Die Energiewende läuft unter Hochspannung und wir gewinnen immer mehr Strom aus Erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind oder Wasser. Und diese grüne Energie wird schon seit 2000 durch das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) gefördert. Wer zum Beispiel Strom aus Photovoltaik erzeugt und in das öffentliche Netz einspeist, bekommt nach dem EEG eine sogenannte Einspeisevergütung. Also pro Kilowattstunde (kWh) Solarstrom einen festgelegten Betrag und das über 20 Jahre. Zusätzlich gibt es Förderkredite, Programme der Bundesländer und regionale Zuschüsse. Wir geben dir einen Einblick.

Was ist die Einspeisevergütung?

Ein Blick ins Gesetzbuch: das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

Die Abkürzung EEG steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz, dessen erste Fassung im April 2000 in Kraft getreten ist. Es regelt im Wesentlichen drei Dinge:

  • Über den Strompreis zahlt jede:r Stromverbraucher:in einen Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien. Die sogenannte EEG-Umlage beträgt aktuell 6,5 ct/kWh Strom.
  • Strom aus erneuerbaren Energien fließt vorrangig in das öffentliche Netz, vor Strom aus herkömmlichen, fossilen Energieträgern.
  • Besitzer:innen von Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen, erhalten für ihren Strom einen festen Preis pro Kilowattstunde: die sogenannte Einspeisevergütung.

Die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen.

Besitzer:innen von Solaranlagen erhalten also für ihren Sonnenstrom, den sie ins Netz einspeisen, einen festen Betrag pro Kilowattstunde. Diese Einspeisevergütung erhalten sie 20 Jahre lang und gewinnen damit Planungssicherheit. In den vergangenen Jahren ist die Einspeisevergütung für Photovoltaik allerdings Stück für Stück gesunken: ein Anreiz für mehr Ökonomie im Solargeschäft. Solaranlagen kannst du dadurch heute deutlich günstiger kaufen als noch vor 20 Jahren und die Einspeisevergütung liegt bei gerade noch 7 Cent pro Kilowattstunde, wo es damals fast 60 Cent waren. Damit lohnt sich heute der Eigenverbrauch von Solarstrom oftmals mehr als das Einspeisen ins Netz; doch dazu später mehr.

Diese Solaranlagen-Größen unterscheidet das EEG.

Neben dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme entscheidet auch die Größe der Solaranlage über die Höher der Einspeisevergütung. Zwischen diesen Anlagetypen unterscheidet das EEG:

  • Solaranlagen bis 10 kWp Leistung
  • Solaranlagen über 10 kWp bis 40 kWp
  • Solaranlagen über 40 kWp bis 100 kWp

Bei einer Solaranlage mit einer Leistung bis 10 kWp erhältst du Anfang 2022 eine Einspeisevergütung von 6,83 ct/kWh Strom. Wer eine Solaranlage bis 40 kWp auf dem Dach betreibt, bekommt mit 6,63 Cent etwas weniger. Und für noch größere Anlagen verringert sich die Einspeisevergütung aktuell auf 5,19 Cent.

So hoch ist die Einspeisevergütung 2021 und 2022 für Solar.

Inbetriebnahme Bis 10 kWp Bis 40 kWp Bis 100 kWp
Februar 2022 6,73 Cent 6,53 Cent 5,11 Cent
Januar 2022 6,83 Cent 6,63 Cent 5,19 Cent
Dezember 2021 6,93 Cent 6,73 Cent 5,27 Cent
November 2021 7,03 Cent 6,83 Cent 5,35 Cent
Oktober 2021 7,14 Cent 6,94 Cent 5,43 Cent
September 2021 7,25 Cent 7,04 Cent 5,51 Cent
August 2021 7,36 Cent 7,15 Cent 5,60 Cent
Juli 2021 7,47 Cent 7,25 Cent 5,68 Cent

Vergütung für Solar-Mieter:innen.

Auch Mieter:innen einer Solaranlage erhalten die garantierte Einspeisevergütung. Nach EEG-Recht sind sie Betreiber:in der gemieteten Anlage und können somit den Solarstrom nutzen oder einspeisen und dafür die reguläre Vergütung erhalten.

Wann wird die Solar-Vergütung ausgezahlt?

Der Netzbetreiber nimmt den Solarstrom ab.

Mit einer Photovoltaikanlage erzeugst du tagsüber Strom, vor allem wenn die Sonne kräftig scheint. Diesen kannst du selbst nutzen und zum Beispiel dein Elektroauto mit Sonnenstrom frisch aus der Steckdose aufladen. Fließt jedoch mehr Strom als du sofort verbrauchen kannst, speist du den überschüssigen Teil ins Netz ein und erhältst dafür die Einspeisevergütung. Den Betrag zahlt der lokale Netzbetreiber aus; dieser ist übrigens zur Abnahme des Solarstroms verpflichtet. Betreiber:innen einer Solaranlage erhalten meist vom Netzbetreiber eine schriftliche Einspeisezusage. Die aktuelle Höhe der Vergütung findest du in der Tabelle oben oder auf den Seiten der Bundesnetzagentur.

So erhältst du dein Geld für den Solarstrom.

Netzbetreiber verwenden zwei Abrechnungsarten, um die Einspeisevergütung auszuzahlen:

  • Monatliche Zahlung und jährliche Abrechnung: Du erhältst jeden Monat für die geschätzte Anzahl an eingespeisten Kilowattstunden eine Vorauszahlung. Am Ende des Jahres liest der Netzbetreiber am Stromzähler ab wie viel Solarstrom du tatsächlich geliefert hast. Daraus folgt entweder eine Nachzahlung des Netzbetreibers oder eine Rückforderung der gezahlten Einspeisevergütung.
  • Monatliche Abrechnung: Der aktuelle Zählerstand des eingespeisten Stroms wird jeden Monat erfasst und die korrekte Einspeisevergütung im Folgemonat ausgezahlt. Dadurch entfallen die jährliche Abrechnung und eventuelle Korrekturen

Bei der Bundesnetzagentur registrieren.

Um als Solateur:in die EEG-Förderung zu erhalten, musst du deine Photovoltaikanlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anmelden. Damit es mit der Netzagentur klappt, schau dir unsere Tipps dazu an. Übrigens, bei Yello Solar übernehmen wir das für dich.

Solarstrom selbst verbrauchen oder einspeisen?

Was ist das überhaupt, Eigenstromverbrauch?

Neben der Einspeisevergütung werfen wir einen zusätzlichen Begriff in den Ring: den Solarstrom-Eigenverbrauch, Direktverbrauch oder Eigenstromverbrauch. Davon sprechen wir, wenn Solaranlagen-Betreiber:innen ihren Sonnenstrom direkt im eigenen Zuhause nutzen und Wärmepumpe, Waschmaschine und Co damit versorgen. In den Anfangsjahren des EEG war die Vergütung für den eingespeisten Strom ziemlich üppig und hat dafür gesorgt, dass fast jeder ins Netz eingespeist hat, statt den Sonnenstrom selbst zu nutzen.

Mit hohen Strompreisen lohnt sich der Eigenverbrauch.

Heute sind die Fördersätze geringer und es ist eher uninteressant, den eigenen Strom für knapp 7 ct/kWh an den Netzbetreiber zu verkaufen. Zudem hat sich der Strompreis seit 2000 mehr als verdoppelt, auf heute 32 Cent pro Kilowattstunde. So ist eine Kilowattstunde selbst erzeugter Solarstrom deutlich günstiger als der Strom, den du vom Energieversorger einkaufst: Im sonnigen Süden kostet die Kilowattstunde Solarstrom im Mittel 7,23 Cent; in Norddeutschland 11,54 Cent pro kWh. Das sind etwa 20 Cent weniger als der gekaufte Strom und das Dreifache der gesetzlichen Einspeisevergütung. Fazit: Es macht wirtschaftlich Sinn, die selbst erzeugte Energie auch selbst zu verbrauchen.

Eigenverbrauch von Strom aus Photovoltaik

Gerade mit E-Auto lohnt sich der Eigenverbrauch von Sonnenstrom

So kannst du noch mehr Strom selbst verbrauchen.

Je mehr Strom du selbst verbrauchst, desto unabhängiger machst du dich von steigenden Strompreisen und weißt außerdem genau, wo dein grüner Strom herkommt. Deswegen lohnt sich die Überlegung für einen Stromspeicher. Dieser speichert den überschüssigen Strom, der sonst ins Netz eingespeist würde. Früh morgens und abends, wenn die Sonne nicht scheint, versorgt er den Haushalt mit eigenem Solarstrom. Bis zu 70 % Eigenverbrauch ist so möglich.

Mit Speicher noch flexibler.

Heute entscheidet nicht die Einspeisevergütung über die Rendite der Solaranlage, sondern der Eigenverbrauch. Durch den Einbau eines Stromspeichers kannst du diesen weiter erhöhen. Bis zu 100 % Autarkie kannst du mit einem virtuellen Cloud-Speicher erreichen.

Was tun, wenn meine Einspeisevergütung ausläuft?

Für die ersten Solaranlagen endet die, über 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung. Viele Solar-Pionier:innen der ersten Stunde fragen sich jetzt, wie sie ihre Solaranlage weiter wirtschaftlich betreiben können. Dafür wurde das EEG Ende 2020 mit neuen Regelungen für Ü-20 Solaranlagen ergänzt (Quelle: Verbraucherzentrale, November 2021).

  • Die gute Nachricht, der Netzbetreiber muss weiterhin den Solarstrom abnehmen und dafür zahlen. Die Vergütung hängt vom Börsenstrompreis ab.
  • Der diesjährige durchschnittliche Börsenpreis für Photovoltaik liegt bei etwa 8 Cent pro kWh und wird Ende 2021 bei Ü20-Anlagen angerechnet.
  • Änderst du nach Ablauf der EEG-Förderung nichts an der Photovoltaikanlage, erhältst du diese Anschlussvergütung automatisch.
  • Alternativ kannst du deine Solaranlage auf mehr Eigenverbrauch umstellen und einen Stromspeicher installieren und eventuell Solarmodule nachrüsten.

Welche Option sich für die Post-EEG-Anlage am ehesten lohnt, sollte gut überlegt und geprüft sein, damit die Anlage noch einige Jahre sicher und wirtschaftlich läuft.

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Welche Solar-Förderungen gibt's noch?

Neben der Einspeisevergütung gibt es weitere Fördermöglichkeiten für Solarstrom auf Bundesebene und regional. Allerdings sind diese Programme nur für Solaranlagen zum Kauf oder für Stromspeicher gedacht. Photovoltaikanlagen zur Miete erhalten neben der Einspeisevergütung aktuell keine Sonderzuschüsse. Die hohe Investitionssumme ist bei Mietanlagen über die Monate verteilt und passt damit gut, wenn du kein großes Budget ausgeben und finanziell flexibel bleiben möchtest.

Förderung für Photovoltaik durch die KfW.

Die wohl bekannteste Solaranlagen-Förderung bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Bei der KfW gibt es ein Programm zur Förderung Erneuerbarer Energien, das auch Förderkredite für PV-Anlagen beinhaltet. Diese Kredite sind besonders zinsgünstig und die KfW bietet flexible Laufzeiten bis zu 20 Jahren.

Falls du schon eine Photovoltaikanlage besitzt, kannst du diese über einen KfW-Kredit auch noch ausbauen und erweitern. Die genauen Konditionen der Förderung sind abhängig von deiner Bonität, doch die KfW-Förderung für Photovoltaik ist in der Regel attraktiver als herkömmliche Kredite anderer Banken.

Die KfW-Zuschüsse sind kombinierbar mit den Förderungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Allerdings unterstützt die BAFA-Förderung nur Solarthermie-Anlagen. Wenn du also mit deiner Anlage Warmwasser oder generell Wärme erzeugst, kommt die BAFA-Förderung für dich infrage.

Regionales zur Förderung von Solaranlagen.

Neben den bundesweiten Förderungen für Solar gibt es regionale Programme, die nur im jeweiligen Bundesland verfügbar sind und meist nur für einen begrenzten Zeitraum laufen – wie das 10.000-Häuser-Programm in Bayern oder das Förderprogram NRW.Energy4Climate in Nordrhein-Westfahlen. Was genau und in welcher Höhe gefördert wird, ist dabei sehr unterschiedlich. Viele Förderungen unterstützen auch die Installation von Solarstromspeichern. Informiere dich am besten direkt bei diesen Anlaufstellen:

Auch einzelne Kommunen und Städte fördern Solaranlagen und Speicher; frage doch einmal bei deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung nach.

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