Die Bedeutung der Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mithilfe von Photovoltaikanlagen nimmt durch einen steigenden Energiebedarf und einem weltweiten Trend zu erneuerbaren Energien im Angesicht des Klimawandels immer mehr zu. Und auch in Deutschland zeigt sich wieder ein positiver Trend: So nahm der jährliche Zubau von installierter Leistung aus Photovoltaikanlagen in den letzten Jahren wieder an Fahrt auf. Doch wie groß muss eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus sein und mit welchen Kosten ist dabei zu rechnen?

Lohnt sich eine Solaranlage?

Eigenheimbesitzer tun mit der Installation einer Photovoltaikanlage nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern schonen gleichzeitig ihren Geldbeutel. Denn der selbst erzeugte Strom aus einer Solaranlage ist wesentlich günstiger als der Strom, der vom Energieerzeuger bezogen wird. Hier stehen rund 14 Cent pro Kilowattstunde Strom aus der Solaranlage an Gestehungskosten rund 30 Cent pro Kilowattstunde beim Energieerzeuger gegenüber. Und momentan ist kein Ende der steigenden Stromkosten abzusehen: In den letzten Jahren sind die Preise für Strom in Deutschland konstant gestiegen, da die Kosten für Stromeinkauf, Steuern und Abgaben sowie Netzentgelte angezogen haben. Diese werden durch die Energieversorger durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergeben. Eine Solaranlage ist somit eine sinnvolle Möglichkeit, sich aus dieser Abhängigkeit der Energieversorger und steigender Strompreise zu befreien und seine Stromkosten mit einer einfachen Solaranlage bis zu 30% zu reduzieren – mit einer Solaranlage mit Speicher ist sogar eine Reduzierung von bis zu 80% möglich.

Ein weiterer, lohnender Aspekt ist die Vergütung, die Sie für jede eingespeiste Kilowatt­stunde Solarstrom erhalten. Diese ist im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) der Bundesregierung geregelt und wird über 20 Jahre garantiert. Zwar sinkt die Einspeisevergütung seit Jahren stetig, doch lassen sich aktuell noch 9,03 Cent pro Kilowattstunde erzielen (Stand: Juli 2020).

Tipp.

Ob sich eine Solaranlage lohnt, hängt von Ihrem persönlichen Energiebedarf und den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. Diese lassen sich am besten bei einem Besuch bei Ihnen daheim erfassen, um ein individuelles und bedürfnisgerechtes Angebot erstellen zu können. Lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich von uns beraten.

Wie groß muss eine Photovoltaikanlage für ein Einfamilienhaus sein?

Die ideale Größe einer Solaranlage hängt davon ab, wie viel Strom Sie verbrauchen. Wenn Sie Ihren genauen Stromverbrauch nicht kennen bzw. gerade nicht zu Hand haben, dann kann von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen auf den Jahresstromverbrauch im Jahr geschlossen werden:

  • 1 Person = 1.500 kWh
  • 2 Personen = 2.500 kWh
  • 3 Personen = 3.500 kWh
  • 4 Personen = 4.500 kWh
  • 5 Personen = 5.500 kWh
  • 6 Personen = 6.500 kWh

Die Abkürzung kWh steht für die Einheit „Kilowattstunde“. Sie gibt die elektrische Arbeit bzw. Energie an, die von Ihnen im Haushalt benötigt wird.

Nun wenden Sie auf den ermittelten Jahresstromverbrauch eine Faustformel an, um zu ermitteln, welche Leistung die Solaranlage haben sollte, um Sie optimal mit Strom zu versorgen:

Jahresstromverbrauch (kWh) x 1,5 / 1.000 = Anlagenleistung (kWp)

So kämen Sie beispielsweise bei einem Jahresstromverbrauch von 4.500 kWh (4 Personen im Haushalt) auf eine ideale Größe der Photovoltaikanlage von 6,75 kWp.

Die Abkürzung kWp steht für die Einheit „Kilowatt peak“. Diese gibt die Leistung der Photovoltaik­anlage an, die unter Laborbedingungen erreicht wird – diese wird auch als Nennleistung bezeichnet. Diese wird meist höher angegeben, da bei deren Ermittlung im Labor keine Wetter­bedingungen beachtet werden, die sich positiv oder negativ auf den Solarertrag auswirken können.

Außerdem hat es einen Einfluss auf die tatsächliche Leistung einer Solaranlage, an welchem Ort diese errichtet wird. Grundsätzlich kann je mehr Solarenergie durch eine Solaranlage eingefangen werden, je senkrechter die Sonnenstrahlen auf die Solarmodule treffen. Da die Sonnenstrahlen im Süden von Deutschland steiler auf die Erde treffen, ist hier die Solarausbeute etwas höher als in Nord­deutschland. Um diese Unterschiede zu berücksichtigen, wird die Nennleistung mit einem Ortsfaktor multipliziert, um den tatsächlichen Ertrag pro Modul zu bestimmen:

Nennleistung (Wp) x Ortfaktor (kWh/Wp) = Solarertrag pro Modul (kWh)

Wenn Sie zum Beispiel in Freiburg leben – einer der sonnenreichsten Regionen Deutschlands – und über ein optimal nach Süden ausgerichtetes Hausdach verfügen, müssen Sie die Nennleistung von 300 Wp mit dem dortigen Ortsfaktor von 1,02 kWh/Wp multiplizeren und kommen auf eine Modulleistung von 306 kWh.

Multiplizieren Sie die ideale Größe der Solaranlage (Kilowatt peak) mit 1.000 und teilen Sie diesen Wert durch die mit dem Ortfaktor berechnete Einzelleistung der Module. Dadurch erhalten Sie die benötigte Anzahl an Modulen auf Ihrem Dach.

6,75 kWp x 1.000 / 306 kWh = 22 Module

Die benötige Dachfläche beträgt bei 22 Modulen rund 37 Quadratmeter, wenn wir von einer Standardmodulgröße von 1,69 Quadratmeter ausgehen (1 m Breite x 1,69 m Länge).

Was kostet eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für eine Solaranlage können sehr unterschiedlich sein, da es, neben der gewünschten Größe und Leistung der Solaranlage, eine Vielzahl weiterer Faktoren gibt, die Einfluss auf den Preis nehmen:

Voraussetzungen vor Ort.

Hierzu gehören u.a. die Dachform, die Dacheindeckung, der Zugang zum Dach usw. Sind zum Beispiel die Dachziegel an der Dachinnenseite zusätzlich mit Mörtel abgedichtet, so muss dieser erst aufwändig entfernt werden, damit die Unterkonstruktion der Solaranlage an den Dachsparren befestigt werden kann. In der Regel lassen sich Solaranlagen aber auf einer Vielzahl von Dächern mit unterschiedlicher Dacheindeckung befestigen. Ein weiterer Kostenfaktor ist der Zugang zum Dach: Meistens setzt die Installation einer Solaranlage den Aufbau eines Gerüsts an der Hausfassade voraus. Je nachdem, wie hoch dieses sein muss, kann dies den späteren Preis der Solaranlage wesentlich beeinflussen.

Marke der Solarmodule, Wechselrichter und Speicher.

Wie bei anderen Produkten auch, hängt der Preis für eine Solaranlage von den verwendeten Marken ab. So gibt es auch im Photovoltaikbereich eine Vielzahl von Herstellern von Solarmodulen, Wechsel­richtern, Stromspeichern etc. die diese Komponenten in unterschiedlichen Preislagen anbieten.

Zelltyp der Module.

Solarmodule gibt es mit monokristallinen oder polykristallinen Solarzellen. Diese unterscheiden sich nicht nur in der Optik, sondern auch im Preis: Monokristalline Module sind tiefschwarz, sehen dadurch sehr edel aus und erzeugen mehr Leistung, was sich allerdings auch in einem höheren Preis widerspiegeln. Polykristalline Module kommen im gewohnten schimmernden Blau daher und sind preislich günstiger. Eine dritte Alternative bilden die Dünnschichtmodule, die sich durch ihre geringe Dicke vergleichsweise günstig herstellen lassen, aber dafür auch eine geringere Leistung aufweisen. Im Endeffekt müssen Sie entscheiden, ob Sie sich am Design, an der Leistungsfähigkeit oder an Ihren finanziellen Möglichkeiten orientieren. Unsere Berater unterstützen Sie dabei, die richtige Entscheidung für Ihre Bedürfnisse zu treffen.

Netzanschluss und Zählerkastentausch.

Damit der von Ihrer Solaranlage erzeugte Strom ins öffentliche Netz eingespeist werden kann, ist der örtliche Netzbetreiber nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz dazu verpflichtet, Ihre Solaranlage an das Stromnetz anzuschließen. Die Kosten für den Anschluss sind vom Betreiber der Solaranlage zur tragen – im Falle einer Solaranlage zur Pacht also von Yello.

Da Sie mit einer Solaranlage nicht mehr nur Strom aus dem Netz beziehen sondern auch in dieses einspeisen, muss außerdem ein sogenannter Zweirichtungszähler installiert werden, der die aus dem Stromnetz bezogene und die eingespeiste Strommenge erfasst. Sofern Sie nicht bereits über so einen Zähler verfügen, muss dieser neu installiert werden, was mit weiteren Kosten verbunden ist. Bei Yello Solar erhalten Sie einen finanziellen Zuschuss, wenn ein Tausch notwendig ist.

Tipp.

Ob sich eine Solaranlage lohnt, hängt von Ihrem persönlichen Energiebedarf und den individuellen Gegebenheiten vor Ort ab. Diese lassen sich am besten bei einem Besuch bei Ihnen daheim erfassen, um ein individuelles und bedürfnisgerechtes Angebot erstellen zu können. Lassen Sie sich kostenlos und unverbindlich von uns beraten.

Mit diesen weiteren Kosten müssen Sie rechnen.

Im Betriebsablauf der Solaranlage können weitere Kosten auf den Eigentümer zukommen, wie Kosten für Wartung, Instandhaltung und Reinigung. Außerdem schlagen optionale Versicherungen (Betreiberhaftpflicht, Allgefahrenhaftpflicht etc.) und eventuell anfallende Reparaturen zu Buche – insbesondere für den stetig stark beanspruchten Wechselrichter und den Stromspeicher, die meist nach ein paar Jahren bereits ersetzt werden müssen. Als Daumenregel sollte man bei den laufenden Kosten 1 Prozent der Anschaffungskosten pro Jahr veranschlagen.

Tipp.

Bei einer Solaranlage zur Pacht sind Sie nur der Betreiber der Anlage. Yello ist der Eigentümer und ist somit auch für deren ordnungs­gemäßen Zustand verantwortlich. Dies bedeutet, dass Wartung, Instand­haltung, Reinigung und eventuelle Reparaturen von Yello übernommen werden, damit die Solaranlage immer optimale Ergebnisse erzielt. Dadurch wird das Investitions- und Wirtschaftlichkeits­risiko für Sie weiter reduziert.

Voraussetzungen für eine Solaranlage.

Von einer Solaranlage können im Prinzip alle Eigentümer eines Einfamilienhauses profitieren. Liegt ein sogenannter Dachtrennungsvertrag vor oder läuft die Stromabrechnung über getrennte Stromzähler, ist sogar die Errichtung auf Doppelhaushälften oder Mehrfamilienhäusern möglich. Sind mehrere Eigentümer im Grundbuch eingetragen, müssen sie alle der Errichtung der Solaranlage zustimmen. Aus steuerrechtlichen Gründen muss die Immobilie außerdem selber bewohnt und darf nur privat genutzt werden.

Um mit der Solaranlage optimale Erträge zu erzielen, sollte das Haus an einem sonnenreichen Standort stehen und nicht im Tagesverlauf von Bäumen oder anderen Gebäuden massiv verschattet werden. Die nutzbare, unverschattete Dachfläche für die Solaranlage zur Pacht muss idealerweise mindestens 30 qm groß sein, damit sich diese wirtschaftlich rentiert.

Weiterhin sollten Sie gewährleisten können, dass Ihr Dach in den kommenden Jahren nicht saniert werden muss, um einen aufwändigen Ab- und erneuten Aufbau der Solaranlage zu vermeiden. Zudem sollte gegebenenfalls geprüft werden, ob die Errichtung nach den Bestimmungen des Denkmalschutzes möglich ist und die Statik des Daches eine Photovoltaikanlage trägt. In der Regel ist dies bei neueren Dächern gegeben, die nicht älter als 70 Jahre alt sind bzw. in den letzten 70 Jahren modernisiert wurden.

Illustration Geldscheine und Münzen

Lohnt sich eine Solaranlage?

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  • Jährlicher Solarertrag
  • Unabhängigkeit vom Energieversorger
  • Jährliche CO2-Einsparung
  • Monatliche Pachtrate

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Fragen und Antworten.

Lohnt sich eine Solaranlage für mich?

So individuell wie Ihr Dach, so unterschiedlich die Möglichkeiten: Vereinbaren Sie einfach einen kostenlosen und unverbindlichen Termin mit unseren Solar-Experten. Darin erfahren Sie, wie viel Energie Ihr Hausdach produziert und was es kostet, eine Solaranlage zu pachten.

Wem gehört die Solaranlage?

Pachten Sie eine Solaranlage bei uns, gehört diese über die Dauer der Laufzeit der Yello Solar GmbH (Eigentümer). Sie selbst sind der Betreiber der Solaranlage. Der gesamte damit produzierte Strom sowie alle erwirtschafteten Erträge, z.B. durch die Netzeinspeisung, gehören Ihnen.

Was ist der Unterschied zwischen Miete und Pacht?

Der Unterschied zwischen Pacht und Miete ist klein, aber fein. Denn das Pachtmodell geht noch über die Vorteile einer Miete hinaus. Erklären wir es mit einem kleinen Beispiel:

Bei der Miete einer Wiese mit Apfelbäumen dürfen Sie auf dieser Wiese spazieren gehen, im Schatten der Apfelbäume ein Nickerchen halten und von den saftigen, reifen Äpfeln träumen. Sie dürfen diese jedoch nicht pflücken! Haben Sie jedoch die Wiese von ihrem Besitzer gepachtet, so gehören Ihnen auch alle Erträge, die Sie durch den Betrieb der Wiese erwirtschaften - kurz gesagt: Sie dürfen sich die Äpfel schmecken lassen.

Übertragen auf die Solaranlagen-Pacht bedeutet dies: Wenn Sie eine Solaranlage bei Yello pachten - und nicht nur mieten - sind Sie eigenständiger Betreiber Ihrer Anlage und dürfen den Strom-Ertrag selbstständig verwenden: Egal, ob Sie ihn direkt selber verbrauchen, für später in Ihrem Stromspeicher speichern, oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen, wofür Sie eine Einspeisevergütung nach den Regelungen des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) erhalten.

Das Pachtmodell von Yello Solar ist günstig, unkompliziert und risikolos, denn es fallen für Sie keine Investitionskosten an. Auch die Aufwände für den Aufbau, die Wartung und den Betrieb der Solaranlage entfallen. Sie gehen also weder ein finanzielles noch ein technisches Risiko ein. So können Sie sich entspannt zurücklehnen und Ihre private Energiewende genießen. Und falls Sie sich später doch dazu entscheiden, die Solaranlage zu kaufen, bieten wir Ihnen nach zehn Jahren die Möglichkeit dazu.