Zuhause

Ein Tag voller Strom: Wofür brauchen wir Strom im Alltag?

Wofür brauchen wir Strom? Oder: Wofür brauchen wir ihn nicht, denn er läuft 24/7 durch die meisten Geräte. Im Haushalt fließt er um zu kühlen, waschen, kochen, beleuchten, Medien nutzen oder Wasser zu erwärmen. Check, wie viel Strom dein Alltag braucht.

526 Terawattstunden haben wir im Jahr 2025 in Deutschland laut Umweltbundesamt verbraucht. So viele Kilowattstunden, dass die Zahl ausgeschrieben kaum zu lesen wäre. Wir benutzen Strom täglich und fast überall. Auch jetzt, während du diesen Text auf dem PC oder Smartphone liest. Wie viel Energie wir im Alltag für welche Dinge verbrauchen, ist uns oft gar nicht so bewusst, er ist ja meist da. Wir zeigen dir, welche Bereiche in deinem Alltag wie viel Strom brauchen.

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Zwei Frauen sitzen mit Popcorn vor dem Fernseher
Illustration Frau mit Sonnenbrille liegt in der Sonne

Stromverbrauch am Morgen.

Sonnenaufgang. Dein Stromverbrauch beginnt gleich beim Aufwachen. Du wirst von sanfter Musik oder dem schrillenden Alarm deines Weckers geweckt. Dein Wecker funktioniert mit Strom aus der Steckdose. Weckt dich dein Handy? Dann hat es bestimmt genau wie du über Nacht Energie getankt. Du machst Licht an. Im Winter brennt es morgens länger, weil die Sonne erst spät aufgeht und uns dann so früh schon wieder verlässt. Selbst sparsame LEDs verbrauchen dann spürbar mehr Strom als im Sommer, weil sie länger leuchten.

Strom im Bad.

Vermutlich wirst du nach dem Aufstehen verschlafen ins Bad schlurfen. Klar: Um so richtig wach zu werden, könnte eine kalte Dusche helfen. Eher wahrscheinlich ist es, dass du den Regler auf warmes Wasser stellst. Hast du fürs warme Wasser einen Durchlauferhitzer, verbrauchst du jährlich etwa 1.000 kWh Strom fürs angenehme Nass auf deiner Haut.

Du trocknest dich ab – hej, das geht sogar ganz ohne Strom, sofern du deine Handtücher nicht auf einem Handtuchwärmer vorwärmst, und kannst dich jetzt um deine Haare kümmern. Vielleicht schaltest du den Föhn ein. Bei täglicher Nutzung verbrauchst du jährlich rund 91 kWh (basierend auf einer 10-minütigen Nutzung pro Tag mit 0,25 kWh. Dein elektrischer Rasierer kommt bei regelmäßiger Verwendung auf jährlich etwa 0,3 kWh (0,003 kWh pro Nutzung bei rund 100 Anwendungen im Jahr). Deine Zähne putzt du vielleicht nicht mehr von Hand, sondern mit der elektrischen Zahnbürste. Auch sie verbraucht Strom, aber nur sehr wenig: jährlich etwa 2 kWh (0,003 kWh pro Nutzung bei zweimal täglichem Zähneputzen).

Und überhaupt: Damit du – auch im Winter – ausreichend Licht bei all den Morgenaktivitäten hast, sind die Lampen eingeschaltet und grade beim Blick in den Spiegel schaltest du vielleicht noch die Spiegelleuchten dazu. Setzt du dabei auf energieeffiziente Leuchtmittel und nutzt deine Lichtquellen sehr bewusst, kann dein Bad nicht nur komfortabler, sondern auch stromsparend werden.

Und zum Handtuchwärmer und der Sache mit dem Komfort: Es gibt vermutlich nichts Kuscheligeres, als sich nach dem Duschen oder Baden in ein vorgewärmtes Handtuch zu wickeln. Lass aber dabei nie den Stromverbrauch aus den Augen! Programmierbare Thermostate erhöhen die Effizienz dieser Geräte enorm. Und: Lass sie regelmäßig warten! Auch einen genauen Blick wert ist die Warmwasserbereitung im Bad. Solarenergie oder energieeffiziente Warmwasserbereitungs-Systeme senken langfristig deine Kosten. WIN-WIN – perfekt!

Junge in grünem Bademantel föhnt sich die Haare im Badezimmer

Strom in der Küche.

Ahhhh, frisch geduscht und was Leckeres essen! Jetzt ist Power in der Küche gefragt. Das Frühstücks-Ei, Porridge und dein warmer Kakao werden auf dem elektrischen Herd (bei einem Haushalt etwa 445 kWh im Jahr) gekocht und auch der Toaster braucht Elektrizität, also Strom, um Brot zu rösten. Toastest du jeden Tag, verbrauchst du dabei satte 30 kWh im Jahr!

Gleiches gilt, wenn du Kaffee liebst, denn auch die Kaffeemaschine braucht Strom, um Bohnen in dein liebstes Heißgetränk zu verwandeln. Je nach Gerätetyp verbraucht sie für täglich drei Tassen Kaffee zwischen 27 und 64 kWh pro Jahr. Und klar: Das Radio, der Bluetooth-Lautsprecher oder das Musikstreaming durch Alexa funktionieren auch nur mit Strom. Ebenso der Backofen, der Wasserkocher, der Geschirrspüler, der Mixer und viele andere Küchengeräte brauchen ihn:

  • Backofen: Bei einer angenommenen Nutzung von dreimal pro Woche für je 30 Minuten verbraucht er jährlich rund 156 kWh. (Eine typische Nutzung von 30 Minuten liegt bei etwa 1 kWh pro Nutzung.)

  • Wasserkocher: Er erhitzt Wasser sehr effizient, verbraucht aber mit 0,115 kWh pro Liter in kurzer Zeit viel Leistung. Bei einem Liter pro Tag sind das rund 42 kWh im Jahr.

  • Geschirrspüler: Er kommt bei durchschnittlicher Nutzung auf jährlich etwa 200 kWh.

  • Mixer: Bei einer Nutzungsdauer von etwa einer Minute pro Tag verbraucht er jährlich etwa 3 kWh (etwa 0,008 kWh pro Nutzung).

Ein Dauerverbraucher in der Küche ist der Kühlschrank, der immerzu Strom verbraucht, um alle Lebensmittel kühl und frisch zu halten und das Gefrierfach sorgt dafür, dass dein Lieblings-Eis nicht schmilzt. In Zahlen sind das bei einem Kühlschrank mit Gefrierfach im Jahr etwa 330 kWh. Wie viel genau, hängt vom Alter und der Energieeffizienzklasse des Geräts ab.

Zwei Freundinnen kochen eine Mahlzeit in der Küche

Strom auf der Arbeit.

Aber auch bei der Arbeit wird Strom immerzu verbraucht. Zug und U-Bahn bringen die Menschen ins Büro und brauchen dazu meist elektrischen Strom. Rolltreppen und Fahrstühle bringen dich zum Arbeitsplatz - natürlich mit elektrischem Strom. Die Computer auf den Schreibtischen brauchen ihn ebenfalls. Und in den Fabriken stellen Maschinen fast alles, was wir brauchen, mit Elektrizität her.

Auch Betriebe und kleine Unternehmen: Der Bäcker backt die Brötchen im elektrischen Ofen und im Supermarkt sorgt die Elektrizität dafür, dass deine Tiefkühlpizza kalt bleibt und die Kassen funktionieren. Ob im Büro, im Supermarkt oder in der Fabrik: Auch bei der Arbeit läuft fast nichts ohne Strom.

Übrigens: Mit Ökostrom aus 100 % erneuerbaren Energien fürs eigene Business bieten wir dir auch günstige Tarife für dein Büro und Gewerbe.

Frau und Mann geben sich High Five im Büro

Stromfresser im Alltag.

Es gibt immer mehr Geräte in unseren Haushalten, die sowohl im Betrieb als auch im Standby-Modus Energie verbrauchen – sogenannte Stromfresser. Meist fallen darunter alte Elektrogeräte oder strombetriebene Geräte, die energieintensiv und im Dauerbetrieb sind. Das sind die größten Stromfresser im Alltag. Dabei spielt die Energieeffizienzklasse eine entscheidende Rolle, da sie den tatsächlichen Stromverbrauch der Geräte maßgeblich beeinflusst. Wir beziehen uns auf den Stromverbrauch und die Stromkosten pro Jahr in einem 3-Personen-Haushalt bei einem Strompreis von etwa 37 Cent pro kWh:

Gerät

Jährlicher Stromverbrauch

Kosten

Alte Heizungspumpen

600-800 kWh

222-296 €

Elektroherd

445 kWh

164,65 €

Standby-Geräte

360 kWh

133,20 €

Beleuchtung

330 kWh

122,10 €

Wäschetrockner

250 kWh

92,50 €

Geschirrspüler, Waschmaschine

200 kWh

74 €

Fernseher

100 kWh

37 €

Kühlschrank mit Gefrierfach

130-330 kWh

48-122 €

Computer, Laptop, Tablet

60 kWh

22,20 €

Illustration Mann mit Idee symbolisiert durch Glühbirne

Energiefresser Google – Stromverbrauch durchs Suchen.

Wer 100-mal googelt, verbraucht ungefähr so viel Strom wie eine 60-Watt-Glühbirne, die eine halbe Stunde lang leuchtet. Der Grund sind die Rechenzentren der Suchmaschinen, die besonders viel Strom verbrauchen. Allein Google hat 2025 laut eigenem Umweltbericht rund 43,6 Terawattstunden Strom verbraucht. Das ist aber der Verbrauch aller Google-Dienste und nicht nur der Suche.

Zum Vergleich: Eine einfache ChatGPT-Anfrage benötigt nach aktuellen Schätzungen etwa 0,3 Wattstunden, ähnlich viel wie eine Google-Suche. Deutlich mehr Energie brauchen aufwendige KI-Anfragen mit langen Texten oder komplexen Rechenschritten.

Also, wer künftig etwas weniger Strom verbrauchen will: Einfach länger grübeln statt googeln.

Strom im Auto.

Bist du schon mit einem E-Auto unterwegs? Dann fährst du mit ihm vermutlich zur Arbeit, bringst die Kids in die Schule, besuchst Familie und Freunde und machst all die Erledigungen, die sich nicht zu Fuß managen lassen. Kurzum: Dein E-Auto ist praktisch, mega beliebt und schüttet nicht so viel CO2 aus wie dein alter Benziner. Beim Strom braucht es je nach Modell und Ausführung etwa 15 bis 30 kWh pro 100 km, im Durchschnitt rund 20 kWh. Noch besser: Mit unseren Tarifen für Autostrom sind du und dein E-Auto bald bestens versorgt.

Junge Frau mit Telefon lädt ihr Elektroauto in einer Stadt

Strom auf Reisen.

Züge fahren mit Strom und bringen dich blitzschnell von hier nach dort. Im Fernverkehr der Deutschen Bahn sind Reisende innerhalb Deutschlands nach Angaben der Bahn seit 2018 mit Ökostrom aus 100 % erneuerbaren Energien unterwegs. Und auch wenn Flugzeuge zwar mit Kerosin fliegen, geht es hier ohne Strom nicht: Die Start- und Landebahnen werden damit beleuchtet und auch die technischen Geräte an Bord brauchen ihn.

Erfreulich dabei: Energieeffiziente Technologien werden immer wichtiger und finden sowohl in Flugzeugen als auch in Zügen und Autos Verwendung. So werden beispielsweise die elektronischen Antriebs- und Beleuchtungssysteme in Flugzeugen und Zügen stets energiesparender gestaltet und Fahrzeuge werden mit effizienten Elektroniksystemen ausgestattet. Das Ergebnis: Geringere Betriebskosten und weniger Umweltbelastung!

Und auch auf ganz kurzen Strecken sind elektrisch betriebene Fahrzeuge wie E-Roller und E-Scooter auf dem Vormarsch und ermöglichen nicht nur weniger Emissionen, sondern können auch Teil der Lösung eines verträglichen Stadtverkehrs sein.

Glückliches Paar mit Tablet und Handy im Zug

Strom macht Spaß.

Lust auf Kino? Die großen Kinos brauchen Strom, um Filme auf die Leinwand zu bringen, um Getränke zu kühlen und frisches Popcorn zuzubereiten. Oder lieber auf die Kirmes? Achterbahn, Karussell und auch die gruselige Geisterbahn benötigen Elektrizität, um dir Spaß zu machen.

Und auch in Freizeitparks und bei sonstigen Freizeitaktivitäten gelingt es meist mit Strom, unvergessliche Erlebnisse zu kreieren. Fahrgeschäfte, Shows und all die schönen blinkenden Lichter machen schnell klar, dass hier nur dank Elektronik ein enormer Unterhaltungswert erreicht wird.

Ob Konzert oder Festival: Die verbrauchen ganz viel Strom. Von der krassen Bühnenbeleuchtung über leistungsstarke Verstärker und Boxen bis hin zur Kühlung der Getränke gibt es bei Großveranstaltungen kaum etwas, das ohne Strom läuft. Deswegen wurden Projekte wie Labor Tempelhof ins Leben gerufen, um Konzerte und Festival klima- bzw. ressourcenpositiv zu gestalten.

Übrigens auch zu Hause beim Spielen und Zocken! Ob am PC, der Switch, bei interaktiven Spielzeugen oder sogar krassen Virtual-Reality-Anwendungen geht es nur dank Strom so richtig ab. Interaktive Roboter, sprechende Puppen, bellende Spielzeughunde, ferngesteuerte Fahrzeuge – hier gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Kurzum: Auch in der persönlichen Unterhaltung nimmt Elektrizität bei Groß und Klein einen enormen Stellenwert ein.

Frau mit Smartphone in der Stadt lehnt neben ihrem E-Scooter

Strom und Umweltschutz.

Wichtig bei alldem ist der bewusste Einsatz von Strom im Alltag. Nicht nur für den Geldbeutel, sondern vor allem für die Umwelt. Weg mit dem Standby-Modus, her mit den LED-Lampen, die für dieselbe Helligkeit deutlich weniger Strom brauchen als alte Glühlampen! Gestalte deinen Alltag bewusst und wähle Geräte, die deinen Bedürfnissen entsprechen und gleichzeitig energieeffizient sind. Das Umweltbundesamt schätzt, dass Geräte im Standby-Modus im Schnitt rund 360 Kilowattstunden Strom pro Haushalt und Jahr verbrauchen. Schon eine schaltbare Steckdosenleiste, mit der du Geräte komplett vom Netz trennst, spart dir davon einiges.

Weniger ist manchmal mehr, auch wenn es um den Stromverbrauch geht. Wird das Stromnetz übermäßig belastet, kann ein Stromausfall auftreten. Dies kann nicht nur ärgerlich sein, sondern auch auf die Notwendigkeit hinweisen, den Energieverbrauch und die Abhängigkeit von Stromquellen zu überdenken.

Moderne Heim-Energie-Management-Systeme (HEMS) können dabei helfen, den Stromverbrauch in Echtzeit zu überwachen und gezielt zu optimieren.

Der Schlüssel dazu: Eine gesunde Haltung und vor allem ein klares Bewusstsein für den täglichen Stromverbrauch und das Stromsparen. Übrigens: Der Wechsel auf energieeffiziente Elektrogeräte leistet langfristig einen bedeutenden Beitrag zum Stromsparen und spart eine Menge Emissionen ein.

Illustration Frau liest auf Tablet im Mondschein

Strom am Abend.

Aber naja, abends wird´s dafür ja endlich ruhiger, oder? Bedingt! Außer du rollst dich nur noch still ins Dunkel deines Schlafzimmers. Vermutlich legst du stattdessen Wert auf eine stimmungsvolle Beleuchtung, im Hintergrund läuft leise Musik, vielleicht plätschert sogar der Zimmerbrunnen, während in der Küche das Abendessen auf dem Herd brutzelt. All das bereichert deinen Feierabend, all das wäre ohne Elektrizität nicht möglich!

Fazit: Spar mal drüber nach!

Strom ist in allen Bereichen unseres täglichen Lebens essenziell, und ohne ihn könnten wir kaum dem Alltag begegnen, so wie wir ihn heute kennen. Umso mehr lohnt es sich, zu wissen, wo wir im Alltag Strom benötigen, und sich den damit verbundenen Stromverbrauch bewusst zu machen. Besonders viel Strom verbrauchen alte Heizungspumpen, der Elektroherd und Geräte im Standby-Modus.

So fängt nicht nur das Stromsparen an, sondern auch das gute Gewissen. Und für mehr Umweltbewusstsein im Alltag nutzt du am besten grünen Strom, ganz aus Erneuerbaren Energien, aus der Steckdose. So einfach geht das.

Hol dir hier die gute Energie von Yello.

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