PC-Gaming in Erwägung ziehen.

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