Fröhliche Frau lädt ihr graues E-Auto Zuhause über die Wallbox und steuert Smart Charging intelligent per Handy in der Hand in der Einfahrt vor ihrem grünen Garten

Smart Charging:
E-Auto intelligent und günstig laden.

Dynamisch und intelligent gesteuert – so funktioniert optimiertes Laden von Elektrofahrzeugen. Und zwar dann, wenn Strom günstig ist. Ganz schön smart!


Elektroautos sind die Zukunft der Elektromobilität – das ist klar! Aber hast du schonmal von Smart Charging gehört? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, denn smartes Laden kann deinen Alltag mit einem E-Auto deutlich einfacher, günstiger und umweltfreundlicher machen. Erfahr was Smart Charging genau ist, wie es funktioniert und warum es besser ist als das klassische Laden deines E-Autos.

Datum: 23. März 2026 | Lesezeit: 12 Minuten

Was ist Smart Charging überhaupt?

Smart Charging, intelligentes Aufladen – klingt schlau, und ist es auch! Stell dir vor, dein Elektro­auto lädt sich genau dann auf, wenn es am meisten Sinn macht – für dich, für das Klima und für dein Portemonnaie. Ziemlich clever, oder?

Normalerweise läuft das Laden deines E-Autos so: Du steckst es an die Wallbox, der Strom fließt sofort los – egal, ob der Preis gerade durch die Decke geht oder das Netz aufgrund von hohem Stromverbrauch am Limit ist. Aber: Zack, dein Akku ist voll. Nur das geht eben auch smarter!

Beim Smart Charging kommunizieren dein E-Auto, die Ladesäule oder Wallbox und das Stromnetz nämlich miteinander. So findet das System heraus, wann der perfekte Moment zum Laden ist. Vielleicht mitten in der Nacht, wenn der Strom gerade billig ist. Voraussetzung dafür? Ein dynamischer oder variabler Stromtarif sowie ein Smart Meter und eine App zur Steuerung.

Das Beste daran? Du sparst Geld, dein Akku freut sich und das Klima sowieso. Das Ziel? Das Netz wird entlastet und mehr Ökostrom genutzt. Ganz automatisch – ohne dass du groß was machen musst. Einfach einstecken und losladen.

Smart Charging heißt ganz einfach: Dein E‑Auto lädt nicht sofort voll drauflos, sondern schlau – also dann, wenn Strom günstig, klimafreundlich und fürs Stromnetz entspannt ist.

Smart Charging vs. klassisches Laden.

Manchmal sieht man erst im direkten Vergleich, wie gut etwas wirklich ist. Und so ist das auch beim Laden deines E-Autos. Wir haben dir zusammengestellt, wo der Unterschied zwischen klassischem Laden und smartem Laden liegt.

Smart Charging Klassisches Laden
Dein Auto lädt, wenn der Strompreis günstig ist. Du zahlst immer den gleichen Strompreis.
Du nutzt bevorzugt eigenen günstigen Solarstrom. Du nutzt teureren Strom aus dem Stromnetz.
Die Belastung des Stromnetzes wird reduziert. Bei hoher Nachfrage wird das Stromnetz belastet.
Du sparst Geld durch cleveres Timing beim Laden. Das Laden beginnt direkt nach dem Einstecken.
Klimaschutz: Laden, wenn viel Ökostrom im Netz ist. Unabhängig vom Anteil erneuerbarer Energien im Netz laden.

Mit unseren flexiblen Stromtarifen sparen.

Mit Smart Charging kannst du dein E-Auto dann laden, wenn der Strom am günstigsten ist – zum Beispiel nachts oder wenn viel erneuerbare Energie verfügbar ist. Ein dynamischer Strom­tarif richtet sich nach den aktuellen Preisen an der Strombörse. Zu viel Risiko? Dann nutzt du unseren variablen Yello Tarif mit festen Sparzeiten am Tag. So zahlst du automatisch weniger.

Wie funktioniert Smart Charging?

Stell dir vor: Dein E-Auto, deine Wallbox und dein Zuhause sind wie ein gut eingespieltes Team, das ganz genau weiß, wann der perfekte Moment zum Laden ist. Wie das geht? Deine Wallbox kommuniziert per WLAN oder LAN mit deinem Heim-Energie-Management-System (HEMS). Das wiederum ist clever vernetzt, mit dem Stromnetz, deiner Photovoltaikanlage (sofern du eine hast) und deinem Auto. Und all das läuft über eine App, über die du alles, was gerade so passiert im Blick behalten und sogar mit steuern kannst.

Infografik die veranschaulicht, wie ein E-Auto im Heim-Energie-Management-System smart geladen wird

Der Energiemanager schaut sich in Echtzeit an, wie viel Solarenergie gerade verfügbar ist und wie teuer der Strom aus dem Netz ist. Daraus entsteht der perfekte Ladeplan für dein E-Auto. Du steckst es einfach an und den Rest über­nimmt die Technik. Auf diese Weise wird dein Auto optimal geladen – sowohl wenn es am günstigsten ist als auch, wenn es am umwelt­freundlichsten ist.

Die meisten Elektroautos bringen dafür schon alles mit, was es braucht: z.B. eine SIM-Karte, über die eine Verbindung zum Mobilfunknetz hergestellt wird. Heißt: Du musst nicht viel dafür tun, um smart zu laden – nur wissen, dass du es kannst.

Illustration E-Auto in der Garage lädt zuhause seine Batterie auf

Es gibt zwei Varianten des Ladens.

Wusstest du schon? Beim Smart Charging gibt es zwei Varianten des Ladens: Die zeitbasierte Ladeplanung – auch Lastspitzen-Management genannt – und bidirektionales Laden – hier spricht man von Vehicle-to-Grid. Das zeitbasierte Laden plant deinen Ladevorgang basierend auf flexiblen Stromtarifen oder der Verfügbarkeit deines Solarstroms. Beim bidirektionalen Laden nutzt du dein E-Auto als Stromspeicher und es kann sogar Strom ins Netz zurück speisen.

Smart-Charging Möglichkeiten erklärt.

Beim Smart Charging entscheidest nicht du, wann geladen wird – sondern der beste Moment! Es gibt hauptsächlich zwei Varianten, wie dein Auto intelligent lädt. Zum einen das Lastspitzen-Management und zum anderen Vehicle-to-Grid – oder anders genannt: unidirektionales und bidirektionales Laden. Beide Varianten haben ihre ganz eigenen Vorteile.

Lastspitzen-Management: Strom clever timen.

Hier fließt die Energie nur in eine Richtung: vom Stromnetz in die Fahrzeugbatterie. Das Energie-Management-System entscheidet selbstständig, wann und wie viel geladen wird – zum Beispiel abhängig vom Strompreis, der Netzauslastung oder deiner geplanten Abfahrtszeit. Ganz typische Anwendungen sind:

  1. Lastverschiebung (Load Shifting):
    Du lädst dein Auto bevorzugt zu Neben­zeiten, wenn der Strom günstiger und das Stromnetz wenig ausgelastet ist – etwa nachts. Oder auch, wenn viel grüne Energie vorhanden ist und deswegen der Strompreis sinkt. Flexible Stromtarife machen es möglich.
  2. Spitzenlastkappung (Peak Shaving):
    Wird im Stromnetz gerade viel Strom gebraucht, weil beispielsweise Wärme­pumpen und E-Autos gleichzeitig volle Power ziehen, kann der Netzbetreiber die Wallbox automatisch dimmen. So lässt sich eine Überlastung des Stromnetzes vermeiden.
  3. Dynamischer Lastausgleich (Dynamic Load Balancing):
    Geht es um mehrere Wallboxen im Gebäude oder auf dem Parkplatz? Dann braucht es eine smarte Ladeinfrastruktur, damit das Netz nicht schlapp macht! Die verfügbare Energie wird intelligent verteilt, damit keine Leitung überlastet wird.

Die technische Basis dafür ist ein Smart Meter (Intelligentes Messsystem) oder alternativ ein RLM-Messsytem (Registrierende Leistungs­messung). Eines der beiden wird immer benötigt: Sie messen ganz genau, wie viel Strom bei dir gerade verbraucht wird und wann. Das ist wichtig, damit das System weiß, wann es mit dem Laden loslegen kann – oder ob es lieber noch wartet.

Studie vom McKinsey Zentrum für Zukunftsmobilität.

In einer McKinsey Untersuchung mit 150 Haushalten von denen 25 % der Bewohner ein Elektrofahrzeug fahren, zeigte sich: Wenn alle abends gleichzeitig laden, entstehen deutliche Lastspitzen. Die Idee war nun, einen Anreiz durch niedrige Strompreise zu schaffen, einen großen Anteil der Ladungen in die Nacht zu verlagern. Und siehe da, durch günstigere Nachtstrompreise konnten diese Spitzen fast halbiert werden.

Infografik Laden mit E-Auto Lastverteilung mit und ohne günstige Nachttarife

Bidirektionales Laden: Auto als Energieanbieter.

Beim bidirektionalen Laden kann dein E-Auto nicht nur Strom aufnehmen, sondern auch wieder abgeben – ins Haus oder direkt an ein gewünschtes Gerät. Modelle, die das können nennt man auch "rückspeisefähig". Die Fahrzeug­batterie deines Autos wird zu einer flexibel einsetzbaren Speicherressource und hilft aktiv beim Energiemanagement. Die verschiedenen Möglichkeiten beim bidirektionalen Laden werden auch als Vehicle-to-Everything (V2X) bezeichnet. Dabei kommt es ganz darauf an, was du erreichen willst und wie die Vorschriften aktuell sind:

  1. Vehicle-to-Load (V2L) / Vehicle-to-Device (V2D):
    Eigener Strom immer dabei - dein E-Auto fungiert als riesige Powerbank mit integrierter Steckdose. Ob Kaffee­maschine beim Camping, schweres Gerät für Handwerker oder mal schnell durchsaugen: V2L ist ideal für die punktuelle Versorgung mobiler Geräte, auch wenn die Abgabeleistung meist geringer ist als bei festen Haus­anschlüssen. Kommt ohne Netzanschluss aus. Aktuell am Markt schon möglich!
  2. Vehicle-to-Home (V2H) / Vehicle-to-Building (V2B):
    Mit dieser Technologie kann das E-Auto als temporärer Speicher auch dein Haus oder deine Wohnung mit Strom versorgen. Bei einer Wallbox mit 7,4 kW Ladeleistung, kannst du durch intelligentes Timing und mit flexiblen Stromtarifen bis zu 27 % bei den Stromkosten sparen. Es erfordert spezifische Voraussetzungen bei Fahrzeug und Wallbox. In Kombination mit einer Solaranlage sind sogar bis zu 68 % drin.
  3. Vehicle-to-Grid (V2G):
    Bei Einsatzszenario speist dein Auto Strom ins Netz ein, um Schwankungen auszugleichen und die Netzstabilität zu erhöhen. Ist also die Stromnachfrage hoch, aber die Strom­produktion niedrig, zum Beispiel in einer Dunkelflaute, kann dein E-Auto Strom zurückschicken. Das unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien. Schon verfügbar mit Voraussetzungen, aber noch teuer.
Frau im grünen Pullover lädt ihr e-Auto zuhause mit Wallbox auf

Ist mein Fahrzeug "bidi-ready"?

Gut zu wissen: Noch nicht alle Elektro­fahrzeuge laden in beide Richtungen, auch wenn die nötige Hardware schon an Bord ist – also alles „bidi-ready“ aussieht. Damit der Strom wirklich fließt, muss die System­integration passen und der Hersteller die Funktionen freigeben. Auch das Nachrüsten für bidirektionales Laden geht aktuell leider noch nicht – weder beim E-Auto noch bei der Wallbox. Aber mit dem neuen internationalen Standard ISO 15118-20 steht die Technik schon in den Startlöchern: Er macht bidirektionales Laden, Plug & Charge und die Einbindung ins Smart Grid möglich.


Statisches und dynamisches Lastmanagement.

Wenn mehrere Wallboxen in einem Gebäude gleichzeitig laden, kann schnell die maximale Stromkapazität überschritten werden. Hier greifen statisches oder dynamisches Last­management ein: Sie verteilen die verfügbare Energie clever auf alle Ladepunkte. So laden alle E-Autos zuverlässig, ohne dass das Stromnetz überlastet wird – egal ob im Mehr­familienhaus, Büro oder auf dem Parkplatz.

Statisches Lastmanagement.

Viele Lade­stationen, die du heute auf dem Markt findest, arbeiten mit statischem Last­ausgleich. Heißt: Es steht eine feste Menge an Strom zur Verfügung, die auf alle angeschlossenen Lade­punkte verteilt wird – unabhängig davon, wie viel Strom im Haus sonst gerade gebraucht wird.

Du kannst dir das so vorstellen: Ein Gebäude, etwa ein Büro oder ein Mehr­familien­haus, stellt eine bestimmte Gesamt­kapazität für alle Wall­boxen bereit. Das Last­management teilt diese Leistung auf die aktiven Lade­punkte auf und sorgt dafür, dass alle E-Autos zuverlässig laden können – ohne das Strom­netz zu überlasten.

Dynamisches Lastmanagement.

Beim dynamischen Lastausgleich berücksichtigt die Lade­infra­struktur, wie viel Strom im Gebäude gerade verbraucht wird, und nutzt die verbleibende Rest­leistung für das Laden der E-Autos. Jede Wall­box bekommt dabei genau so viel Energie, wie im Moment möglich ist.

Das System passt die Ladeleistung also laufend an den aktuellen Strom­verbrauch an. Wird im Haus gerade viel Energie benötigt, reduziert das System automatisch die Lade­leistung. Sinkt der Verbrauch wieder, fließt mehr Power in die Autos. So wird die Netz­kapazität nie überschritten – und trotzdem optimal genutzt.

Smart Charging mit einer Solaranlage.

Warum Smart Charging vor allem in Kombination mit Solarenergie so viel Sinn macht, ist eigentlich ganz easy erklärt: Wenn du eine PV-Anlage hast, kann diese mit deiner Wallbox kommunizieren. Denn eine Wallbox mit intelligenter Steuerung erkennt, wenn deine PV-Anlage mehr Strom produziert, als dein Haushalt gerade braucht. Dieser Überschuss wird dann direkt genutzt, um dein E-Auto zu laden. Ziemlich genial, oder? Dieser smarte Ladevorgang wird PV-Überschussladen genannt und zählt zum PV-Lastmanagement – quasi dynamisches Lastmanagement mit Solarpower.


Voraussetzung dafür, dass du beides miteinander kombinieren kannst: Deine Solaranlage muss die minimal notwendige Ladeleistung für dein E-Auto liefern können. Klappt das nicht, springt automatisch der Netzstrom ein. Die smarte Steuerung in Kombination mit Solar schaut dabei übrigens auch auf Wetterprognosen, deinen bisherigen Verbrauch und auf die Produktionswerte deiner PV-Anlage. Alles mit dem Ziel, deinen Eigenverbrauch zu optimieren.

Eine Frau lädt ein weißes Elektroauto und hält ein Ladekabel in der Hand - im Hintergrund ist eine Solaranlage

Was kostet eine Smart-Charging-Lösung?

Wie viel du für eine Smart Charging-Lösung ausgeben musst, wird dich vielleicht überraschen. Denn der Unterschied zu einer herkömmlichen Wallbox ist oft gar nicht so groß. Wie viel du am Ende investieren musst, hängt vor allem davon ab, was deine smarte Wallbox können soll – von der Ausstattung bis hin zum Funktionsumfang. Klar ist aber, sie muss nicht nur an das Stromnetz, sondern auch per LAN oder WLAN an dein Heim-Netzwerk angeschlossen werden.


Dein Vorteil: Wenn du dich für eine Smart-Charging-Lösung entscheidest und diese Technologie mit flexiblen Stromtarifen kombinierst, kannst du Stromkosten sparen. Ob ein dynamischer Tarif, der sich jede Stunde neu an den Preisen der Strombörse orientiert, oder ein variabler Tarif, der feste Sparzeiten am Tag hat – das entscheidest du. Je nachdem wieviel Flexibilität oder Planbarkeit du möchtest. Dadurch kannst du deine Ladekosten deutlich senken. Die Ladevorgänge werden automatisch in kostengünstige Zeitfenster verschoben. Du selbst hast keinen Mehraufwand.


Außerdem kannst du von reduzierten Netzentgelten profitieren, die das Einsparpotenzial noch weiter steigern können. Wie das funktioniert? Liest du hier in unserem Artikel zu § 14a im Energiewirtschaftsgesetz. Und wenn dein E-Auto sogar das V2G-Konzept unterstützt, kannst du überschüssige Energie aus deiner Batterie ins Stromnetz zurück speisen. Dadurch trägst du nicht nur zur Netzstabilität bei, sondern hast noch eine Einsparmöglichkeit – Win-win!

Was kostet dich der smarte Ladekomfort?

Kosten Betrag Info
Investition
Intelligente Wallbox 500 - 1.500 € Kosten für An­schaffung, abhängig von den Funk­tionen
Installation 600 - 3.000 € Kosten für Installation durch Fach­personal, abhängig von baulichen Gegebe­nheiten
Laufende Kosten
Smart Meter 20 - 120 € pro Jahr Jährliche Kosten für Kabel, Anschlüsse und Co. nach Inbetrieb­nahme
Wartung & Updates ca. 100 € pro Jahr Regel­mäßige Wartung und Software-Updates

Quelle: Smart Charging-Lösungen bei ChargeHere

Auch wenn am Anfang mehr Kosten auf dich zukommen – unterm Strich lohnt sich das Ganze. Denn wenn du zu günstigen Zeiten lädst oder Strom aus deiner Solaranlage nutzt, kannst du jedes Jahr zwischen 500 und 800 € sparen. Die Kombi aus günstigen Ladezeiten, Solarstrom vom eigenen Dach und intelligentem Last­manage­ment tragen zur Glättung von Strom­spitzen bei – deine Kosten können so um bis zu 68 %, also um bis zu 800 € im Jahr, sinken. Die Investition in Smart Charging zahlt sich mit der Zeit von ganz allein aus – für dich und die Umwelt.

Smart Charging bringt viele Vorteile.

Dank Smart Charging ergeben sich Vorteile für dich als E-Auto-Fahrer:in, für die Umwelt und sogar für das Stromnetz. Die drei wichtigsten Pluspunkte des Smart Chargings sind dabei ganz klar: Sparpotenzial, Netzfreundlichkeit und Umweltschutz.

Kostenersparnis.

Mit intelligenter Steuerung wird dann geladen, wenn die Strompreise gerade niedrig sind – zum Beispiel nachts oder wenn viel Solarstrom zur Verfügung steht. Flexible Stromtarife und gut durchdachtes Lastmanagement sorgen dafür, dass du genau in diesen Zeitfenstern lädst. Die optimierten Ladezeiten sorgen für eine maximale Ersparnis – vor allem für Privathaushalte ein echter Gewinn.

Netzstabilität.

Smart Charging entlastet das Stromnetz, denn es vermeidet gezielt Lastspitzen und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Energieverbrauchs. Dies sorgt für eine zuverlässige und stabile Stromversorgung. Besonders bei Unternehmen oder Flotten ist das ein wichtiges Thema – denn hier geht es neben Effizienz auch um Verlässlichkeit im großen Stil.

Energiewende.

Indem du beim Laden auf erneuerbare Energien setzt – zum Beispiel Solarstrom vom eigenen Dach oder aus dem Netz – leistest du aktiv einen Beitrag zur Energiewende. Smart Charging unterstützt die Nutzung von grüner Energie und macht es dir leicht, nachhaltig unterwegs zu sein – ganz ohne großen Aufwand.

Vater und Sohn sitzen am Tisch auf dem ein Sparschwein steht

Tipps für dein Smart Charging zuhause.

Damit du genau die Smart Charging-Lösung findest, die zu dir und deinem E-Auto passt, solltest du einige Kriterien für die richtige Wallbox beachten:

  • Die Ladeleistung deiner Ladestation oder Wallbox muss zu deinem Fahrzeug passen.
  • Dann ist der richtige Steckertyp entscheidend – denn nicht jeder Stecker spielt bei Smart Charging mit.
  • Ein Energie-Management-System sollte unbedingt mit an Bord sein. Es sorgt dafür, dass dein Stromverbrauch in Echtzeit überwacht und optimiert wird und verteilt deinen Strom clever im ganzen Haus.
  • Achte darauf, dass du alles auch per App steuern kannst und dass die App intuitiv bedienbar ist.
  • Damit du von flexiblen Tarifen profitieren kannst, muss deine Wallbox mitspielen. Nur wenn sie dynamische oder zeitvariable Tarife versteht, nutzt du wirklich günstige Stromphasen.
  • Und natürlich sollte dein E-Auto Smart Charging unterstützen, dabei geht es vor allem um das bidirektionale Laden.

Damit deine neue Wallbox perfekt zu deinem Alltag und deinem Fahrzeug passt, gibt's ein paar wichtige Details zu beachten. Nutz hierfür unserer wertvollen Tipps zum Kauf deiner Wallbox.

Eine Person hält ein Smartphone mit App zur Überwachung des Ladevorgangs eines Elektroautos
Illustration eines Roboters mit Ausrufezeichen über dem Kopf

Wie mischt KI bei den Ladevorgängen mit?

Auch beim Laden fährt die Künstliche Intelligenz (KI) mit. Sie analysiert deinen Ladevorgang, prüft wie viel Strom im Netz verfügbar ist, wie die Wetterlage aussieht und wie du dein Fahrzeug üblicherweise nutzt. So findet das System intelligent den besten Zeitpunkt zum Laden. Und: KI kann sogar vorausschauend erkennen, wann eine Wartung fällig ist, bevor überhaupt ein Problem entsteht. So wird intelligentes Laden auch verlässlicher.

Ist die deutsche Ladeinfrastruktur smart?

Die Zukunft des Smart Charging ist vielversprechend – es soll das Herzstück der Elektromobilität werden. Doch noch gibt es einige Herausforderungen: Mit steigender Zahl an E-Autos wächst der Bedarf an leistungsfähiger Infrastruktur. Vor allem, weil intelligentes Laden immer wichtiger wird, müssen Fahrzeuge, Ladestationen und Energieversorger reibungslos miteinander kommunizieren. Damit das klappt, braucht es einheitliche Regeln: Datenschutz muss bei der Übertragung sensibler Daten gewährleistet sein, und standardisierte Schnittstellen sorgen dafür, dass alle Komponenten kompatibel bleiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Vehicle-to-Grid-Systeme. Sie unterstützen grüne Energie und Netzstabilität, erfordern aber passende Wallboxen und E-Autos. Da Autos Gleichstrom nutzen, das Hausnetz aber Wechselstrom, ist eine Stromumwandlung nötig. Klare Regelungen für Technik, Abrechnung und Nutzung sind daher entscheidend.

Parallel muss die Ladeinfrastruktur flächendeckend verfügbar sein. Schnellladestationen sollen überall erreichbar sein, Ultra-Fast-Charging-Ladestationen mit bis zu 350 kW bringen heute schon rund 80 % Akku in 15 bis 20 Minuten. In Deutschland sorgen das Gebäude-Elektromobilitäts-Infrastruktur-Gesetz (GEIG) und Förderprogramme des Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) für klare Regeln und gezielte Unterstützung beim Ausbau öffentlicher Lademöglichkeiten.

Fazit: Dein E-Auto als Stromspeicher.

Smart Charging bedeutet: Du lädst dein E-Auto nicht einfach irgendwann, sondern genau dann, wenn es für Netz, Umwelt und Konto am sinn­vollsten ist. Ob mit eigener Solaranlage oder flexiblem Stromtarif – du nutzt intelligent die Zeiten, in denen Strom günstiger und nachhaltiger ist.

Es gibt zwei Varianten: Beim Lastspitzen-Management verschiebt sich der Ladevorgang automatisch in Zeiten mit niedriger Netzaus­lastung oder günstigen Preisen – zum Beispiel nachts. So lädst du dann, wenn Strom reichlich vorhanden und günstig ist.

Mit bidirektionale Laden (V2G) kann dein Elektroauto Strom aufnehmen UND wieder abgeben – ins Haus oder zurück ins öffentliche Netz. So wird es vom Strom­verbraucher zum aktiven Energiespeicher. Während V2L (Vehicle-to-Load) schon heute genutzt wird, sind V2H (Haus) und V2G (Netz) Lösungen in greifbarer Nähe.

Smart Charging ist der Schlüssel zu einer intelligenten Lade­infrastruktur, die deine Kosten senkt und aktiv das Stromnetz stabilisiert. Ob mit oder ohne eigene Solar­anlage: Du nutzt mehr erneuerbare Energien. Warum also noch klassisch laden, wenn’s auch smart(er) geht?


Autorin
Josi von Yello

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