Heimkino bauen: Tipps für ein tolles Filmerlebnis.

Es ist der Traum vieler Filmfans: ein eigenes Heimkino bauen! Ob nun im kleinen Rahmen im Wohnzimmer oder gar als eine Art Kinosaal im Keller – die richtige Ausrüstung ist dabei stets das A und O. Die folgenden Tipps helfen dir bei der Wahl des passenden Beamers, einer filmreifen Leinwand und eines geeigneten Soundsystems. So holst du dir Hollywood nach Hause!

Und Action! Heimkino selber bauen: Das brauchst du.

Vorbereitung ist die halbe Miete – das gilt auch, wenn du ein Heimkino selber bauen willst. Am Anfang steht also ein guter Plan, schließlich musst du die richtige Technik aussuchen und die Stromversorgung der Geräte mit einer ausgeklügelten Verkabelung gewährleisten. Für eine authentische Kinoatmosphäre dürfen ebenso Leinwand, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände nicht fehlen.

Heimkino-Kosten: The Sky is the limit.

Sinn macht es außerdem, dass du dir für dein Vorhaben bereits im Vorfeld einen finanziellen Rahmen steckst. Möchtest du einen separaten Raum stilecht wie ein kleines Kino einrichten, kannst du locker 10.000 Euro und mehr ausgeben. Willst du nur dein Wohnzimmer ein wenig aufpimpen, ist mit einem Budget von ca. 1.000 Euro schon so einiges drin. Wie hoch die Kosten letztendlich ausfallen, hängt dementsprechend von deinen persönlichen Vorlieben, den räumlichen Gegebenheiten und vor allem deinem Geldbeutel ab.

Beachten solltest du in jedem Fall: Beim technischen Equipment gibt es große Qualitätsunterschiede. Um die Kosten nicht zu sprengen, überlege dir genau, was du brauchst und worauf du möglicherweise verzichten kannst. Investiere lieber in eine kleine, aber hochwertige Heimkinoanlage, die perfekt in deine Wohnung passt, als dein privates Filmtheater mit teurem, aber nutzlosem Equipment auszustatten.

Du kannst auch dein Heimkino bauen lassen – dann sind zudem die Kosten besser planbar. Schließlich ist die Gefahr für unerwartete Mehrkosten geringer, wenn sich gleich Fachmänner um die Einrichtung des Heimkinosystems kümmern.

Technisches Equipment fürs eigene Heimkinosystem.

Wichtig ist so oder so: Die einzelnen technischen Geräte sollten gut zusammenpassen und optimal aufeinander abgestimmt sein. Die Grundbausteine eines Heimkinosystems sind:

  • Lautsprecher
  • Subwoofer
  • Verstärker
  • Beamer bzw. Projektor
  • Bildquelle (z. B. Blu-Ray-Player, Spielekonsole oder Computer)
  • Leinwand
Heimkino Anlage mit Leinwand
Unscheinbar unterhaltsam: Leinwand und Lautsprecher für dein Heimkino.

Alle diese Geräte müssen mit Strom versorgt werden. Dabei kann schnell ein ziemlicher Kabelsalat entstehen. Plane deshalb bereits vor der Installation deiner Heimkinoanlage die Verkabelung und überlege, wie du die Kabel möglichst unauffällig und geordnet verlegen kannst. Außerdem muss die Belüftung stimmen, damit die Anlage nicht überhitzt. Ausreichend „Luft zum Atmen“ sollte für dein technisches Equipment dementsprechend ebenfalls vorhanden sein.

Perfektes Filmerlebnis: Mehr als nur Technik.

Wenn du ein stilechtes Heimkino einrichten willst, ist es mit der technischen Anlage alleine aber natürlich nicht getan. Erst mit einer optimalen Akustik kommt dein Soundsystem richtig zur Geltung und nur in völliger Dunkelheit können dein Beamer und deine Leinwand zeigen, was sie draufhaben. Bei der Abdunkelung helfen dir die folgenden Elemente:

  • Schwarzer Bühnenmolton
  • Rollos und Vorhänge für die Fenster
  • Schwarze Dispersionsfarbe

Bühnenmolton ist ein dicker, rauer Stoff, der das Licht schluckt. Er verbessert außerdem die Akustik, da er den Hall im Raum reduziert. Gleiches gilt für Vorhänge. Rollos vor den Fenstern helfen zusätzlich dabei, das Tageslicht oder die Straßenbeleuchtung draußen zu lassen. Streichst du dann noch die Wände schwarz, wird kaum noch Licht reflektiert.

Die Akustik kannst du mit dicken Teppichen und gemütlichen Möbeln aus rauem Stoff optimieren. Tipp: Fürs ultimative Kino-Feeling gibt es nichts Besseres als ein paar echte Kinosessel. Frag doch mal bei den Kinos in deiner Nähe nach, ob sie ein paar ausrangierte Kinosessel loswerden wollen – oft sind sie schon für kleines Geld zu haben. Auch gefüllte Regale und Schränke schlucken ein Stück weit unerwünschten Nachhall. Wenn du dein Heimkino richtig professionell einrichten willst, kannst du sogenannte Absorber aus speziellem Schaumstoff installieren – diese sind allerdings nicht ganz billig.

Frau sitzt im Sessel und schaut TV
Sitzkomfort: Für ein echtes Kinoerlebnis brauchst du ein gemütliches Sofa oder einen Sessel zum entspannen.

„Beam me up“: Tipps für den richtigen Projektor.

Der Beamer als Projektor ist das Herzstück deiner Heimkinoanlage. Investiere daher ruhig etwas mehr Zeit, bevor du deine Kaufentscheidung triffst, um dir verschiedene Geräte anzuschauen. In einem Fachgeschäft kannst du dich beraten und dir die Bildqualität der verschiedenen Beamer vorführen lassen. Auf folgende Merkmale solltest du dabei achten:

  • Helligkeit
  • Kontrastverhältnis
  • Farbtreue & Weißabgleich
  • Bildschärfe
  • Optischer LensShift
  • Projektionstechniken
Nahaufnahme eines Beamers
Solltest du dir einen Beamer zulegen wollen, lass dich im Fachhandel beraten und behalte Größe und Lichtverhältnisse deines Wohnzimmers im Hinterkopf.

Welcher Beamer der Richtige für dich ist, hängt auch von den räumlichen Gegebenheiten deines Heimkinos ab. So brauchst du zum Beispiel in einem Raum, der sich nicht vollständig abdunkeln lässt, eine stärkere Helligkeit und ein höheres Kontrastverhältnis. Für eine Leinwand von bis zu vier Meter Breite genügt eine Auflösung in FullHD für eine gute Bildschärfe. Das heißt, 4K brauchst du nur, wenn du ein sehr großes Heimkino bauen willst.

Der optische LensShift ist eine Technik, die dir erlaubt, auch in kleinen oder verwinkelten Räumen ein tolles Bild ohne Verzerrungen auf die Leinwand zu projizieren. Das Objektiv lässt sich hierbei so verschieben, dass das Bild stets optimal auf die Leinwand fällt. Bei den Projektionstechniken hast du die Auswahl zwischen:

  • DLP („Digital Light Processing“ – Digitale Lichtverarbeitung)
  • LCD („Liquid Crystal Display“ – Flüssigkristallanzeige)
  • LCoS („Liquid Crystal on Silicon“ – Flüssigkristalle auf Siliziumsubstrat)

Welche dieser Techniken für dein Heimkino am besten geeignet ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Frag hierzu bei der Beratung am besten beim Fachmann nach.

Hollywood zu Hause: Leinwand fürs Heimkino kaufen.

Nun brauchst du noch die richtige Leinwand für dein Heimkino. Dabei hast du die Wahl zwischen einer fest installierten Rahmenleinwand und einer Rolloleinwand, die du auf- und abrollen kannst. Die Rahmenleinwand ist perfekt, wenn du ein festes Heimkino bauen willst, das ausschließlich als solches genutzt wird. Möchtest du dein Wohnzimmer lediglich bei Bedarf als Heimkino nutzen, passt vermutlich eine Rolloleinwand besser.

Diese kannst du auch mit Motor kaufen, sodass sie sich per Fernbedienung ausfahren lässt und du sie nicht manuell herausziehen musst. Eine Rahmenleinwand kannst du bei Interesse sogar selber bauen – spezielles Leinwandtuch findest du im Handel oder im Internet. Das Standardformat für TV-Filme ist 16:9, für einen originalgetreuen Kinomaßstab benötigst du das Format 21:9. Die Größe hängt selbstverständlich davon ab, wie viel Platz du in deinem Heimkino hast.

Was den Sitzabstand angeht: Dieser ist quasi eine Wissenschaft für sich. Es existieren zahlreiche Formeln und Meinungen dazu, wie weit du von der Leinwand entfernt sitzen solltest. Eine einfache und recht leicht zu merkende besagt: Die Entfernung zur Leinwand sollte doppelt so groß sein, wie diese breit ist. Beim Beamer ist meistens in der Anleitung zu finden, wie weit dieser von der Leinwand entfernt aufgestellt werden sollte.

Abbildung einer Rollleinwand
Die Mobile Alternative zur festen Rahmenleinwand: Die Rolloleinwand.

Der Ton macht die Musik: Soundsystem fürs Heimkino.

Jetzt fehlt nur noch der Ton für dein erstes Kinoerlebnis in den eigenen vier Wänden. Zum Soundsystem einer Heimkinoanlage gehören:

  • Subwoofer
  • Center
  • Weitere Lautsprecher
  • Verstärker

Für eine Surround-Anlage brauchst du insgesamt sechs Lautsprecher. Der Center kommt in die Mitte und sollte flach genug sein, um unter die Leinwand zu passen. Achte dabei auf eine gute Klangqualität im Mittel und Hochtonbereich. Der Subwoofer ist für die Bässe, also den Tieftonbereich, zuständig.

Die anderen vier Lautsprecher sorgen für einen tollen Raumklang, der eines Heimkinos würdig ist. Hierfür hast du die Wahl zwischen Stand- und Kompakt- sowie On-Wall-Lautsprechern – letztere werden fest an die Wand geschraubt. Die Standlautsprecher eignen sich für die Front, sofern du genug Platz hast. Ansonsten sind gute Kompaktlautsprecher eine Alternative. Für den Ton, der von hinten kommt, sind Kompakt- und On-Wall-Lautsprecher gleichermaßen sinnvoll. On-Wall-Lautsprecher nehmen aber weniger Raum ein, sodass sie für kleine Heimkinos die bessere Wahl sind.

Dafür, dass alle Lautsprecher deiner Heimkinoanlage perfekt zusammenarbeiten, sorgt wiederum der richtige Verstärker. Er verteilt die Tonsignale so an die verschiedenen Lautsprecher, dass ein einheitliches Klangbild entsteht.

Film ab! Passende Bildquellen aussuchen.

Und was ist mit der externen Bildquelle, damit du überhaupt etwas per Beamer auf die Leinwand projizieren kannst? Für welche du dich entscheiden solltest, hängt davon ab, wofür du dein Heimkino nutzen willst. Du möchtest nur Filme schauen? Dann reicht ein Blu-Ray- oder DVD-Player. Du möchtest auch andere Dinge machen, wie Spiele spielen, Urlaubsfotos auf der großen Leinwand betrachten, dem TV-Programm frönen oder streamen? Dann bieten sich auch Spielekonsolen, Computer oder Satelliten- bzw. Kabel-Receiver an.

Yello Tipp: Kino-Ausstattung braucht Kinofilme.

Für das ultimative Kinoerlebnis solltest du natürlich auch die besten Filme in deinem Heimkino schauen. Die aktuellen DVD & Blue-Ray Neuerscheinungen findest du hier.

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