Reichweiten von Elektroautos: Das solltest du zum Thema wissen.

Inzwischen sind immer mehr Elektroautos hierzulande unterwegs – und sie fahren immer weiter. Die Hersteller steigern die Reichweiten ihrer E-Autos mit jedem neuen Modell. Die Stromer sind damit längst alltagstauglich geworden. Wie sich Elektroautos bei Überlandfahrten, im Winter und im Vergleich mit Benzinern schlagen und wie du das Maximum aus einer Akkuladung herausholst, erfährst du hier.

So weit kannst du mit einem E-Auto fahren.

Natürlich hängt die tatsächliche Reichweite von Elektroautos von verschiedenen Faktoren ab: Modell, Fahrverhalten und sogar vom Wetter. Um dir zu zeigen, wie viel Kilometer du in einem durchschnittlichen Pendler-Alltag im E-Auto hinter dir lassen kannst, begleiten wir Paul einen Tag lang mit seinem BMW i3. Paul hat sich selbst gerade erst sein E-Auto zugelegt und möchte herausfinden, wie der BMW i3 im Reichweiten-Check abschneidet. Vom Ergebnis kannst du dir im Video ein Bild machen:

Immer weiter: Reichweite von E-Autos steigt kontinuierlich.

Schon im Jahr 2014 lag die durchschnittliche Reichweite aller in Deutschland angebotenen Elektroautos bei 200 Kilometern, 2016 stieg sie auf 270 Kilometer. Ob die aktuelle Reichweite von Elektroautos 2017 den Sprung über die 300-Kilometer-Marke schafft, wird sich noch zeigen. Auf der IAA 2017 hat BMW zumindest schon ein neues Modell vorgestellt, das 500 bis 700 Kilometer schafft, ohne zwischenzeitlich aufzutanken.

Nach wie vor sind die kleinen Elektroautos wie der Citroën C-Zero und der Smart electric drive besonders beliebt. Mit ihren 150 Kilometern Reichweite bewältigen sie die meisten innerstädtischen Fahrten in einer normalen Arbeitswoche locker. Spannend sind aber auch die Angebote in der Kompakt- und Mittelklasse. Diese Stromer liegen preislich zwischen 30.000 und 40.000 Euro und damit noch in einem vergleichsweise moderaten Preisgefüge. Auch die Reichweite kann sich sehen lassen: Elektroautos dieser Kategorie haben durchweg eine Reichweite von 200 Kilometern aufwärts. Der BMW i3 kommt auf 280 Kilometer, der Renault ZOE Z.E. sogar auf 400. Mit diesen Wagen kannst du dich sorglos auf den Weg von Frankfurt nach Nürnberg oder von Dortmund nach Bremen machen, ohne zwischendurch eine Ladestation ansteuern zu müssen.

Für Elektroautos, die auch Langstrecken ohne Zwischenladung bewältigen, musst du allerdings noch tief in die Tasche greifen. Zwar schafft das Model S 100D von Tesla laut Hersteller mit einer Akkuladung knapp 600 Kilometer – die bisher größte Reichweite aller Elektroautos am Markt dafür kostet das Topmodell aber auch über 100.000 Euro. Du solltest dabei aber immer im Hinterkopf behalten, dass Autos mit Verbrennungsmotor mit einer Tankfüllung im Schnitt auch nur 500 bis 1.000 Kilometer weit kommen.

Elektroautos: Perfekt für Pendler und Stadtbewohner.

Vor allem, wenn du täglich zur Arbeit in die Stadt pendelst, ist das Elektroauto eine ideale Alternative zum Benzin- oder Dieselmotor. Im Schnitt legen Pendler in Deutschland einen Arbeitsweg von 17 Kilometern zurück – für jedes Elektroauto am Markt ist das ein Klacks. Wenn du auf dem Land wohnst, kommst du mit dem Elektroauto nicht nur problemlos zur Arbeit, sondern auch in die nächste Stadt zum Supermarkt, ins Kino oder kannst Verwandte und Freunde in der Region besuchen.

Alle ihre Trümpfe spielen Stromer aber in der Stadt aus. Nicht nur, weil hier die meisten Ladestationen zur Verfügung stehen. In der Großstadt werden außerdem die meisten Kurzstrecken zurückgelegt. Der durchschnittliche Berliner etwa fährt dreimal am Tag jeweils sieben Kilometer. Wenn dein E-Mobil eine Reichweite von 250 Kilometern hat, bist du damit in der Großstadt fast zwölf Tage am Stück mobil, bevor du die nächste Ladestation ansteuern musst.

Auch für den Ausflug am Wochenende und andere Freizeitaktivitäten ist das Elektroauto eine gute Wahl. Kommst du aus München und willst am Wochenende in die Berge? Kein Problem! Bis nach Garmisch-Partenkirchen sind es keine 100 Kilometer. Und von Hamburg an die Ostsee ist es auch nicht weiter.

BMW i3 Yello emobility Edition ind er Stadt
Perfekt für die Stadt: Der BMW i3 in der Yello E-Mobility Edition.

So kannst du die Reichweite deines Stromers erhöhen.

Für die Hersteller von Elektroautos liegt die Herausforderung bei der Reichweite in der deutlich geringeren Energiedichte von Akkus gegenüber Benzin. Während ein Kilogramm Benzin (1,33 Liter) fast 12.000 Wattstunden Energie liefert, sind es bei Lithium-Ionen-Akkus maximal 140 Wattstunden pro Kilogramm. Das bedeutet: Der Akku eines Elektroautos, mit dem du 100 Kilometer zurücklegen kannst, wiegt viel mehr als ein Benzintank, der so weit gefüllt ist, dass du damit ebenfalls 100 Kilometer fahren kannst. Der Schlüssel zu mehr Reichweite liegt demnach in einer besseren Energieausbeute der Fahrzeuge sowie in leichteren Batterien.

Du kannst aber auch selbst viele Faktoren beeinflussen, um mit einer Akkuladung deines Elektroautos so weit wie möglich fahren zu können. Genau wie beim Benziner hängt es vor allem von deinem Fahrstil ab, wie weit du mit einer Tankfüllung bzw. Akkuladung kommst. Kurz gesagt: Wer fester aufs Gaspedal drückt, ist zwar schneller am Ziel, kommt dafür aber insgesamt nicht so weit. Am sparsamsten bist du meist mit moderaten Geschwindigkeiten unter 100 Stundenkilometern unterwegs.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Reifenwahl. Bis zu 30 Prozent des Energieverbrauchs eines Fahrzeugs hängen von den Reifen ab. Für Elektroautos gibt es daher spezielle Reifen, die einen besonders geringen Rollwiderstand haben. Auch wurden Fahrbahnhaftung und Formstabilität optimiert, was die Effizienz ebenfalls steigert. Außerdem solltest du den Reifendruck regelmäßig kontrollieren. Ist er zu niedrig, liegt mehr Fläche auf der Straße und der Rollwiderstand steigt.

Vor allem im Winter: Sparsam sein!

Im Winter musst du besonders pfleglich mit dem Akku deines Stromers umgehen. Denn bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sinkt die Akkuleistung signifikant. Manch ein Stromer liefert dann nur noch die Hälfte der Reichweite, die er sonst bei 22 Grad Celsius schafft.

Hier einige Tipps, die dich mit deinem E-Auto gut durch die kalte Jahreszeit bringen:

  • Auto vorheizen: Die meisten E-Autos können schon beheizt werden, wenn das Fahrzeug noch am Ladekabel hängt. Dann wird der Energiebedarf hierfür nicht von der Batterie, sondern aus der Steckdose gedeckt.
  • Während der Fahrt weniger heizen: Wenn du die Temperatur im Auto um nur zwei Grad absenkst, macht sich das schon beim Stromverbrauch bemerkbar. Denn anders als beim Benziner kann das E-Auto zum Heizen keine Abwärme des Motors nutzen. Die kuscheligen Temperaturen werden allein durch den Akku erzeugt.
  • Weitere Verbraucher abschalten: Sitzheizung, Scheibenheizung, Autoradio, Innenbeleuchtung – auf längeren Strecken solltest du darauf möglichst verzichten, um Strom zu sparen.
  • Garage: Am besten ist es, wenn du im Winter für dein E-Auto einen witterungsgeschützten Stellplatz zur Verfügung hast, damit der Akku nicht zu sehr auskühlt.

Außerdem stehen bei vielen Elektroautos verschiedene Fahrmodi zur Verfügung. Der BMW i3 bietet zum Beispiel: Comfort, EcoPro und EcoPro+. Je nachdem, welchen Modus du wählst, sind Funktionen wie Heizung, Klimaanlage etc. im Betrieb verwendbar – oder eben nicht. Auch darüber lässt sich Strom sparen und damit die Reichweite deines Elektroautos verlängern.

Darüber hinaus lohnt es sich auch, bei der Routenplanung einiges zu beachten. Abkürzungen über Landstraßen bringen dich nicht immer sparsamer ans Ziel. Denn die zahlreichen Brems- und Beschleunigungsvorgänge können die Batterie so stark beanspruchen, dass die eingesparten Kilometer bei der Gesamtreichweite wieder draufgehen. Die gleichmäßige Geschwindigkeit auf der Autobahn belastet die Batterien dagegen weniger. Moderne und vor allem vernetzte Navis, die Echtzeitdaten des Verkehrs beziehen und Informationen über Fließgeschwindigkeit und Streckenprofile berücksichtigen, können dir bei der Routenplanung helfen.

Berücksichtigst du all diese Tipps, kannst du die größte Reichweite aus deinem Elektroauto rausholen.

Gibt es bald Elektroautos mit 1.000 Kilometer Reichweite?

Dass es möglich ist, ein E-Auto mit einer Reichweite von 1.600 Kilometern zu bauen, hat der kalifornische IT-Unternehmer Eric Lundgren gezeigt – und sich damit einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde gesichert. Das „Phoenix“ getaufte Fahrzeug ist eine umgebaute 5er BMW Limousine. Für die Umrüstung auf einen E-Antrieb verwendete Lundgren zu 90 Prozent Recycling-Komponenten. Das Ganze soll nur rund 14.000 Dollar gekostet haben. Lundgren baute dafür 18.650er-Lithium-Ionen-Batteriezellen aus Elektroautos, Laptops und anderen Geräten zu einem 130 kWh starken Akku zusammen, der sein umgebautes E-Auto antrieb.

Zwar ist ein solches Modell noch nicht in Serienproduktion zu haben. Das Experiment zeigt aber, was theoretisch möglich ist. Und warum sollte es in Zukunft nicht auch Elektroautos geben, die sogar eine Reichweite von 2.000 Kilometern haben?

Mehr Elektromobilität und BMW i3.

Du willst mehr über Elektromobilität und den BMW i3 erfahren? In unserer Serie hat Paul hat das E-Auto auf Herz und Nieren geprüft. Mach’ dir dein eigenes Bild und finde heraus, ob der BMW i3 in der Yello E-Mobility Edition auch deinen Alltag bereichern kann.

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