Immer mehr Energie wird aus erneuerbaren Energien wie Sonnenlicht, Wind und Biomasse wie beispielsweise Raps gewonnen. Das geht nur mit entsprechenden Anlagen: Windkrafträder, Biogasanlagen oder auch Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach. Hinzu kommen weitere Kosten für den Aus- und Umbau unseres Stromnetzes, damit es diese neue Art der Stromerzeugung auch verarbeiten kann. Das alles kostet sehr viel Geld. Daher hat der Gesetzgeber zur Förderung des ökologischen Wandels der Stromerzeugung ein spezielles Gesetz erlassen: das Erneuerbare-Energien-Gesetz.

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EEG und EEG-Umlage – was ist das?

Die Abkürzung EEG steht für Erneuerbare-Energien-Gesetz, dessen erste Fassung bereits im April 2000 in Kraft getreten ist. Es regelt im Wesentlichen drei Dinge:

  1. Die zusätzliche Abgabe eines jeden Stromverbrauchers auf den Strompreis zur Förderung der erneuerbaren Energien – die sogenannte EEG-Umlage.
  2. Strom aus erneuerbaren Energien wird mit Vorrang vor Strom aus anderen Energiequellen - wie z.B. fossilien Brennstoffen - in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Natürlich dürfen Solaranlagen-Betreiber, die eine Solaranlage gemietet oder gekauft haben, selbst entscheiden, ob sie ihre erzeugte Solarenergie bevorzugt einspeisen oder selbst verbrauchen möchten.
  3. Besitzer von Anlagen, die Energie aus nachwachsenden Rohstoffen umwandeln, also beispielsweise Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, erhalten für ihren Strom einen fixen Preis pro Kilowattstunde. Das ist die sogenannte Einspeisevergütung.

Wie hoch ist die EEG-Umlage und wer muss sie bezahlen?

Jeder Haushalt muss natürlich für seinen Strom zahlen. Durch das EEG erhöht sich der Strompreis um einen fixen Mehrbetrag für jede Kilowattstunde. Zurzeit liegt dieser Zusatzbetrag bei 6,792 Cent pro kWh (Stand: Q4, 2018). Dank der EEG-Umlage können erneuerbare Energien gefördert werden – für eine saubere, ökologische Stromversorgung und zum Schutz unserer Umwelt.

Einspeisevergütung – was ist das?

Bei der Einspeisevergütung handelt es sich um eine staatlich festgelegte Vergütung von eingespeistem Strom. Sie soll die Einspeisung von Stromerzeugnissen in das regionale Netz fördern. Vergütung bedeutet gleichzeitig, dass Sie als Solaranlagenbetreiber profitieren können. Sobald Sie Solarstrom ins öffentliche Stromnetz einspeisen, bekommen Sie eine in kWp gestaffelte Einspeisevergütung. Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme sowie der Anlagentyp entscheiden über den gültigen Tarif. Ist der Vergütungssatz einmal bei Inbetriebnahme der Anlage festgelegt, gilt er für die kommenden 20 Jahre und ist nicht von Absenkungen betroffen.

Bei der Berechnung der Fördersätze wird zwischen verschiedenen Anlagetypen unterschieden:

  • Dachanlagen bis 10 kWp
  • Dachanlagen über 10 kWp bis 40 kWp
  • Dachanlagen über 40 kWp bis 100 kWp
  • Anlagen auf Nichtwohngebäuden und auf Freiflächen bis 100 kWp

Bei einer Dachanlage mit einer Leistung bis 10 kWp konnten Sie im Juli 2020 mit 9,03 Cent/kWh rechnen. Wer eine Dachanlage mit einer Leistung zwischen 10 kWp bis 40 kWp betreibt, konnte eine Einspeisevergütung von 8,78 Cent/kWh erwirtschaften. Noch größere Dachanlagen, die zwischen 40 kWp und 100 kWp leisten, ermöglichten 6,89 Cent/kWh. Freiflächenanlagen von bis zu 100 kWp, wurden mit 6,22 Cent/kWh vergütet.

Wann wird die Einspeisevergütung gezahlt?

Nehmen wir an, Sie lassen sich Solarmodule auf Ihrem Dach installieren. Wenn die Sonne scheint, erzeugen Sie damit Solarstrom. Diesen können Sie selber nutzen. Produzieren Sie mehr als Sie verbrauchen, wird der verbleibende Strom ins Netz eingespeist. Dafür erhalten Sie eine Einspeisevergütung vom Netzbetreiber. Die Höhe dieser Vergütung hängt von der Anlagengröße und dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Anlage ab. Damit Sie die Einspeisevergütung erhalten, müssen Sie die Photovoltaikanlage beim Netzbetreiber und im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur anmelden.

Wenn Sie beispielsweise im Juli 2020 Ihre Anlage in Betrieb genommen hätten, dann würden Sie maximal 9,03 Cent pro kWh erhalten. Dieser Betrag bleibt dann 20 Jahre lang fix. Aber Achtung: momentan sinken die Sätze der Einspeisevergütung kontinuierlich. Welchen Betrag Sie genau für jede kWh bekommen, hängt vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme Ihrer Solaranlage ab. Die Grundlage für die Höhe der Kürzungen bildet momentan die bundesweite Inbetriebnahme von neuen Anlagen. Werden dabei bestimmte Richtwerte bei der Anzahl neuer Anlagen übertroffen, fällt auch die Vergütung geringer aus.

Für die ersten Solaranlagen läuft Ende 2020 die Förderung aus. Solaranlagenbetreiber sollten sich somit rechtzeitig informieren, wie sie mit ihrer Solaranlage auch zukünftig Geld verdienen können. Möglichkeiten sind dabei die Erhöhung des Eigenverbrauchs, der Verbau von Solarstromspeichern mit Cloud-Optionen sowie die direkte Vermarktung des erzeugten Stroms.

Tipp.

Die Höhe der Förderung variiert von Monat zu Monat. Behalten Sie daher die aktuell gültigen Fördersätze im Auge und informieren Sie sich! Am besten entschließen Sie sich schnell für eine Solaranlage, um sich jetzt noch eine höhere Vergütung zu sichern.

Solarstrom selbst verbrauchen oder einspeisen?

Solaranlagenbetreiber fragen sich oft: Soll ich den produzierten Strom selbst verbrauchen oder doch besser einspeisen? Früher garantierten Solaranlagen dank der Einspeisevergütung schließlich enorme Renditen. Heute sind die Fördersätze jedoch geringer. Gleichzeitig ist der Strompreis vom Versorger immer weiter gestiegen. Aktuell liegt er bei rund 30 Cent pro kWh. Damit ist der Schnittpunkt (auch Netzparität genannt) erreicht, an dem selbst erzeugter Strom nicht mehr teurer ist, als Strom von konventionellen Anbietern. Eine Kilowattstunde Strom selbst erzeugter Solarstrom ist sogar deutlich günstiger: Im sonnenverwöhnten Süden von Deutschland kostet die Kilowattstunde Solarstrom rund 7,23 Cent; im sonnenärmeren Norddeutschland rund 11,54 Cent pro kWh.

Grundsätzlich gilt also: Sind die Strompreise beim Energieanbieter höher als die erhaltene Einspeisevergütung, macht es wirtschaftlich Sinn, den produzierten Strom selbst zu verbrauchen.

Tarif Yello Solar Smart

Tipp.

Die Einspeisevergütung ist in den letzten Jahren leicht gesunken. Doch nicht nur die sinkende Einspeisevergütung bestimmt die Rendite, sondern vor allem auch der Anteil an Eigenverbrauch. Durch den Einbau eines Stromspeichers können Sie diesen weiter erhöhen, indem Sie Solarstrom speichern und so die Stromkosten zusätzlich minimieren. Bei Yello können Sie im Tarif Yello Solar Smart einen Speicher zu Ihrer Solaranlage dazu mieten. Noch mehr Strom lässt sich mit einer hinzubuchbaren Cloud-Option verbrauchen.

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Wem gehört die Solaranlage?

Pachten Sie eine Solaranlage bei uns, gehört diese über die Dauer der Laufzeit der Yello Solar GmbH (Eigentümer). Sie selbst sind der Betreiber der Solaranlage. Der gesamte damit produzierte Strom sowie alle erwirtschafteten Erträge, z.B. durch die Netzeinspeisung, gehören Ihnen.

Was ist der Unterschied zwischen Miete und Pacht?

Der Unterschied zwischen Pacht und Miete ist klein, aber fein. Denn das Pachtmodell geht noch über die Vorteile einer Miete hinaus. Erklären wir es mit einem kleinen Beispiel:

Bei der Miete einer Wiese mit Apfelbäumen dürfen Sie auf dieser Wiese spazieren gehen, im Schatten der Apfelbäume ein Nickerchen halten und von den saftigen, reifen Äpfeln träumen. Sie dürfen diese jedoch nicht pflücken! Haben Sie jedoch die Wiese von ihrem Besitzer gepachtet, so gehören Ihnen auch alle Erträge, die Sie durch den Betrieb der Wiese erwirtschaften - kurz gesagt: Sie dürfen sich die Äpfel schmecken lassen.

Übertragen auf die Solaranlagen-Pacht bedeutet dies: Wenn Sie eine Solaranlage bei Yello pachten - und nicht nur mieten - sind Sie eigenständiger Betreiber Ihrer Anlage und dürfen den Strom-Ertrag selbstständig verwenden: Egal, ob Sie ihn direkt selber verbrauchen, für später in Ihrem Stromspeicher speichern, oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wofür Sie eine Einspeisevergütung nach den Regelungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten.

Das Pachtmodell von Yello Solar ist günstig, unkompliziert und risikolos, denn es fallen für Sie keine Investitionskosten an. Auch die Aufwände für den Aufbau, die Wartung und den Betrieb der Solaranlage entfallen. Sie gehen also weder ein finanzielles noch ein technisches Risiko ein. So können Sie sich entspannt zurücklehnen und Ihre private Energiewende genießen. Und falls Sie sich später doch dazu entscheiden, die Solaranlage zu kaufen, bieten wir Ihnen nach zehn Jahren die Möglichkeit dazu.