Frau im blauen Hemd tanzt mit Kopfhörern in ihrem Wohnzimmer

Smart Meter: Intelligente Stromzähler einfach erklärt.

Energieeffizient und digital leben. Aktiv das Klima schützen. Kosten sparen. Mit einem Smart Meter hast du deinen Stromverbrauch voll im Griff.


Die intelligenten Stromzähler helfen, deinen Energieverbrauch zu steuern und Kosten zu sparen – besonders effektiv mit flexiblen Tarifen und bei Nutzung von Solaranlagen, Wärme­pumpen oder E-Autos. Seit 2025 ist der Einbau eines Smart Meters für bestimmte Haushalte verpflichtend. Wie es funktioniert, was es kostet und was seine Vorteile sind, erfährst du hier.

Datum: 16. Januar 2026 | Lesezeit: 8 Minuten

Kurz erklärt: Was genau ist ein Smart Meter?

Illustration eines Smart Meters = Intelligentes Messsystem oder kurz iMSys

Smart Meter sind die Zukunft des Energiemanagements. Dieser intelligente Stromzähler, oder auch intelligentes Messsystem (iMSys) genannt, misst deinen Stromverbrauch digital und in Echtzeit – wie deine Verbrauchsanzeige beim Auto oder fürs Handy. Außerdem besitzen Smart Meter eine Kommunikationseinheit zur automatischen Übermittlung von Daten.

Meist zieht der intelligente Zähler mit einem Elektroauto oder einer Solaranlage bei dir ein. Die Daten helfen, deine Stromerzeugung und deinen Stromverbrauch zu managen und zu optimieren, zum Beispiel über ein Heim-Energie-Management-System (HEMS). Smart Meter sind außerdem Voraussetzung für variable und dynamischen Stromtarife.

Der Unterschied zwischen Smart Meter und digitalem Stromzähler.

Der Unterschied zwischen einem herkömmlichen digitalen Zähler (Moderne Messeinrichtung) und einem Smart Meter (Intelligentes Messsystem) ist das Smart Meter Gateway. Diese Kommunikationseinheit überträgt Messdaten zwischen den Teilnehmern im Stromnetz. Dein Zählerstand wird beim Smart Meter im Gegensatz zum digitalen Stromzähler automatisch übermittelt – das nennt man auch Fernauslesung.

An diesen Merkmalen erkennst du ein Smart Meter ganz einfach.

Ein Smart Meter sieht auf den ersten Blick aus wie ein gewöhnlicher digitaler Zähler. Nur das Smart Meter Gateway macht den Unterschied. Es sieht aus wie ein kleines Kästchen und sitzt entweder direkt auf dem Stromzähler oder ist daneben im Zählerkasten angebracht. Typische Marken sind Theben, PPC oder EMH. Kurzum: Smart Meter sind mehr als nur Stromzähler mit digitaler Anzeige. Sie sind die Hightech-Version für eine vernetzte Kommunikation.

Intelligentes Messsystem - Smart Meter das auf gelbem Hintergrund hängt

Das Smart Meter: So funktioniert das System.

Illustration Stromzähler mit Hand und Papier

Ein Smart Meter funktioniert denkbar einfach und digital dazu! Die intelligenten Zähler erfassen kontinuierlich deinen Stromverbrauch und zeichnen diesen alle 15 Minuten auf. So bekommst du einen Einblick in deine Gewohnheiten und kannst deine Energie bewusster und smarter nutzen.

Dazu übermitteln die intelligenten Messsysteme die gesammelten Informationen über das integrierte Gateway an den Messstellenbetreiber, der in der Regel auch der örtliche Netzbetreiber ist. Und über diesen fließen die Daten weiter an deinen Stromanbieter. Die Datenübertragung ist eine entscheidende Voraussetzung für die effiziente Steuerung des Stromnetzes.

Vom analogen Kasten zum smarten Mitdenker.

Der klassische Stromzähler hat lange gute Dienste geleistet. Heute stößt er allerdings an seine Grenzen. Denn egal ob schwarzer analoger Zähler oder einfaches digitales Modell: Du musst deinen Stromverbrauch selbst ablesen. Also richtig unpraktisch, um Strom aktiv zu steuern und Kosten zu sparen. Gerade mit Solaranlage, Wallbox oder Wärmepumpe lässt du so viel Potenzial einfach liegen.


Smart Meter ändern das. Sie zeichnen nicht nur deinen Stromverbrauch auf, sondern du checkst zum Beispiel direkt per App, wie viel Strom gerade fließt. So nutzt du deinen Strom bewusster und holst mit smarter Steuerung mehr aus Solaranlage & Co. heraus.

Der Smart-Meter-Rollout in Deutschland. Pflicht seit 2025.

Und das funktioniert nicht nur bei dir zu Hause, sondern auch im großen Maßstab. Smart Meter sind ein zentraler Baustein der Energiewende: Sie helfen dabei, Stromverbrauch und Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien besser aufeinander abzustimmen.

Deswegen ist der Einbau für bestimmte Haushalte seit 2025 verpflichtend, etwa bei hohem Stromverbrauch, für Solaranlagen oder steuerbare Geräte wie Wallbox und Wärmepumpe. Bis 2030 sollen rund 95 % aller Haushalte mit einem Smart Meter ausgestattet sein. Der Rollout läuft allerdings im Schneckentempo: Aktuell haben nur knapp 4 % aller deutschen Haushalte ein intelligentes Messsystem.

Junger Mann sitzt auf Sofa mit Laptop wie Papieren und überlegt

Vorteile: Das können die smarten Stromzähler.

Durchblicken beim Stromverbrauch.

Deine Stromrechnung ist hoch, aber du weißt nicht, warum? Mit einem Smart Meter hast du deinen Verbrauch immer im Blick. Du enttarnst Stromfresser und kannst dein Verhalten anpassen. Ruf Stromverbrauch pro Stunde, Tag oder Woche ab und lern deinen Strom besser kennen. So behältst du die Kontrolle und kannst easy stromsparen.

Easy Online: Tschüss Stromableser:in.

Du hast eine Postkarte erhalten, der Strom soll abgelesen werden. Du nimmst dir frei, sammelst freundlich lächelnd die Schlüssel deiner Nachbar:innen ein und wartest. Manchmal über Stunden. Das ist jetzt Geschichte. Denn deine Verbrauchsdaten werden automatisch einmal am Tag an Messstellenbetreiber und Energieversorger übermittelt.

Alle Energiedaten in einem System.

Ein Smart Meter kann nicht nur deinen Stromverbrauch messen, sondern auch zusätzlich die Daten von deinem Gas-, Wasser- oder Wärmezähler verarbeiten. Falls dein Messstellenbetreiber es ermöglicht, hast du all deine Verbräuche gebündelt in einer App oder im Online-Portal parat. So siehst du transparent, wo du wie viel Energie verbrauchst.

Du trägst zur Energiewende bei.

Erneuerbare Energien sind launisch: Der Strom fließt nur, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Smart Meter helfen, die grüne Stromerzeugung und den Verbrauch durch Haushalte und Betriebe besser zu steuern. So werden Stromspitzen ausgeglichen, das Stromnetz und erneuerbare Energien noch viel besser genutzt.

Auf flexible Stromtarife setzen.

Dank Smart Meter kannst du flexible Stromtarife abschließen, die sich zum Beispiel an den aktuellen Preisen der Strombörse orientieren. Das heißt: Du nutzt Strom gezielt dann, wenn er günstig ist – etwa, wenn gerade viel Wind weht oder die Sonne ordentlich scheint. Deine Stromfresser? Die legst du einfach lahm, wenn die Preise hoch sind.

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Beispiel: Smart Meter und Balkonkraftwerke.

So richtig spannend wird’s, wenn dein Smart Meter mit einem Balkonkraftwerk zusammenarbeitet – ein Dreamteam und das gilt natürlich auch für die große PV-Anlage auf dem Dach. Während die kleine Steckersolaranlage fleißig Sonnenstrahlen in Strom verwandelt, misst das Smart Meter im 15-Minuten-Takt, was damit passiert: Was wird direkt verbraucht, was landet im Speicher und was geht ins Netz?


Und das Beste: Mit App oder Online-Plattform checkst du easy, wie viel Energie dein Balkon­kraftwerk liefert. So kannst du deinen Strom clever timen und zum Beispiel die Wasch­maschine anwerfen, wenn die Sonne lacht.


Für dein Balkonkraftwerk ist ein Smart Meter übrigens nicht verpflichtend. Doch du kannst es freiwillig bei deinem Messstellenbetreiber beantragen, es kann aber sein, du landest dort erstmal auf einer langen Warteliste. Deswegen bieten manche Hersteller für Balkonkraftwerke oder Speicher, wie Anker Solix, ein Upgrade für deinen digitalen Zähler an. Den smarten Zähler lässt du dir einfach von deinem:r Elektriker:in in den Stromkasten einbauen.

Eine junge Frau sitzt auf ihrem Balkon in der Sonne und hört Musik über ihre Kopfhörer
Frau mit Basketball und Handy vor ihrem E-Auto

Flexible Tarife für flexible Strompreise.

Strom kostet im Tagesverlauf nicht immer gleich viel. Wenn Wind und Sonne powern und die Nachfrage niedrig ist, ist Strom günstig. Ein flexibler Stromtarif nutzt das und du lädst dein E-Auto zum Beispiel nachts, wenn der Strompreis niedrig ist.


Das Sparpotenzial ist übrigens richtig groß: Laut einer Studie von Neon könnten Haushalte ihre Stromkosten mit einem dynamischen Tarif um bis zu rund 80 % senken. Vor allem dann, wenn sie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe haben.

Welche Daten können Smart Meter übertragen?

Ein Smart Meter ist dein Strom-Spion für zu Hause – aber natürlich einer, der auf deiner Seite ist! Alle 15 Minuten misst er deinen Verbrauch und speichert die Daten direkt im Gerät. Das Coole daran: Mit den detaillierten Daten kannst du flexible Stromtarife nutzen.


Einmal am Tag werden deine Verbrauchsdaten gesammelt an deinen Messstellenbetreiber geschickt. Dieser anonymisiert deine personen­bezogenen Daten und leitet sie am nächsten Tag zum Beispiel an uns als Energie­lieferant weiter. Manuell ablesen brauchst du mit einem Smart Meter also nicht mehr. Weniger Aufwand für dich!

Mit HAN und HEMS hast du deine Daten im Blick.

Über die HAN-Schnittstelle (Home Area Network) an deinem Gerät, über ein Online-Portal oder per App kannst du deine eigenen Verbrauchsdaten jederzeit einsehen. Dies sind grundsätzlich die Daten, die ein Smart Meter übermittelt – es können aber auch andere Vereinbarungen getroffen werden. Einen noch smarteren Zugang bekommst du mit einem HEMS (Heim-Energie-Management-System).

Gut geschützt: Wer hat Zugriff auf meine Daten?

Der Datenschutz ist gewährleistet: Die Sicherheitsstandards sind sogar höher als beim Online-Banking. Smart Meter versenden Daten anonymisiert und nur an berechtigte Empfänger. Nach ihrer Verarbeitung werden die Daten gelöscht.

Übermittelt auch der digitale Stromzähler Daten?

Bei einem digitalen Stromzähler ohne Gateway, also einem modernen Messsystem, übermittelt der Zähler keinerlei Daten. Er muss genauso wie analoge Stromzähler regelmäßig abgelesen werden.


Jubelnder Mann im Homeoffice mit Laptop und Handy

Kosten: Das kostet ein Smart Meter wirklich.

Die Kosten deines Smart Meters umfassen neben der Installation auch den laufenden Betrieb, die Wartung sowie die Ablesung und Datenübertragung. Für den Einbau und den Betrieb gelten gesetzliche Preisobergrenzen. Diese muss dein grundzuständiger Messstellenbetreiber (gMSB) unbedingt einhalten.


Verbrauchst du mehr als 6.000 kWh Strom, hast du eine größere Solaranlage oder eine steuerbare Verbrauchseinrichtung wie Wärmepumpe oder Wallbox? Dann ist der Einbau für dich Pflicht. Die gesetzlichen Preisobergrenzen für die Zählermiete liegen dann bei 40 € und mehr im Jahr.


Verbrauchst du weniger als 6.000 kWh Strom im Jahr ist ein Smart Meter für dich optional. Aber der Messstellenbetreiber darf trotzdem entscheiden, ein Smart Meter bei dir einzusetzen. In diesem Fall sind die Kosten auf maximal 30 € pro Jahr begrenzt. Was für wen gilt, kannst du in unserer Tabelle ablesen.

Jahres­verbrauch in kWh Preis­ober­grenze pro Jahr
0 - 6.000 30 €
6.000 - 10.000 40 €
10.000 - 20.000 50 €
20.000 - 50.000 110 €
50.000 - 100.000 140 €
> 100.000 Angemessen
PV-Anlage > 2 bis 15 kW 50 €
PV-Anlage > 15 bis 25 kW 110 €
PV-Anlage > 25 bis 100 kW 140 €
Steuer­bare Ver­brauchs­einrich­tungen (z.B. Wallbox oder Wärmepumpe) 50 €
Steuer­box (für steuerbare Ver­brauchs­einrich­tungen) 50 €

Quelle: Bundesnetzagentur

Diese Kostenobergrenzen gelten nur, wenn der grundzuständige Messstellen­betreiber das Smart Meter einbaut und betreibt. Soll stattdessen ein anderer Anbieter mit dem Messstellenbetrieb beauftragt werden, gelten diese Kostengrenzen nicht.

Auch wenn du dein Smart Meter freiwillig von deinem Messstellenbetreiber einbauen lassen willst, obwohl die Pflicht nicht für dich gilt, zahlst du eventuell mehr. Für einen vorzeitigen oder freiwilligen Einbau darf eine zusätzliche Zählermiete von bis zu 30 € pro Jahr sowie eine einmalige Installationsgebühr von maximal 100 € erhoben werden.

Übrigens: Bei Yello sind die Kosten für das Smart Meter in den Strompreisen enthalten. Wir geben die Zählermiete nicht oder nur teilweise an unsere Kund:innen weiter. Dadurch wollen wir dich beim Schritt in eine grüne und digitale Energiezukunft unterstützen. Buchst du einen unserer flexiblen Stromtarife, übernehmen wir den Einbau außerdem kostenlos.

Alles im Blick mit der Yello App.

Du möchtest deinen Stromverbrauch bequem einsehen können? Dank unserer Yello App ist das easy möglich. Mit einem Smart Meter können Kund:innen den Verbrauch in Echtzeit in der Yello App einsehen: pro Stunde, Tag, Woche, Monat oder Jahr. In Kombination mit unseren flexiblen Tarifen nutzt du deine Energie so besonders clever – für die Umwelt und deine Finanzen.

Darum sind intelligente Messsysteme wichtig.

In Deutschland wollen wir den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 80 % steigern. Um die Klima- und Energiewendeziele umzusetzen, sind Veränderungen im Energiemarkt nötig. Nur mit digitalen Technologien lassen sich Stromnetz, Erzeugung und Verbrauch so miteinander verknüpfen, dass immer mehr erneuerbare Energien sicher und effizient genutzt werden können.


Das intelligente Stromnetz, das Smart Grid, übernimmt die Verteilung von grüner Energie auf Verbraucher:innen und Stromspeicher. Je besser und digitaler die vielen Teilnehmer im Stromnetz miteinander vernetzt sind, desto besser lässt sich die Energieverteilung steuern und aufeinander abstimmen.


Genau dafür braucht das Smart Grid verlässliche Informationen über Stromerzeugung und -verbrauch. Hier kommen die Smart Meter ins Spiel: Sie erfassen den Stromverbrauch der Haushalte und ermöglichen einen schnellen, sicheren Austausch der Daten zwischen allen Beteiligten. Stromverbrauch und Stromproduktion können so intelligent aufeinander abgestimmt werden. Perfekt!

Eine Windenergieanlage und Solarpark im Blumenfeld

Fazit: Die smarten Meister der Energiewende.

Smart Meter sind intelligente Stromzähler – digital und mit Kommunikationseinheit. Seit 2025 sind sie verpflichtend für Haushalte mit über 6.000 kWh Stromverbrauch im Jahr, großen Solaranlagen sowie Wärmepumpen und Wallboxen. Liegt dein Verbrauch darunter, kannst du freiwillig aufrüsten.

Die Echtzeitdaten bringen nicht nur dir mehr Transparenz, sondern sind auch ein wichtiges Puzzleteil im smarten Stromnetz. Netzbetreiber erkennen so, wo gerade Energie fehlt oder zu viel ist, und Strom aus Sonne und Wind wird optimal verteilt – voll schlau, oder?

Die Kosten? Sind gesetzlich gedeckelt und liegen für die meisten zwischen 40 € und 50 € im Jahr. Good news: Bei Yello übernehmen wir die Zählermiete für dein Smart Meter ganz oder teilweise! Auch der Einbau ist kostenlos, wenn du einen flexiblen Yello Stromtarif buchst.

Mit einem Smart Meter hast du deinen Verbrauch immer im Blick. Alle 15 Minuten zeichnet es diesen auf. So kannst du Strom gezielt nutzen, wenn er günstig ist, deinen Eigenverbrauch aus der Solaranlage optimieren oder Wallbox und Wärmepumpe clever steuern.

Datenschutz? Kein Thema: Die Daten bleiben anonym, werden sicher übertragen und nach kurzer Zeit wieder gelöscht. Die Sicherheitsstandards sind sogar höher als beim Online-Banking. So wird dein Zuhause smart und bleibt auch sicher!


Autorin
Susanne von Yello

Jetzt umsteigen: Smarte Produkte von Yello.

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