Die meisten haben es sicher schon selbst erlebt oder zumindest davon gehört: Sämtliche Lampen gehen aus und plötzlich steht man im Stockdunkeln. Man tastet sich durch die Wohnung; auf der Suche nach Kerzen, einer Taschenlampe oder dem Smartphone. Mit einer Photovoltaikanlage mit Solarstromspeicher könnte dieses Szenario der Vergangenheit angehören.

Abhängigkeit von der Stromversorgung.

Ohne Strom zu sein ist unbequem. Ist er weg, fühlt man sich um Jahrhunderte zurückversetzt. Heutzutage haben wir uns daran gewöhnt, dass der Stromfluss aus der Steckdose niemals versiegt. Wir sind alle auf Strom angewiesen und dadurch abhängig von einem funktionierenden Stromnetz und Stromerzeugern. Unser Stromanbieter versorgt uns mit dem nötigen Strom, wir zahlen im Gegenzug den Strompreis. Dieser ist jedoch in den letzten Jahren stetig gestiegen – im Schnitt um 6 Cent pro Jahr seit der Jahrtausendwende:

Haushalte zahlen aktuell mehr als 30 Cent für die Kilowattstunde.

Strom ist somit ein kostbares Gut; der gelbe Saft, der unbemerkt durch die Leitungen fließt und unseren elektronischen Geräten ganz selbstverständlich Leben einhaucht. Funktioniert dies allerdings nicht, merken wir schnell, wie stark wir auf Elektrizität angewiesen sind.

Was passiert bei Stromausfall?

Ein Stromausfall kann nerven. Er legt den Betrieb lahm: Kein Kochen, kein Heizen, kein Warmwasser. Aber wie oft passiert sowas überhaupt? Wie sieht es mit der Stromversorgung in Deutschland aus? Rund 166.500 Versorgungsunterbrechungen verzeichnete die Bundesnetzagentur in 2017.

Als elektrischen Strom bezeichnet man den Fluss von Ladungsträgern, zum Beispiel Elektronen. Sie fließen in einem Stromkreis von einem Pol zum anderen – wie in einer Batterie. Dafür wird allerdings eine Spannung benötigt. Sie ist wie ein Gefälle, das die Elektronen in Bewegung setzt. Ist dieser Stromkreis jedoch unterbrochen oder ist keine Spannung vorhanden, fließt kein Strom.

Was tun bei Stromausfall.

Betrachtung des Zählerschranks bei Stromausfall

Kurzschluss durch Stromkreisunterbrechungen.

Wenn kein Strom zu uns fließt, ist lediglich die Stromversorgung unterbrochen – wir nennen das dann Stromausfall. Der Strom ist aber nicht weg, er kommt nur nicht bei uns an. Die Auslöser dafür können verschieden sein:

  1. Umgestürzte Strommasten
  2. Stürme, Überschwemmungen oder Brände
  3. Erhöhter Schneefall
  4. Kurzschlüsse in Umspannwerken
  5. Cyberattacken, durch die gezielt Kraftwerke zum Stillstand gezwungen werden

Stromnetz aus dem Gleichgewicht.

Der Stromausfall kann aber auch einen anderen Grund haben: Einen sogenannten Re-Dispatch. Dabei werden die Kraftwerke hoch- und runtergefahren, um Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Diese Schwankungen entstehen dadurch, dass mal mehr und mal weniger Energie ins Netz eingespeist wird. Der Re-Dispatch soll einen Engpass oder ein Übermaß in der Energieversorgung ausgleichen. In Folge kann es zu Netzausfällen und Leistungsstörungen kommen und somit zum Stromausfall. An besonders sonnigen Tagen kann auch ein Überangebot zum Netzausfall führen. Um das Netz vor Überlastung zu schützen, wurde deshalb die Wirkleistungsbegrenzung (auch 70-Prozent-Regelung genannt) für privat betriebene Solaranlagen eingeführt.

Blackout – Stromausfall im großen Stil.

Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem kleinen Stromausfall und einem kompletten Blackout? Viele kennen ein Blackout noch aus der Schulzeit: Du sollst etwas vortragen und plötzlich wird es schwarz im Kopf. Bei einem Blackout im Rahmen eines Stromausfalls ist es ganz ähnlich. Allerdings noch ein wenig drastischer: Der Strom fällt nicht nur bei dir zuhause aus, sondern in einem großräumigen Gebiet – das ganze Netz ist betroffen. Die Infrastruktur einer ganzen Stadt oder sogar eines Landes kann dadurch beeinträchtigt sein. Je länger kein Strom zur Verfügung steht, desto ernster wird die Lage. Die Strukturen unserer heutigen Welt sind stark vom Strom abhängig und können bei einem kompletten Blackout schnell zusammenbrechen.

Kommunikation: Ausfall von Mobilfunknetzen, Fernsehen und Internet.

Beleuchtung: Lichter, Ampeln und Alarmanlagen bleiben aus.

Bezahlung: Die Geldautomaten sowie Zahlungen mit EC-Karten-Lesegerät funktonieren nicht.

Notversorgung: Öffentliche Einrichtungen müssen auf Notstromaggregate zurückgreifen und die Wasserversorgung fällt aus.

Vorsorge für den Stromausfall.

Ein normaler Stromausfall in Deutschland ist nicht weiter tragisch, wenn du darauf etwas vorbereitet bist. Wenn der Strom plötzlich weg ist und man im Dunkeln tappt, solltest du die Ruhe bewahren und ein paar einfache Schritte befolgen.

3 Dinge, um gewappnet zu sein.

  1. Beleuchtung – Taschenlampen, und dazu passende Batterien oder Akkus, oder Kerzen solltest du immer zur Hand haben und nicht lange suchen müssen.
  2. Kommunikation – dein Smartphone ist heutzutage der Zugang zur Außenwelt. Sorge dafür, dass es geladen ist und du die wichtigsten Nummern vorliegen hast. Da dein Internetzugang vom Stromnetz abhängt, bist du auf ein mobiles Netz angewiesen.
  3. Wohlbefinden – Halte Decken, warme Kleidung, Wärmflasche und dergleichen bereit. Viele Heizungen funktionieren nicht ohne Strom. Es ist auch gut, ein paar Flaschen Wasser im Haus zu haben, falls Wasser ohne Strom nicht zu dir gepumpt werden kann. Ein paar Speisen, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen bzw. auch ohne Kühlung längere Zeit haltbar sind, solltest du bevorraten.

4 To-Do's bei Stromausfall.

  1. Ist vielleicht nur deine Sicherung herausgeflogen? Schaue im Sicherungskasten nach und überprüfe die Lage in der Nachbarschaft: Haben alle anderen Licht oder liegt das komplette Wohnviertel im Dunkeln?
  2. Warst du gerade am Kochen? Sind die Herdplatten, das Waffelweisen oder andere Geräte noch eingeschaltet, die besser aus wären, sobald der Strom auf einmal wieder da ist? Schalte besser alles aus bzw. ziehe – wenn möglich – den Netzstecker!
  3. Hol dir Informationen: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt über die NINA Warn App Warnmeldungen zu unterschiedlichen Gefahrenlagen heraus.
  4. Dein Stromversorger freut sich über jeden Hinweis zur Klärung des Stromausfalls: Melde umgestürzte Strommasten oder defekte Leitungen und warte dann, bis der Strom wieder fließt.
Illustration Yello Solar Strom Speicher

So strahlst du auch beim Blackout.

Mit dem Betrieb einer Solaranlage hat man den ersten Schritt in Richtung Prävention von Stromausfällen getan. Rüstest du dich dann noch mit einem Stromspeicher aus, kannst du bei einem Blackout auf den gespeicherten Strom zurückgreifen. Die Anlage selbst muss dann nur als sogenanntes Inselsystem ausgelegt sein, sodass sie auch bei Stromausfall arbeitet.

Bei Stromausfall autark sein.

Wird es dann plötzlich dunkel, ist man trotzdem überrascht. Besitzer:innen eines Notstromaggregats haben zumindest so lange Strom, wie der Diesel reicht. Eine andere Möglichkeit ist eine eine Solaranlage mit Speicher der den Notstrom liefert. Wenn die Steckdose nicht mehr vom Netz gespeist wird, bedient man sich einfach am selbsterzeugten Strom.

Mit einer Photovoltaikanlage, die auf dem Dach installiert ist, produziert man eigenen Strom, der selbst verbraucht oder ins Stromnetz eingespeist wird. Produziert die Anlage gerade keinen Strom, weil die Sonne nicht scheint oder Nacht ist, beziehst du den benötigten Strom einfach aus dem lokalen Stromnetz; vom Stromerzeuger. Bei einem Stromausfall könnte man prinzipiell komplett auf den Eigenverbrauch setzen. Dafür benötigst du nur einen Stromspeicher, der den Strom beim Ausfall bereitstellt – er muss natürlich vorher welchen gespeichert haben.

Vorteile von Solaranlagen mit Speicher und Inselsystemen bei Stromausfall.

  1. Du bist weniger auf das öffentliche Stromnetz angewiesen und somit unabhängiger vom Strompreis.
  2. Du erhältst eine Vergütung für den von dir ins Netz eingespeisten Strom.
  3. Mit einem Speicher, kannst du den überschüssigen Strom vorerst speichern und zu einem späteren Zeitpunkt nutzen, wenn die Solaranlage keinen Strom produziert oder das öffentliche Stromnetz zusammenbricht – sofern es sich um ein Inselsystem handelt!
  4. Solaranlagen können ohne große Anfangsinvestitionen auch mit Speicher gemietet werden.
Piktogramm Solar

Unabhängig. Mit Solar-Inselsystem.

Möchte man vollkommen autark sein, muss man mindestens immer genauso viel Strom produzieren, wie man verbraucht. Dies wird als Solar-Inselsystem bezeichnet: Der Stromverbrauch wird zu 100 % durch den selbst erzeugten Strom aus Solarenergie gedeckt. Solar-Inselanlagen sind nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden und speisen keinen Strom ein.

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