Du bist Eigentümer oder Mieter und willst dein E-Auto vor der Haustür laden? Wir bieten dir Infos zu Kosten, Installation und Förderung von Wallboxen.

Wer sein E-Auto zu Hause lädt, spart Zeit und Geld. Eine eigene Wallbox oder das Laden an der Haushaltssteckdose machen die Fahrten zu öffentlichen Ladestationen überflüssig und die Kosten kalkulierbarer. Als Eigenheimbesitzer:in hast du die besten Voraussetzungen für eine Ladestation zu Hause. Aber auch als Mieter:in kannst du deinen Stromer problemlos vor der eigenen Türe auftanken.

Datum: 10. Oktober 2023 | Lesezeit: 10 Minuten

Akku leer? E-Auto an der Steckdose laden?

Prinzipiell ist es möglich, das E-Auto an einer Haushaltssteckdose aufzuladen. Unter Fachleuten gilt diese Methode jedoch als Notlösung, da Schuko-Steckdosen ursprünglich nur für den Hausgebrauch konzipiert sind.

Grundsätzlich kannst du dein E-Auto an eine 230-Volt-Steckdose anschließen. Bevor du dein Elektroauto das erste Mal anschließt, solltest du dein Stromnetz unbedingt von einer Elektrikfachkraft überprüfen lassen.

Die Hauselektrik wird durch die Dauerbelastung nämlich stark beansprucht, deswegen raten wir auch von dieser Variante ab. Weitaus effektiver lädst du dein E-Auto mit einer Wallbox.

Wie lange dauert das Laden eines E-Autos an einer normalen Steckdose?

Da die Haushaltssteckdose nur eine Ladeleistung von circa 2,3 Kilowatt (kW) hat, dauert der Ladevorgang sehr lange. Wie lange das Aufladen deines Stromers genau dauert, hängt vor allem von der Akkukapazität ab. Beispiel: Um den 35,5-kWh-Akku eines Mazda MX-30 an einer Haushaltssteckdose vollständig aufzuladen, benötigt man laut Herstellerangaben etwa 23 Stunden.

Deshalb ist die Stromversorgung über eine Steckdose überhaupt nur dann sinnvoll, wenn du dein Elektroauto im Alltag nicht jeden Tag nutzt.

So geht's schnell: zuhause laden mit Wallbox.

Die Wallbox ist eine speziell für Elektroautos entwickelte Ladestation für zuhause. Sie ist eine Schnittstelle zwischen dem Stromnetz und dem Akku deines Elektroautos.

Um dein E-Auto zu Hause aufladen zu können, wird die Wallbox zunächst an einen 400-Volt-Starkstromanschluss angeschlossen. Dieser ist grundsätzlich in allen Häusern verfügbar, denn Starkstrom brauchst du zum Beispiel auch für deinen Herd - genau genommen für das Kochfeld.

Die Installation und Inbetriebnahme der Wallbox sollte immer eine spezialisierte Fachkraft durchführen - oft sind Änderungen an der Hauselektrik oder Fehlerschutz-Absicherungen notwendig. Die Wallbox stellt sicher, dass während des Ladevorgangs die richtige Menge an Strom fließt.

In den meisten Fällen verbindest du die Ladestation an der Wand mit deinem Elektroauto einfach über ein Ladekabel, das einen Typ-2-Stecker hat. Dieser Stecker kommt auch bei öffentlichen Ladestationen zum Einsatz.

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Welche Wallbox für zuhause ist am besten?

Es steht dir frei, dich zwischen einer 11-Kilowatt-Wallbox und einer 22-Kilowatt-Wallbox zu entscheiden. Aber: Es ist viel einfacher, eine Genehmigung für die 11-Kilowatt-Wallbox zu bekommen.

Ladestationen aus dem Hause Ford, Hyundai, Volvo und VW bieten eine Ladeleistung von bis zu 11 kW, was üblicherweise vollkommen ausreicht, wenn man zu Hause lädt. Die Stationen von BMW, Mercedes, Peugeot und Tesla kannst du in der Theorie auch mit einer Ladeleistung von bis zu 22 kW betreiben. Dafür braucht das e-Auto aber ein Bordladegerät mit 22 kW.

Im ADAC Test von Juni 2023 schneiden diese Wallboxen für zu Hause am besten ab:

  • Die Hyundai Wallbox Pulsar Plus zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise sowie eine gute App aus. Punktabzüge gibt es lediglich für den etwas höheren Standby-Stromverbrauch.
  • Die Mercedes-Benz Wallbox und die Peugeot ePro Full Wallbox verfügen über eine sehr gute Sicherheit und eine App mit vielen Funktionen und Möglichkeiten zur Vernetzung. Die Gehäuse der Peugeot Wallbox ist etwas größer als die von Mercedes-Benz.
  • Die BMW Wallbox Gen 3 schneidet im ADAC Test mit der Note 2.0 ab. Sie überzeugt durch ein besonders gutes Kabel-Management und ist deutlich günstiger als die Spitzenreiter.
  • Die Ford Connected Wallbox ist dank des einfachen Web-Zugangs und der App-Steuerung besonders benutzerfreundlich. Außerdem ist das Kabel extra lang.

Wie viel kw braucht ein E-Auto zum Laden?

Mit einer Wallbox lädst du dein Elektroauto einfach und schnell auf. Die smarten Ladestationen sind in verschiedenen Leistungspaketen ab 3,7 kW erhältlich.

Welche Ladeleistung die richtige ist, hängt vor allem von deinem Elektroflitzer ab: Während bei Plug-in-Hybriden oft schon bescheidene 3,7 kW ausreichen, um den Stromhunger zu stillen, benötigen die meisten reinen E-Autos 11 kW, um in wenigen Stunden vollständig aufzuladen.

Doch es geht auch schneller: Fahrzeuge wie der Renault Zoe verfügen über eine Ladeleistung von 22 kW. Je nach Modell benötigst du hier jedoch ein zusätzliches Bordladegerät und eine Genehmigung des örtlichen Netzbetreibers.

Diese Stromkosten stehen auf der Tankrechnung.

Grundsätzlich kannst du dein E-Auto zu denselben Tarifkonditionen deines Stromanbieters aufladen, mit denen auch dein Haushaltsstrom abgerechnet wird. Alternativ lohnt sich der Blick auf einen speziellen Autostrom–Tarif.

Die Kosten ergeben sich aus der Akkukapazität des Elektroautos und dem Strompreis. 1 kWh kostet zu Hause an der Steckdose etwa 30 Cent. Die Stromkosten für ein E-Auto wie den Renault Twizy, mit einer Akkukapazität von 6 kWh, liegen damit bei 1,80 €. Der Mini-Stromer hat aber nur eine Reichweite von rund 80 km.

Wer hingegen ein Tesla Model S mit einer Akkukapazität von 100 kWh fährt, kann schon mit Ladekosten von 30 € rechnen. Dafür ist dann aber auch eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern drin.

Zum Vergleich: Der Toyota Yaris 1.5 Hybrid CVT als sparsamster Benziner verbraucht 3,8 Liter auf 100 km. Ein Literpreis von 1,80 € ergibt Gesamtkosten von rund 41 € für 600 Kilometer – deutlich teurer als beim E-Auto.

Modell Antrieb Ver­brauch Kosten Kosten für 100 km
Renault Twizy 45 Elek­trisch 6 kWh 30 Ct/kWh 2,30 €
Tesla Model S Elek­trisch 100 kWh 30 Ct/kWh 5,00 €
Toyota Yaris 1.5 Hybrid CVT Hybrid 3,8 l/100 km 1,80 €/l 6,90 €
VW Golf Benzin Benzin 130 PS 5,5 l/100 km 1,80 €/l 9,90 €

Förderung für die Wallbox? So geht's 2024 weiter.

Die Bundesregierung hat Ende September 2023 ein neues Förderprogramm für Wallboxen gestartet, das Besitzer:innen von Elektroautos mit Eigenheim unter die Arme greift. Das Verkehrsministerium hat dafür 300 Millionen € bereitgestellt.

Aber das Interesse war riesengroß und die Förderung bereits nach einem Tag “ausverkauft”. Laut der staatlichen Förderbank KfW wurden 33.000 Anträge bewilligt. Die finanzielle Unterstützung gibt's übrigens nur dann, wenn du ein Kombipaket aus Wallbox, Stromspeicher und Solaranlage installierst.

So geht's weiter: Insgesamt stehen 500 Millionen € für die Förderung bereit. Im Jahr 2024 sind die nächsten 200 Millionen € vorgesehen. Genug Zeit, um deinen Antrag rechtzeitig fertigzustellen. Es gilt das “Windhundprinzip”: Nur solange noch Fördergelder vorhanden sind, nimmt die KfW-Förderbank Anträge an.

Sobald die neuen Mittel bereitstehen, will die KfW darüber informieren.

Wallbox richtig installieren mit Fachbetrieb.

Um dein E-Auto mit einer Wallbox zu Hause laden zu können, lässt du sie von einem spezialisierten Elektrobetrieb einbauen. Die Montage- und Installationskosten von Wallboxen liegen laut ADAC in der Regel zwischen 1.000 und 1.500 €.

Der Preis hängt von den baulichen Gegebenheiten bei dir zu Hause ab: Bei großer Entfernung zum Sicherungskasten, aufwendigen Verkabelungen oder gar Wanddurchbrüchen erhöht sich natürlich der Preis. In solchen Fragen lässt du dich am besten von einem Elektroinstallateur:in beraten. Und wer zur Miete wohnt, darf nicht einfach so zur Tat schreiten.

Darüber hinaus gilt es auch, Kontakt mit deinem Netzbetreiber aufzunehmen. Wallboxen bis 12 kW müssen beim Netzbetreiber gemeldet werden. Das erfolgt in aller Regel kostenlos. Größere Wallboxen muss der Netzwerkbetreiber sogar genehmigen, was mit zusätzlichen Kosten einhergeht.

Voraussetzung für die Installation einer Wallbox.

Ökostrom Hand mit Stromstecker

Stecker und Ladekabel.

  • Ladestationen mit einem Typ 2 Stecker entsprechen den geltenden EU-Normen und sind auch mit Ladekabeln für Typ 1 Modelle kompatibel.
  • Starkstromanschluss mit 400 Volt Spannung für Wallboxen mit 11 kW und 22 kW. Für geringere Ladeleistung bis zu 7,4 kW, reicht ein Anschluss mit 230 Volt.
  • Die Genehmigung vom Netzbetreiber für Wallboxen mit 22 kW. Wallboxen mit 11 kW brauchst du nur beim Netzbetreiber anmelden.
E-Auto lädt zuhause in der Garage

Eigener Stellplatz.

  • Für deine Wallbox brauchst du einen eigenen Stellplatz. Klar: dort wo du dein Auto parkst.
  • Am besten geeignet sind Garage oder Carport. Dort steht die Wallbox vor Wind und Wetter geschützt.
  • Steht die Wallbox in der Garage, installier auch einen Rauchmelder für Brandschutz.
Stromzähler zuhause prüfen

Dein Hausanschluss.

  • Falls der Stromanschluss am Parkplatz fehlt, hilft dir ein Elektrofachbetrieb bei der Installation.
  • Auch die Hauselektrik und der Zählerschrank müssen technisch und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand sein.
  • Du wohnst in einem Gebäude, das nach 1990 gebaut wurde? Dann erfüllt dein Haus oder deine Wohnung meist schon die Voraussetzungen für eine Wallbox.

Gemeinsam für mehr Klimaschutz.

Bis 2035 wollen wir bei Yello klimaneutral sein. Deshalb heißt es ab jetzt: Zusammen gegen den Klimawandel. Und wie? Ganz einfach mit guter Energie. Denn die bringt uns zusammen, macht gute Laune und sorgt überall für ein gutes Klima.

Ob 100 % Ökostrom für zuhause, E-Auto oder Wärmepumpe, selfmade Strom aus der Solaranlage, oder einfach den Verbrauch im Griff per Yello App. Du hast die Wahl. Also auf die Plätze, fertig, CO2 los!

So lädst du dein E-Auto in der Mietwohnung.

Als Mieter:in hast du ein Recht darauf, eine Wallbox auf eigene Kosten zu installieren. Außerdem ist dein:e Vermieter:in verpflichtet, Maßnahmen zu Barrierefreiheit und Einbruchschutz zu gestatten. Du musst lediglich einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Zunächst musst du dich mit dem:der Vermieter:in in Verbindung setzen, um die Erlaubnis für den Einbau der Ladestation einzuholen. Als Argument für dein Vorhaben kannst du anführen, dass die Ladestation die Immobilie zukunftsfähiger macht und damit ihren Wert steigert.
  • Du solltest außerdem mit deinem:r Vermieter:in abklären, wie du die Stromkosten abrechnen wirst. Hier ist entscheidend, über welchen Zähler die Stromabrechnung erfolgt.
  • Als Nächstes brauchst du einen festen Stellplatz für dein E-Auto. Im Idealfall befindet sich dieser in einer Tiefgarage, denn dort ist die Verlegung des Starkstromkabels weniger aufwendig. Auch hier gilt, dass die Wallbox von einer Fachkraft eingebaut werden muss.

Die Firma unterstützt: Wallbox für den Dienstwagen.

Wer einen Firmenwagen fährt, nutzt ihn in der Regel auch privat. Umso praktischer ist es, wenn man das Dienst-E-Auto auch zu Hause aufladen kann. Viele Arbeitgeber:innen unterstützen die Installation einer Wallbox zuhause, indem sie entweder die vollständigen Kosten übernehmen oder einen Teil davon bezuschussen.

Die finanzielle Hilfe ist ein steuerpflichtiger Vorteil und wird mit einem Lohnsteuersatz von 25 % besteuert. Hinzu kommt die Kirchensteuer. Nur wenn die Wallbox Eigentum des Unternehmens bleibt, ist eine vollständige Steuerbefreiung möglich.

Die Stromkostenabrechnung erfolgt entweder über eine Pauschale, die den Stromverbrauch ausgleicht, oder durch die Abrechnung der tatsächlich verbrauchten Kilowattstunden.

Junge Frau mit Smartphone beim Laden ihres Elektroautos

Sonne im Tank mit Photovoltaik-Anlage.

Wenn du ein Eigenheim besitzt und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hast, kannst du dein E-Auto auch mit Solarenergie laden. Das zahlt sich in Zeiten steigender Strompreise und geringer Einspeisevergütung aus.

Ein sogenannter Energiemanager hilft dir dabei zu bestimmen, ob du die gesamte Sonnenenergie in dein Elektroauto fließen lässt oder ob du den Strom teilweise deinem Haushalt zuweisen möchtest. Durch das Aufladen mit Solarenergie verbessert sich die Ökobilanz deines E-Autos noch einmal erheblich.

Mit der Solaranlage, die du übrigens auch mieten statt kaufen kannst, könntest du theoretisch ein ganzes Jahr lang knapp 30.000 Kilometer komplett emissionsfrei fahren, ohne kostenpflichtig tanken zu müssen.

Die Größe deiner Solaranlage solltest du so wählen, dass sie den Stromverbrauch deines Haushalts und deines Elektroautos abdeckt. Verbrauchst du zum Beispiel 6.000 kW Strom im Jahr, sollte die Leistung deiner Solaranlage 6 kWp betragen.

Modernes Haus mit großer Solaranlage

Kurz & knapp: Elektroauto zuhause laden.


  1. Steckdose.
    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein E-Auto zu Hause zu laden, darunter die Nutzung einer Haushaltssteckdose oder einer Wallbox.
  2. Wallbox.
    Dabei ist die Installation einer Wallbox empfehlenswerter, sie erfordert einen 400-Volt-Starkstromanschluss.
  3. Leistung.
    Die Ladeleistung der Wallbox hängt von der Auswahl des passenden Modells ab, üblich sind 11 kW und 22 kW abhängig vom Elektroauto.
  4. Kosten.
    Die Kosten für Installation und Betrieb variieren je nach Modell. Die Stromkosten richten sich nach dem aktuellen Strompreis.
  5. Installation.
    Lass die Wallbox unbedingt von einem Fachbetrieb installieren. So kann nichts schief gehen und du bist versichert.
  6. Förderung.
    Die Bundesregierung setzt 2024 die Wallbox-Förderung fort. Sie gilt nur in Kombi mit einer Photovoltaik-Anlage und einem Stromspeicher.
  7. Zur Miete.
    Mieter:innen haben das Recht, eine Ladestation durch den:die Vermieter:in installieren zu lassen, müssen jedoch erst eine Erlaubnis einholen.
  8. Stellplatz.
    Beim Einbau einer Wallbox zuhause sind ein eigener Stellplatz und eine ausreichende Leistung des Hausanschlusses entscheidend.

Autorin
Susanne von Yello

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