Frau mit Handy und Lebensmitteln wartet auf Laden des Elektroautos

Wir rechnen nach: So viel kostet ein E-Auto.

Ist ein E-Auto finanziell für mich drin und kann ich´s mir dauerhaft leisten? Check hier deine Fördermöglichkeiten, Versicherungen, Wartungs­kosten, Steuern und mehr!


Ein Elektroauto hat zum Glück superniedrige Betriebskosten, verursacht aber auch die eine oder andere Ausgabe. Doch wie viel genau? Vor allem, welche Kosten sind eigentlich gemeint? Und ist ein E-Auto unterm Strich günstiger oder teurer als ein Benziner oder Diesel? Wir geben dir einen Überblick darüber, mit welchen Kosten du kalkulieren musst und wo du sparen kannst.

Datum: 2. April 2026 | Lesezeit: 8 Minuten

Was kostet ein neues Elektroauto?

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit, dann sehen wir vor allem eines, nämlich dass der Weg in die Elektromobilität extrem teuer war. Ein Elektroauto war ein Luxus, den sich nicht jede:r leisten konnte. Die gute Nachricht: In dieser Hinsicht hat sich in den vergangenen Jahren einiges getan. Denn während der preisliche Unterschied zwischen einem Elektroauto und einem vergleichbaren Benziner oder Diesel früher zum Teil sehr hoch war, haben sich die Preise dank des wachsenden Angebotes mittlerweile angenähert.


Fest steht: Die Klasse bestimmt beim Kauf eines Elektroautos natürlich den Preis. Im Klartext unterscheidet sich ein luxuriöser Tesla mit einem Listenpreis von etwa 90.000 € von einem unbekannteren Elektro-Kleinwagen preislich um etwa 60.000 €. Die Frage „was kostet ein Elektroauto?“ ist daher nicht allgemein­gültig zu beantworten. Dennoch gibt es gute Nach­richten, denn sowohl der Staat als auch die Auto­mobil­hersteller selbst fördern deinen Einstieg in die Elektro­mobilität - seit 2026 gibt es eine neue E-Auto Förderung!

E-Auto - Typklasse Preis
Klein- und Kleinstwagen (z. B. smart EQ fortwo) ab 20.000 €
Untere Mittelklasse (z. B. Nissan LEAF N-Connecta) ab 35.000 €
Mittelklasse (z. B. Hyundai IONIQ 6) ab 40.000 €
Obere Klasse (z. B. Tesla S) ab 100.000 €

Die neue E-Auto Förderung seit 2026.

Seit Januar 2026 gibt es eine neue staat­liche E-Auto-Förderung. Egal ob Kauf oder Leasing eines neuen Fahr­zeugs: Autos mit batterie-­elektrischem Antrieb (BEV), bestimmte Plug-in-Hybride oder Flitzer mit Range-Extender sind dabei, wenn sie die CO₂-Ziele oder die Kriterien für elek­trische Reich­weite erfüllen. Die Prämie gibt es sogar rück­wirkend für alle Neu­zulassungen ab dem 1. Januar 2026. Wie viel Geld du bekommst, hängt von deinem Ein­kommen ab. Je weniger du verdienst und je mehr Kids bei dir wohnen, desto höher ist die Prämie. Bis zu 6.000 € sind für dich drin.

E-Auto laden: Das sind die Kosten.

Die Kosten für das Laden deines E-Autos hängen vom aktuellen Strompreis ab und sind deshalb variabel. Aber du hast mit deinem E-Auto deutlich geringere Tankkosten, als mit einem Benziner oder Diesel. Einen Überblick über die Energiekosten für verschiedene Kraft­stoff­arten gibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).


Good news: Dein Ladevorgang bietet Spar­potenzial – und manchmal kannst du sogar gratis tanken! Am günstigsten ist es übrigens, wenn du dein E-Auto mit Sonnen­strom lädst, den du mit einer eigenen Solaranlage ganz einfach selbst produzierst.

Eine Frau mit Baby in der Trage steht lächelnd an einem E-Auto, das gerade geladen wird und schaut auf ihr Handy.

Tanken an der öffentlichen Ladestation.

Das Laden an öffentlichen Stationen ist meist teurer als das Laden an der Wallbox zuhause. Für die Stromkosten entscheidend sind Ladekarte oder App, Tarifmodell und die Lademethode, also Wechselstrom (AC) oder Gleichstrom (DC).

Wer an einer Gleichstrom-Ladesäule tankt, lädt sein Auto schneller und mit höherer Lade­leistung. Die Preise liegen etwa zwischen 50 und 80 Cent pro Kilowatt­stunde. An einer Wechsel­strom-Lade­säule tankst du günstiger, dafür langsamer für circa 45 bis 60 Cent pro Kilo­watt­stunde.

Lachende Frau mit Basketball unter dem Arm und Handy in der Hand lädt ihr E-Auto smart zuhause

Mit Strom zuhause fährst du günstiger.

Am einfachsten und günstigsten ist das Aufladen deines E-Autos zuhause. Dafür kannst du spezielle Autostrom-Tarife abschließen, über die du dein Elektroauto ganz einfach zuhause an der Wallbox laden kannst. Hier kannst du genau nachvollziehen, was der Strom kostet.

Mit unter 30 Cent pro Kilowattstunde ist der Autostrom zuhause meist günstiger als der an der Stromtankstelle. Einen Autostrom-Tarif gibt es bei uns auch in grün - mit 100 % Ökostrom.

Junge Frau mit Smartphone beim Laden ihres Elektroautos

Geldwerter Vorteil: Auf der Arbeit laden.

Manche Arbeitgeber bieten ihren Mitar­beiter­:innen die Möglichkeit, ihr Elektro­auto auf dem firmen­eigenen Park­platz kosten­los mit Strom zu ver­sorgen. Wenn das bei dir der Fall ist, hast du doppelt Glück. Denn du brauchst diesen geld­werten Vor­teil nicht ver­steuern. Damit fährst du kosten­los zur Arbeit. Diese Voraus­setzungen gelten:

  • Der kostenfreie Strom wird zusätzlich zum Arbeitslohn zur Verfügung gestellt.
  • Bei deinem Auto handelt es sich um ein reines E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid.

E-Auto oder Benziner: Welcher tankt günstiger?

Nehmen wir als Beispiel einen BMW i3. Dieser verbraucht im Alltag etwa 15 Kilowattstunden Strom pro 100 Kilometer. Angenommen, du lädst ihn bei Stromkosten zwischen 24 und 27 Cent pro Kilowattstunde zuhause auf, dann zahlst du 3,60 € bis 4,00 € für eine Ladung für 100 km Reichweite. Lädst du dein Auto für 50 Cent an der Stromtankstelle, kostet die Tankfüllung Strom 7,50 € für 100 km Reichweite.

Für einen Benziner, der durchschnittlich 6,5 Liter auf 100 km verbraucht, betragen die Tankkosten – bei einem Literpreis von 190 Cent – 12,60 €. Ein ziemlicher Unterschied! Kurz: Die Kosten für das Laden deines E-Autos liegen klar unter den Kraftstoffkosten, die bei Verbrenn­ungs­motoren für die gleiche Strecke anfallen. Hier ergibt sich also etwas Spiel­raum, um die höheren Ans­chaffungs­kosten eines Elektro­fahrzeugs wieder rein­zuholen.

Grafik E-Auto Energiekosten Vergleich zu Benziner & Co
Illustration: E-Auto unterwegs mit Fahrerin und Hund.

Mobil unterwegs mit Autostrom.

Du möchtest entspannt unterwegs auftanken? Dann schau dir unserem mobilen Autostromtarif an. Hier lädst du ab 48 Cent pro Kilowattstunde an allen Ladesäulen des EnBW HyperNetzes - Deutschlands bestem E-Mobilitätsanbieter mit mehr als 900.000 Ladepunkten in Europa.

Das machen Haftpflicht und Versicherung aus.

Die Haftpflicht für ein Elektrofahrzeug be­rechnet sich wie bei Verbrennern basierend auf der Motor­leistung, dem Fahrzeug­typ, dem Alter und der Schaden­freiheits­klasse, die du als Fahrer:in hast. Da die Kfz-Haftpflicht­versicherung nicht für Schäden am eigenen Fahr­zeug aufkommt, spielt der Antrieb des versicherten Autos keine Rolle für die Versicherungs­kosten.


Etwas anders sieht es bei der Kasko-Versicher­ung aus, denn die meisten großen Versicher­ungen wie die Allianz oder die HUK-Coburg haben spezielle E-Auto-Tarife im Port­folio. Sie bieten nicht nur höhere Schadens­summen an, sondern sichern auch Schäden durch Kurz­schluss, Über­spannung oder Blitz­einschlag und die dazugehörigen Bau­teile extra ab. Die Voll­kasko-Versicherung versichert meist fest installierte Wall­boxen und Ladekabel gleich mit.


Tipp: Informier dich, ob auch der Akku mit­versichert ist, denn schließlich handelt es sich hierbei um eines der teuersten Bau­teile deines E-Autos. Er ist aber zum Glück in den meisten Fällen im Kasko­schutz abgedeckt.


Im Schnitt sind die Beiträge für die Versicher­ung eines E-Autos günstiger als die für Autos mit Ver­brenner, da E-Autos wegen weniger verursachten Schäden positiv in der Typ­klassen-Einstufung berück­sichtigt werden.

Steuerfrei: keine Kfz-Steuer für Elektroautos.

Wusstest du? Bereits seit 2011 gilt eine 10-Jahres-Befreiung von der Kfz-Steuer für dein E-Auto. Diese wurde im Herbst 2025 verlängert. Allerdings ist diese Steuerbefreiung bis Dezember 2035 befristet und dein reines Elektrofahrzeug muss bis Ende 2030 angemeldet werden.


Die Steuerbefreiung gilt übrigens auch dann, wenn du dein Elektroauto gebraucht kaufst. In diesem Fall wirst du für den verbleibenden Zeitraum ab Erstzulassung bzw. bis Ende 2035 von der Kfz-Steuer befreit. Allerdings gilt diese Regelung nur für rein batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge. Hybride und Plug-in-Hybride sind von der Regelung ausgeschlossen.


Sind die zehn Jahre der Steuerbefreiung vorbei, wird ein Stromer dennoch ganz anders besteu­ert als ein Verbrenner. Dessen Steuer­satz wird nach Hubraum und Emissionen ermittelt. Der Steuer­satz für E-Autos liegt deshalb etwa 50 % unter dem üblichen Steuer­satz.


Dein E-Auto-Steuersatz nach 2035.

Bei E-Autos bis 3,5 t wird die Steuer nach zu­läss­igem Gesamt­gewicht (zGG) erhoben. Ab­gerechnet wird dabei in 200-Kilo-Schritten. Es gilt: Der Steuer­satz steigt, je schwerer das Auto ist:

  • Bis maximal 2.000 kg: 5,625 € pro angefangene 200 kg und Jahr
  • Bis maximal 3.000 kg: 6,01 € pro angefangene 200 kg und Jahr
  • Ab 3.000 kg: 6,39 € pro angefangene 200 kg und Jahr

Die Rechnung für einen BMW i3 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 1.700 Kilo sieht dann so aus: 1.800 kg / 200 kg * 5,625 € = 50,63 €. Damit fallen für dieses Fahrzeug 50,63 € an Kfz-Steuer pro Jahr an.

Lachende Frau im gelben Pullover vor Wand mit grünen Blättern

Gemeinsam für mehr Klimaschutz.

Bis 2035 wollen wir bei Yello klimaneutral sein. Deshalb heißt es für uns: Zusammen gegen den Klimawandel. Und wie? Ganz einfach mit guter Energie. Denn die bringt uns zusammen, macht gute Laune und sorgt überall für ein gutes Klima.


Ob 100 % Ökostrom für zu Hause, E-Auto oder Wärmepumpe, selfmade Strom aus der Solaranlage, oder einfach den Verbrauch im Griff per Yello App. Du hast die Wahl. Also auf die Plätze, fertig, CO₂ los!

Wartungs- und Reparaturkosten für E-Autos.

Schauen wir unter die Motorhaube von E-Auto und Verbrenner, wird der Unterschied schnell klar: Während in Verbrennern 1.000 bis 1.400 Komponenten verbaut werden, besteht ein E-Auto nur aus etwa 200 Komponenten; der Elektro­motor sogar aus überschau­baren 17 Bau­teilen. Je weniger Bau­teile und je einfacher sie konzi­piert sind, desto weniger stör­anfällig sind sie auch. Und es entfallen kost­spielige War­tungen für Zahn­riemen, Kupplung, Aus­puff oder Ge­triebe. Auch reparatur­empfindliche Teile wie Zylinder­köpfe sind im E-Auto schlichtweg nicht vorhanden. In puncto Wartungs­kosten sind das ziemlich gute Nachrichten!


Bei der Wartung deines E-Autos liegt der Fokus vor allem auf dem Akku beziehungsweise der Batterie. Typische Austauschteile sind – wie beim Verbrenner auch – Bremsen, Luftfilter oder Scheiben­wischer. Laut R+V Versicherung kannst du für die In­spektion deines E-Autos mit ungefähr 100  rechnen. Die Wartungs­kosten für E-Autos belaufen sich auf etwa 100-300 , pro Wartungs­intervall nach ein oder zwei Jahren. Damit ist die In­spektion laut Bundes­verkehrs­amt im Schnitt etwa 35 bis 40 % günstiger als bei einem Ver­brenner.

Grafik E-Auto Kosten Vergleich zu Autos mit Kraftstoff

Sonderfall Batterie. So hält sie länger.

Beim E-Auto ist die Batterie eines der teuersten Bauteile – und leider auch ein Verschleißteil. Denn wie bei jedem Akku lässt die Leistung mit der Zeit nach. Um seine Lebensdauer zu er­höhen, solltest du wie beim Verbrennungs­motor auf zu starke Beschleu­nigungen genauso verzichten wie auf lange Fahrten mit Voll­gas.

Akku-Hersteller geben für ihre Batterien Lauf­leistungen zwischen 100.000 und 160.000 Kilo­metern an. Das wäre in etwa eine Lebens­dauer von acht bis zehn Jahren und 500 bis 1.000 Lade­zyklen. Aller­dings hängt das stark von äußeren Faktoren ab. Achte darauf, dass der Akku nur selten bei Eises­kälte geladen wird und du extreme Lade­stände vermeidest, denn eine neue Batterie kostet gerne um die 10.000 €, bei luxuriöseren E-Auto-Modellen auch bis zu 20.000 €.

Unterm Strich: Elektrisch fährst du günstiger.

Gerade mit der neuen Förderung 2026 von bis zu 6.000 €, ist das Fazit ist eindeutig: E-Autos punkten bei den Kosten durch die zusätzliche Steuer­befreiung von etwa 350 € bis 2035 und einer Er­sparnis von rund 1.500 € für In­spektionen gegenüber Ver­brennern. Erst recht, wenn du fürs Laden günstigen Autostrom oder die eigene Solar­anlage nutzt. Damit fährt dein E-Auto im Betrieb viel günstiger als der klass­ische Benziner.


Und noch ein Pluspunkt: Da E-Auto-Fahrer:innen – allein schon, um die Reichweite ihres Autos zu erhöhen – einen moderateren Fahrstil pflegen, kannst du günstigere Versicherungstarife nutzen. Dadurch sinken die laufenden Kosten nochmals. Last but not least sparst du mit der Anschaffung eines E-Autos nicht nur an Kosten, sondern fährst klimafreundlich und schonst die Umwelt. Ganz einfach!


Autorin
Alina von Yello

Voll geladen mit grünem Autostrom.

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