Frau mit Trinkflasche wartet auf das Laden des E-Autos mit Wallbox

E-Auto zuhause laden: So geht's.

Wallbox, Steckdose oder Solar? So lädst du dein E-Auto zuhause am günstigsten. Wir geben einen Überblick zu Möglichkeiten, Kosten, Ladezeiten und den besten Tarifen.


Zuhause laden ist bequem und oft unschlagbar günstig. Aber reicht die Steckdose wirklich als Notlösung oder muss doch eine Wallbox her? Wir vergleichen für dich Kosten, Ladezeiten und die Technik dahinter. Erfahr hier, wie du mit eigenem Solarstrom oder smarten Tarifen deine Ladekosten locker minimierst. Wir zeigen dir, welches Setup am besten zu deinem Alltag passt.

Datum: 30. März 2026 | Lesezeit: 10 Minuten

E-Auto zuhause laden: Deine Möglichkeiten.

Egal ob fest installiert oder flexibel unterwegs: Es gibt verschiedene Wege, wie dein Auto zu neuer Energie kommt. Hier ist dein schneller Überblick über die Technik und wie du dabei deine Kosten clever steuerst. Detaillierte Infos gibt's im Verlauf des Artikels.

  1. Die Haushaltssteckdose:
    Die Notlösung. Mit dem passenden Kabel, dem so­genannten „Ladeziegel“, ist das Laden technisch zwar möglich, aber wegen Brand­gefahr und extrem langer Lade­zeiten keine Dauer­lösung.
  2. Die CEE-Dose (Starkstrom):
    Die flexible Alternative? Mit einer „mobilen Wallbox“ nutzt du den vorhandenen Starkstrom­anschluss („rote Dose“), bist aber nicht fest an einen Ort gebunden.
  3. Empfehlung: Die Wallbox:
    Der Goldstandard für dein Zuhause. Fest an der Wand installiert, bietet sie dir die schnellste Ladezeit und maximale Sicherheit für dein Haus und dein Auto. Komfortabler geht's nicht.
  4. Das Upgrade: Solar & Speicher:
    Die nachhaltigste Lösung. In Kombination mit einer smarten Wallbox lädst du eigenen Strom vom Dach. Aber auch ohne PV lohnt sich ein Heimspeicher: Lad ihn mit dynamischen Tarifen nachts günstig mit Netzstrom auf und nutz diesen Puffer später fürs Auto. So senkst du deine Lade­kosten effektiv.

Notlösung: E-Auto an der Steckdose laden?

Prinzipiell kannst du dein E-Auto an einer ganz normalen Haushaltssteckdose (Schuko) auf­laden. Dafür nutzt du das Notladekabel (oft auch „Ladeziegel“ genannt), das meistens bei E-Autos dabei ist. Aber Vorsicht: Fachleute raten von dieser Methode als Dauerlösung ab. Sie ist nur als Notlösung gedacht. Haushaltssteck­dosen sind nicht für die stundenlange Dauer­belastung ausgelegt, die beim Laden eines Autos entsteht. Es besteht die Gefahr, dass Kabel oder Steckdose überhitzen – und das bedeutet echte Brand­gefahr für dein Zuhause!

Wichtig: Bevor du dein E-Auto das erste Mal an die Steckdose hängst, lass deine Leitungen unbedingt von einem Profi checken. Wir raten dir für den Alltag jedoch klar von dieser Variante ab! Mit einer Wallbox fährst du nicht nur sicherer, sondern auch deutlich effizienter.

Geduldsprobe Steckdose: Das kostet extra.

Die Haushaltssteckdose liefert eine mickrige Ladeleistung von etwa 2,3 kW. Das Laden kann so locker über 24 Stunden dauern, was unnötig Geld durch hohe Ladeverluste kostet. Damit der Ladevorgang über­haupt läuft, muss die Bord­elektronik deines E-Autos permanent „wach“ bleiben. Sie verbraucht durchgehend Strom, der als Abwärme verpufft und nie in deinem Akku ankommt. Du bezahlst also für Energie, die du gar nicht nutzt.

Dazu kommt ein echtes Risiko: Neben der Energie­verschwendung steigt durch die extrem lange Dauer­belastung auch die Gefahr von Über­hitzung und Schäden an der Haus­installation drastisch an. Deshalb ist die Strom­versorgung über eine Steckdose überhaupt nur dann sinnvoll, wenn es sich um einen absoluten Notfall handelt.

Starkstrom (CEE) als Alternative zur Wallbox?

Du möchtest dein E-Auto ohne Wallbox zuhause laden und suchst eine echte Alternative zur Haushaltssteckdose? Das klappt super, wenn du in deiner Garage oder am Carport schon eine rote CEE-Steckdose mit Industrieklappe hast. Vorteil dieser Starkstrom-Anschlüsse ist, dass sie im Gegensatz zur normalen Steckdose richtig Power liefern. In der Regel sind das 11 kW (bei 16 Ampere) – also genauso viel wie bei einer Standard-Wallbox. Große CEE-Dosen (32 Ampere) schaffen sogar bis zu 22 kW.


Das E-Auto-Laden mit Starkstrom ohne Wallbox funktioniert ganz anders.Der tech­nische Unterschied zur normalen Steckdose ist gewaltig: Während die normale Steck­dose nur mit einer Phase von 230 Volt dümpelt, arbeitet Stark­strom mit satten 400 Volt und drei Phasen. Für dich bedeutet das: Es fließt deutlich mehr Energie in der gleichen Zeit in deinen Akku. So verkürzt du die Lade­zeit massiv und musst nicht mehr einen ganzen Tag warten, bis dein Auto wieder startklar ist.


Damit der Strom fließen kann, brauchst du allerdings ein Bindeglied – du kannst das Kabel nicht einfach direkt einstecken. Du benötigst eine mobile Ladestation, oft auch „mobile Wallbox“ genannt. Dieser intelligente Adapter übernimmt die wichtige Sicherheits­kommunikation zwischen dem Starkstrom­netz und deinem Fahrzeug. Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass das Gerät über integrierte Schutz­vorrichtungen (z. B. DC-Fehler­strom­schutz) verfügt.

Vor- und Nachteile von Starkstrom.

Ist die CEE-Lösung also besser als eine feste Wallbox? Das kommt darauf an:

Pro.

  • Tempo: Mit bis zu 11 kW oder 22 kW lädst du genauso schnell wie an einer festen Wallbox.
  • Flexibilität: Du kannst das Ladegerät mitnehmen und auch unterwegs nutzen. Ideal für Mieter:innen, die keine feste Box installieren dürfen.

Kontra.

  • Komfort: Mobilen Ladern fehlen oft smarte Funktionen wie App-Steuerung oder die Ein­bindung der Solar­anlage.
  • Versicherung: Achtung! Dauer­laden an CEE-Dosen kann kritisch sein. Installation vom Fach­betrieb prüfen lassen (FI & Leitungs­querschnitt)!

Die beste Lösung: Zuhause laden mit Wallbox.

Die Wallbox ist eine speziell für Elektroautos entwickelte Ladestation für dein Zuhause. Quasi deine persönliche Zapfsäule. Sie dient als Schnittstelle zwischen Stromnetz und Fahrzeug. Im Gegensatz zur Steckdose steuert sie den Ladevorgang, überwacht die Sicherheit und ermöglicht schnelles Laden ohne Überhitzung - schnell & mit gutem Gefühl.


Das Anschließen ist denkbar einfach: Du verbindest die Wallbox und dein Auto über ein Ladekabel mit einem Typ-2-Stecker. Dieser sogenannte „Mennekes-Stecker“ ist der europäische Standard für E-Mobilität. Er passt in jedes moderne Elektroauto und kommt auch unterwegs an fast allen öffentlichen AC-Ladestationen zum Einsatz.


Sicherheit geht vor: Hände weg von der Installation! Auch wenn du handwerklich fit bist: Bei der Wallbox-Installation ist Schluss mit DIY. Hier fließen 400 Volt Starkstrom – ein unsachgemäßer Anschluss ist lebens­gefährlich und kann schwere Kabel­brände verursachen. Lass die Installation deshalb unbedingt von einem eingetragenen Elektrofachbetrieb durchführen.

Grafik zeigt Typ-2 und CCS-Ladestecker für das Elektroauto

Das macht der Profi für dich:

  • Der Check: Er prüft vorab, ob deine Hausleitungen die Dauerbelastung locker wegstecken.
  • Die Sicherheit: Er baut alle nötigen Schutz­schalter (FI und LS) ein, damit alles reibungs­los läuft.
  • Der Papierkram: Er übernimmt für dich die vorgeschriebene Anmeldung beim Netz­betreiber.

Die richtige Wallbox wählen: 11 oder 22 kW?

Entscheidest du dich für die Komfort-Lösung Wallbox, stellt sich die Frage: Wie viel Power muss es sein? Viele denken „Viel hilft viel“, doch für das Laden zu Hause ist das oft gar nicht nötig. Erfahre den Unterschied:

Der Standard: 11 kW. Eine 11-kW-Wallbox reicht in den allermeisten Fällen völlig aus. Sie lädt einen gängigen Akku (ca. 60 kWh) bequem über Nacht in fünf bis sechs Stunden voll. Das passt perfekt, da der Großteil der aktuell verfügbaren Elektroautos technisch ohnehin auf eine Wallbox mit maximal 11 kW begrenzt ist. Selbst an einer stärkeren Box würde der Ladevorgang also nicht schneller gehen, denn das Ladegerät im Auto (der sogenannte "Onboard-Charger") gibr das Tempo vor. Aber nicht nur die Ladeleistung ist wichtig. Worauf du beim Autokauf eines Stromers sonst noch achten solltest – von der Reichweite bis zum Akku –, liest du in unserem E-Auto-Kaufratgeber.

Der Turbo: 22 kW. Diese Boxen können theo­retisch doppelt so schnell laden. Das lohnt sich aber nur, wenn dein E-Auto einen so­genannten 22-kW-Onboard-Charger besitzt. Dieser ist bei den wenigsten Modellen Serie und muss bei Premium-Marken oft als Sonder­aus­stattung extra bezahlt werden. Zudem musst du Wallboxen über 11 kW vom Netzbetreiber genehmigen lassen. Seit 2024 darf der Netz­betreiber die Genehmigung kaum noch verweigern. Du bekommst den Anschluss garantiert, musst aber akzeptieren, dass die Leistung bei akuter Netz­über­lastung kurzzeitig gedrosselt werden darf („Dimmen“ auf 4,2 kW). Mehr zu dieser neuen Netz­regelung erfährst du in unserem Ratgeber zum Paragraph § 14a EnWG.


Parkendes E-Auto beim Ladevorgang

Wie lange dauert das Laden zuhause?

Das schwächste Glied bestimmt das Tempo. Wie schnell dein Akku voll wird, hängt vom Zusammen­spiel aus Wallbox, Ladekabel und dem Ladegerät in deinem Auto (On-Board-Charger) ab. Hast du zum Beispiel eine 22-kW-Wallbox, aber dein Auto kann nur 11 kW aufnehmen, dann lädst du mit 11 kW. Kann dein Auto 22 kW – also die volle Power –, aber das Ladekabel ist zu schwach, dann wird die Leistung automatisch gedrosselt.


Zu Hause lädst du in der Regel mit Wechselstrom (AC). Da dein Auto diesen erst in Gleichstrom für den Akku umwandelt muss, sind die Leistungen hier begrenzt und liegen meist zwischen 3,7 kW und 22 kW. Von „ganz leer“ bis „ganz voll“ dauert es damit meist zwischen zwei und sechs Stunden.


Hier siehst du im direkten Vergleich, warum die Steckdose wirklich nur eine Notlösung ist und warum 11 kW für deinen Alltag locker aus­reichen. Basis für unseren Check: Ein durchschnittlicher E-Auto-Akku mit 60 kWh Kapazität (z. B. VW ID.3 oder Tesla Model 3).

Lade­methode Leis­tung Dauer (0–100 %) Empfeh­lung
Haushalts­steckdose 2,3 kW ca. 26 Stunden Nicht em­pfohlen ­ nur im Not­fall.
Mobile Wallbox (CEE) 11 kW ca. 5-6 Stunden Gute Lös­ung für unter­wegs.
Wallbox (Standard) 11 kW ca. 5-6 Stunden Der Standard für zu Hause.
Wallbox (Turbo) 22 kW ca. 3 Stunden* Nur sinn­voll, wenn das Auto es kann.

* Hinweis: Die wenigsten E-Autos können AC mit 22 kW laden. Wenn dein Auto (wie die meisten) nur 11 kW aufnehmen kann, dauert es auch an der 22-kW-Box fünf bis sechs Stunden.

Lademöglichkeiten zuhause im Vergleich.

Du hast die Optionen verglichen, aber unser Fazit ist klar: Für das tägliche Laden zu Hause führt kein Weg an einer fest installierten Wall­box vorbei. Hier siehst du auf einen Blick, warum sie im Gesamtpaket unschlagbar ist:

Lade­möglich­keiten Haus­halts­steck­dose CEE-Dose + Mobile Wallbox Feste Wallbox
Leistung max. 2,3 kW 11 bis 22 kW 11 bis 22 kW
Sicher­heit Niedrig Hoch Sehr hoch
Smart-Funk­tionen Keine Basis-­Funktion­en Voll ver­netzt
Komfort Um­ständlich Flexibel Maximal
Ideal für ... Not­fälle & Plug-in­Hybride Miete, Cam­ping & Bau­stellen Eigen­heime, Mehr­familien­häuser & täglicher Einsatz

Kostencheck: Was kostet eine Ladung zu Hause?

Grundsätzlich kannst du dein E-Auto zu Hause zu denselben Tarifkonditionen wie deinen Kühl­schrank oder Fernseher laden mit Haus­halts­strom. Aber lohnt sich das im Vergleich zum Verbrenner oder zur öffentlichen Ladesäule wirklich? Wir haben nachgerechnet.

Im Vergleich: Ladekosten auf 100 km.

Wir schicken den elektrischen VW ID.3 gegen einen VW Golf Benziner ins Rennen. Das Ergebnis ist eindeutig: Wer nur öffentlich lädt, muss tief in die Tasche greifen. Wer aber die eigene Wallbox nutzt, fährt konkurrenzlos günstig und spart bei jedem Kilometer bares Geld.

Szenario* Preis pro kWh/­Liter Gesamt­kosten
Laden mit Wallbox 37 ct / kWh ca. 5,92 €
Laden öffentlich 60 ct / kWh ca. 9,60 €
Tanken (Benzin) 1,80 € / Liter ca. 9,90 €

*Berechnungsgrundlage: Durchschnittliche Energiepreise (Stand: 2026). Verbräuche: VW ID.3 ca. 16 kWh/100 km (inkl. Ladeverluste), VW Golf ca. 5,5 l/100 km. Verbräuche sind typische Realwerte im Drittelmix (Stadt/Land/Autobahn) und können je nach Fahrweise, Beladung und Witterung abweichen.

Das bedeutet für dich: Die eigene Wallbox ist der ungeschlagene Preis-Sieger – besonders, wenn du sie mit smarten Tarifen wie unserem Strom Net Flex oder direkt mit einem flexiblen Stromtarif kombinierst.

Doch keine Sorge: Auch als „Laternenparker“ fährst du mit dem E-Auto oft günstiger als mit dem Verbrenner – und das bei deutlich geringerem Wartungsaufwand. Du hast noch keine Ladestation? Wir haben alle Wallbox Kosten für dich nachgerechnet, ob Hardware oder Einbau und ab wann sich die Investition für dich lohnt.

Du hast keinen eigenen Stellplatz? Macht nichts! Die Tabelle zeigt: Selbst wenn du zu 100 % öffentlich lädst, sparst du gegenüber Benzinern.

Die Kür: E-Auto laden mit der Solaranlage.

Du hast gesehen: Mit Netzstrom fährst du schon deutlich günstiger als mit Benzin. Aber es geht noch billiger: Wenn du ein Eigenheim besitzt und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach hast, kannst du dein E-Auto auch mit Solarenergie laden. Das zahlt sich in Zeiten steigender Strom­preise und geringer Einspeisevergütung aus. Denn während Netz­strom oft 39 Cent/kWh inkl. Grund­gebühr kostet, liegen die „Gestehungs­kosten“ für eigenen Solar­strom (ohne Speicher) meist nur zwischen 5 und 11 Cent.

Möchtest du deinen Solarstrom optimal nutzen? Dabei hilft dir ein Heim-Energie-Management-System (HEMS). Es regelt intelligent, ob die Sonnenenergie direkt in dein Elektroauto fließt oder ob sie primär im Haushalt verbraucht wird. Das ist technisch wichtig, da ein E-Auto erst ab einer bestimmten Stromstärke – meist 1,4 kW Überschuss bei einphasigem Laden – mit dem Laden beginnt. Smarte Wallboxen mit auto­matischer Phasenumschaltung sind hier echte Helden: Sie verhindern, dass der Lade­vorgang bei wechsel­haftem Wetter oder geringer Sonnen­einstrahlung abbricht, sogenannte „Netzstrom­ergänzung“. Durch das Aufladen mit Solar­energie verbessert sich die Ökobilanz deines E-Autos noch einmal erheblich.

Mit der Solaranlage, die du übrigens auch mieten statt kaufen kannst, könntest du theoretisch ein ganzes Jahr lang gut 20.000 Kilometer komplett emissionsfrei fahren, ohne kostenpflichtig tanken zu müssen. Ob du dieses Potenzial in der Praxis voll ausschöpfen kannst, entscheidet dein Alltag: Dient das E-Auto als Zweitwagen und steht tagsüber oft zu Hause, ist das System am wirtschaftlichsten. Du tankst den Sonnenstrom direkt, sparst dir teure Zwischenspeicher und vermeidest Ladeverluste. Bist du hingegen Berufs­pendler und kommst erst abends heim, kann sich eine Anlage mit Süd-West-Ausrichtung lohnen, um die Sonnenenergie für die Nacht zwischenzuspeichern.

Die Größe deiner Solaranlage solltest du so wählen, dass sie den Stromverbrauch deines Haushalts und deines Elektroautos abdeckt. Experten empfehlen oft Anlagen um die 10 kWp, um auch bei weniger Sonne noch die nötigen 4,2 kW Leistung für das dreiphasige Laden zu erreichen. Die optimale Ergänzung dazu ist also ein Stromspeicher, der den tagsüber produzierten Strom für dein E-Auto oder den Haushalt vorhält, wenn die Sonne längst untergegangen ist.

Modernes Haus mit großer Solaranlage

Zuhause laden: Welcher Tarif passt zu dir?

Auch wenn die Sonne mal Pause macht oder du (noch) keine PV-Anlage hast: Zuhause laden bleibt günstig. Mit dem passenden Stromtarif optimierst du deine Kosten für den Netzstrom deutlich. Ein riesiger Vorteil: Seit 2024 profi­tieren Wallboxen als „steuerbare Verbrauchs­einrichtung“ von reduzierten Netz­entgelten (§ 14a EnWG). Das senkt deinen Strom­preis ganz automatisch. Welcher Tarif am Ende am besten zu dir passt, hängt vor allem von deinem vorhandenen Strom­zähler und davon ab, wie flexibel du beim Laden sein möchtest.

1. Der Klassiker:
Haushaltsstrom.

So funktioniert's: Wallbox und Haushalt laufen über einen Zähler. Ist deine Wallbox steuerbar, gibt's eine jährliche Pauschale vom Netzbetreiber nach § 14a (Modul 1) on top.

Für wen: Alle, die es einfach mögen, gelegentlich bis normal viel fahren und keinen Zähler-Umbau wollen.

2. Der Planbare:
Variabler Tarif.

So funktioniert's: Sparen nach der Uhr. Du zahlst in festen Zeitfenstern weniger. Die Preise sind für 12 Monate garantiert (Voraussetzung: Smart Meter nötig).

Für wen: Strukturierte Planer, die das Auto verlässlich nachts oder mittags günstig laden wollen.

3. Der Börsen-Profi: Dynamischer Tarif.

So funktioniert's: Preise in Echtzeit. Dein Preis folgt direkt der Strombörse. Du lädst dann, wenn Wind und Sonne das Angebot bestimmen.

Für wen: Tech-Fans & HEMS-Nutzer:innen, die Ladezeiten flexibel per App in die günst­igsten Stunden legen.

4. Für Vielfahrende:
Strom Net Flex und § 14a.

So funktioniert's: Rabatt-Turbo durch Netz­entgelt-Reduzierung auf 40 % (mit § 14 a Modul 2) - schon im Preis inklusive. Dafür ist ein separater Zähler für die Wallbox nötig.

Für wen: Kilometer-Sammler:innen & Haus­besitzer:innen. Je mehr du fährst, desto höher ist deine Ersparnis.

Bild der Yello Ladekarte für den Autostrom Mobile Tarif.

Und wenn du mal nicht zuhause bist?

Die eigene Wallbox deckt zwar den Großteil deines Bedarfs ab, aber für längere Strecken brauchst du eine Lösung für unterwegs. Unser Tipp: Yello Autostrom Mobile. Als Yello Kund:in hast du Zugriff auf über 900.000 Ladepunkte im EnBW HyperNetz – ganz ohne Grundgebühr und mit exklusivem Preisvorteil.

Tarifwahl: So entscheidest du richtig.

  1. Lösung für den Komfort (Normalfahrer):
    Du fährst eher durchschnittlich viel und scheust den Aufwand eines Umbaus? Dann bleib ganz entspannt bei nur einem Zähler. Du sparst dir die Installationskosten und profitierst trotzdem ganz automatisch von der pauschalen Gutschrift. Für dich perfekt: einStromtarif für deinen Haushalt.
  2. Lösung für die Sparfüchse (Smart Meter):
    Du hast schon ein intelligentes Messsystem im Haus und willst von garantierten Sparzeiten (auch tagsüber!) profitieren? Dann ist ein variabler Tarif dein perfektes Match. Hier nutzt du feste, günstige Zeitfenster, um deinen Akku zu füllen. Du lädst ideal mit flexiblem Stromtarif.
  3. Lösung für die Power-Nutzer (Vielverbraucher):
    Du verbrauchst über 10.000 kWh im Jahr, zum Beispiel durch die Kombi aus E-Auto und Wärmepumpe? Dann lohnt sich der Wechsel auf den separaten Autostrom-Tarif. Die prozentuale Ersparnis holt die Kosten für den zweiten Zähler schnell wieder rein. Der passt zu dir:Strom Net Flex.

Exkurs: Smart Charging lädt intelligent.

Sparen ist gut, vernetzen ist besser. Smart Charging geht einen Schritt weiter als einfache Spartarife und zeigt, wie: Hier kommuniziert dein Auto aktiv mit dem Stromnetz. Der Ladevorgang wird automatisch so gesteuert, dass du genau dann lädst, wenn besonders viel grüner Strom im Netz ist oder die Netze entlastet werden müssen. In Zukunft wird dein E-Auto sogar zum mobilen Stromspeicher, der Energie zurück ins Haus abgeben kann.

Wallbox in der Mietwohnung: Geht das?

Ja, absolut! Die Zeiten, in denen Vermieter:innen den Wunsch nach einer Ladestation einfach ablehnen konnten, sind vorbei. Seit einer Gesetzes­änderung im Jahr 2020 hast du als Mieter:in einen echten Rechtsanspruch (§ 554 BGB) auf den Einbau einer Wallbox.


Das sind die Spielregeln:

  • Die Genehmigung: Dein:e Vermieter:in darf den Einbau nicht mehr grundlos verbieten. Nur in sehr seltenen Härtefällen, wie etwa bei Denkmalschutz, gibt es Ausnahmen. In der Regel steht deinem Wunsch nach einer eigenen Zapfsäule also nichts im Weg.
  • Der Ablauf: Wichtig ist, dass du nicht einfach losbohrst. Du musst dein Vorhaben offiziell ankündigen und dir das „Go“ holen. Dein:e Vermieter:in darf zwar nicht „Nein“ sagen, hat aber ein Mitspracherecht dabei, wie dein Vorhaben ausgeführt wird.
  • Die Kosten: In der Regel zahlst du die Anschaffung und Installation der Box selbst. Dafür gehört die Wallbox dann aber auch dir. Manchmal beteiligen sich Vermieter:innen sogar an den Kosten, da eine Wallbox den Wert der Immobilie langfristig steigert.
  • Der Auszug: Ziehst du aus deiner Wohnung aus, nimmst du die Wallbox entweder mit oder musst sie wieder abbauen (Rückbaupflicht). Gegen eine faire Abstandszahlung kannst du sie auch direkt an die nächste Mietpartei übergeben.

Wer zahlt mit? Staat & Chef im Check.

Die Investition in eine Wallbox musst du oft nicht allein stemmen. Es lohnt sich, zwei Geldquellen zu prüfen:

Staatliche Förderung:
Was gibt's 2026 noch?

Auch wenn die großen bundesweiten KfW-Töpfe aktuell oft ausgeschöpft sind: Viele Städte, Gemeinden und lokale Versorger bieten weiter­hin eigene Förderprogramme an. Ob dein Wohnort dabei ist, haben wir für dich re­cherchiert.

Über den Arbeitgeber:
Kosten­zuschuss oft möglich.

Mit einem elektrischen Dienstwagen stehen die Chancen gut, dass sich deine Firma an den Kosten für die Wallbox beteiligt oder die Installation übernimmt. Wie sich das steuerlich auswirkt und welche Gesamt­kosten entstehen, erfährst du hier.

Junge Frau mit Smartphone beim Laden ihres Elektroautos

Kurz & knapp: Elektroauto zuhause laden.

  1. Steckdose.
    Nur eine Notlösung. Das Laden an der Haushaltssteckdose dauert extrem lange, verursacht hohe Ladeverluste und birgt bei Dauerlast Brandgefahr.
  2. Wallbox.
    Der Goldstandard. Sie ist sicher, effizient und lädt dein Auto bis zu 5-mal schneller. Eine Leistung von 11 kW reicht für den privaten Gebrauch meist völlig aus.
  3. Photovoltaik.
    Der Spar-Turbo. Am günstigsten fährst du, wenn du dein E-Auto mit Solarstrom vom eigenen Dach lädst ("Überschussladen"). Das senkt die Kosten auf wenige Cent pro Kilometer.
  4. Kosten & Tarife.
    Zuhause laden ist deutlich billiger als Tanken oder öffentliches Laden. Mit speziellen Autostrom-Tarifen für unterwegs oder flexiblen Tarifen für zuhause sparst du zusätzlich.
  5. Installation.
    Lass die Wallbox unbedingt von einem Fachbetrieb installieren. So kann nichts schiefgehen und du bist versichert.
  6. Wallbox-Förderung.
    Die großen KfW-Töpfe sind oft leer, aber es lohnt sich, nach regionalen Zuschüssen für Wallboxen zu schauen oder den Arbeitgeber bei Dienstwagen nach einer Beteiligung zu fragen.
  7. Zur Miete.
    Mieter:innen haben das Recht, eine Ladestation durch den:die Vermieter:in installieren zu lassen, müssen jedoch erst eine Erlaubnis einholen.


Autorin
Josi von Yello

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