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Erinnerst du dich noch? 2023 halfen die Strom- und Gaspreisbremsen beim Sparen – doch wie genau eigentlich? Warum ist die Energiepreisbremse auch 2026 noch wichtig? Wir sagen´s dir!
Was für eine Zeit „damals“: Die Energiepreise stiegen 2022 und 2023 stark, doch die Strom- und Gaspreisbremse brachte Entlastung für private Haushalte und kleine Unternehmen. Auch wenn die Maßnahmen zum Jahresende 2023 ausliefen, lohnt sich ein Blick darauf, was dir das damals gebracht hat. Denn noch heute gilt: Dein wichtigster Check ist die Jahresabrechnung! Sie zeigt, ob dich die Preisbremse spürbar entlastet hat. Wir erklären dir, was hinter den Preisbremsen steckte.
Datum: 20. Januar 2026 | Lesezeit: 7 Minuten
2022 schossen die Energiepreise durch die Decke! Strom und Gas wurden für fast alle zur Herausforderung – eine Folge des Ukraine-Kriegs und der sinkenden Gaslieferungen aus Russland. Besonders der hohe Gaspreis ließ auch die Stromkosten steigen. Die Lösung? Die Strom- und Gaspreisbremse der damaligen Bundesregierung Sie wurde eingeführt, um Haushalte und Unternehmen finanziell zu entlasten und so für mehr Sicherheit zu sorgen. Im Koalitionsvertrag zum Beschluss der Strom- und Gaspreisbremse hieß es:
"Die Preisbremsen sollen die steigenden Energiekosten und die schwersten Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Unternehmen abfedern." Mehr zu den beschlossenen Maßnahmen der Bundesregierung.
Die Preisbremsen entlasteten viele Verbraucher:innen deren Verbrauchspreise oberhalb eines festgelegten Preises (Referenzpreis) vertraglich vereinbart waren, für einen Teil des Verbrauchs durch einen monatlichen Entlastungsbetrag. Konkret: Ein fester Preis pro Kilowattstunde für 80 % des erwarteten Jahresverbrauchs. Bei Gas waren das 12 Cent pro Kilowattstunde und bei Strom 40 Cent pro kWh. Bedeutet: Diese 12 bzw. 40 Cent galten als Obergrenze, selbst wenn dein eigentlicher Tarif deutlich darüber lag. Wer mehr verbrauchte, zahlte den jeweils vereinbarten Preis. Wer weniger verbrauchte, sparte. Das galt für das Jahr 2023.
Private Haushalte und kleine Unternehmen konnten dank der Strom- und die Gaspreisbremsen durchatmen. Ein volles Jahr Energie-Rettungspaket: Die Entlastung trat aufgrund einer Rückwirkung schon ab dem 1. Januar 2023 in Kraft und wurde bis zum 31. Dezember desselben Jahres gewährt. Pünktlich zum Jahreswechsel 2023/2024 waren die Strom- und Gaspreisbremsen vorbei.
Warum gab es keine Verlängerung der Energiepreisbremsen? Die Lage am Energiemarkt entspannte sich und die Preise normalisierten sich langsam. Außerdem nahm der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix bis heute deutlich zu, was zu günstigeren Preisen führte. Kein akuter Notfall mehr, keine Notwendigkeit für staatliche Hilfe. Seit dem 1. Januar 2024 galt also wieder der bisherige Preis, den du mit deinem Anbieter ausgehandelt hast.
Wenn du die Strompreisbremse verstehen willst, lohnt sich ein Blick auf die Zusammensetzung deines Strompreises. Der besteht nämlich aus zwei Hauptkomponenten: dem monatlichen Grundpreis und dem Verbrauchspreis pro Kilowattstunde. Der monatliche Grundpreis blieb unberührt, vielmehr setzte die Bremse beim Verbrauchspreis an und baute direkt auch noch ein wenig Sparanreiz mit ein.
Warum wurden nur 80 % des Verbrauchs bei der Strompreisbremse gedeckelt? Um Lust aufs Sparen zu machen. Denn für den Mehrverbrauch musstest du den regulären, höheren Verbrauchspreis zahlen. Der Sparanreiz: Je besser du deinen Verbrauch im Griff hattest, desto mehr konntest du profitieren. Effizienz zahlte sich aus; aber tatsächlich nur für alle, deren Verbrauchspreis von vornherein über den Referenzwerten lag. Für alle anderen war ihr normaler Tarif ohnehin günstiger.
Wichtigster Indikator für die Strom- und Gaspreisbremse war die sogenannte Jahresverbrauchsprognose. Sie wurde deinem Energieanbieter durch den Netzbetreiber übermittelt, weil er durch das regelmäßige Ablesen des Zählers verlässliche Aussagen über den zukünftigen Verbrauch machen konnte. Der Entlastungsbetrag wurde dann anhand dieser Prognose ermittelt. Beim Strom wurde der Vorjahresverbrauch genommen, beim Gas der Wert, den der Gaslieferant im September 2022 für deine Entnahmestelle prognostizierte.
Du willst checken, um welchen Betrag dein Stromversorger damals für Entlastung gesorgt hat? Die Haushaltsgrößen geben Aufschluss:
| Haushalt | Jahresverbrauch (kWh) | 80 % des Verbrauchs (kWh) | Entlastung im Jahr |
|---|---|---|---|
| 1 Person | 1.500 | 1.200 | 120 € |
| 2 Personen | 2.500 | 2.000 | 200 € |
| 3 Personen | 3.500 | 2.800 | 280 € |
| 4 Personen | 4.500 | 3.600 | 360 € |
Ab August 2023 gab es für Haushalte mit speziellen Heizstromtarifen, wie sie bei Wärmepumpen oder Nachtspeicherheizungen üblich sind, eine besondere Erleichterung: das „Reparaturgesetz“. Wer nachts im Niedertarif (NT) günstiger Strom bezieht, durfte sich freuen – der Preisdeckel fiel auf 28 Cent pro Kilowattstunde. Tagsüber im Hochtarif (HT) blieb der Deckel wie gewohnt bei 40 Cent pro Kilowattstunde. Wer profitierte davon? Alle mit einem zeitvariablen Tarif, solange der Verbrauch im Jahr unter 30.000 Kilowattstunden blieb.
Wichtig: Die Entlastung wurde jeden Monat basierend auf dem durchschnittlichen Arbeitspreis berechnet und direkt verrechnet – entweder über die monatlichen Abschlagszahlungen oder als Einmalzahlung, die bis spätestens 31. Dezember 2023 auf dem Konto landete. Für Haushalte mit Wärmestrom ohne Hoch- und Niedertarife galt diese Sonderregelung nicht. Wer Zweitarifzähler und ein entsprechendes Zweitarifprodukt hatte, bekam den monatlichen Entlastungsbetrag – eine greifbare Unterstützung in energetisch turbulenten Zeiten.
Wie sah die Gaspreisbremse in der Praxis aus? Für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen sowie Vereine mit einem jährlichen Gasverbrauch unter 1,5 Millionen Kilowattstunden gab es eine Deckelung bei 12 Cent pro Kilowattstunde. Ein bisschen anders war es bei der Fernwärme: Hier lag der Deckel bei 9,5 Cent pro Kilowattstunde.
Aber aufgepasst: Dieser Preisdeckel galt auch hier nur für 80 % deiner Verbrauchsprognose. Hast du mehr als diese 80 % verbraucht? Dann hieß es: Zurück zum regulären Verbrauchspreis. Die Gaspreisbremse war also eine Erleichterung – aber mit dem klaren Signal: Bewusstes Energieverhalten zahlt sich aus.
Moment, wie war das mit der Reduzierung des monatlichen Abschlags? Zur besseren Übersicht haben wir dir die Reduzierungen nochmal anhand verschiedener Haushaltsgrößen dargestellt:
| Wohnung | Jahresverbrauch (kWh) | 80 % des Verbrauchs (kWh) | Entlastung im Jahr |
|---|---|---|---|
| Ab 30 m² | 4.000 | 3.200 | 64 € |
| Ab 50 m² | 7.000 | 5.600 | 112 € |
| Ab 100 m² | 14.000 | 11.200 | 224 € |
| Ab 130 m² | 20.000 | 16.000 | 320 € |
(Jahresverbrauch x vereinbarter Verbrauchspreis +
einmaliger Grundpreis) : 12 (Monate) – monatlicher Entlastungsbetrag =
dein Abschlag mit Preisbremse
Referenzpreis = 40 Cent bei Strom, 12 Cent bei Gas, 9,5 Cent bei Wärme
Entlastet wurden vom Verbrauch = max. 80 %
Differenzbetrag = Differenz zwischen vertraglich vereinbartem Verbrauchspreis und Referenzpreis.
Monatlicher Entlastungsbetrag:
Differenzbetrag multipliziert mit dem Entlastungskontingent und im Regelfall durch 12 dividiert für 12 Abschlagszahlungen für 1 Jahr
So wurden deine Energiekosten berechnet:
Angenommen dein prognostizierter Jahresstromverbrauch lag bei 3.000 kWh und normalerweise hast du 50 Cent pro kWh gezahlt. Dann half dir die Strompreisbremse diesen Betrag zu senken. Und zwar so:
Du bist Mieter:in und fragst dich, ob du damals auch von den Preisbremsen profitiert hast? Hier erfährst du die wichtigsten Punkte:
Auch Mieter:innen gingen nicht leer aus: Sie erhielten die Entlastung über die Nebenkostenabrechnung oder eine Heizkostenpauschale. Die abschließende Berechnung dieser Entlastungen fand in der Jahresabrechnung 2023 statt. Wichtig: Vermieter:innen waren verpflichtet, die reduzierten Kosten an die Mietparteien weiterzugeben. Der Grundpreis deines Strom- und Gasvertrags blieb von all dem unberührt.
Denk dran: Auch wenn die Preisbremsen inzwischen Geschichte sind, lohnt es sich für dich immer, deinen Energieverbrauch im Blick zu behalten. Hast du es damals vielleicht schon geschafft, den Verbrauch zu senken? Super! Denn selbst ohne Preisbremse zahlt sich ein sparsamer Umgang mit Strom und Gas langfristig aus. Wenn du deine Energienutzung selbst in die Hand nehmen willst, dann schau doch mal in unsere Yello App oder wirf einen Blick auf unsere Energiespartipps. Dort findest du hilfreiche Tricks, um deinen Verbrauch weiter zu optimieren.
Auch der Umstieg auf Ökostrom kann deinen Geldbeutel entlasten. Heute sind viele Tarife für Ökostrom preislich genauso attraktiv wie konventionelle Angebote. Und das Beste: Mit Ökostrom leistest du einen Beitrag zum Klimaschutz. Der Strom stammt aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne oder Wasser und hinterlässt einen kleineren CO₂-Fußabdruck. Außerdem unterstützt du aktiv die Energiewende und hilfst, die Abhängigkeit von teuren, nicht-nachhaltigen Energiequellen zu reduzieren.
Die damalige Zeit hat deutlich gemacht, wie stark Energiepreise von Gasimporten, Kriegen, dem CO₂-Preis und weltweiten Märkten abhängen können. Wer aus der Energiepreisbremse gelernt hat, setzt heute stärker auf Effizienz und erneuerbare Energien. Das senkt Kosten und macht unabhängiger von „Preisschocks“. Damals konnten die Preise bei Strom und Gas zum Glück zeitweise gedeckelt werden.
2026 ist klar: Die künstlich begrenzten Energiepreise von damals sind vorbei. Haushalte, wie deiner, müssen Verbrauch und ihre Tarife wieder aktiv im Blick behalten. Dazu gehören Investitionen in effizientere Geräte und damit aktives Strom- und Gassparen oder ein Tarif-, Produkt- oder Anbieterwechsel oder das Nutzen von Energiespar-Apps. Denn auch in Zukunft können Energiepreise schwanken.
Die gesetzlich festgelegten Preisbremsen für Gas und Strom sind zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen. Diese Maßnahmen der Bundesregierung hatten zum Ziel, die drastischen Preisanstiege der Jahre 2022 und 2023 abzufedern. Mithilfe von Preisdeckeln – 12 Cent pro kWh für Gas und 40 Cent pro kWh für Strom – wurden private Haushalte und Unternehmen entlastet. Der Deckel galt jeweils für 80 % des Vorjahresverbrauchs. Good for you: Dein Energieanbieter hat das damals automatisch für dich berücksichtigt.
2026 liegen die meisten Tarife unter den damaligen Deckelwerten der Energiepreisbremse. Was heute konkret für dich günstiger ist, hängt von deinem aktuellen Vertrag ab. Nutze die Chance, um weitere Einsparpotenziale zu entdecken! Ein Wechsel zu einem günstigeren Energietarif, idealerweise zu Ökostrom oder einem flexiblen Stromtarif kann sich richtig lohnen. Auch der Einsatz energieeffizienter Technologien wie eine Photovoltaikanlage, ein HEMS oder der Umstieg auf moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen und entsprechendem Wärmestromtarif sind clevere Schritte, um deine Energiekosten langfristig zu senken.
Autorin
Josi von Yello