Eine Frau steht vor einem Stromzähler, lächelt, und hält ihren Daumen nach oben

Stromzähler Arten: Welcher Zähler misst bei dir?

Stromzähler zählen! Aber bald nur noch digital. Welche Stromzähler es gibt, was digital und smart bedeuten und welchen du hast, erfährst du hier.


Analoger oder digitaler Zähler? Eintarif, Zweitarif, Smart Meter? Du bist unsicher, welcher Zähler eigentlich bei dir misst? No worries, wir checken es gemeinsam! Auch wenn Photovoltaik, Wärmepumpe oder Wallbox bei dir einziehen: Hier erfährst du alles zu den verschiedenen Zählertypen, ihren Unterschieden und warum in den meisten Haushalten bald nur noch digitale Zähler messen.

Datum: 13. Januar 2026 | Lesezeit: 8 Minuten

Stromzähler: Was misst er genau?

  • Ein Stromzähler misst die Strommenge, die du verbrauchst oder ins Stromnetz einspeist.
  • Die verbrauchte Energie wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben, einer zeitbezogenen Einheit.
  • Den Zähler brauchst du, um deinen Stromverbrauch mit dem Stromanbieter abzurechnen.
  • Jeder Stromzähler hat eine eindeutige Zählernummer, die ihn deinem Haushalt zuordnet.
  • Deinen aktuellen Stromverbrauch kannst du jederzeit direkt am Zählwerk ablesen.

Grafik verschiedene Stromzählerarten in der Übersicht

Welche Arten von Stromzählern gibt es?

Es gibt drei Hauptarten von Stromzählern: Den ganz klassischen, analogen Ferraris-Zähler, den digitalen Zähler, offiziell als moderne Messeinrichtung (mME) bezeichnet, und das intelligente Messsystem (iMSys), besser bekannt als Smart Meter.

Bezeichnung Zählerart Auch genannt
Ferraris-Zähler Analoger Zähler -
Moderne Mess­ein­richtung Digitaler Zähler ohne Kommuni­kations­einheit Digitaler Zähler, mMe
Intelligentes Mess­system Digitaler Zähler mit Kommuni­kations­einheit Intelligenter Zähler, iMSys, Smart Meter, iMS
Illustration eines analogen Stromzählers - auch Ferraris-Zähler genannt

Analoger Stromzähler.

Den analogen Zähler kennst du bestimmt: Das ist der typische schwarze Kasten mit einer Drehscheibe. Er wird auch als Ferraris-Zähler bezeichnet, da er nach dem Prinzip des italienischen Physikers Galileo Ferraris arbeitet. Dieser entdeckte das Funktionsprinzip des Induktionszählers, bei dem ein Magnetfeld eine Aluminiumscheibe in Rotation versetzt – genau das passiert auch im analogen Stromzähler. Die Drehbewegung wird auf ein mechanisches Zählwerk übertragen. Es dreht sich, wenn du Strom verbrauchst und zeigt deinen Zählerstand in kWh an. Übrigens: Ferraris-Zähler werden bis 2032 gegen digitale Zähler oder Smart Meter ausgetauscht.

Es ist gar nicht unwahrscheinlich, dass auch du einen Ferraris-Zähler in der Wohnung hast, denn dieser findet sich laut Bundesnetzagentur Ende 2025 noch in fast der Hälfte der deutschen Haushalte.

Illustration eines digitalen Stromzählers - auch Moderne Messeinrichtung genannt

Digitaler Stromzähler.

Der digitale Stromzähler, auch moderne Messeinrichtung (mME) genannt, macht es dir super einfach, deinen Stromverbrauch im Blick zu behalten. Der größte Vorteil von mMEs gegenüber den alten analogen Zählern? Sie sind viel genauer! Und: Sie speichern deine Verbrauchsdaten für bis zu zwei Jahre – täglich, wöchentlich, monatlich und jährlich. So hast du immer den vollen Überblick über deinen Stromverbrauch.

Im Gegensatz zu Smart Metern zeigen moderne Messeinrichtungen deinen Verbrauch aber nur auf dem Display an. Das bedeutet: Sie können die Daten nicht automatisch an deinen Energieversorger schicken. Heißt für dich, dass du weiterhin manuell ablesen musst. Manche digitale Stromzähler können übrigens auf ein Smart Meter upgegraded werden, indem eine Kommunikationseinheit eingebaut wird.

Illustration eines Smart Meters = Intelligentes Messsystem oder kurz iMSys

Smart Meter.

Ein Smart Meter, auch als intelligentes Messsystem (iMSys) bekannt, bringt dir die Zukunft ins Haus. Es besteht aus einem digitalen Zähler und einer Kommunikationseinheit, dem Smart Meter Gateway. Der intelligente Stromzähler erfasst deinen Stromverbrauch im 15-Minuten-Takt. Das Besondere am Smart Meter ist das Gateway. Es sammelt und verarbeitet die Daten und sendet sie an den Messstellenbetreiber oder Stromversorger. Diese werden täglich übermittelt – perfekt für die Abrechnung und ohne das nervige Ablesen deines Zählerstandes.

Mit dieser Technologie hast du deinen Verbrauch in Echtzeit im Blick und kannst auch dynamische oder zeitvariable Stromtarife nutzen. Denn: Du weißt genau, wie viel Strom du gerade verbrauchst und kannst dadurch gezielt optimieren. Kurzum: Mit einem Smart Meter bist du immer einen Schritt voraus und hast die volle Kontrolle über deinen Energieverbrauch.

Welchen Stromzähler habe ich eigentlich?

Deinen Stromzähler kannst du einfach erkennen und unterscheiden. Ein Blick und du siehst an folgenden Merkmalen, welchen Stromzähler du hast. Schon hier vorab: Die häufigste Verwechslung passiert beim digitalen Zähler. Digitale Anzeige = intelligenter Zähler? Leider nein. Denn erst das Smart Meter Gateway, eine kleine Box, macht aus einem dummen digitalen Zähler ein Smart Meter.

Analoger schwarzer Stromzähler, Ferraris-Zähler, an gelber Wand

Analoger Stromzähler.

Wenn du einen schwarzen Kasten mit Drehscheibe siehst, handelt es sich um den klassischen Ferraris-Zähler bzw. einen analogen Stromzähler. Dieser Zähler speichert keine Daten, er zeigt nur an, was du aktuell an Strom verbrauchst. Je mehr Strom, desto schneller läuft die Anzeige. Den Zählerstand musst du manuell ablesen. Eine Verbrauchsübersicht fehlt, sodass du keinen Einblick hast, wie sich dein Stromverbrauch im Tages-, Wochen- oder Monatsverlauf entwickelt. In der Regel erfolgt die Ablesung nur einmal im Jahr, entweder durch den Messstellen- oder Netzbetreiber oder durch dich selbst.

Digitaler Stromzähler, eine moderne Messeinrichtung, an gelber Wand

Digitaler Stromzähler.

Dein Stromverbrauch wird elektronisch erfasst und die Kilowattstunden werden auf einem digitalen Display angezeigt. Der Zählerstand wird nicht nur tagesgenau gespeichert, sondern ermöglicht auch eine Rückschau auf den Verbrauch der vergangenen Wochen, Monate und das bis zu zwei Jahre zurück. Dadurch erhältst du eine deutlich bessere Übersicht über deinen Stromverbrauch und kannst ihn einfacher analysieren. Zudem können manche digitale Zähler mit einem Smart Meter Gateway ausgestattet und dadurch zu einem Smart Meter (iMSys) aufgerüstet werden.

Intelligentes Messsystem - Smart Meter das auf gelbem Hintergrund hängt

Smart Meter.

Smart Meter sind digitale Zähler, die mit einer Kommunikationseinheit, das Smart Meter Gateway, ausgestattet sind. Die Kommunikationseinheit kann entweder auf dem Zähler selbst sitzen, oder daneben im Stromkasten verbaut sein. Fehlt diese Kommunikationseinheit, hast du nur einen einfachen digitalen Zähler. Also nicht verwechseln! Der Zählerstand wird alle 15 Minuten aufgezeichnet und dein Stromverbrauch einmal am Tag an den Messstellenbetreiber versendet. Und das ganz automatisch, sodass du deinen Zähler nicht mehr manuell ablesen musst.

Austausch von Stromzählern bis 2032.

Mit dem Gesetz zur digitalen Energiewende werden die alten, analogen Stromzähler bis 2032 ersetzt. Egal ob digitale Zähler oder Smart Meter: In den nächsten Jahren bekommen alle Haushalte in Deutschland mindestens einen digitalen Stromzähler. Ob du sogar ein Smart Meter erhältst? Darüber entscheidet dein Messstellenbetreiber.


Generell gilt: Eine Smart Meter Pflicht hast du bei einem hohen Stromverbrauch oder wenn du eine größere Photovoltaikanlage, eine Wallbox oder eine Wärmepumpe besitzt. Über den Einbau des neuen Stromzählers informiert dich dein Messstellenbetreiber 3 Monate vor dem Austausch. Gut zu wissen: Du kannst dich auch freiwillig für den Einbau entscheiden und auf smarte Zähler umsteigen.

Vater und Tochter laden ein E-Auto mit Ladestecker zuhause

Was kosten Stromzähler und Einbau?

Was du jedes Jahr für deinen Stromzähler zahlst, hängt davon ab, welches Gerät bei dir eingebaut ist. Einfache digitale Zähler kosten maximal 25 € im Jahr. Smart Meter liegen etwas höher – je nachdem zwischen 30 € und 50 € im Jahr oder mit Solaranlage mehr. Und was steckt drin? In diesen Kosten ist der laufende Betrieb des Zählers enthalten, der sogenannte Messstellenbetrieb. Das Messentgelt bzw. die Zählermiete dafür zahlst du bequem über deine Stromrechnung und es ist Teil der Verbrauchskosten. Auch der Einbau eines neuen Zählers wird in der Regel über die Stromrechnung abgewickelt.


Manchmal läuft es aber anders: Zum Beispiel, wenn du ein Smart Meter von einem wettbewerblichen Messstellenbetreiber einbauen lässt. Dieser kann dir eine getrennte Rechnung für den Einbau und den Betrieb schicken. Wenn dein Stromanbieter zustimmt, kann der Messstellenbetreiber aber auch die Gebühren wie gehabt über deine Stromrechnung weitergeben und abrechnen. Wichtig für dich: Der Gesetzgeber legt fest, wie teuer Einbau, Betrieb und Wartung maximal sein dürfen. Diese Preisobergrenzen muss dein Messstellenbetreiber einhalten. Zusätzliche Kosten, zum Beispiel für Umbauten am Zählerschrank, gehören aber nicht dazu.

Zählertyp Preisobergrenze Messentgelt
Analoger Stromzähler 20 € / Jahr
Digitaler Stromzähler 25 € / Jahr
Smart Meter (Verbrauch unter 6.000 kWh) 30 € / Jahr
Smart Meter (Verbrauch 6.000 bis 20.000 kWh) 40-50 € / Jahr
Smart Meter (mit Wallbox, Wärmepumpe & Co) 50 € / Jahr
Smart Meter (mit Solaranlage 7 bis 25 kW) 50-110 € / Jahr

Quelle: Bundesnetzagentur

Frau liest mit gelbem Handy in der ihren Stromzähler ab

Den Stromzähler ablesen, aber richtig.

Deinen Stromzähler korrekt abzulesen ist superwichtig, um deinen Verbrauch genau zu erfassen und unerwartete Kosten zu vermeiden. Falsche Ablesewerte können hohe Nachzahlungen verursachen und das muss gar nicht sein. Viele Verbraucher:innen sind unsicher, wie sie die Zahlen richtig ablesen und was sie bedeuten.

Ach das gibt´s auch? Besondere Zählerarten.

Last but not least gibt es auch noch seltenere Stromzähler-Arten, die ein Plätzchen in unserem Stromzähler-Blog bekommen dürfen. Dazu gehören spezielle Wärmetarifzähler oder auch solche, die mit deiner Solaranlage bei dir einziehen. Welche wir meinen, wie sie funktionieren und wann sie sinnvoll für dich sein könnten – erklären wir jetzt.

Illustration eines Zweirichtungs-Stromzählers für Photovoltaik

Zweirichtungszähler für Photovoltaikanlagen.

Hast du eine Solaranlage, brauchst du einen Zweirichtungszähler. Er misst sowohl den Strom, den du aus dem Netz beziehst, als auch den Strom, den deine Anlage ins Stromnetz einspeist. Für Letzteres erhältst du die Einspeisevergütung.

So erfasst der Zähler den Stromfluss in beide Richtungen. Den Zweirichtungszähler erkennst du an einem kleinen Symbol mit zwei Pfeilen, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Sie stehen für Strombezug und Einspeisung. Ablesen kannst du deinen Stromfluss an zwei wechselnden Anzeigen:

  • Die Kennzahl 1.8.0 zeigt deinen Stromverbrauch
  • Die Kennzahl 2.8.0 den eingespeisten Solarstrom.
Illustration eines digitalen Stromzählers - auch Moderne Messeinrichtung genannt

Zwischenzähler für die exakte Abrechnung.

Zwischenzähler sind deine kleinen Helfer für eine präzise Abrechnung! Egal ob analog oder digital, sie sorgen dafür, dass du genau weißt, wie viel Strom oder Gas in einem bestimmten Bereich im Haus verbraucht wird. Sei es für einzelne Wohnungen, für die Wallbox oder die Solaranlage – wo immer der Energieverbrauch exakt zugeordnet werden muss, kommen sie ins Spiel.

Gerade wenn du eine faire, verbrauchsgerechte Abrechnung willst, sind Zwischenzähler unverzichtbar. Sie machen es möglich, die Kosten genau denjenigen Personen zuzuweisen, die sie verursacht haben. Sie kommen vor allem in Mietshäusern, Wohnanlagen oder großen Industriekomplexen zum Einsatz und sind sowohl für gewerbliche Zwecke wie auch im privaten Bereich nutzbar.

Illustration eines Zweitarif-Stromzählers für Nachtspeicherheizungen

Doppeltarifzähler für Nachtspeicher-Heizungen.

Ein Doppeltarifzähler, auch Zweitarifzähler genannt, misst deinen Stromverbrauch zu zwei unterschiedlichen Tarifzeiten und hat deshalb zwei getrennte Zählwerke. Der Vorteil: Strom ist nachts meist günstiger als tagsüber. Deshalb wird zwischen Hochtarif (HT) am Tag und Niedertarif (NT) in der Nacht unterschieden. Auf dem Zähler erkennst du das an zwei Anzeigen:

  • Die Kennzahl 1.8.1 zeigt den Verbrauch im Hochtarif
  • Die Kennzahl 1.8.2 zeigt den Verbrauch im Niedertarif

Dieser Zählertyp kommt hauptsächlich bei Nachtspeicher-Heizungen zum Einsatz, da sie nachts günstigen Strom laden und die Energie tagsüber abgeben. Auf alten Ferraris-Zählern stehen die beiden Tarife übereinander, bei digitalen Zählern springt die Anzeige automatisch hin und her.

Gas- und Wasserzählerarten gibt's auch.

Fest steht: Im eigenen Haushalt wird ne ganze Menge gezählt – und nicht nur Strom! Auch Gaszähler und Wasserzähler gehören dazu. Wie der Name schon sagt, messen Gaszähler, wie viel Gas du verbrauchst. Dabei misst der Gaszähler das Volumen des verbrauchten Gases in Kubikmetern (m³). Wasserzähler erfassen die von dir verbrauchte Wassermenge ebenfalls in Kubikmetern (m³), während Stromzähler die verbrauchte elektrische Energie in Kilowattstunden (kWh) messen.


Und es geht noch spezieller: Wärmezähler messen den Verbrauch von Heizwärme, zum Beispiel in Haushalten, die an das Fernwärmenetz angeschlossen sind. Verbrauchte Kälteenergie, wie für Klimaanlagen, wird hingegen von einem Kältezähler erfasst. Übrigens: Während Wasserzähler meist eine analog arbeitende, drehende Scheibe haben, die den Verbrauch anzeigt, siehst du bei Strom- und Gaszählern normalerweise einen Zahlenwert.

Ein analoger Wasserzähler, der deinen Wasserverbrauch misst

Fazit. Digital ist der neue Stromzähler.

Es ist nicht schwer, zu erkennen, welcher Stromzähler bei dir misst. Hast du noch den klassisch schwarzen, analogen Zähler? Klar, der ist robust und tut seinen Job, aber flexibel ist er nicht gerade. Und bis 2032 heißt es sowieso „Goodbye“! Seit 2025 werden alle alten Zähler durch digitale oder smarte Zähler ersetzt. Diese sind nicht nur präziser, sondern spielen auch eine wichtige Rolle für Energiewende und smarte Stromnetze.


Die jährlichen Kosten für Stromzähler sind gesetzlich gedeckelt und variieren für uns Verbraucher:innen je nach Zählertyp zwischen 25 € für einfache digitale Zähler und 30 € bis 110 € für Smart Meter. Diese Kosten sind im Allgemeinen in deiner Stromrechnung enthalten, können aber auch direkt vom Messstellenbetreiber in Rechnung gestellt werden.


Nicht zu vergessen: Es gibt noch den Zweirichtungszähler für deine Solaranlage oder den Zweitarifzähler für die Nachtspeicherheizung. Mit dem richtigen Zähler kannst du deinen Energieverbrauch effizienter gestalten und clever sparen. Check’s aus!

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