Solarenergie einfach machen.
- Solaranlage mieten oder kaufen.
- Ökologisch und unabhängig.
- Easy zur kostenlosen Beratung.
Wann ist es sinnvoll, Solaranlagen zu mieten anstatt zu kaufen? Wir gehen der Frage nach: Ist die Miete einer Solaranlage die bessere Option für dich und dein Konto?
Solaranlage mieten statt kaufen: kein Startkapital, keine Wartungskosten und trotzdem eigener Ökostrom vom Dach. Funktioniert wie beim Auto-Leasing: eine feste Mietrate, Vieles drin. Auch mit Miete senkst du deine Stromkosten durch hohen Eigenverbrauch und speist überschüssigen Strom in den Speicher oder ins Netz. Ob das Modell für dich passt, erfährst du hier.
Datum: 28. Mai 2025 | Lesezeit: 10 Minuten
Will man eine eigene Solaranlage, denkt man meistens zuerst an Kauf. Dann gilt es, die Solaranlage zu planen und viele Entscheidungen zu treffen: Wie groß soll die Anlage sein? Welche Solarmodule und Komponenten willst du verwenden? Brauchst du einen Stromspeicher? Und welcher Betrieb kann die Anlage errichten?
Beim Kauf stellt sich auch die Frage der Finanzierung und Kosten. Eine typische Solaranlage für ein Einfamilienhaus (rund 10 kWp) kostet 2026 ohne Speicher zwischen 10.000 und 15.000 Euro — mit Stromspeicher zwischen 13.000 und 18.000 Euro. Die gute Nachricht: Die Preise sind in den letzten Jahren um rund 40 % gefallen und befinden sich auf einem historischen Tiefstand.
Wer die Summe nicht direkt verfügbar hat, kann einen Kredit aufnehmen. Zahlreiche Banken bieten Kredite speziell für Solaranlagen an. Am bekanntesten ist die Förderbank KfW. Bei der KfW sind die Zinssätze oft günstiger und die Zinsbindung lang. Auch einige Bundesländer und Kommunen fördern Solaranlagen mit speziellen Zuschüssen. Außerdem erhältst du für Sonnenstrom, den du nicht selbst nutzt, eine Einspeisevergütung.
Die Miete einer Solaranlage kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn du keinen Kredit aufnehmen und finanziell flexibel bleiben möchtest. Im Mietmodell zahlst du einen festen monatlichen Betrag — die Mietrate. Die Kosten sind planbar und oft inflationsbereinigt. Die Verträge erstrecken sich über mehrere Jahre und bieten die Option, die Anlage nach Vertragsende zu übernehmen. Man kann auch zum Restwert der gemieteten Anlage vorzeitig aussteigen.
Neben den generellen Vorteilen von Solaranlagen, wie der eigenen Erzeugung von 100 % Ökostrom sowie der Unabhängigkeit von Stromversorger und Preisschwankungen, genießt du mit einer Solaranlage zur Miete weitere Vorzüge:
Seit dem Solarspitzengesetz (Februar 2025) gibt's die Pflicht zum Smart Meter mit Steuerbox für neue Anlagen ab 7 kWp. Ohne dieses Gerät ist die Einspeisung auf 60 % der Anlagenleistung begrenzt. Dein Solarpartner übernimmt bei Miete die Installation und Einrichtung - praktisch!
Eine Solaranlage zur Miete läuft über viele Jahre. Da ist es sinnvoll zu wissen, was bei unvorhergesehenen Ereignissen gilt.
Der Weg zur eigenen Solaranlage über Miete ist eigentlich immer ähnlich und erfolgt über diese Schritte für dein Solarprojekt:
Bei der Solarmiete schließt du einen Vertrag mit dem Solaranbieter. Nach Abschluss des Vertrags geht die Anlage in deinen Besitz über. In der Regel hat der Mietvertrag eine Laufzeit von bis zu 25 Jahren. Bei den meisten Angeboten am Markt kannst du die Anlage nach einer bestimmten Mietzeit günstig kaufen und so schließlich selbst Eigentümer:in werden. Du zahlst in diesem Fall den Restwert der Anlage. Beim Solarpartner von Yello beispielsweise, kannst du die Solaranlage schon nach 10 Jahren Laufzeit kaufen.
Die Solarmiete ist langfristig ausgelegt und läuft bei vielen Anbietern ca. 20 Jahre. Anschließend kannst du jährlich aufs Neue entscheiden, ob du den Mietvertrag verlängern möchtest. Nach Ablauf des Mietvertrags geht die Solaranlage kostenlos in deinen Besitz über oder wird abgebaut. Was, wenn du die Anlage schon vorher nicht mehr mieten willst? Dann gibt es -unter bestimmten Voraussetzungen und je nach Anbieter- die Möglichkeit der sogenannten Dachpacht. In diesem Fall bleibt die Solaranlage auf deinem Dach und dein Solarpartner zahlt dir eine monatliche Dachpacht für die Nutzung deiner Dachfläche. Eine Beratung kann hierzu näher Aufklären. Und auch, was passiert, wenn du vor Ablauf der Solarmiete aus dem Haus ausziehen solltest.
Beim Abschluss der Solarmiete wird vereinbart, wie hoch deine monatliche Mietzahlung ist und welche Rechte und Pflichten bestehen. Die Mietraten richten sich hauptsächlich nach der Größe der Solaranlage und ob du einen Solarstromspeicher gleich mit dazu mietest. Kleinere Solaranlagen kannst du schon ab 60 € im Monat mieten. Es können aber auch im Monat über 300 € Solarmiete anfallen. Zu den Kosten später mehr.
Dein Weg zur Solarmiete ist gar nicht so anders als der beim Kauf. Oft beginnt die Reise online mit einem kurzen Dach-Check. Hier gibst du deine wichtigsten Energieinfos an und erfährst, ob sich dein Dach grundsätzlich für Solar eignet. Dann folgt ein kurzes Telefonat, bei ein:e Solarberater:in die wichtigsten Fragen mit dir klärt. Weiter geht's mit der ausführlichen Beratung für ein maßgeschneidertes Angebot – in der Regel direkt bei dir vor Ort. Es geht aber auch online.
Schließlich erfolgt die Installation der Anlage. Das geht schnell und dauert nur 1 bis 2 Tage. Jetzt braucht die Anlage nur noch durch den Netzbetreiber freigegeben und ans Netz angeschlossen werden. Angestoßen wird der Anschluss durch deinen Solarpartner. Danach kannst du beim Mietmodell die Füße hochlegen: Um Betriebsführung, Wartung und Instandhaltung deiner Anlage kümmert sich ebenfalls dein Solarpartner. Während der gesamten Mietdauer!
Am effizientesten und effektivsten ist eine Solaranlage, wenn du deinen Solarstrom selbst nutzen kannst – und zwar wann immer du willst. Möglich macht´s ein Stromspeicher, der tagsüber speichert und dich nachts mit Strom versorgt oder dein E-Auto lädt. Diese Vorteile hast du wenn du auch den Stromspeicher mietest:
Bereits ab etwa 80 € im Monat kannst du eine Solaranlage ohne Stromspeicher mieten. Dafür bekommst du eine kleinere Anlage zwischen 4 und 6 kWp mit allen erforderlichen Komponenten, die du für den Start brauchst. Wünschst du dir eine Solaranlage mit Stromspeicher zur Miete, kannst du bei einem kleineren Einstiegsmodell mit etwa 130 - 200 € monatlich rechnen.
Der Mietpreis variiert je nach Größe der Solaranlage und den verwendeten Komponenten. Für eine größere Anlage ab 10 kWp mit Speicher können auch schon mal 300 bis 400 € monatlich auf der Mietrechnung stehen. Die Kosten bleiben aber über die Dauer des Mietvertrags konstant. Das solltest du unbedingt im Angebot prüfen!
Außerdem sind alle Kosten für den Betrieb in der Miete bereits enthalten. Von der Anschaffung der gesamten Anlage über die Installation bis zum laufenden Betrieb. Noch komfortabler wird’s durch Reparatur- und Austauschservices wobei der Solarpartner die Verantwortung für die Komponenten übernimmt. Perfekt, wenn beispielsweise Wechselrichter oder Speicher ausgetauscht werden müssten.
Im Vergleich zum Kauf einer Solaranlage scheinen die Mietkosten über die gesamte Laufzeit zwar höher aber du mietest auch ein Rundum-Sorglos-Paket. Wie beim Auto-Leasing musst du nicht mit plötzlich auftretenden Kosten rechnen. Zum Beispiel, wenn der Tausch des Wechselrichters ansteht, oder noch teurer, wenn du deinen Speicher ersetzen musst. Und du kannst einfach mit 0 € Anschaffungskosten deine persönliche Energiewende starten.
Kaufst du eine Solaranlage, kannst du von günstigeren Krediten bei der KfW profitieren. Auch die Umsatzsteuer von 19 % entfällt seit Anfang 2023 auf Solaranlagen - mit oder ohne Stromspeicher. Hinzu kommt, dass du für die Einspeisung von Solarstrom ins Netz keine Einkommenssteuer zahlen musst.
Doch auch die Miete einer Solaranlage wird unterstützt. Zwar gibt es keine staatliche Förderung, dafür gelten die gleichen Steuervorteile wie beim Kauf der Solaranlage. So profitierst du ebenfalls von der Umsatzsteuer-Entlastung, denn sie fällt nur für einen ganz geringen Mietanteil an – beispielsweise für die Versicherung. Das Gute: dieser Betrag macht nur etwa 10 % deiner monatlichen Miete aus.
Auch die Einspeisevergütung für Solarstrom über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gilt für dich als Solarmieter:in: Hast du eine Anlage mit bis zu 10 kWp, erhältst du 7,78 Cent pro kWh bei Teileinspeisung deines Stroms. Ab August 2026 sinkt die Vergütung auf 7,71 ct/kWh. Für größere Anlagen mit bis zu 40 kWp gibt's aktuell 6,73 ct/kWh. Die aktuelle Bundesregierung plant jedoch, die Einspeisevergütung für private Solaranlagen ab 2027 abzuschaffen.
Seit dem Solarspitzengesetz vom 25. Februar 2025 entfällt für neue Photovoltaikanlagen der Anspruch auf die gesetzliche Einspeisevergütung und zwar immer dann, wenn der Börsenstrompreis negativ ist. Der finanzielle Ausgleich erfolgt über eine Verlängerung der Förderdauer.
Was auf den ersten Blick relativ gleich klingt, kann sich im Detail erheblich unterscheiden, denn Miete, Pacht und Mietkauf bringen unterschiedliche Regelungen und Bedingungen mit sich. Wie unterscheiden sich die Vertragsmodelle?
Das Prinzip der Miete kennen wir alle: Wir nutzen eine Sache und zahlen dafür der oder dem Besitzer:in eine regelmäßige Vergütung. Egal, ob es sich um eine Wohnung, ein Auto oder sogar um Haushaltsgeräte handelt: Der Trend geht in der sogenannten Sharing Economy vom Besitzen zum Nutzen auf Zeit. Vermieter:innen behalten in der Regel das Eigentum an dem Vermögenswert und sind für Wartung und Reparaturen verantwortlich. Als Mieter:in hast du nicht immer die Möglichkeit, den Vermögenswert zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Bei der Solarmiete geht es.
Streng genommen handelt es sich bei der Solarmiete um eine Solarpacht. Viele, auch wir, nutzen die Begriffe analog. Der feine Unterschied: Bei der Miete einer Wiese mit Apfelbäumen darfst du auf dieser Wiese spazieren gehen, im Schatten der Apfelbäume ein Nickerchen halten und von den leckeren Äpfeln träumen. Du darfst diese jedoch nicht pflücken; geschweige denn, verspeisen! Hast du jedoch die Wiese gepachtet, so gehören dir auch alle Erträge, die du durch den Betrieb der Wiese erwirtschaftest - kurz gesagt: Du darfst dir die Äpfel schmecken lassen.
Beim Mietkauf handelt es sich um eine Kombination aus Mieten und Kaufen. Auch hier steht der Begriff Mietkauf rechtlich strenggenommen für Pachtkauf. Denn auch beim Mietkauf darfst du den von dir erzeugten Solarstrom selbst verwenden: egal, ob du den Strom selbst verbrauchst oder ihn in das öffentliche Stromnetz einspeist. Bei einem Mietkauf geht die gemietete Sache nach einer vereinbarten Zeit in den Besitz der Mieterin, des Mieters über. Ein Teil der bereits gezahlten Mietzahlungen kann auf den Kaufpreis angerechnet werden.
Du möchtest deinen eigenen Sonnenstrom, grün, günstig und unabhängig? Eine unmögliche Mission? Mit Yello geht's einfach: Seit 2017 arbeiten wir eng mit erfahrenen Solarpartnern zusammen, die dich persönlich und kostenlos beraten und deine Solaranlage als Komplettpaket fachgerecht und schnell aufs Dach bringen. Hauptsache es passt zu dir.
Kann ich als Mieter:in eine Solaranlage mieten? Mieten nicht, aber kaufen. Die Errichtung einer Solaranlage, ganz gleich, ob sie gemietet oder gekauft ist, ist ein Eingriff in die Bausubstanz der Immobilie und erfordert die Einverständniserklärung der Besitzerin, des Besitzers. Du kannst daher deiner Vermieterin oder deinem Vermieter über die vielen Vorteile einer Solaranlage berichten.
Im Rahmen des Mieterstrom-Gesetzes können auch Mieter:innen von Solarenergie profitieren: Installieren Vermieter:innen eine Solaranlage auf dem Dach des Mietshauses, können sie den produzierten Strom direkt an die Mieter:innen verkaufen — das ist günstiger als normaler Netzstrom vom Stromversorger, da der Staat einen Zuschlag von ca. 2–3,8 Cent pro kWh zahlt. Seit 2024 gibt es mit der Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung zudem ein vereinfachtes Modell, das Vermieter:innen ohne großen bürokratischen Aufwand nutzen können.
Es hängt von verschiedenen Faktoren ab, ob sich eher der Kauf oder die Miete einer Solaranlage für dich lohnen. Die Miete einer Solaranlage lohnt sich vor allem dann, wenn du dir Planungssicherheit wünschst. Denn ein Mietvertrag erstreckt sich bestenfalls über 20 Jahre. Zudem kümmert sich die Vertragsfirma um alles. Ein Rundum-Sorglos-Paket quasi – und das sogar oft mit Festpreisgarantie und voller Kostentransparenz!
In den meisten Mietmodellen ist zudem die Verwendung eines Stromspeichers integriert, was noch mehr Rentabilität für dich bedeutet. Und vor allem: Flexibilität, denn du kannst deinen erzeugten Strom nutzen, wann immer du ihn brauchst. Mit einer Wallbox für dein Elektroauto oder einer Wärmepumpe, kannst du noch mehr aus der Solaranlage rausholen.
Egal ob Kauf oder Miete: eine Einspeisevergütung bei der Einspeisung ins öffentliche Stromnetz erhältst du immer. Dazu muss deine Solaranlage einmalig beim Marktstammdatenregister registriert werden. Übrigens: beim Mieten deiner Solaranlage übernimmt dein Anbieter alle bürokratischen Hürden.
Abschließend hängt die Entscheidung für einen Kauf oder die Miete auch von der persönlichen Situation ab. Wer sich die hohen Anschaffungskosten problemlos leisten kann, für den ist der Kauf der Solaranlage oft die bessere Option. Die Einfachheit und langfristige Planbarkeit der Kosten beim Mieten fällt dann allerdings weg.
Klar ist: Eine Solaranlage bietet dir heutzutage mehr Unabhängigkeit. Mit Solarspeicher bis zu 80 %! Und vor allem produzierst du deinen eigenen Ökostrom und weißt woher er kommt. Gut für die Umwelt, aber eben auch langfristig gut für den Geldbeutel! Gerade mit hohem Eigenverbrauch im Haushalt z.B. für die Wärmepumpe oder das E-Auto - dann ist die Rendite am höchsten.
Viele Menschen wünschen sich planbare Kosten, eine professionelle Begleitung und einen andauernden Service. Genau das bietet die Miete einer Solaranlage. Die Mietkosten starten bei kleinen Anlagen ohne Stromspeicher bei etwa 80 -100 €. Meist liegt die Solarmiete aber deutlich höher bei etwa 130 -200 € im Monat (mit Speicher).
Auch wenn es neben den steuerlichen Vorteilen und der Einspeisevergütung keine zusätzliche Förderung für gemietete Solaranlagen gibt, hat das Mieten einer Solaranlage trotzdem Vorteile. Besonders in puncto Planbarkeit, Kostentransparenz, Sicherheit und Komfort. Die Entscheidung für Miete oder Kauf richtet sich nach deinen persönlichen Wünschen und deiner Finanzsituation.
Autorin
Josi von Yello