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Smart Meter sind auf dem Vormarsch und bereits heute für viele Haushalte verpflichtend. Bei uns erfährst du alles über den Rollout.
Mit der Smart-Meter-Pflicht wird die Energiezukunft digital. Und du bist mittendrin. Intelligente Messsysteme messen und senden deinen Stromverbrauch in Echtzeit. Das sorgt für mehr Durchblick, macht flexible Tarife möglich und unterstützt grüne Energie. Ob E-Auto, Wärmepumpe oder Solaranlage: Du holst mehr aus deinem Strom raus und senkst deine Energiekosten. Was sich für dich als Verbraucher:in ändert? Zeigen wir dir hier.
Datum: 4. Februar 2026 | Lesezeit: 9 Minuten
Strom kostet und das spüren viele von uns jeden Tag. Aber: Es geht auch anders! Wenn du weißt, wann Strom gerade günstig ist, kannst du clever sparen. Genau da kommen Smart Meter (Intelligente Messsysteme) ins Spiel: Sie erfassen deinen Verbrauch in Echtzeit und du kannst niedrige Strompreise direkt mitnehmen. Zum Beispiel, wenn Wind oder Sonne richtig Gas geben. Dann heißt's Waschmaschine an oder E-Auto laden.
In Ländern wie Spanien oder Dänemark läuft das übrigens längst rund. Und wir? Ziehen jetzt nach. Seit 2025 gilt für immer mehr Haushalte eine Smart-Meter-Pflicht. Der Grund dafür ist simpel: Smart Meter sind das Herzstück eines digitalen Stromnetzes, dem sogenannten Smart Grid. Sie liefern die Daten, die nötig sind, um Stromangebot und -nachfrage optimal aufeinander abzustimmen. Besonders wichtig, weil immer mehr grüne Energie ins Netz fließt.
Für dich bedeutet das vor allem eines: mehr Durchblick. Du siehst jederzeit, wie viel Strom du verbrauchst, und hast deine Kosten besser im Griff – so wie du beim Handy dein Datenvolumen checkst oder den Benzin- bzw. Stromverbrauch beim Auto. Auch wenn du mit einer Solaranlage selbst Strom erzeugst, weißt du jederzeit, wie viel du nutzt und was du ins Netz einspeist. Kurz gesagt:Die Smart-Meter-Pflicht bringt mehr Transparenz, mehr Kontrolle und ist ein wichtiger Baustein der Energiewende.
Ohne das Messstellenbetriebs-Gesetz – kurz MsbG – würde beim Smart-Meter-Rollout nichts laufen. Denn das Regelwerk bestimmt, wer Smart Meter einbauen, betreiben und warten darf. Es legt technische Standards fest und stellt sicher, dass beim Datenschutz alles stimmt. Außerdem regelt das MsbG, für welche Haushalte der Einbau eines intelligenten Messsystems verpflichtend ist. Kurz gesagt: Das Messstellenbetriebs-Gesetz schafft die verbindlichen Spielregeln für den Smart-Meter-Ausbau in Deutschland.
Du besitzt E-Auto, Wärmepumpe oder Solaranlage? Dann kann es gut sein, dass die Smart-Meter-Pflicht für dich greift und der neue Stromzähler bald bei dir einzieht. Zum Beispiel, wenn dein Stromverbrauch über 6.000 kWh im Jahr liegt. Auch für Photovoltaikanlagen ab 7 kWp sowie steuerbare Verbrauchseinrichtungen, wie Wärmepumpe oder Wallbox, gilt die Pflicht. Für den Austausch hast du laut Smart-Meter-Gesetz bis spätestens 2032 Zeit.
Wenn du diese Kriterien nicht erfüllst, kannst du selbst entscheiden, ob du ein Smart Meter installieren lassen möchtest. Für Haushalte, die wenig Strom verbrauchen oder nur eine kleine Solaranlage besitzen, ist der Einbau also kein Muss.
Aber! Dein zuständiger Messstellenbetreiber hat die Möglichkeit, den Einbau des Smart Meters auch bei anderen Gruppen zu beauftragen. Wenn sich der Messstellenbetreiber für diese zusätzliche Installation entscheidet, musst du als Kund:in den Einbau dulden, auch wenn die gesetzliche Smart- Meter -Pflicht eigentlich nicht auf dich zutrifft.
In Deutschland läuft der Rollout Schritt für Schritt – kein „Alles-auf-einmal“-Ansatz. Das heißt: Seit Anfang 2025 ist das Smart Meter zwar für bestimmte Haushalte verpflichtend, aber die Umrüstung erfolgt nicht zwingend sofort. Der Zeitplan sieht so aus:
Die Messstellenbetreiber übernehmen die genaue Planung. Geduld ist gefragt! Dein Smart Meter kommt aber vielleicht nicht morgen. Wenn du schneller starten möchtest, frag einfach direkt bei deinem Messstellenbetreiber nach. Mit etwas Glück bekommst du deinen smarten Zähler früher.
Auch ohne Pflicht kannst du aktiv werden! Verbrauchst du jährlich unter 6.000 kWh oder hast eine Solaranlage mit einer Leistung von 1 bis 7 kW? Dann kannst du den Einbau eines Smart Meters trotzdem beim Messstellenbetreiber beantragen. Er kann deinem Wunsch freiwillig nachkommen.
Unser Service-Tipp: Falls du einen dynamischen oder variablen Yello Stromtarif buchst und noch kein Smart Meter hast, rüsten wir das Smart Meter kostenlos über einen Messstellenbetreiber bei dir nach.
Der Smart-Meter-Ausbau kommt aktuell nur im Schneckentempo voran. Laut Bundesnetzagentur waren bis September 2025 rund 20 % der Pflicht-Einbauten geschafft – etwa 940.000 von über 4,6 Millionen geplanten Messstellen. Zwar noch im Zeitplan aber insgesamt haben damit gerade einmal 3,8 % der Haushalte in Deutschland ein Smart Meter.
Dabei ist das Interesse groß: Fast zwei Drittel der Deutschen würden gern dynamische Stromtarife nutzen. Ein Smart Meter ist dafür allerdings Voraussetzung. Eine PWC-Studie aus dem Jahr 2024 nennt für den langsamen Ausbau hierzulande folgende Gründe:
Und wie läuft die Installation eines Smart Meters? Per Gesetz ist der Messstellenbetreiber, meist der örtliche Netzbetreiber, zuständig und wird auf dich zukommen. Dieser ist auch für Betrieb und Wartung verantwortlich.
Allerdings hast du die Wahl, dich auch für einen wettbewerblichen Messstellenbetreiber zu entscheiden. Dann ist dieser für den Einbau des Smart Meters zuständig. Beachte: In diesem Fall gelten die Preisobergrenzen für den intelligenten Stromzähler nicht mehr.
Das Anschließen des Smart Meters erfordert spezielle Fachkenntnisse und geht so: Ein:e Monteur:in kommt zum vereinbarten Termin, führt die Installation durch und gibt dir eine kurze Einweisung sowie Infomaterial. Selbst austauschen kannst du deinen Stromzähler also auf keinen Fall!
Ob und wie du dein Smart Meter beantragen kannst, ist beim Pflichteinbau und dem freiwilligen Einbau unterschiedlich:
Pflichteinbau. Beim Pflichteinbau wirst du automatisch benachrichtigt. Laut Bundesnetzagentur muss dich dein Messstellenbetreiber drei Monate vor dem Einbau informieren und auf die freie Wahl des Messstellenbetreibers hinweisen. Spätestens 14 Tage vor dem Einbau erhältst du erneut eine Nachricht.
Freiwilliger Einbau. Der Einbau ist für dich nicht verpflichtend, du möchtest aber trotzdem ein Smart Meter? Wende dich direkt an deinen zuständigen Messstellenbetreiber oder such diesen frei aus. Beachte jedoch, dass die festgelegten Preisgrenzen nicht mehr gelten, wenn du einen anderen Messstellenbetreiber als den „Grundzuständigen“ beauftragst.
Unsere Checkliste gibt dir einen schnellen Überblick, wie du an dein intelligentes Messsystem kommst und was du für den Einbau tun muss.
Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Checkliste inklusive Tipps findest du in unserem PDF-Dokument.
Du willst Strom dann nutzen, wenn er gerade günstig ist aber dir fehlt noch das Smart Meter? Wenn du bei Yello einen flexiblen Tarif buchst, kannst du den kostenlosen Einbau des intelligenten Messsystems über uns beauftragen. Die Installation übernimmt ein Profi. Alle Infos erhältst du direkt nach deiner Bestellung. Deinen Verbrauch? Steuerst du easy über die Yello App.
Auch als Mieter:in erhältst du natürlich ein Smart Meter, wobei sich dein:e Vermieter:in an erster Stelle um die Formalien kümmert. Wenn du den Messstellenbetreiber selbst aussuchen möchtest, ist auch das möglich – es sei denn, dein:e Vermieter:in hat bereits einen Messstellenbetreiber ausgewählt.
Vermieter:innen haben aber nur ein Wahlrecht, wenn das Gebäude vollständig mit intelligenten Messsystemen ausgestattet ist und mindestens ein anderer Energieträger (Gas, Fernwärme oder Heizwärme) erfasst wird. Außerdem dürfen durch den gebündelten Messstellenbetrieb keine Mehrkosten entstehen.
Die Kosten für das intelligente Messsystem trägst du als Mieter:in. Der Messstellenbetreiber ist aber an Preisgrenzen gebunden. Kosten für einen möglichen Umbau der Zählerkästen muss jedoch der:die Vermieter:in zahlen.
Da Smart Meter seit Januar 2025 in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben sind, kannst du den Einbau des Smart Meters nicht ablehnen. Sobald du die Kriterien für die Smart-Meter-Pflicht erfüllst, ist eine Verweigerung nicht möglich. Wenn du jährlich zum Beispiel mehr als 6.000 kWh Strom verbrauchst, wird der Einbau zeitnah bei dir erfolgen.
Die Haushalte müssen den Stromzähler selbst bezahlen. Feste Preisgrenzen schützen vor zu hohen Kosten für Einbau und Betrieb: Je nachdem wie viel Strom du verbrauchst, wie groß deine Solaranlage ist oder ob du eine Wärmepumpe oder Wallbox besitzt, kannst du mit Kosten ab 30 € im Jahr rechnen.
Nur in wenigen Ausnahmefällen, wenn zum Beispiel der Einbau technisch nicht umsetzbar ist, kannst du bei deinem Messstellenbetreiber einen Härtefall-Antrag stellen, um dich von der Pflicht vorerst zu befreien.
Kurz gesagt: eine ganze Menge, und zwar zum Positiven. Mit einem Smart Meter wird dein Stromverbrauch transparent, digital und zukunftsfähig. Das bedeutet für dich:
Die Smart-Meter-Pflicht betrifft immer mehr Haushalte – auch dich, wenn du einen höheren Stromverbrauch hast oder eine Solaranlage, Wallbox oder Wärmepumpe nutzt. Das Ziel ist klar: Bis 2030 sollen rund 95 % aller Haushalte in Deutschland ein Smart Meter haben. Aktuell sind es allerdings erst knapp 4 %. Der Rollout läuft also, wenn auch eher langsam. Zusätzlicher Wermutstropfen: Der Einbau kann im Einzelfall auch mal mehrere Wochen dauern.
Und wenn ein Smart Meter bei dir einzieht? Bedeutet das vor allem: Schluss mit Zettelwirtschaft und Blindflug. Dein Zählerstand wird automatisch gesendet und du hast deinen Stromverbrauch genauso easy im Blick wie das Datenvolumen auf dem Handy oder den Verbrauch deines Autos. Deinen Strom nutzt du jetzt bewusster – etwa zusammen mit Solar, Wallbox oder Wärmepumpe. Und mit flexiblen Stromtarifen sparst du bares Geld.
Unterm Strich ist die Smart-Meter-Pflicht mehr als eine gesetzliche Vorgabe: Sie macht deinen Stromverbrauch übersichtlicher, flexibler und fit für die Energiezukunft. Gut zu wissen: Auch wenn du (noch) nicht verpflichtet bist, kannst du ein Smart Meter freiwillig beantragen.
Autorin
Susanne von Yello