Frau mit Basketball und Handy lädt ihr E-Auto zuhause

Bye Festpreis: Das sind flexible Stromtarife.

Strompreise schwanken und flexible Stromtarife nutzen das. Wir erklären, wie dynamische und variable Modelle funktionieren und für wen sie sinnvoll sind.


Wenn der Wind weht oder die Sonne scheint, wird Strom oft billiger – vor allem, wenn die Nach­frage niedrig ist. Mit einem flexiblen Strom­tarif kannst du dieses Auf und Ab clever nutzen. Zum Beispiel lädst du dein Elektroauto dann, wenn der Preis niedrig ist, und sparst so Energie­kosten. Hier erfährst du alles, was du über flexible Strom­tarife wissen musst, ob sie sich für dich lohnen und welche Voraus­setzungen du brauchst.

Datum: 13. April 2026 | Lesezeit: 9 Minuten

Quick-Check: Das Wichtigste in 30 Sekunden.

  • Von „fest“ zu „flexibel“: Bisher waren feste Preise bei Stromtarifen mit langer Preisgarantie der Standard. Flexible Tarife brechen das auf: Sie passen sich dem Markt an und belohnen dich, wenn du Strom dann nutzt, wenn er im Überfluss vorhanden ist.
  • Dynamische Tarife: Sie orientieren sich direkt am Börsenpreis. Du nutzt die Preisschwankungen am Markt optimal für dich aus. Wie oft sich dein Preis ändert, hängt vom Tarif ab.
  • Variable Tarife: Sie arbeiten mit festen Zeitfenstern am Tag, in denen dein Strom günstiger ist. Das ist besser planbar und birgt weniger Risiken. Oft haben diese auch eine Preisgarantie. Ideal für den Einstieg.
  • Für wen lohnt es sich? Vor allem für Haushalte, die ihren Verbrauch verschieben können. Wer Wallbox, Wärmepumpe oder Waschmaschine dann startet, wenn der Strompreis niedrig ist, spart Stromkosten.
  • Warum wechseln? Du sicherst dir nicht nur Preisvorteile, sondern unterstützt auch die Energiewende. Flexibler Verbrauch entlastet das Stromnetz und nutzt grünen Strom effizienter.

Eine junge Frau im gelben T-Shirt liegt auf dem Sofa und schaut aufs Handy

Dynamisch, variabel, flexibel – was denn nun?

Mal ehrlich: dynamisch, flexibel, variabel? Klingt für die meisten von uns nach dem Gleichen. Aber ganz so einfach ist es nicht. Die Faustregel lautet: Jeder dynamische Tarif ist flexibel. Aber nicht jeder flexible Tarif ist automatisch dynamisch. Denn es gibt auch lastvariable und zeitvariable Tarife.


Und so funktioniert's: Als flexible Stromtarife bezeichnen wir alle Modelle, bei denen sich dein Strompreis in kurzen Abständen ändert – zum Beispiel monatlich, täglich oder stündlich. Anders als beim klassischen Tarif, wo dein Preis meist über 12 Monate gleich bleibt.


Die verschiedenen Arten reichen von einfachen variablen Tarifen, die zum Teil ohne Smart Meter – auch intelligentes Messsystem genannt – auskommen, bis hin zu dynamischen Tarifen, die unbedingt ein Smart Meter brauchen. So kannst du deine Energie nahezu in Echtzeit managen.

Grafik flexible Stromtarife und ihre Eigenschaften

Der Strompreis bei flexiblen Stromtarifen richtet sich nach bestimmten Zeiten oder nach der Netz­auslastung. Immer wenn viel grüne Energie im Netz ist oder die Nachfrage gering, sinkt dein Preis, ob im Tages­verlauf oder einfach einmal im Monat. Außerdem unterscheiden sich die Tarife durch ihre Vertrags­laufzeit und die Abrechnungs­art.

Es ist sogar eine exakte monatliche Abrechnung nach deinem Verbrauch möglich und du musst nicht erst auf deine Jahres­rechnung warten, wie bislang. Schließlich gibt es auch Unterschiede in der Kosten­weitergabe: Entweder werden die Preise an der Strom­börse 1:1 an dich weitergegeben oder es gibt eine Risiko­begrenzung durch feste Sparzeiten.

Dynamische Stromtarife: Im Takt des Marktes.

In Sachen Preisgestaltung ähneln dynamische Tarife herkömmlichen Tarifen, denn auch sie haben einen festen monatlichen Grundpreis. Aber: Der Verbrauchspreis für deinen Strom ist nicht fest, sondern an den Börsenpreis gekoppelt, der sich alle 15 Minuten ändert. Hinzu kommen "Nebenkosten" wie gesetzliche Steuern, Umlagen und Netzentgelte.


Das bedeutet für dich: Selbst wenn der Börsenstrompreis nahezu null ist, bleibt der Preis pro Kilowattstunde immer noch bei einigen Cent. Unser dynamischer Stromtarif bei Yello, nutzt zum Beispiel eine Kombination aus einem festen Arbeitspreis – der Steuern, Umlagen und Netzentgelte umfasst – und dem variablen Börsenstrompreis. Hinzu kommt der monatliche Grundpreis.

Darum schwankt der Strompreis an der Börse.

Die Strompreise an der Börse hängen von Angebot an erneuerbaren Energien und von der Nachfrage durch uns Verbraucher:innen ab. Wird viel grüner Strom produziert oder ist nachts weniger los im Netz? Dann wird's günstig. Die Preise sinken deutlich, manchmal sogar ins Negative. Teurer wird es, wenn alle gleichzeitig Strom brauchen und die Nachfrage in Haushalten und Industrie hoch ist. Das ist häufig morgens oder abends der Fall. Wenn jetzt gleich­zeitig wenig grüne Energie erzeugt wird, steigt auch der Preis.

Die Abrechnung geht nur mit Smart Meter.

Ein dynamischer Tarif funktioniert nur mit einem Smart Meter – auch intelligentes Messsystem genannt. Es misst deinen Verbrauch alle 15 Minuten und funkt diesen automatisch an deinen Stromanbieter. Erst diese laufende Auf­zeichnung macht eine zeitgenaue Abrechnung möglich. Das heißt, du zahlst in Echtzeit für deinen verbrauchten Strom. Und es gibt keinen festen Verbrauchspreis mehr. Deine Ab­rechnung folgt dem Rhythmus des Börsen­preises und je nach Anbieter und Tarif­modell wird viertelstündlich oder stündlich genau abgerechnet.

Eine gute Planung macht den Unterschied.

Den aktuellen Börsenpreis findest du zum Beispiel als Yello Kund:in in unserer App. Die Börsenpreise für den Folgetag, aka Day-Ahead-Preise, stehen meist bereits am Vortag gegen 13 Uhr fest. So kannst du deinen Stromverbrauch bereits einen Tag im Voraus planen. Ist der Strom teurer, drehst du deinen Verbrauch runter. Ist er günstig, lädst du dein E-Auto oder stellst die Waschmaschine an. Dein HEMS (Heim-Energie-Management-System) steuert deinen Strom­verbrauch automatisch und orientiert sich dabei an den Tiefpreisen am Markt.

Variable Stromtarife: Sparen nach Fahrplan.

Anders als beim dynamischen Tarif, bei dem der Preis wie an der Börse tanzt, folgt der variable Tarif einem festgelegten Takt. Variable Tarife nutzen feste Zeitfenster in denen der Strom unterschiedliche viel kostet. Als Energieversorger wissen wir anhand typischer Erzeugungs- und Verbrauchskurven, wann Strom im Tages- oder Jahresverlauf günstiger ist. So wird zum Beispiel ein Tag in zwei bis drei Zeitfenster mit verschiedenen Preisen unterteilt. Es gibt günstige Stunden und teurere.


Vielleicht kennst du das noch von früher vom Niedertarif: Die Nachtspeicherheizung wurde einfach nachts mit günstigem Strom geladen. Heute funktioniert das genauso – nur etwas smarter, digitaler und für alle deine Geräte. Variable Tarife sind der Hybrid zwischen fest und dynamisch.

Zeitvariable Modelle: der Fahrplan-Typ.

Dein Energieanbieter legt genau fest, wann der Strom günstig ist. Bei Yello unter­scheiden wir zwischen einer Sparzeit und einer Normalzeit. Der größte Vorteil für dich: die gute Planbarkeit. Du musst nicht ständig auf Apps schauen oder Kurse prüfen, sondern weißt zum Beispiel: „Jeden Tag zwischen 10 und 16 Uhr ist meine Strom Happy Hour.“ Wenn du große Verbraucher, wie dein E-Auto, gezielt in diesen günstigen Stunden lädst, senkst du ganz einfach deine Kosten. Wichtig zu wissen: Damit dein Verbrauch stundengenau zugeordnet und ab­gerechnet werden kann, ist ein Smart Meter erforderlich.

Marktorientierte Modelle: der monatliche Typ.

Bei diesem Modell passt sich dein Verbrauchspreis im Monats-Takt an das aktuelle Geschehen am Strommarkt an. Dein Preis wird jeden Monat neu festelegt. Als Grundlage dienen die Preise am Terminmarkt der Strombörse. Das bedeutet für dich: Sinkt der Strom­preis, wirkt sich der Preisvorteil im nächsten Monat auf deinen Abschlag aus. So bleibst du nah am Markt­geschehen, behältst aber über den Monat hinweg die volle Kosten­sicherheit. Für dieses Modell ist oft kein Smart Meter erforderlich. Du kannst deinen Zählerstand monatlich deinem Energie­versorger mitteilen oder dieser nutzt eine Schätzung, dann entfällt das Ablesen komplett.

Lastvariable Modelle: der steuerbare Typ.

Dieses Modell orientiert sich an der Lastvariabilität im Stromnetz und eignet sich für steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Nach § 14a des Energie­wirtschafts­gesetzes darf der Netzbetreiber die Leistung deiner Geräte kurzzeitig dimmen, falls das Stromnetz lokal überlastet sein sollte. Als Gegenleistung zahlst du dauerhaft weniger Netzentgelte. Zusätzlich kannst du beim Netz­entgelt sparen, wenn du dein Gerät in Zeiten geringer Netzauslastung nutzt. Der Netzbetreiber hat dafür 3 Preis­stufen am Tag festgelegt – sogenannte zeit­variable Netz­entgelte. Für die genaue Abrechnung der Preis­stufen ist ein Smart Meter Voraussetzung.

Grafik Sparzeit und Normalzeit im variablen Stromtarif

Flexible Stromtarife: Die Modelle im Vergleich.

Tarif­modelle Dyna­mischer Tarif Zeit­variabler Tarif Andere flexible Tarife
Das Prinzip Der Verbrauchs­preis ist an die Strombörse (EPEX Spot) gekoppelt. Die Abrech­nung erfolgt stündlich oder alle 15 Minuten. Der Tag ist in feste Zeit­fenster unterteilt. Je nach Zeit ist der Preis günstiger, gleich oder höher als der Fest­strompreis. Der Preis orientiert sich an durch­schnitt­lichen Börsen­preisen oder nutzt intelli­gente Lade­pläne fürs E-Auto.
Wann ist es günstig? Wenn das Angebot an erneuer­baren Energien hoch ist und die Nach­frage gering. In festen Zeit­fenstern, meist in der Nacht oder am Nach­mittag. Je nach Markt­lage und Börsen­preis. Auch nach Jahres­zeit, zum Beispiel im Sommer.
Planbar­keit Mittel – Du weißt ab etwa 13 Uhr, was der Strom am nächsten Tag kostet (Day-Ahead). Hoch – Du kennst deine Spar­zeiten genau. Die Preise sind vertraglich festgelegt. Hoch – Keine stünd­lichen Sprünge, oft steht der Preis für den ganzen Monat.
Hardware Du brauchst unbedingt ein Smart Meter. Du brauchst meistens ein Smart Meter. Oft reicht ein digi­taler Zähler.
Ideal für Technik-Fans, die jeden Cent sparen wollen, und intelli­gente Ver­braucher wie E-Auto oder Wärme­pumpe. Haus­halte, die Sicher­heit lieben, aber ihren Verbrauch gezielt in die Spar­zeit schieben. Alle ohne Smart Meter, die trotzdem vom Markt profi­tieren wollen. Auch für E-Autos mit Smart Char­ging.

Über Strompreise – und wann ist Strom günstig?

Der Strompreis entsteht an der Strombörse und folgt einem einfachen Prinzip: Angebot und Nachfrage. Produzieren Wind- und Solaranlagen viel Strom und ist die Nachfrage gering, sinken die Preise. Steigt der Verbrauch oder gibt es weniger erneuerbare Energie im Netz, wird Strom teurer.


In Deutschland stammen mehr als 50 % des Stroms aus erneuerbaren Energien, vor allem aus Wind- und Solarenergie. Deshalb hat auch das Wetter direkten Einfluss auf den Preis. Viel Sonne oder Wind bedeuten oft günstige Börsenpreise, manchmal sogar negative. Das gilt vor allem für zwei typische Zeiträume:

  1. Mittags bis nachmittags, etwa 11 bis 16 Uhr:
    An sonnigen Tagen produzieren Solaranlagen besonders viel Strom.
  2. Spätabends und nachts, etwa 22 bis 6 Uhr:
    Der Verbrauch ist niedrig, während Windenergie häufig viel Strom liefert.

Flexible Tarife machen sich genau diese Schwankungen zunutze. Beim dynamischen Tarif folgt dein Preis direkt dem Börsenpreis und ändert sich regelmäßig. Beim variablen Tarif nutzt du feste, günstigere Zeitfenster mit garantierten Preisen.


Unabhängig vom Modell gilt: Ein Teil deines Strompreises bleibt immer gleich – etwa für Netzentgelte, Steuern und Abgaben. Deshalb zahlst du auch bei sehr niedrigen oder negativen Börsenpreisen immer einen Grundanteil pro Kilowattstunde.

Grafik Flexible Tarife Strompreise an der Börse für einen Tag

So behältst du die Strompreise im Blick.

Musst du nun ständig die Strompreise beobachten? Nur ein bisschen. Die Preise für den nächsten Tag stehen meist schon am Vortag fest. Den Rest übernehmen Smartphone und schlaue Technik. So behältst du alles im Blick und planst deinen Verbrauch ganz entspannt:

  • Preis-Radar: In App oder Kundenportal siehst du jederzeit den aktuellen Preis pro Kilowattstunde. Beim dynamischen Tarif bekommst du zusätzlich einen Forecast: Die Preise für morgen werden meist schon am Nachmittag veröffentlicht.
  • Smart Charging. Viele Wallboxen laden dein E-Auto per Smart Charging automatisch. Innerhalb eines festgelegten Zeitraums erkennt das System die günstigsten Stunden und startet den Ladevorgang von selbst.
  • Energiemanagement: Ein Heim-Energie-Management-System (HEMS) verknüpft alles. Es kombiniert deinen flexiblen Verbrauch mit Solarstrom vom eigenen Dach oder günstigen Börsenpreisen und steuert alles automatisch.
  • Börsenpreise: Mit dem Agorameter verfolgst du die Stromerzeugung aus erneuerbaren und konventionellen Quellen sowie den aktuellen Verbrauch in Deutschland. So bleibst du immer auf dem Laufenden.
Junges Paar steht lachend mit Tablet in der Küche

Die Voraussetzungen für flexible Tarife.

Damit ein flexibler Stromtarif funktioniert, müssen Technik und dein Verbrauchsverhalten zusammenspielen. Diese vier Voraussetzungen sind entscheidend, damit du von schwankenden Strompreisen profitieren kannst:

  1. Smart Meter. Für einen dynamischen Tarif und oft auch einen variablen Tarif brauchst du ein Smart Meter. Nur damit kann dein Verbrauch zeitgenau zum jeweiligen Strompreis abgerechnet werden. Seit 2025 haben viele Haushalte Anspruch auf den Einbau eines Smart Meters.
  2. Digitale Transparenz. Die App des Energie­anbieters ist deine unverzichtbare Info-Zentrale. Hier siehst du, wann der Strom günstig ist und wie viel du gerade ver­brauchst. Außerdem findest du in der App die Preis­vorhersagen für den nächsten Tag.
  3. Flexibilität. Ein flexibler Tarif lohnt sich vor allem dann, wenn du deinen Verbrauch zeitlich verschieben kannst. Wer Strom überwiegend in Hochpreisphasen nutzt, zahlt möglicherweise mehr. Flexible Tarife belohnen aktives Mitdenken und Verbrauchs­verhalten.
  4. Automatisierung. Noch bequemer nutzt du flexible Tarife mit automatisierten Lösungen wie Smart-Home-Funktionen oder einem HEMS. Wer Geräte wie Wallbox, Klimaanlage oder Wärmepumpe automatisch steuern lässt, holt das Maximum raus, ohne selbst dran denken zu müssen.

Eine lächelnde Frau in gelbem Shirt steht neben ihrem Zählerkasten mit Smart Meter und zeigt den Daumen hoch
Illustration eines Smart Meters (Intelligentes Messsystem)

Geht es auch ohne Smart Meter?

Jein. Manche Anbieter haben flexible Tarife, die auch ohne Smart Meter funktionieren. Dann basiert dein Preis beispielsweise auf monatlichen Verbrauchswerten und Börsenpreisen. Statt stündlicher Preise meldest du einfach monatlich deinen Zählerstand – oder dein Verbrauch wird geschätzt. Unser Tipp: Falls du noch kein Smart Meter hast und bei Yello einen variablen oder dynamischen Tarif abschließt, kümmern wir uns um den kosten­losen Einbau bei dir.

Lohnt sich Flexibilität für dich? Ein Praxis-Check.

Ob sich der Abschied vom gewohnten Stromtarif mit Festpreis lohnt, kommt darauf an, wieviel, wann und wie du deinen Strom verbrauchst. Also auf dein Verbrauchsverhalten. Das Sparpotenzial fliegt dir nicht einfach zu. Flexible Tarife eignen sich für dich, wenn du deinen Verbrauch in günstige Stunden verschiebst, wenn der Börsenpreis niedrig ist oder deine Sparzeit läuft. Im Klartext: Wer seinen Verbrauch aktiv steuert, spart. Wer einfach weiterlebt wie bisher, zahlt den Marktpreis – und der kann auch mal über dem Festpreis liegen.


Wenn du volle Planungssicherheit willst und im Alltag nicht über deinen Stromverbrauch nachdenken möchtest. Dann ist der klassische Tarif mit bis zu 18 Monaten Preisgarantie dein „Rundum-Sorglos-Paket“. Du verzichtest zwar auf Marktchancen, bist aber vor Preissprüngen geschützt. Außerdem umgehst du das Risiko, dass der Strompreis im flexiblen Tarif auch mal höher ist, wenn wenig grüner Strom im Netz ist, Stichwort Dunkelflaute. Dann rechnet sich ein flexibler Strompreis für dich:

  • Verbrauch verschieben: Wer viel Strom verbraucht aber den Stromverbrauch zeitlich verschieben kann, spart mehr bei den Stromkosten.
  • E-Auto und Wärmepumpe: Diese verbrauchen viel Strom und sind meist smart steuerbar. So nutzt du die günstigen Phasen optimal.
  • Smart-Home-Systeme: Deine Technik startet automatisch, wenn der Preis niedrig ist? Oder ein HEMS steuert deine Geräte? Perfekt.
  • Home-Office: Du bist tagsüber zu Hause? Dann erledige Wäsche & Co., wenn die Sonne scheint, statt zur teuren Feierabend-Zeit.

Festpreis oder flexibel - was passt zu mir?

Tarif-Model Klas­sischer Tarif Variab­ler Tarif Dyna­mischer Tarif
Das Preis-Modell Dein Preis bleibt während der Preis­garantie (z.B. 12 Monate) immer gleich, unabhängig vom Markt. Du hast feste Spar­zeiten mit günsti­geren Preisen. Dein Preis ändert sich stünd­lich und folgt dem Börsen­preis.
Dein To-Do Nur jähr­lich den Zähler ablesen. Timer program­mieren, sodass Geräte in günstigen Zeiten laufen. Mit HEMS Geräte smart steuern.
Risiko & Chance Schutz vor täglichen Preis­schwan­kungen. Wenig Spar­poten­zial. Sicher vor Preis­sprüngen und regel­mäßig günstig in den Spar­zeiten. Chance auf sehr niedrige Preise, aber Risiko bei hohen Bör­sen­preisen.
Welcher Typ bist du? Sicher­heits-Fan. Du willst Ruhe und 12 Monate und mehr Preis­garantie. Planer:in. Du nutzt feste Zeit­fenster, willst aber kein Risiko. Opti­mierer:in. Du jagst Börsen­tiefs, liebst Technik oder hast ein E-Auto.

Die Vorteile: Warum sich der Wechsel lohnt.

Sparpotenzial gibt's besonders, wenn du ein Haushalt mit hohem Energieverbrauch bist. Das bestätigt auch eine aktuelle Analyse der Bundesnetzagentur. Dynamische Tarife lagen zuletzt oft unter den klassischen Fixpreisen – teilweise sogar, ohne dass man den Verbrauch groß verlagern musste. Laut einer Studie von Neon ist bei idealer Nutzung eine Ersparnis von bis zu 80 % möglich. Dank Smart Meter und Energie-Apps behältst du die Kosten im Blick und schiebst mit Smart Home den Verbrauch automatisch in die günstigen Zeiten. Dynamische Tarife sind außerdem meist monatlich kündbar. Sollte der Tarif doch nicht zu dir passen, kannst du also jederzeit wieder in einen Tarif mit Festpreis wechseln.

Das Risiko: Worauf du achten musst.

Denk daran, dass bei flexiblen Tarifen der Zeitpunkt den Preis macht. Wer zur „falschen“ Zeit bei hoher Nachfrage oder in teuren Preiszonen wäscht oder lädt, zahlt mehr als im Festtarif. Zudem wirken sich beim dynamischen Modell externe Ereignisse, wie eine Energiekrise oder politische Konflikte, an der Börse sofort aus. Zwar spürst du Preis­anstiege hier direkt, dafür profitierst du bei Entspannung aber auch viel schneller als alle Kund:innen, die noch in langen Preis­bindungen stecken. Dein Sicherheits­netz sind dabei die kurzen Kündigungs­fristen. Achte auf monatliche Kündigungs­fristen. Wäge deine Bedürfnisse und dein Risiko­bewusstsein einfach gut ab.

Der goldene Mittelweg: Wie einsteigen.

Ist dir der Börsenhandel zu wild, aber der klassische Tarif zu starr? Dann ist der zeit­variable Stromtarif dein Mittelweg. Hier bekommst du die Planungssicherheit eines klassischen Tarifs, denn auch hier sind die Preise meist für 12 Monate garantiert. Der Unterschied dabei ist, dass du täglich von günstigeren Zeitfenstern profitierst. In diesen festen Phasen, wie zum Beispiel nachmittags oder nachts, kostet dein Strom deutlich weniger als zum Standardpreis. Das macht den zeitvariablen Tarif zum idealen Modell für alle, die feste Routinen bevorzugen. Du sparst einfach jeden Tag zur gleichen Zeit.

Illustration Frau macht Selfie mit Handy App

Flex-Tarife easy nutzen mit der Yello App.

  • Verbrauch verfolgen: Sieh jederzeit genau, wie viel Strom du verbraucht hast.
  • Preise checken: Ob dynamischer Preis oder feste Sparzeit, die Kosten im Blick.
  • Einfach sparen: Verbrauch vorausplanen und mehr Energie und Kosten sparen.

Dreamteam: PV, Speicher & flexibler Tarif.

Wir sagen's direkt: Smarter als mit flexiblen Stromtarifen in Kombi mit PV-Anlage und Speicher wird´s nicht. Warum? Mit Strom vom eigenen Dach bist du schon unab­hängiger von den Schwankungen am Energie­markt. Wenn du dazu noch einen Strom­speicher zur Photo­voltaik­anlage hast, kannst du bis zu 80 % deines Bedarfs selbst decken. Aber: Manchmal brauchst du eben trotzdem noch Netzstrom, zum Beispiel im Winter oder an bewölkten Tagen.

Hi flexibler Stromtarif! Wenn du also Netzstrom brauchst, kannst du ihn am besten zu günstigsten Zeiten beziehen. Das gilt für den dynamischen Tarif genauso wie für die günstigen Zeitfenster im variablen Tarif. Das Beste: Viele moderne Speicher können auch Netzstrom laden. Du lädst deinen Speicher nicht nur mit Solarstrom, sondern auch mit Strom aus dem Netz, immer wenn dieser günstig ist.

Wir halten fest: Die Kombination aus flexiblem Stromtarif und Solarenergie mit Speicher passt perfekt zusammen. Hast du eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto, kannst du diese Geräte clever steuern und deinen Verbrauch sowohl in die Sonnenstunden als auch in die günstigen Tarifzeiten verlagern. Energiemanagement par excellence!

Mann prüft Solarmodule auf einem Dach mit Tablet

Partner für Energiewende und Netzstabilität.

Eine Windenergieanlage und Solarpark im Blumenfeld

Flexible Stromtarife sind echte Game Changer für die Energiewende, denn sie helfen dabei, Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne effizienter zu nutzen. Aber auch den Bedarf an herkömmlichen Strom zu senken.

Egal ob dynamisch oder variabel: Du ver­brauchst Strom dann, wenn erneuerbare Energien im Überfluss vorhanden sind. Das entlastet das Stromnetz und verringert den Bedarf an fossilen Brennstoffen. Das Netz wird insgesamt stabiler, da Spitzenlasten abgeflacht und die Gesamtbelastung über den Tag verteilt werden. So wollen wir das!

Natürlich hängt der Erfolg davon ab, dass die richtigen Technologien verfügbar sind und wir alle bereit sind, unser Verbrauchsverhalten aktiv und bewusst anzupassen. Wenn wir das schaffen, können wir gemeinsam einen großen Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Zukunft machen.

Fazit: Mit Flexibilität Kosten optimieren.

  1. Stromkosten sparen.
    Egal ob du „Planer:in“ oder „Optimierer:in“ bist: Wenn du Strom nutzt, während er günstig ist, zahlst du weniger als im Stromtarif mit Festpreis. Durch geschicktes Timing kannst du deine Rechnung effektiv senken.
  2. Dein Einsatz zahlt sich aus.
    Das Sparpotenzial ist am größten, wenn du deinen Verbrauch aktiv in günstige Zeiten legst. Das ist kein Tarif zum Vergessen, sondern zum Mitgestalten. Wer bereit ist, seinen Alltag etwas anzupassen, hat seine Kosten dafür selbst in der Hand.
  3. Mehr grüne Energie nutzen.
    Dabei tust du sogar etwas Gutes: Wenn du marktorientiert Strom verbrauchst, nutzt du Wind und Sonne effizienter und entlastest das Stromnetz. Das ist ein echter Win-Win für deinen Geldbeutel und die Energiewende.
  4. Ideal für hohen Stromverbrauch.
    Besonders lohnenswert sind flexible Tarife bei größeren Verbrauchern. Das gilt vor allem für dein Elektroauto, die Wärmepumpe oder in Kombination mit einer Solaranlage und einem Speicher.
  5. Die Technik-Basis: Das Smart Meter.
    Egal ob variabel oder dynamisch: Für eine genaue Abrechnung ist fast immer ein Smart Meter Voraussetzung. Bei Yello kümmern wir uns um den kostenlosen Einbau, wenn du einen flexiblen Stromtarif bei uns abschließt und noch kein Smart Meter hast.

Check unsere flexiblen Stromtarife.

Mach dich schlau zu smarter Energie.